Verfahren um Doktorarbeit

Giffey nimmt Stellung gegenüber Uni-Präsidium

Philipp Blanke
Franziska Giffey (SPD) bei einer Pressekonferenz.

Franziska Giffey (SPD) bei einer Pressekonferenz.

Foto: dpa

Franziska Giffey hat gegenüber der FU Stellung zu ihrer Dissertation genommen. Nun ist die FU am Zug. Bald soll entschieden werden.

Berlin. Das Verfahren um die Prüfung der Doktorarbeit von Ex-Familienministerin Franziska Giffey geht in die nächste Runde. Giffey habe dem Präsidium der Freien Universität ihre Stellungnahme übermittelt, teilte die Uni am Mittwochabend mit. Das Schreiben sei am Mittwoch fristgerecht zunächst per E-Mail eingegangen.

Das FU-Präsidium hatte Franziska Giffey am 5. Mai die Gelegenheit zur Stellungnahme vor einer Entscheidung über eine mögliche Aufhebung der Rüge und vor einer neuen Entscheidung im Überprüfungsverfahren gegeben. Das Präsidium erklärte, es werde die Stellungnahme nun umgehend prüfen. Eine Entscheidung im Verfahren werde in diesem Monat zügig getroffen und bekannt gegeben. Zu diesem Zeitpunkt würden auch nähere Informationen zum Prüfverfahren und zum Bericht des Prüfgremiums veröffentlicht. Zum Ende des Verfahrens würden auch die Namen der Mitglieder des Prüfgremiums bekannt gegeben.

Die Freie Universität hatte am 18. November vergangenen Jahres mitgeteilt, dass die Dissertation von Franziska Giffey erneut geprüft werde. Giffey selbst hat den Vorwurf stets zurückgewiesen, bei ihrer Doktorarbeit mit Vorsatz betrogen zu haben. "Ich habe nicht bewusst getäuscht", sagte die zurückgetretene Bundesfamilienministerin vergangene Woche in der RBB-Abendschau. Sie habe die Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. "Dazu stehe ich bis heute." Wenn ihr dabei Fehler unterlaufen seien, dann bedauere sie das. Sie sei davon ausgegangen, dass die Arbeit korrekt gewesen sei. Giffey ist SPD-Spitzenkandidatin bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Sie will in der Hauptstadt Regierende Bürgermeisterin werden.