Kriminalität in Berlin

Straftaten im Wahlkampf: Mehr als 600 Plakate beschädigt

Ein zerstörtes Wahlplakat mit dem Porträt des SPD-Spitzenkandidaten Olaf Scholz.

Ein zerstörtes Wahlplakat mit dem Porträt des SPD-Spitzenkandidaten Olaf Scholz.

Foto: Hendrik Schmidt / dpa

Betroffen ist vor allem die Wahlwerbung der AfD. Berlins Polizei konnte in 24 Fällen Tatverdächtige ermitteln.

Berlin. Die Berliner Polizei hat im Wahlkampf in der Hauptstadt bisher 130 Straftaten registriert. Wie die Behörde auf Anfrage der Berliner Morgenpost mitteilte, waren unter den bis zum 24. August registrierten Straftaten 106 Sachbeschädigungen und sieben Fälle von Diebstahl. Außerdem erfassten die Ermittler jeweils drei Fälle der Delikte Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung.

In den meisten der registrierten Fälle wurden Wahlplakate beschädigt oder abgerissen. Betroffen war vor all die Wahlwerbung der AfD. Von den insgesamt 662 beschädigten oder abgerissenen Plakaten ließen sich 318 der AfD zuordnen. Vor dreieinhalb Wochen steckten Unbekannte sogar zwei Autos in Brand, in denen Plakate der Partei aufbewahrt worden waren.

Von der CDU wurden 101 Plakate beschädigt, von der SPD waren es 91. Es folgen die Linke (64 Plakate), die FDP (41) und die Grünen (16).

Laut Polizei konnten in 24 Fällen Tatverdächtige zu den wahlkampfbezogenen Straftaten ermittelt werden. Die übrigen der bis 24. August registrierten 106 Fälle sind ungeklärt.