Klimastreik

Protest gegen Ausbau der A100: Autobahn wird gesperrt

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Anfang Juni haben Radfahrer ebenfalls gegen den Ausbau der Autobahn A100 in Berlin demonstriert.

Anfang Juni haben Radfahrer ebenfalls gegen den Ausbau der Autobahn A100 in Berlin demonstriert.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Am Freitag demonstrieren mehrere Verbände erneut gegen den Ausbau der A100. Die Fahrradroute führt auch über die Autobahn in Berlin.

Berlin. Anlässlich des weltweiten Klimastreiks, zu dem die Aktivistinnen und Aktivisten von „Fridays For Future“ an diesem Freitag aufrufen, wird in Berlin auch gegen den Ausbau der Autobahn A100 demonstriert. Der Fahrradprotest soll ab 10 Uhr unter dem Motto „A100 stoppen – Für ein lebenswertes Berlin!“ auch über ein Stück der Autobahn führen, wie der Fahrrad-Club ADFC mitteilte.

Organisiert wird die Demonstration vom Netzwerk #A100stoppen, zu dem diverse Vereine und Bündnisse gehören, neben dem ADFC etwa auch Changing Cities, der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Nordost oder das Aktionsbündnis A100 stoppen. In den vergangenen Monaten war bereits mehrfach gegen den geplanten Ausbau der Autobahn protestiert worden, im Mai und Juni hatten sich etwa mehrere Tausend Radfahrer an den Aktionen beteiligt.

Demo gegen Ausbau der A100 - das ist die Route:

  • Der Protest soll am Freitag um 10 Uhr mit einer Auftaktkundgebung an der Stresemannstraße, vor der Parteizentrale der SPD, beginnen
  • Von dort geht es über den Mehringdamm und Tempelhofer Damm bis zur Stadtautobahn an der Anschlussstelle Tempelhof
  • Dann führt die Route über die A100 selbst bis zur Abfahrt Schmargendorf und weiter in Richtung der CDU-Bundesgeschäftsstelle an der Klingelhöferstraße
  • Planmäßig enden soll die Demonstration um 12 Uhr am Platz der Republik, wo dann auch der Klimastreik von „Fridays For Future“ stattfindet

Bündnisse lehnen A100-Ausbau mit Verweis auf Klimakrise ab

In Berlin laufen bereits seit dem Jahr 2013 die Arbeiten für die Verlängerung der Stadtautobahn von ihrem bisherigen Ende an der Grenzallee in Neukölln bis zum Treptower Park, dem sogenannten 16. Bauabschnitt. Bis zu 700 Millionen Euro kostet der Ausbau der 3,2 Kilometer langen Strecke, der bis Ende 2024 abgeschlossen werden soll. Ein weiterer, 17. Bauabschnitt bis zur Storkower Straße, könnte noch folgen, er ist im Bundesverkehrswegeplan als „fest disponiertes Vorhaben“ festgehalten, in der Berliner Politik allerdings stark umstritten.

Die Bündnisse, die nun zur erneuten Demonstration aufrufen, lehnen die A100 wie auch weitere Bauprojekte für den motorisierten Individualverkehr mit Verweis auf die Klimakrise ab. „Wir brauchen die klimafreundliche Verkehrswende, und zwar jetzt“, erklärte Frank Masurat, Landesvorsitzender des ADFC Berlin in einer Mitteilung. „Eine Autobahn, die mitten durch die Stadt geht, hat deshalb keinen Platz in Berlin.“