Polizei Berlin

Name der Berliner Polizei auch in Gesetzestexten geändert

Die offizielle Umbenennung in „Polizei Berlin“ erfolgte bereits zum 1. April 2021.

Die offizielle Umbenennung in „Polizei Berlin“ erfolgte bereits zum 1. April 2021.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Aus für den „Polizeipräsidenten in Berlin“. Die Behörde bekommt nun in Gesetzestexten den geschlechtsneutralen Namen „Polizei Berlin“.

Berlin. Die Berliner Polizei wird künftig auch in den Gesetzestexten der Hauptstadt den Namen „Polizei Berlin“ tragen. Am Dienstag stimmte der Senat einer entsprechenden Vorlage von Innensenator Andreas Geisel (SPD) zu. „Da die Zuständigkeiten der Polizeibehörde vielfältig sind, musste zusätzlich in einer Vielzahl von Gesetzen die Behördenbezeichnung angepasst werden“, schreibt die Senatskanzlei in einer Mitteilung. Mehr als 200 Jahre trug die Behörde den Namen „Der Polizeipräsident in Berlin“.

„In der Öffentlichkeit hat sich der neue Begriff bereits etabliert“, so die Senatskanzlei weiter. Tatsächlich wurde die Behörde bereits zum 1. April offiziell umbenannt, etwas später wurde auch das Schild vor dem Präsidium am Platz der Luftbrücke in Tempelhof ausgetauscht. Ein Grund für den neuen Namen ist auch, dass 2018 mit Barbara Slowik erstmals eine Polizeipräsidentin im Amt ist. „Eine ausschließlich männliche Benennung passt nicht mehr in unsere Zeit“, sagte Senator Geisel bereits im Herbst 2019.

Papierbestände mit altem Namen sollen erst aufgebraucht werden

Wer zu schnell fährt, falsch parkt oder Strafanzeige stellt, wird dennoch zunächst weiter Briefe mit dem Absender „Der Polizeipräsident in Berlin“ erhalten. „Das wird sukzessive angepasst“, sagte eine Sprecherin. Alte Papierbestände wolle man zunächst aufbrauchen. Die Polizei hat in Berlin 70 Liegenschaften mit rund 500 Gebäuden, die zumeist bereits länger die neue Bezeichnung führen.