Kinder aus Israel kommen zu Besuch nach Berlin

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Julian Würzer

Die israelischen Kinder sollen sich in Berlin erholen. Sie treffen am Montagabend Bildungsministerin Lambrecht.

Zwei Monate nach den jüngsten Raketenangriffen militanter Palästinenser auf Israel kommen 60 israelische Kinder und Jugendliche zur Erholung für eine Woche nach Berlin. Betreut wird die Gruppe vom jüdischen Bildungszentrum Chabad Berlin. Die Kinder und Jugendlichen seien besonders von dem Raketenbeschuss durch die Hamas betroffen gewesen, hieß es in einer Mitteilung des Zentrums.

Auf dem Besuchsprogramm steht auch ein Treffen mit Bildungs- und Justizministerin Christine Lambrecht (SPD). Es soll am Montagabend im Gemeindezentrum in Wilmersdorf stattfinden. Die Bundesministerin treffe die Kinder zum Gespräch und Austausch, heißt es weiter. Der Besuch sei der Beginn einer Deutschlandreise, der auch mit einem Besuch des Jüdischen Campus verbunden sei. Dort soll durch gezielte Bildungsarbeit der deutsch-jüdische Dialog übergreifend gestärkt werden. Derzeit befindet sich der Campus noch im Rohbau, die Eröffnung ist für das Jahr 2022 vorgesehen. Die Deutschlandreise der Besucherinnen und Besucher aus Israel ermögliche nicht nur positive Erlebnisse nach einer harten Zeit der Unsicherheit, sondern eröffne den Kindern und Jugendlichen auch die gemeinsame deutsch-jüdische Geschichte, hieß es.

Erster Kontakt zum jüdischen Leben außerhalb von Israel

Für die meisten der Reisenden werde es der erste Kontakt zum jüdischen Leben außerhalb von Israel sein. Allerdings sollen sich die Kinder auch erholen können. Dafür gebe es ein Ferienprogramm mit Klettern aber auch der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, so eine Sprecherin des Chabad Berlin auf Nachfrage. Im Anschluss an den Besuch in Berlin solle es für die 60 Kinder nach Hamburg und Hannover gehen. Der Vorsitzende des Zentrums, Rabbiner Yehuda Teichtal, erklärte: „Es ist gerade in diesem Jahr wichtig, positive Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Israel hervorzuheben und den Bereich der Jugendarbeit zu stärken.“

Israels Streitkräfte hatten sich im Mai einen elftägigen Schlagabtausch mit militanten Palästinensern geliefert. Dabei wurden in Israel nach offiziellen Angaben 13 Menschen getötet, in Gaza starben nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums über 200 Menschen. Ägypten vermittelte schließlich eine Waffenruhe, die am 21. Mai in Kraft getreten ist.

( mit dpa )