Software-Fehler

BVG-Busse weiter ohne digitale Anzeigen unterwegs

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Ein BVG-Bus unterwegs in Berlin.

Ein BVG-Bus unterwegs in Berlin.

Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Joko

Wegen fehlerhafter Software sind zahlreiche BVG-Busse ohne digitale Anzeige unterwegs. Bis der Fehler behoben ist, wird es noch dauern.

Berlin. Wann kommt der Bus - und ist es überhaupt die richtige Linie? Diese Fragen stellen sich gerade viele Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Seit Donnerstag fahren viele Busse der Flotte ohne Linien- und Fahrtzielanzeige. Auch die Monitore an den Haltestellen und in den Bussen sind defekt.

Seit dem frühen Donnerstagmorgen gebe es eine Störung im RBL-System, sodass keine korrekten Daten übertragen werden könnten, teilte die BVG am Donnerstag mit. Auch am Freitag bestand das Problem noch. Bei 150 Bussen sei die Software inzwischen ausgetauscht worden, teilte die BVG am Freitag auf Morgenpost-Anfrage mit. Ungefähr die Hälfte der eingesetzten Busse könne damit wieder mit korrekten Anzeigen fahren. Am Donnerstag waren es etwa 40 Prozent.

"Unsere IT-Kolleg*innen arbeiten mit Hochdruck daran. Es dauert aber einige Zeit, weil jeder Bus dafür auf dem Hof kommen und seine fehlerfreie Software-Version bekommen muss", so ein BVG-Sprecher zur Morgenpost. Die BVG betont jedoch: Der Verkehr selbst ist dadurch nicht betroffen. Das volle Fahrplanangebot werde gefahren.

Nach einem Update der Software in den Bussen hatte sich die aufgespielte Software-Version am Donnerstag als fehlerhaft herausgestellt. Die Folge ist, dass sich die Busse nicht am zentralen System anmelden können. Auch in der App und FahrInfo konnten keine Echtzeit-Abfahrten angezeigt werden.

Nach wie vor müssen Busfahrer sich mit analogen Schildern behelfen, etwa mit selbstgebastelten Pappen, die mit Filzmarkern beschriftet waren, oder mit alten Linienschildern. Wie lange es dauert, bis die Störung behoben ist, ist offenbar noch unklar. Fahrgäste werden gebeten, die Aushangfahrpläne an den Haltestellen zu nutzen. Bis die Software bei allen rund 800 betroffenen Bussen ausgetauscht ist, wird es laut BVG aber noch einige Zeit dauern.

( Philipp Blanke )