Protest

Unteilbar-Demo zieht störungsfrei durch Berlin

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Tausende bei "Unteilbar"-Demo in Berlin

Tausende bei "Unteilbar"-Demo in Berlin

Mehrere tausend Menschen haben in Berlin friedlich für eine solidarische und gerechte Gesellschaft demonstriert. Organisiert wurde die Demonstration vom Aktionsbündnis Unteilbar.

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Tausende Menschen sind am Sonnabend für eine gerechtere und solidarische Gesellschaft durch Berlin gezogen. Zwischenfälle blieben aus.

Berlin. Die Attentate von Hanau hätten sie erschüttert, die aktuelle Situation in Afghanistan bestürze sie und die Klimakrise mache ihr Angst, sagt Vanessa. „Deshalb bin ich heute hier – um ein Zeichen gegen die vielen Dinge zu setzen, die in unserer Gesellschaft aktuell falsch laufen.“ Gemeinsam mit ein paar Freundinnen hat sich die 26-Jährige daher der Unteilbar-Demonstration am Sonnabend durch Berlin angeschlossen.

Nach Angaben der Veranstalter waren 30.000 Menschen dem Aufruf gefolgt und haben knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl in Mitte für eine gerechtere und solidarische Gesellschaft protestiert. Gefordert wurde auch ein konsequenteres Handeln gegen die Klimakrise, die entschiedene Bekämpfung von Rassismus, oder für bessere Arbeitsbedingungen etwa in der Pflege. „Wir wollen, das andere politische Prioritäten gesetzt werden“, sagte Unteilbar-Sprecherin Anna Spangenberg.

Mehrere Gewerkschaften, politische Parteien und zahlreiche Initiativen aus den unterschiedlichsten Bereichen wie Extinction Rebellion, die Arbeiterwohlfahrt, Amnesty International oder Fridays for Future nahmen teil. Unter den Protestierenden waren auch Prominente wie die Schauspieler Katja Riemann und Fabien Hinrichs.

Aufzug verlief laut Polizei weitestgehend störungsfrei

Um möglichst Abstand zu wahren, stellten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 13 Uhr in 15 thematischen Blöcken zunächst auf einer Strecke von zwei Kilometern auf der Leipziger- und Ebertstraße sowie der Straße des 17. Juni auf. Gegen 14.20 Uhr setzte sich die Protestierenden mit Masken und Abstand in Richtung Strausberger Platz in Bewegung, wo von einer Bühne bis 19 Uhr Abschlussreden gehalten und Musik gespielt wurde.

„Der Aufzug verlief weitestgehend störungsfrei“, sagte Martin Halweg, Sprecher der Berliner Polizei. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich zum ganz überwiegenden Teil an das Hygienekonzept gehalten.“