Umwelt

Bündnis besetzt Teile der A100-Baustelle

dpa
Mit Rauchfackeln gehen Klimaaktivisten unterschiedlicher Bündnisse auf der Baustelle der A100.

Mit Rauchfackeln gehen Klimaaktivisten unterschiedlicher Bündnisse auf der Baustelle der A100.

Foto: dpa

Zahlreiche Aktivisten haben die Baustelle der A100 besetzt. Der Verantwortliche hat Strafanzeige erstattet.

Berlin. Zahlreiche Aktivistinnen und Aktivisten blockieren im Rahmen von Aktionstagen des Bündnisses "Gerechtigkeit Jetzt!" einen Teil der A100-Baustelle im Berliner Südosten. Mehrere Dutzend Menschen seien am Samstagvormittag auf das Gelände der Baustelle vorgedrungen, teilte die Polizei mit. Laut dem Bündnis läuft die Aktion bei der Anschlussstelle Sonnenallee.

Bauarbeiten fanden dort ersten Erkenntnissen zufolge an diesem Samstag nicht statt. Ob dort gearbeitet werde oder nicht, sei zuvor nicht abzusehen gewesen, sagte eine Sprecherin des Bündnisses.

Die Aktivisten entrollten Banner und bauten Zelte auf. "A100 stoppen - Verkehrswende jetzt!" stand auf einem der Transparente. "Absurderweise" werde nach wie vor in den Ausbau von Autobahnen investiert, während gleichzeitig Wohnraum vernichtet werde, sagte eine Sprecherin. Dagegen protestierten die Menschen mit der Aktion.

Wie die Polizei am Nachmittag twitterte, habe der Verantwortliche Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt, die Polizei fordere jetzt die Demonstranten auf, die Baustelle zu verlassen und stelle ihre Identitäten fest.

Dem Bündnis "Gerechtigkeit Jetzt!" gehören mehr als 30 soziale Bewegungen an. Zu deren Themen gehören Mietenpolitik, Agrarreformen, Klimagerechtigkeit oder Rassismus. Mit diversen Veranstaltungen begleitet die Bewegung die laufenden Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene von SPD, Grünen und FDP. Den Auftakt bildete am Freitag ein Protestmarsch von Fridays for Future, bei dem sich in Berlin laut Veranstalter rund 20.000 Menschen beteiligten.

( dpa )