Gesundheit

"HerzCheck": Bessere Versorgung für Patienten auf dem Land

dpa
Harry Glawe (CDU), Landesgesundheitssminister von Mecklenburg-Vorpommern.

Harry Glawe (CDU), Landesgesundheitssminister von Mecklenburg-Vorpommern.

Foto: dpa

Wolgast. Patienten mit einer Herzinsuffizienz in ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs können künftig in ihren Heimatgemeinden untersucht werden und müssen nicht mehr in eine Klinik fahren. Dazu wurde am Mittwoch in Wolgast (Landkreis Vorpommern-Greifswald) das Projekt "HerzCheck" gestartet. Die Geräte für eine magnetresonanztomografische Untersuchung (MRT) werden dorthin gebracht, wo sie in Praxen oder Kliniken nicht vorhanden sind, wie Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) sagte.

Wesentlicher Teil des Projekts sind mobile MRT-Einheiten und die telemedizinische Befundung durch Ärzte des Deutschen Herzzentrums Berlin. Der MRT-Truck sei eine sinnvolle Ergänzung zu den vorhandenen Kliniken und Praxen. "HerzCheck" werde vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit mehr als sieben Millionen Euro gefördert.

Die MRT-Einheiten könnten an regionalen Kliniken oder ambulanten Einrichtungen wie Ärztehäusern aufgestellt werden. Je nach den in Berlin ermittelten Untersuchungsergebnissen werden die Patienten in unterschiedliche Behandlungsgruppen zur wohnortnahen Prävention und Therapie bei Haus- oder Fachärzten eingeteilt.

Ziel sei es, eine Herzinsuffizienz bei Patienten mit Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen und so die Prognose und deren Lebensqualität zu verbessern. Zudem könnten hohe Folgekosten einer erst spät diagnostizierten Herzinsuffizienz, beispielsweise durch häufige Krankenhausaufenthalte, deutlich gesenkt oder sogar vermieden werden.

© dpa-infocom, dpa:211013-99-580407/2

( dpa )