Gesundheit

Berliner Chaos: Zweite oder erste Spritze gegen Corona?

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dpa
Dilek Kalayci (SPD), Berliner Senatorin für Gesundheit, spricht.

Dilek Kalayci (SPD), Berliner Senatorin für Gesundheit, spricht.

Foto: dpa

Berlin. In Berlin hat es bei den Impfterminen eine größere Panne gegeben. Rund 2300 Berlinerinnen und Berliner, die von Freitag bis Sonntag im Zentrum Tempelhof die erste Spritze gegen Corona bekommen sollten, erhielten überraschend und kurzfristig eine Absage. Doch das war gar nicht so gemeint: Es sei in der Mail um die Zweitimpfung in sechs Wochen gegangen, teilte ein Sprecher von Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstag mit. Die Betroffenen könnten in dem Schreiben aber leider den Eindruck gewinnen, dass es um die Erstimpfung gehe, hieß es. Zuvor hatte der "Tagesspiegel" über den Fall berichtet.

Nun soll eine neue Mail klarstellen, dass es um die Zweitimpfung an einem anderen Ort geht. Die Spritze mit Moderna solle dann nicht in Tempelhof, sondern in Tegel verabreicht werden. Der Sprecher äußerte sich nicht zu den Gründen für das Durcheinander. Eine Entschuldigung oder Bedauern blieben aus.

In dem der dpa vorliegenden Schreiben der Gesundheitsverwaltung, das die Verwirrung ausgelöst hatte, hieß es, aus "technischen und organisatorischen Gründen" müssten mehrere Termine neu geplant werden. "Daher kann Ihr Impftermin leider nicht wie geplant stattfinden." Innerhalb von 48 Stunden sollte es einen neuen Termin geben.

Der "Tagesspiegel" berichtete von einem Leser, der die Mail in der Nacht zum Freitag um 2.45 Uhr bekommen habe. Er und seine Frau seien schockiert und am Ende ihrer Geduld gewesen. Für die Betreuung ihrer Kinder seien die Großeltern 300 Kilometer angereist. Vermutlich wegen der irreführenden Mail seien allein am Freitag 50 Impftermine in Tempelhof ausgefallen, zitierte die Zeitung den Sprecher. Wer sich nicht ans geforderte Abwarten hielt, habe in Tempelhof die Erstimpfung wie geplant bekommen.

© dpa-infocom, dpa:210529-99-788262/2

( dpa )