Corona-Pandemie

Berliner Hotels droht ab 23. August eine Testpflicht

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Hotels in Berlin drohen ab 23. August strengere Regeln.

Hotels in Berlin drohen ab 23. August strengere Regeln.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Ab Montag soll in den Berliner Hotels die sogenannte 3G-Regel greifen. Senat entscheidet über neue Corona-Regeln.

Berlin. Konstruktiv und offen, aber auch ernüchternd – so beschreibt Thomas Lengfelder, Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin (Dehoga), das Treffen der Branche mit dem Senat, das am Montagnachmittag stattgefunden hat. Erleichterungen für die Hotel-, Gastronomie- oder Veranstaltungsbetriebe in der Corona-Pandemie werde es demnach nicht geben, auf der anderen Seite solle es jedoch auch nicht zu weiteren Einschränkungen kommen, so Lengfelder.

An dem Spitzentreffen waren Vertreter der Senatsverwaltungen für Gesundheit, Wirtschaft und Kultur sowie der Senatskanzlei auf der einen Seite, außerdem, neben der Dehoga, die Verbände Intoura, Conventionpartner und Berlin Music Commission beteiligt. Im Blick standen die Beschlüsse, die die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten auf dem Bund-Länder-Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der vergangenen Woche vereinbart hatten.

Corona in Berlin: Verschärfung der Regeln für Hotelgäste

Ab kommendem Montag soll demnach die sogenannte 3G-Regel greifen. Das heißt: Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 sollen nur noch Genesene, Getestete und Geimpfte Zugang zur Gastronomie, zu Hotels oder kulturellen Veranstaltungen erhalten. Das würde insbesondere für die Hotellerie eine Verschärfung der derzeitigen Regeln bedeuten – momentan müssen Hotelgäste in Berlin keinen Negativ-Test vorlegen.

Derzeit liegt der Inzidenzwert für Berlin deutlich über 35 – am Dienstag wurde er mit 66,2 angegeben. Gering ist dagegen der Anteil an Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen, der bei 3,6 Prozent lag.

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Senat entscheidet diesen Dienstag über Beschlüsse der Ministerpräsidenten

Dehoga-Hauptgeschäftsführer Lengfelder hatte bereits in der Vorwoche kritisiert, dass sich die Ministerpräsidenten weiter an Inzidenzwerte klammern würden, die Bettenauslastung in den Krankenhäusern aber außer Acht ließen. Auch nach dem Gespräch resümiert die Dehoga, einen gravierenden Perspektivwechsel in der Bekämpfung der Corona-Pandemie gebe es nicht.

Wie die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin umgesetzt werden, soll an diesem Dienstag besprochen werden. Neue Warnstufen waren in der Koalition zuletzt bereits diskutiert worden. Lengfelder zufolge ist bei dem Treffen zugesagt worden, dass die Inzidenzen nicht allein ausschlaggebend bleiben, sie sollen aber weiter eine wichtige Rolle spielen. Die Entscheidung des Senats müsse nun abgewartet werden.