Cyber-Kriminalität

Hacker-Attacke macht TU Berlin noch immer Probleme

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Im Internet gibt es immer mehr Hacker-Angriffe. Auch die TU Berlin war betroffen (Symbolbild).

Im Internet gibt es immer mehr Hacker-Angriffe. Auch die TU Berlin war betroffen (Symbolbild).

Foto: Andrew Brookes/Imago / Westend61

Nach dem Hacker-Angriff auf die Technische Universität Berlin (TUB) hat die Uni noch immer mit den Folgen der Attacke zu kämpfen.

Berlin. Ein knappes halbes Jahr nach dem Hacker-Angriff auf die Technische Universität Berlin (TUB) hat die Uni offenbar noch immer mit den Folgen der Attacke zu kämpfen. So hätten u.a. noch nicht alle Studienanfänger eine Immatrikulationsbescheinigung erhalten. Das berichtet der Sender RBB. Hacker hatten im April zentrale Systeme der TU lahmgelegt.

Gabriel Tiedje vom Allgemeinen Studierendenausschuss (Asta) der TU Berlin sagte dem Sender: "Beim Bewerbungsverfahren kam es zu Verzögerungen, wodurch auch die Zusagen später rausgingen. Viele zukünftige Studierende haben noch keine Immatrikulation.“ Daraus ergäben sich auch Probleme bei der Anmeldung an internen Internet-Portalen der Universität.

Besonders problematisch sei die Situation allerding für Studierende, die noch keine Wohnung in Berlin hätten und bei Bewerbungen eine Immatrikulationsbescheinigung bräuchten.

TU-Sprecherin Stefanie Terp sagte dem RBB, dass es bei der Immatrikulation noch immer zu Verzögerungen kommt. "Neue Studierende müssen sich zum Teil noch gedulden, bis (…) ein TU-Account für sie eingerichtet ist. Dies sind im Wesentlichen noch Auswirkungen des Hackerangriffs. Die Immatrikulationen können sich noch bis Anfang November hinziehen.“

Hacker legten zentrale Systeme der TU Berlin lahm

Im Frühjahr hatte es massive Attacken auf das Windows-Betriebssystem der Universität mit verschlüsselten Daten gegeben. Mehrere Systeme wurden danach abgeschaltet. Vorübergehend kam es dabei zu massiven Einschränkungen. Auch der Mail-Server der Uni war betroffen, so dass Mails nicht gesendet und erhalten werden konnten. Online-Lehrveranstaltungen waren von dem Hackerangriff nicht betroffen, da sie in der Regel nicht über Microsoft-Software, sondern den Video-Dienst Zoom stattfinden.

Der Angriff war damals aufgefallen, weil verschiedene verschlüsselte Dateien auf einmal am falschen Ort im System gewesen waren, wie Matthias Reyer, Direktor des Campusmanagements, im April sagte. Es seien jedoch niemals sensible Daten öffentlich einsehbar gewesen.

Die TU war war bereits Ziel mehrerer Hackerangriffe, die allerdings abgewehrt werden konnten. Damals erfolgten die Angriffe über das Windows-eigene "Remote Desktop Protokoll" (RDP), mit dem von außen Zugriff auf Computer genommen werden kann. Mit VPN-Zugängen besteht das Sicherheitsproblem nicht.

( BM )