Corona Berlin

Zahl der Stationen für Schnelltests in Berlin sinkt

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Charlotte Bauer
Weil kaum noch eine Testpflicht besteht, gibt es immer weniger Corona-Schnelltest-Stationen.

Weil kaum noch eine Testpflicht besteht, gibt es immer weniger Corona-Schnelltest-Stationen.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Die Impfquote steigt, die Testpflicht in Außengastronomie und Einzelhandel wurde aufgehoben. Immer weniger Menschen lassen sich testen.

Erst schossen sie wie Pilze aus dem Boden, jetzt verschwinden allmählich immer mehr Schnellteststationen aus dem Berliner Stadtbild. Mit der steigendenden Impfquote und der Aufhebung der Testpflicht in der Außengastronomie und im Einzelhandel nehmen immer weniger Berlinerinnen und Berliner das Testangebot wahr. Das hat zur Folge, dass viele Corona-Teststellen nicht mehr ausgelastet sind und sich kaum noch für die Betreiber rentieren.

Vor Kurzem erst mussten die Betreiber von Schnelltest Berlin zwei Teststationen in den Bezirken schließen, berichtet Till Wirth, Projektmanager von Schnelltest Berlin. Der Grund dafür seien die auslaufenden Mietverträge, erklärt der 25-Jährige. Aber auch die sinkende Nachfrage sei deutlich spürbar. Hinzu komme, dass die Vergütung der Schnelltests von der Regierung ebenfalls weniger geworden ist. „In der Größenordnung, wie wir die Schnellteststationen betreiben, ist das Geschäft damit zwar noch lohnenswert, aber kleinere Betreiber haben es da mit Sicherheit deutlich schwieriger durchzuhalten“, sagt Wirth im Gespräch mit der Berliner Morgenpost. Hinzu komme, dass viele Aushilfskräfte, die bei den Teststationen nebenbei gejobbt haben, mit der Öffnung der Gastronomie und weiteren Einrichtungen wieder ihren vorherigen Beschäftigungen nachgehen.


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Gesundheitsverwaltung: Mehr als 270 Teststationen haben wieder geschlossen

Wie lange können sich die meisten Corona-Teststationen noch halten? „Das hängt davon ab, wie lange die Tests noch benötigt werden und der Gesetzesgeber daran festhalten möchte“, sagt Wirth und ergänzt, dass die übrigen berlinweiten 16 Teststationen in jedem Fall vorerst bestehen bleiben sollen.

Nach Angaben der Berliner Gesundheitsverwaltung haben in den letzten Wochen mehr als 270 Teststationen wieder geschlossen. Die Auslastung der privat betriebenen Teststationen liege zwischen 15 und 20 Prozent.

Währendessen hat Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) vorgeschlagen, Impfverweigerer künftig für Schnelltests zahlen zu lassen, um die Bereitschaft zur Corona-Impfung zu erhöhen. „Selbstverständlich werden wir weiter kostenlose Testungen an Kitas und Schulen durchführen. Wenn aber alle Erwachsenen, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot bekommen haben, stellt sich die Frage, ob die Tests darüber hinaus von der Solidargemeinschaft gezahlt werden müssen“, sagte Pop der Berliner Morgenpost.