Hausärzteverband

Genug Grippeimpfstoff in Berlin verfügbar

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Ein Impfausweis mit den Feldern für die Impfung gegen Influenza (Symbolbild).

Ein Impfausweis mit den Feldern für die Impfung gegen Influenza (Symbolbild).

Foto: dpa

In den letzten Jahren gab es immer wieder einmal Engpässe bei der Versorgung mit Impfstoffen gegen Grippe. So ist die Lage in Berlin.

Berlin. Arztpraxen können sich laut dem Hausärzteverband Berlin und Brandenburg in diesem Herbst bislang ausreichend mit Impfstoffen gegen Grippe eindecken. Bisher gebe es für einen Mangel keine Anzeichen, sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Kreischer. Er sei zuversichtlich, dass die Mengen ausreichten, insbesondere für die Risikogruppen.

In Nordrhein-Westfalen hatte vorige Woche ein Hausärzteverband beklagt, dass es Lieferengpässe gebe. Anfang Oktober hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zugesichert, dass die Impfstoffe wegen früheren Bestellungen und einer früheren Behördenfreigabe in diesem Jahr auch früh verfügbar seien.

Grippe: Mehr Impfstoffdosen als in den Jahren zuvor

Nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts sind bis 17. Oktober rund 28,9 Millionen Impfstoffdosen freigegeben worden. Erreicht werden soll mindestens eine Größenordnung wie in der Vorsaison, als 22 Millionen Impfungen verzeichnet wurden. Das war bereits deutlich mehr als in den Jahren zuvor üblich.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung gegen Influenza unter anderem für Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranke, Schwangere und für bestimmte Berufsgruppen. In der vergangenen Saison 2020/21 war die Grippewelle infolge der Corona-Beschränkungen quasi ausgefallen - nicht nur in Deutschland.

Masken und Abstand: Weniger Grippefälle erwartet

Entgegen mancher Befürchtungen rechne er nicht mit einer schlimmen Grippewelle, sagte Kreischer und begründete dies mit dem immer noch verbreiteten Tragen von Masken, dem Einhalten von Abstand und dem Verzicht auf den Handschlag. Zunehmend machen Patientinnen und Patienten nach Kreischers Angaben auch von der Möglichkeit Gebrauch, sich bei einem Termin gegen Corona und Grippe immunisieren zu lassen.

Spahn, RKI-Präsident Lothar Wieler und Stiko-Chef Thomas Mertens hatten vor einer möglichen Doppelbelastung des Gesundheitssystems durch Influenza und Corona in diesem Herbst und Winter gewarnt. Mertens sagte, bislang ließen sich hierzulande auch gemessen an internationalen Empfehlungen zu wenige Menschen gegen Grippe impfen.

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