Savignyplatz

Auf der Terrasse des Lokals „Stulle“ herrscht Euphorie

Lea Verstl
Marlene Richter (r.) und Anne Wiedelmann in ihrem Berliner Restaurant Stulle

Marlene Richter (r.) und Anne Wiedelmann in ihrem Berliner Restaurant Stulle

Foto: Sergej Glanze

Da sie die Gäste ihres Restaurants gut unterhalten, bekommen Inhaberin Marlene Richter und ihre Frau Zartbitterschokolade geschenkt.

Marlene Richter weiß, warum Gäste in ihrem Lokal „Stulle“ speisen und nicht etwa im Fast-Food-Restaurant: Sie wollen unterhalten werden. Das gelinge ihr und ihrer Frau ganz gut, sagt sie: „Vor allem meine Frau wird von allen geliebt. Als wir nach dem Lockdown wieder öffnen konnten, haben Stammkunden ihr immer wieder Zartbitterschokolade mitgebracht.“

Diese positive Atmosphäre gibt Richter wieder Schwung, nachdem sie und ihr Restaurant unter dem zweiten Lockdown gelitten haben. Die „Stulle“ hat nach ihrer Schließung einen Lieferservice angeboten – allerdings aufgrund der Provisionen für Lieferdienste nicht den gewünschten Umsatz gemacht. Doch gleich nach der Öffnung hat das Geschäft wieder Fahrt aufgenommen.

Inhaberin hat Luftfilter für kalte Monate gekauft

„Sehr viele Gäste sind zu uns geströmt. Teilweise herrschte auf unserer Terrasse eine Euphorie, als wäre Deutschland Sieger der Fußball-EM“, sagt sie. Sie vermutet, dass die meisten Berlinerinnen und Berliner nun besonders oft Essen gehen, da sie eine neue Welle der Corona-Pandemie und damit einen erneuten Lockdown befürchteten. Es gehe ihnen darum, das Leben zu genießen, so lange sie es noch können. Auch Richter macht sich Sorgen wegen der Delta-Variante des Virus, hat aber für die kalten Wintermonate vorgesorgt: „Wir haben Luftreiniger gekauft, die alle Aerosole aus unseren Innenräumen filtern, damit dort alle sicher sind.“

„Die Stulle“, Carmerstraße 10, Berlin-Charlottenburg. Montag, Donnerstag bis Sonntag 9 bis 17.30 Uhr, Dienstag und Mittwoch Ruhetag