Fluglinie

Lufthansa tauft neue Boeing „Berlin“

Alexander Rothe
2022 ergänzt Lufthansa seine Flotte um Boeing 787-9-Maschinen.

2022 ergänzt Lufthansa seine Flotte um Boeing 787-9-Maschinen.

Foto: Boris Roessler / dpa

Neues Modell soll umweltfreundlicher sein und erhält den Namen der Hauptstadt.

Berlin. Es ist mehr als 60 Jahre her, seit die Lufthansa die heutige deutsche Hauptstadt mit dieser Ehre auszeichnete: Am 16. September 1960 wurde das erste Düsenmodell der Airline auf den Namen „Berlin“ getauft – durch den damaligen Regierenden Bürgermeister der Stadt, Willy Brandt. Nun soll es wieder geschehen: Die Lufthansa ergänzt im kommenden Jahr ihre Flotte um fünf Boeing 787-9 und benennt das erste Modell nach der Hauptstadt. Zuletzt trug ein Airbus A380 den prestigeträchtigen Namen. Seit über 50 Jahren erhalten neue Flugzeugmodelle der Lufthansa die Namen von deutschen Städten.

Die neue Boeing 787-9 „Berlin“ soll 2022 ausgeliefert und feierlich getauft werden. Das erste interkontinentale Linienziel des „Dreamliners“ soll die kanadische Metropole Toronto sein. Die neuen Langstreckenflugzeuge würden im Schnitt nur noch rund 2,5 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchen, wie es in einer Pressemitteilung der Lufthansa Group heißt. Das seien circa 30 Prozent weniger als beim Vorgängermodell.

Die Lufthansa und Berlin verbindet eine lange Geschichte: 1926 wurde das Unternehmen dort gegründet, musste seine Flüge in die geteilte Stadt jedoch zwischen 1945 und 1990 einstellen, da dies nur den Flugzeugen der Alliierten vorbehalten war. Heute befördere die Lufthansa Group nach eigenen Angaben die meisten Passagiere aus Berlin in circa 260 Ziele weltweit.