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Trotz Verbot: Hunderte Teilnehmer bei Querdenker-Demo

| Lesedauer: 9 Minuten
Querdenker-Demonstranten haben sich in Berlin-Mitte versammelt.

Querdenker-Demonstranten haben sich in Berlin-Mitte versammelt.

Foto: Reto Klar

Kritiker der Corona-Politik haben sich trotz Demo-Verbot in Berlin-Mitte versammelt. Die Polizei ist im Großeinsatz. Alle News im Blog.

  • Querdenker demonstrieren trotz Demo-Verbot in Berlin-Mitte.
  • Hunderte Teilnehmer haben sich in der Nähe des Brandenburger Tors versammelt.
  • Die Proteste konzentrieren sich an der Voßstraße in der Nähe des Potsdamer Platzes.
  • Die Polizei ist mit 3000 Beamten im Großeinsatz, es gibt Rangeleien und Festnahmen.

Berlin. In unserem Liveblog halten wir Sie über die Querdenker-Demonstration in Berlin-Mitte auf dem Laufenden.

Wir beenden unseren Liveblog

17.05 Uhr: Eine Zusammenfassung der Ereignisse rund um die Demonstration in Berlin finden Sie hier.

Polizei setzt letzte Querdenker vor dem "House of One" fest

17.01 Uhr: Die Polizei macht jetzt kurzen Prozess mit der letzten versprengten "Querdenker"-Gruppe. Vor dem "House of One" werden die verbliebenen Demonstranten festgesetzt. Die Polizei hat die Lage im Griff.

"Querdenker" spielen mit der Polizei Katz und Maus

16.41 Uhr: Die Querdenker sind mittlerweile auf der Straße Unter den Linden und ziehen in Richtung des Roten Rathauses. Die Polizei versucht Ketten zu bilden, wird aber nicht Herr der Lage. Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel. Die "Querdenker" ziehen am Schlossplatz vorbei, einige wollten vor das Humboldt Forum, aber Polizisten konnten das in letzter Sekunde unterbinden. Nun laufen die letzten verbliebenen wieder zurück zum Alexanderplatz.

"Querdenker" singen "Internationale"

16.17 Uhr: Es spielen sich nun skurrile Szenen auf der Leipziger Straße ab. Die sogenannten "Querdenker" ziehen bei fließendem Verkehr über die Straße. Über Lautsprecher spielen sie die "Internationale".

Demonstrationszug verlagert sich zur Leipziger Straße

16 Uhr: Viele Querdenker ziehen nun in einem Aufzug über die Leipziger Straße. Die Polizei ist noch nicht vor Ort.

Polizeisprecher: Notfalls stehen Wasserwerfer bereit

15.52 Uhr: Polizeisprecher Thilo Cablitz spricht von mehreren Hundert Menschen, die rund um das Brandenburger Tor unterwegs seien. An der Voßstraße seien es rund 300. Auch an umliegenden Orten gebe es noch diverse kleinere Ansammlungen, nahe des Potsdamer Platzes und des Brandenburger Tors seien die Aufzüge aufgelöst worden. Viele Menschen seien dem Sprecher zufolge mit dem Nahverkehr gekommen. Auch Wasserwerfer seien einsatzbereit. „Wenn es wirklich erforderlich ist, können sie zum Einsatz kommen“, so der Sprecher.

Die Polizei schreitet nun sehr entschieden ein und nimmt Menschen fest, manche leisten Widerstand. Einige lassen sich auch ohne Zwischenfälle abführen.

Demonstranten sollen Abstände einhalten

15 Uhr: Über Messengerdienste rufen Querdenker dazu auf, zur Voßstraße in Mitte zu kommen. Die Polizei fordert indessen die Demonstranten auf, sich über die gesamte Voßstraße auszubreiten, um die Abstände einzuhalten. Die Ebertstraße ist abgesperrt.

Polizei nimmt mehrere Querdenker-Demonstranten fest

14.52 Uhr: Behelmte Polizisten dringen in die Menschenmenge an der Voßstraße nahe des Potsdamer Platzes vor und nehmen mehrere Demo-Teilnehmer fest. Diese rufen „Friede, Freiheit, Demokratie“ und tanzen. Die Polizei fordert die Menschen nun auf, Abstände einzuhalten und einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ansonsten sollen die Personalien festgestellt werden. Die Beamten wollen weitere vorläufige Festnahmen durchsetzen.

Lage in Mitte beruhigt sich wieder

14.35 Uhr: Die Polizei hat die Lage offenbar wieder im Griff und fordert die Menschen weiterhin auf, den Bereich zu verlassen. Dennoch wirkt es, als seien zu wenige Beamte vor Ort im Einsatz. Viele Menschen bewegen sich nun in Richtung Ebertstraße. An der Voßstraße hatten Querdenker eine Polizeikette durchbrochen.

Unübersichtliche Lage am Brandenburger Tor - Rangeleien mit der Polizei

14.20 Uhr: Die Lage am Brandenburger Tor ist unübersichtlich, die Polizei wirkt überfordert. Beamte versuchen, Sperren an der Voßstraße in Mitte einzurichten, doch Demonstranten durchbrechen sie. Es kommt zu Rangeleien zwischen Polizisten und Demonstranten. Abstände und Maskenpflicht werden nicht eingehalten. Die Stimmung ist aufgeheizt. Es kommt zu Festnahmen.

Es sind mittlerweile Hunderte Menschen vor Ort. Über Lautsprecherdurchsagen fordert die Polizei die Demonstranten auf, den Bereich zu verlassen, da es sich um eine verbotene Versammlung handelt.

Polizei sperrt Areal rund um Brandenburger Tor ab

14.41 Uhr: Nach dem Verbot von zwei großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik in Berlin hat die Polizei mit Gittern das Brandenburger Tor abgesperrt und Platzverweise erteilt. Am Rande des Tiergartens war am Samstag zu sehen, wie die Beamten die Personalien von Demonstranten aufnahmen. Zugleich waren Hunderte Menschen in Richtung Potsdamer Platz unterwegs. Sie wurden mit Lautsprecherdurchsagen weggeschickt und aufgefordert, sich an die Corona-Regeln zu halten. Ein Hubschrauber kreiste, Wasserwerfer standen bereit, auch mit Pferden waren die Beamten im Einsatz.

Nach Angaben der Polizei mussten bis zum frühen Nachmittag knapp hundert Menschen „in ihrer Freiheit vorübergehend beschränkt“ werden. „Dazu zählten insbesondere Personenüberprüfungen und Platzverweise nach verschiedenen Verstößen“, twitterte die Polizei.

Unerlaubte Querdenker-Demo: Polizei erteilt Platzverweise

14 Uhr: Die Polizei greift im Tiergarten nahe des Brandenburger Tors ein. Beamte erteilen Platzverweise und führen Teilnehmer der nicht erlaubten Querdenker-Demonstration ab. Mittlerweile halten sich in den Bereich etwa 1500 Menschen auf.

Mehrere Hundert Demonstranten am Brandenburger Tor

13.40 Uhr: Am Brandenburger Tor haben sich am Mittag mehrere Hundert Kritiker der Corona-Politik der Bundesregierung versammelt. Die Polizei wies mehrfach darauf hin, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und den ort zu verlassen. Beobachter vor Ort gehen davon aus, dass die nicht genehmigte Versammlung demnächst aufgelöst wird.

So ist die Demonstrationslage zurzeit in Berlin

13.18 Uhr: Polizeisprecher Thilo Cablitz gibt eine erste Einschätzung der Demonstrationslage in Berlin:

Querdenker treffen sich an der Siegessäule - Polizei greift ein

12.45 Uhr: Im Tiergarten in der Nähe des Brandenburger Tors haben sich zwischen 50 und 100 Personen versammelt. Von Unter den Linden strömten weitere Menschen dazu.

An der Siegessäule am Großen Stern hatten Demonstranten unerlaubt eine Lkw-Bühne errichtet. Die Polizei ließ diese abbauen, stellte technik sicher und begleitete die Lastwagen aus dem Stadtgebiet.

Wenige Hundert Querdenker waren seit dem Mittag vom Ostbahnhof in Richtung Alexanderplatz in Mitte unterwegs. Dabei kam es offenbar auch zu ersten Festnahmen. Die Menschen zerstreuten sich daraufhin in Kleingruppen und liefen weiter in Richtung Alexanderplatz.

Querdenker wollen trotz Verbot in Berlin demonstrieren

11.20 Uhr: Trotz der Verbote von zwei Demonstrationen von Kritikern der Corona-Maßnahmen, wollen einige Querdenker heute protestieren. In den sozialen Netzwerken kursieren vereinzelte Meldungen und Aufrufe, dass sich Sympathisanten an der Siegessäule versammeln wollen. Dort sollte einer der vom Oberverwaltungsgericht verbotene Querdenker-Demonstration ursprünglich stattfinden.

Die Polizei kontrolliert die großen Zufahrtsstraßen in Richtung Mitte. Entlang der Schloßstraße in Steglitz ist ein größeres Aufgebot von Beamten im Einsatz. Ander Straße des 17. Juni kontrollieren Polizisten anreisende Busse. Am Ostbahnhof soll zudem ein Lautsprecherwagen der Polizei, die Menschen darauf hinweisen, dass die große Kundgebung an der Siegessäule verboten worden ist.

Ein Polizeisprecher beschreibt die Lage in Berlin bislang als ruhig. Ihm würden noch keine Erkenntnisse vorliegen, dass vermehrt Querdenker aus anderen Bundesländern anreisen. Zur Taktik der Polizei wollte er sich nicht äußern. Insgesamt sei die Berliner Polizei aber mit mehr als 3000 Beamten im Einsatz.

Corona-Leugner wollen mit Auto-Korso durch Berlin fahren - Polizei im Großeinsatz

8.20 Uhr: Wegen mehrerer Demonstrationen ist die Berliner Polizei am Pfingstwochenende im Großeinsatz. Rund 3000 Polizisten sind im Einsatz. Autofahrer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Das gesamte Stadtgebiet ist davon betroffen. Zahlreiche Straßen werden zeitweise gesperrt, am Pfingstmontag gehören auch Teile der Stadtautobahn A100 dazu.

Trotz des Verbots von zwei großen Corona-Leugner-Demonstrationen, zu denen jeweils 16.000 Teilnehmer angemeldet waren, rechnet die Polizei mit zahlreichen Anhängern der Bewegung, die sich in Berlin versammeln könnten. Kritiker der Corona-Politik der Bundesregierung wollen am Nachmittag mit einem Auto-Korso mehrere Medienhäuser abfahren. Am ABend soll dann eine Kundgebung am Alexanderplatz in Mitte stattfinden.

Coronavirus in Berlin: Aktuelle Informationen des Senats

( BM )