Pandemie

Corona Lagebericht Berlin: So funktioniert die Warnampel

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Der Corona-Lagerbericht in Berlin informiert über das Infektionsgeschehen in der Hauptstadt.

Der Corona-Lagerbericht in Berlin informiert über das Infektionsgeschehen in der Hauptstadt.

Foto: dpa

Welche Daten umfasst der Corona-Lagebericht in Berlin? Welche Warnampeln gibt es? Alle Infos zum Berliner Lagebericht.

Berlin. Die Berliner Gesundheitsverwaltung veröffentlicht täglich den Corona-Lagebericht für die Hauptstadt. Der Lagebericht informiert über Corona-Neuinfektionen, die Zahl der Todesfälle, die Entwicklung der Impfungen und über die Situation in den Berliner Krankenhäusern. Zumeist wird der Lagebericht am Vormittag zwischen 8 und 9 Uhr publiziert.

Außerdem kann man dem Lagebericht den Status der sogenannten Corona-Warnampel entnehmen. Sie soll auf einen Blick das Infektionsgeschehen in Berlin sichtbar machen. Zu diesem Zweck gibt es drei Indikatoren:

  • Die 7-Tage-Inzidenz: Sie beinhaltet die Gesamtfallzahl der zurückliegenden 7-Tage (nach Meldedatum) pro 100.000 Einwohner. Dieser Indikator steht für die Geschwindigkeit der Ausbreitung des Virus. Der Indikator steht auf Stufe 1 Grün, solange die Anzahl der Covid-19-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen unter 35 liegt. Ab einem Wert von 35 zeigt die Ampel gelb. Ab 100 zeigt die Ampel rot.
  • Hospitalisierungs 7-Tage-Inzidenz: Der Indikator gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Infektion mit dem Coronavirus innerhalb von einer Woche ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Ist ein Wert von 4 erreicht, zeigt das entsprechende Ampelsignal Gelb, bei 8 dann Rot.
  • COVID-19 ITS-Belegung: Der Wert zeigt den Anteil der für Corona-Patienten benötigten Plätze auf Intensivstationen. Dieser Indikator steht für die Schwere der Infektionsfolgen. Unter einem Wert von fünf Prozent zeigt die Ampel grün, ab 5 Prozent zeigt sie gelb, über 20 zeigt sie rot.

Corona Lagebericht Berlin: Woher kommen die Daten?

Der Lagebericht wird erstellt von der Berliner Gesundheitsverwaltung, genauer: vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso). Für die tägliche Berichterstattung des Lageso werden die Meldedaten des vorherigen Tages eingeschlossen, die bis zum Datenschluss übermittelt wurden. Die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI), die zu Vergleichen herangezogen werden, werden dem RKI-Lagebericht des Vortages entnommen. Auch die Daten zur Belegung der Krankenhäuser sind vom jeweiligen Vortag.

Die Hospitalisierungszahlen sind der Selbstauskunft der Berliner Notfallkrankenhäuser und Notfallzentren im Interdisziplinären Versorgungsnachweis IVENA entnommen. Die Anzahl der Hospitalisierungen beschreibt die Anzahl der zum Erhebungszeitpunkt versorgten, laborbestätigt positiven Covid-19-Patienten.

Für die Zusammenstellung der Übersicht der Berliner Labordaten (PCR) werden wöchentlich die Testdaten von elf Berliner Laboren an den ALM e.V. (Interessenverband der akkreditierten medizinischen Labore in Deutschland) gemeldet. Als Testkapazität (PCR) wird die maximale Laborauslastung auf Basis von 5,5 Arbeitstagen berechnet.

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Welche Informationen enthält der Corona-Lagebericht in Berlin außerdem?

Der Lagebericht schlüsselt detailliert die Corona-Fallzahlen und die epidemiologische Lage in der Hauptstadt auf. Er gibt zudem Auskunft über den Verlauf der Pandemie und den Status der Impfkampagne. Darüber hinaus erfährt man, welche Virusvarianten derzeit in Berlin grassieren.

Interessant ist zudem der Blick in die Bezirke: Täglich sind auch die Fallzahlen und Inzidenzen für Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Mitte, Neukölln, Paknow, Reinickendorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick ersichtlich.