Stammzellenspende

Blutkrebs: Dringender Appell für SPD-Landesgeschäftsführerin

| Lesedauer: 2 Minuten
Jens Anker
Anett Seltz mit ihren vier Kindern

Anett Seltz mit ihren vier Kindern

Foto: Privat

Die SPD-Landesgeschäftsführerin Anett Seltz an Blutkrebs erkrankt. DKMS ruft auf, sich als Stammzellenspender zu registrieren.

Die internationale Organisation zur Bekämpfung von Blutkrebs DKMS hat einen dramatischen Aufruf zur Stammzellenspende für die Landesgeschäftsführerin der Berliner SPD, Anett Seltz, gestartet. „Anett hat Blutkrebs. Nur eine passende Stammzellspenderin oder ein passender Stammzellenspender kann ihr Leben retten“, heißt es in dem dreiseitigen Appell, in dem die Krankengeschichte der vierfachen Mutter dargestellt ist. Seltz hatte ihre Erkrankung selbst öffentlich gemacht.

„Das erste, was ich dachte, war: Fuck! Das wird ein langer Ritt“, wird Seltz in dem Aufruf zitiert, nachdem sie die Diagnose Blutkrebs erhalten habe. „Dann brach ein Gefühlschaos über mich hinein. Da waren Schock, Angst, Wut, Hilflosigkeit und Entsetzen gleichermaßen.“ Von einem Moment auf den anderen sei sie aus dem gewohnten Arbeits- und Familienleben gerissen worden. „Ich habe losgelassen und nur noch ein Ziel: dieses Krankenhaus gesund zu verlassen. Dafür werde ich alles tun“, schreibt die 54-Jährige.

Die DKMS appelliert nun an alle gesunden Menschen zwischen 17 und 55 Jahre alt, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen (www.dkms.de/anett).

Blutkrebs: 14.000 Menschen erhalten jährlich die Diagnose

In Deutschland erhalten rund 14.000 Menschen jährlich die Diagnose Blutkrebs. Die Heilungschancen steigen, je früher ein Stammzellenspender gefunden wird. Die DKMS ist die größte Organisation ihrer Art weltweit. Es sind bereits mehr als zehn Millionen potenzielle Stammzellenspender registriert.

Die Berliner SPD unterstützt den Aufruf. „Wir wünschen unserer Landesgeschäftsführerin Anett alles erdenkbar Gute, viel Kraft und Zuversicht“, sagte SPD-Chef Raed Saleh. Seltz habe immer für die SPD gekämpft. „Jetzt kämpfen wir für sie. Jede Registrierung bei der DKMS ist wichtig und kann Leben retten.“

Die gebürtige Hamburgerin Seltz ist seit 2017 Landesgeschäftsführerin der SPD und auch stellvertretende Chefin der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen in Berlin (ASF).