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Dardai hat "Mannschaft im Kopf": Hertha in der Vorbereitung

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dpa
Berlins Trainer Pal Dardai beim Testspiel Hertha BSC - FC Liverpool.

Berlins Trainer Pal Dardai beim Testspiel Hertha BSC - FC Liverpool.

Foto: dpa

Hertha hat die Vorbereitung auf das Pokalspiel in Meppen aufgenommen. Mit dabei ein alter Bekannter, während ein Nachwuchsspieler fehlte.

Berlin. Hertha-Trainer Pal Dardai bereitet sein Team schon auf den Ernstfall beim Pokalspiel gegen den Drittligisten SV Meppen vor. Am Ende der Trainingseinheit am Mittwoch stand ein Elfmeterschießen auf dem Programm. "Es gibt einen Wettkampf zwischen Kevin, Davie und Suat während des Spiels", gab Dardai vor der Partie in der ersten DFB-Pokalrunde am Sonntag (15.30 Uhr) die Schützen Kevin-Prince Boateng, Davie Selke und Suat Serdar bekannt, "nach der Verlängerung schießen dann die, die Eier haben."

Soweit aber will es der 45-Jährige gar nicht kommen lassen, erst recht nicht nach einer aus seiner Sicht guten Vorbereitung. "Wir haben die Vorbereitung durchgezogen. Dabei wurde vielleicht ein Tag verschenkt", sagte Dardai und lobte die Einstellung seiner Spieler, "die Jungens haben es gut gemacht, es gab keine Muskelverletzungen. Ich bin innerlich sehr positiv, ich schlafe gut. Wir können nach Meppen und Köln gehen."

Eine Woche nach dem Pokalspiel muss Hertha zum Auftakt der 59. Bundesligasaison zum 1. FC Köln reisen. "Wenn alle gesund bleiben, habe ich die Mannschaft im Kopf", sagte Dardai. Trotz der positiven Stimmung wünscht sich der Ungar noch eine Kadervergrößerung. "Ich habe 15, 16 Spieler. Die müssen als Schlüssel für den Erfolg gesund bleiben", sagte der Trainer, der aber auch weiß, dass genügend Budget vorhanden sein muss, um noch einmal auf dem Transfermarkt zuzuschlagen.

Umso zufriedener war Herthas Rekordspieler, dass die Olympia-Starter Lucas Tousart, Arne Maier und Jordan Torunarigha ebenso wieder auf dem Platz standen wie Santiago Ascacibar nach seiner Gehirnerschütterung. Dagegen befand sich Luca Netz auf dem Weg zum medizinischen Check bei Borussia Mönchengladbach und wird den Verein wohl demnächst verlassen.

Mit Vedad Ibisevic stand dafür ein alter Bekannter am Spielfeldrand. Der ehemalige Kapitän, der im vergangenen Sommer von Hertha zum Ligakonkurrenten Schalke 04 gewechselt war, hat seine Karriere beendet und wurde von den Berlinern als Offensivcoach eingestellt.

"Vedad wird unser Stürmertrainer sein. Wenn wir mal eine Phase haben, in der wir nicht treffen sollten, kann er psychologischen Rat geben, denn als Stürmer ist er immer aus dem Loch gekommen", skizzierte Dardai das Aufgabenfeld des 36-Jährigen, mit dem er selbst "immer gerne gearbeitet" habe, "er bekommt jede Woche eine Einheit, in der er die Stürmer beschäftigt, ebenso beim Nachwuchs." Und Tore sollen Dardais Offensivkräfte schon in den ersten 90 Minuten erzielen, damit der Ernstfall Elfmeterschießen erst gar nicht eintritt.

© dpa-infocom, dpa:210804-99-704396/4

( dpa )