Verkehr

Elbbrücke gesperrt: Autobahngegner demonstrieren

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dpa

Geestgottberg/Wittenberge. Am Samstag ist auf der Bundesstraße 189 an der Landesgrenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Elbbrücke werde von etwa 14.00 bis 22.00 Uhr gesperrt, teilte der Landkreis Stendal mit. Zu einer weiteren Behinderung des Verkehrs komme es durch einen Fahrradkorso von Seehausen (Altmark) auf der B 189 zur Elbbrücke, der ebenfalls für Samstag angemeldet wurde.

Anlass für die Sperrung ist eine beim Landkreis Prignitz angemeldete Veranstaltung, die sich gegen den Bau der A14-Nordverlängerung wendet. Mitglieder eines Bündnisses "Keine A14" kämpfen in der Altmark gegen das Projekt. In einem früheren Bahnhofsgebäude in Seehausen haben sie einen Stützpunkt eingerichtet, von dem aus der Fahrradkorso startet. Außerdem haben Autobahn-Gegner in einem nahe gelegenen Wald an der künftigen Autobahntrasse Baumhäuser errichtet. Einer Räumungsaufforderung des Landkreises für dieses illegale Camp kamen sie bisher nicht nach.

Der Landkreis Stendal empfiehlt Verkehrsteilnehmern Richtung Norden für Samstag, die Elbe bereits bei Tangermünde zu überqueren und dann den Weg über die B 107 und Havelberg in Richtung Norden zu nehmen. Wer diesem Rat nicht folge, werde spätestens an der Kreuzung Seehausen von der B 189 auf die B 190 in Richtung Westen geleitet. Auf dieser Streckenführung sei eine Elbquerung für Autos nur über die Fähren Schnackenburg und Lenzen oder für den gesamten Verkehr über die Brücke Dömitz möglich.

Die A14-Nordverlängerung zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin, umfasst insgesamt 155 Kilometer. Derzeit wird mit einer Gesamtbaukosten von 1,7 Milliarden Euro gerechnet. Die 26 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern und die Hälfte der 32 Kilometer im Land Brandenburg sind bereits fertig. In Sachsen-Anhalt rollt auf knapp 15 von insgesamt 97 Kilometern der Verkehr. Gegen die Planungen für die Abschnitte Osterburg - Seehausen und Dahlenwarsleben - Wolmirstedt liegen Klagen vor. Die anderen Abschnitte in Sachsen-Anhalt sind im Bau oder es besteht bestandskräftiges Baurecht.

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( dpa )