Justiz

Mordversuch und Flucht in Iran vor neun Jahren: Anklage

dpa
Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.

Eine Statue der Justitia steht unter freiem Himmel.

Foto: dpa

Berlin. Neun Jahre nach einem versuchten Mord und der Vergewaltigung einer Frau in Berlin ist ein 54-jähriger Mann angeklagt worden. Der Verdächtige war laut Staatsanwaltschaft nach der Tat im Oktober 2012 in die Türkei und den Iran geflohen. Im Iran wurde er verurteilt, saß bis zu seiner Entlassung im Mai 2019 im Gefängnis und flüchtete dann in die Niederlande. Dort wurde er 2020 festgenommen und schließlich im Juli dieses Jahres nach Deutschland ausgeliefert.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, am 30. Oktober 2012 seine frühere Freundin sowie deren zehnjährige Tochter in ihrer Wohnung in Berlin-Schöneberg mit einem Messer bedroht und dann gefesselt und geknebelt zu haben. Danach soll er die Frau vergewaltigt, aus Rache schwer misshandelt und verstümmelt haben. Die lebensgefährlich verletzte Frau soll er gefesselt und hilflos zurückgelassen haben. Es gelang ihr demnach aber, durch ein Fenster der Wohnung nach Hilfe zu rufen. Im Krankenhaus konnte sie gerettet werden, musste aber später vielfach operiert werden.

© dpa-infocom, dpa:210922-99-315074/5

( dpa )