Demonstrationen

Umweltschützer an Politik: Mehr Einsatz gegen Klimawandel

dpa
Klimaaktivisten nehmen an einer Demonstration des Bündnisses Fridays for Future teil.

Klimaaktivisten nehmen an einer Demonstration des Bündnisses Fridays for Future teil.

Foto: dpa

Bundesweit sind Anhänger von Fridays for Future für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangen. Die Umweltschützer der Organisation Robin Wood starteten sogar eine dreiwöchige Floßtour, um für die Energiewende zu werben.

Berlin. Nach der Flutkatastrophe in mehreren Teilen Deutschlands haben Umweltorganisationen für besseren Klimaschutz demonstriert. Umweltschützer der Organisation Robin Wood starteten am Freitag eine dreiwöchige Floßtour von Berlin nach Hamburg. Auf der Strecke soll es mehrere Zwischenstationen geben, an denen die Aktivisten mit Veranstaltungen und Aktionen auf ihr Anliegen aufmerksam machen wollen. Bis Montag wollen die Aktivisten noch in Berlin bleiben und am Sonntag an der Demonstration "Climate & Boat" teilnehmen, ehe es am Dienstag Richtung Potsdam geht.

Die Klimabewegung Fridays for Future hatte zu einer bundesweiten Demonstration für mehr Klimaschutz aufgerufen. In Berlin wurde ein sogenannter Klimastreik abgehalten. Nach Angaben des Veranstalters nahmen 300 Menschen daran teil - ein Polizeisprecher sprach von 100 Teilnehmern. Fridays for Future wies darauf hin, dass Hitzewellen wie in Kanada, Hungertote wie in Madagaskar, Waldbrände wie in Australien und Hochwasser wie in Deutschland keine Ausnahmezustände, sondern Realität seien. "Bis die Politik diese Realität als wahre Katastrophe anerkennt, werden wir nicht aufhören dafür zu demonstrieren."

In Hamburg gingen 500 Menschen für eine bessere Klimapolitik und aus Solidarität mit den Opfern der Hochwasserkatastrophe auf die Straße. Die zumeist jungen Leute hielten Schilder und Banner hoch, auf denen unter anderem "Klimaschutz = Katastrophenschutz" und "#Klimakrise ist hier" stand. "Die Klimakrise ist hier, es ist unübersehbar", sagte die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer. Zudem forderte sie, mehr auf die Fakten der Wissenschaftler zu hören.

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( dpa )