Corona-Tests

Geimpfte Studenten brauchen Test für Vorlesung

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Charlotte Bauer
Studenten der HTW müssen sich vor Vorlesungen testen lassen.

Studenten der HTW müssen sich vor Vorlesungen testen lassen.

Foto: Foto: Annette Riedl / dpa

Wegen einer Coronainfektion müssen sich rund 350 Studenten vor den Lesungen testen lassen - und dafür zahlen.

Berlin. Studenten an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) sind verärgert. Nachdem sich eine Studentin mit Corona infizierte, reagierte die Hochschule, indem nun alle Studenten aus ihrem Fachbereich bis zum 15. Oktober nur mit einem negativen Coronatest an den Vorlesungen teilnehmen dürfen. Das gilt auch für Geimpfte und Genesene.

350 Studierende müssen sich testen lassen

HTW-Präsident Carsten Busch erklärte, dass die Hochschule mit dieser Maßnahme auf Nummer sicher gehen wolle: „Wir haben vorsorglich alle 350 Studierenden und alle Beschäftigten, die an der Veranstaltung teilgenommen haben, umgehend benachrichtigt. Um weiterhin an Lehrveranstaltungen teilzunehmen, müssen sie einen negativen Test vorweisen.“

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Die betroffenen Studierenden wurden am 7. Oktober informiert, sodass sie noch die bis Sonntag kostenlosen Schnelltests in Anspruch nehmen konnten, um ein negatives Testergebnis vorzuweisen. „Wir versuchen zudem, alle sozialen und gesundheitlichen Härtefälle, die durch den Wegfall der kostenlosen Schnelltests entstehen, aufzufangen“, teilte eine Pressesprecherin der Hochschule auf Nachfrage mit.

3G-Status-Abfrage vor Veranstaltungen

Die HTW Berlin ist am 1. Oktober ins Wintersemester gestartet. Um Präsenz so sicher wie möglich zu machen, hat die HTW Berlin ein mehrstufiges Sicherheitssystem eingeführt. Dieses umfasst 3G-Check-Zelte an beiden Standorten, eine Maskenpflicht in Innenräumen, Testzentren an beiden Standorten, Impfstationen an beiden Standorten sowie die 3G-Status-Abfrage in Veranstaltungen.

Zudem nutzt die Hochschule ein eigenes datenschutzkonformes Tool zur digitalen Kontaktnachverfolgung und für die Infektionsmeldung, um Infektionsketten schnell zu unterbrechen und das Gesundheitsamt zu unterstützen. Im aktuellen Fall konnte die Hochschulleitung nach eigenen Angaben innerhalb weniger Stunden nach der Infektionsmeldung eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen treffen. Kurz darauf hat die Dekanin alle Betroffenen per E-Mail informiert.

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