Brände

Zwei Wohnhausbrände: Wohnungen in Moabit unbewohnbar

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dpa
Ein leuchtendes LED-Blaulicht der Feuerwehr.

Ein leuchtendes LED-Blaulicht der Feuerwehr.

Foto: dpa

Zwei Brände halten die Feuerwehr am Wochenende in Atem. In Moabit richtet ein Brand großen Schaden an. In Steglitz brennt es an der Shoppingmeile - die Feuerwehr rückt mit einem größeren Aufgebot an.

Berlin. Alarm am Sonntagmorgen: Bei einem Wohnungsbrand in Berlin-Moabit sind vier Bewohner eines Mehrfamilienhauses verletzt worden. Drei Wohnungen sind nach dem Feuer am Sonntagmorgen in der Wiclefstraße unbewohnbar, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Bauaufsicht prüfe, ob das fünfgeschossige Wohnhaus noch bewohnbar sei. Zwei der Verletzten sind aus der Brandwohnung, sie konnten sich selbstständig retten. Zwei Bewohner aus der Wohnung darüber wurden mit sogenannten Brandhauben aus dem Gebäude gebracht, hieß es.

Die Feuerwehr war gegen 5.27 Uhr alarmiert worden. Die Retter rückten mit knapp 60 Kräften aus. In einer Wohnung im dritten Stock des Altbaus waren Einrichtungsgegenstände in Brand geraten. Das Feuer brannte in die Wohnung darüber durch. Aus der Brandwohnung lief zudem Wasser in die Wohnung darunter, die dadurch beschädigt wurde. Das Feuer war nach einer Stunde gelöscht. Aus Sicherheitsgründen sei der Strom abgestellt worden, hieß es. Wie es zu dem Feuer kam, war zunächst nicht klar. Der Einsatz zog sich bis in den Vormittag.

Es war nicht der einzige Wohnhausbrand, der die Feuerwehr beschäftigte. Mit über 80 Kräften rückten die Retter am Samstagnachmittag zu einen Dachstuhlbrand an der Schloßstraße aus. Das Feuer in einem Wohn- und Geschäftsgebäude in der Düppelstraße Ecke Kieler Straße war nach einer Stunde gelöscht, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Dennoch sei es zu großen Verkehrsbehinderungen gekommen. Auch hätten viele Passanten den Einsatz beobachtet, sagte der Sprecher. Die Schaulustigen hätten der Feuerwehr allerdings nicht im Weg gestanden.

Verletzte habe es nach Angaben der Feuerwehr nicht gegeben. Kurz nach 14.30 Uhr seien sehr viele Anrufe bei den Rettern eingegangen. Deshalb seien mehr Kräfte losgeschickt worden als gewöhnlich. Auch sei bei Dachbränden ein größeres Aufgebot nötig, sagte der Sprecher.

Da der Dachstuhl des fünfgeschossigen Gebäudes im Ortsteil Steglitz eine Baustelle sei, sei der Brandort leicht zugänglich gewesen. Die Feuerwehr musste zwei Druckgasbehälter vor der Hitze in Sicherheit bringen. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag seien noch Menschen festgestellt worden. Sie seien aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen. Auch ein benachbartes Haus in der Kieler Straße sei geräumt worden.

Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes ermittelt nach der Brandursache. Es werde von fahrlässiger Brandstiftung ausgegangen, sagte eine Sprecherin. Nach Angaben der Polizei hatten am Vormittag Schweißarbeiten mit Dachpappe stattgefunden.

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( dpa )