Olympia

Olympia-Spieler Torunarigha hakt Rassismus-Vorfall ab

dpa
Herthas Jessic Ngankam (l) und Jordan Torunarigha im Kampf um den Ball.

Herthas Jessic Ngankam (l) und Jordan Torunarigha im Kampf um den Ball.

Foto: dpa

Tokio. Hertha-Profi Jordan Torunarigha will sich mit dem rassistischen Vorfall im Vorbereitungsspiel der deutschen Olympia-Mannschaft gegen Honduras nicht mehr groß beschäftigen. "Das Thema ist für mich gegessen", sagte der 23 Jahre alte Abwehrspieler im Interview der "Bild" (Donnerstag). "Wir haben ein Statement dazu abgegeben, mehr brauche ich dazu nicht mehr sagen." Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio startet das deutsche Team an diesem Donnerstag (13.30 Uhr) in Yokohama mit der Neuauflage des Finals von Rio 2016 gegen Olympiasieger Brasilien ins Turnier.

Am Samstag hatte die Auswahl von Trainer Stefan Kuntz den Test gegen Honduras fünf Minuten vor Ende abgebrochen. Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes war Verteidiger Torunarigha in der Partie in Wakayama rassistisch beleidigt worden. Daraufhin verließ die deutsche Mannschaft den Platz und setzte ein deutliches Zeichen. Die Delegation aus Honduras sprach später von einem Missverständnis.

Torunarigha freut sich trotz des Vorfalls auf Olympia und die besondere Atmosphäre. Jeder, der Olympia kenne, wisse, dass dies eines der wichtigsten Turniere der Welt sei, sagte er. "Egal, ob mit oder ohne Fans, es ist eines der schönsten Erlebnisse, hier zu sein. Ich freue mich total, hier zu sein, und will mein Bestes für Deutschland geben."

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( dpa )