Corona Berlin

Diese Corona-Regeln gelten nun in Berlin

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Anteil der Delta-Variante des Coronavirus bei 74 Prozent

Anteil der Delta-Variante des Coronavirus bei 74 Prozent

Die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus ist seit Ende Juni die dominierende Virus-Variante in Deutschland. Ihr Anteil beträgt laut Robert-Koch-Institut mittlerweile 74 Prozent. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg derweil auf 8,0.

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Die Corona-Inzidenz ist stark gesunken, der Senat hat Lockerungen beschlossen. Wo Sie jetzt noch einen Test oder eine Maske brauchen.

  • Trotz allmählich wieder steigender Infektionszahlen: Die Corona-Inzidenz in Berlin ist weiter auf einem vergleichsweise niedrigem Niveau. Viele Corona-Regeln wurden daher gelockert.
  • Mit den Lockerungen entfällt oft nicht nur die Pflicht, einen aktuellen negativen Test vorzuzeigen. Auch die Maskenpflicht wurde gelockert.
  • U-Bahn, S-Bahn, Restaurants, Geschäfte, Freibäder, Biergärten: Die aktuellen Corona-Regeln in Berlin im Überblick.

Berlin. Die Corona-Inzidenz in Berlin ist in den vergangenen Wochen stark zurückgegangen, steigt aktuell aber wieder an. Die Auslastung der Berliner Intensivstationen mit Covid-19-Patienten ist dagegen weiterhin gering.

Die vergleichsweise entspannte Infektionslage nutzt der Berliner Senat, um Corona-Maßnahmen wieder zurückzunehmen und Einschränkungen aufzuheben.

Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Berlin

Wo in Berlin brauche ich nun keinen Corona-Test mehr? Wo muss ich noch eine FFP2-Maske tragen? Welche Corona-Regeln gelten in Berliner Restaurants und Kneipen, Biergärten und Cafés, in Geschäften und auf Märkten, in Fitnessstudios? Und wie ist die Situation in Strand- und Freibädern in Berlin? Seit dem 10. Juli sind folgende Regeln in Kraft.

Maskenpflicht in Berlin: Außenbereiche, Innenbereiche, U-Bahn und S-Bahn

  • Die Pflicht zum Tragen einer Maske entfällt in Außenbereichen - auch auf den Straßen und Plätzen wie am Kurfürstendamm, am Alexanderplatz oder an der Schloßstraße, wo bisher eine Maskenpflicht galt. Das gilt allerdings nur, so lange der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.
  • In Innenbereichen wie Geschäften muss weiterhin eine Maske getragen werden.
  • Im Öffentlichen Personennahverkehr, also in S-Bahn, U-Bahn, Trams und Bussen, muss weiter eine FFP2-Maske getragen werden.

Kontaktbeschränkungen und Personenobergrenzen bei privaten Zusammenkünften

  • Private Zusammenkünfte, also Treffen ohne besonderen Anlass, unterliegen in geschlossenen Räumen keiner Personenobergrenze mehr.
  • Im Freien sind Zusammenkünfte mit bis zu 100 Personen erlaubt.
  • Im Rahmen besonderer Feierlichkeiten – etwa anlässlich einer Hochzeit oder eines Geburtstages – beträgt die zulässige Personenanzahl 50 Personen in Innenräumen und 100 Personen im Freien.
  • Geimpfte und genesene Menschen sowie eigene Kinder bis 14 Jahren werden bei der Bestimmung der Personenzahl bei privaten Zusammenkünften und Veranstaltungen nicht mitgezählt.
  • Bestattungen und Trauerfeiern auf Friedhöfen oder bei Bestattungsunternehmen unterliegen nicht den Personenobergrenzen.
  • Bei privaten Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen sind folgende Vorgaben einzuhalten:
  • Veranstalter erstellen ein Schutz- und Hygienekonzept, welches insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes, die Dokumentation aller Anwesenden zur Kontaktnachverfolgung und eine ausreichende Belüftung festhält.
  • Alle Teilnehmer müssen bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 50 Personen geimpft, genesen oder negativ getestet sein.
  • Alle Teilnehmer tragen eine medizinische Gesichtsmaske. Wer sich am festen Sitzplatz aufhält, darf die Maske abnehmen.
  • Allen Besucher wird ein fester Sitzplatz zugewiesen. Sofern alle Teilnehmer negativ getestet, geimpft oder genesen sind, entfällt diese Vorgabe. Die Abstandsregeln gelten weiterhin.

Einzelhandel: Tests, Testpflicht, Kontaktnachverfolgung

  • Shoppen ohne Test: Das geht bereits seit dem Frühsommer wieder. Im gesamten Einzelhandel entfällt die Pflicht für einen negativen Corona-Test.
  • In vielen Läden müssen die Kunden per App einchecken, sich also digital unter Angabe von Name, Adresse und E-Mail registrieren. Häufig handelt es sich dabei um die Luca-App. Auf diese Weise soll die Kontaktnachverfolgung gewährleistet werden.
  • Flohmärkte und Kunstmärkte sowie Spezialmärkte dürfen öffnen.

Die aktuell gültige Corona-Verordnung des Berliner Senats finden Sie im Wortlaut hier.

Restaurants, Biergärten, Cafés, Gaststätten, Hotels:

  • Gaststätten dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben für den Publikumsverkehr öffnen. Der Verzehr von Speisen und Getränken ist nur am Tisch zulässig. Betreiber sind dazu verpflichtet, ein Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen.
  • Sofern sich Gäste nicht an ihrem Sitzplatz aufhalten, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Auch für das Personal gilt eine Maskenpflicht. Der Besuch der Außenbereiche von Restaurants, Cafés und Bars sowie die Benutzung derer sanitären Anlagen ist ohne Vorlage eines negativen Testergebnisses erlaubt.
  • Gaststätten dürfen ihre Innenräume nur für Personen öffnen, die einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Impf- bzw. Genesenennachweis vorlegen können.
  • In Kantinen entfällt für Mitarbeiter des Unternehmens die Pflicht, ein negatives Corona-Testergebnis vorzulegen.

Touristische Übernachtungen in Hotels

  • Touristische Übernachtungen sind wieder möglich. Besucher sind dazu verpflichtet, ihre Personendaten zur Kontaktnachverfolgung für den Infektionsfall wahrheitsgemäß anzugeben.
  • In geschlossenen Räumen der Beherbergungsstätten besteht für Besucher die Pflicht, eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen.
  • Für gastronomische Angebote gelten die Bedingungen zur Öffnung wie für Gaststätten. Hierüber hinaus müssen Gäste der Innengastronomie einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Impf- bzw. Genesenennachweis vorlegen. Diese Pflicht entfällt für beherbergte Personen.

Veranstaltungen und kulturelle Veranstaltungsorte:

  • Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen besucht werden. Besucher müssen zu jeder Zeit in Innenräumen eine medizinische Gesichtsmaske tragen. In Außenbereichen kann die Maske abgelegt werden, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes gesichert ist.
  • Auch Kinos, Theater, Konzerthäuser, Clubs und kulturelle Veranstaltungsstätten dürfen für den Publikumsverkehr öffnen.
  • Im Freien dürfen nicht mehr als 2000 Besucher zugleich zugelassen werden. Alle Besucher müssen bei Veranstaltungen mit mindestens 750 Teilnehmenden negativ getestet, geimpft oder genesen sein. Selbiges gilt für Veranstaltungen, bei welchen der Mindestabstand nicht sichergestellt werden kann und keine anderweitigen Vorkehrungen zum Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen getroffen werden. Sofern Besucher ihren Platz verlassen, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • In geschlossenen Räumen sind bis zu 1000 Personen zulässig. Besucher müssen eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Sofern eine maschinelle Belüftung genutzt wird, können Besucher die Maske abnehmen, wenn sie sich an ihrem zugewiesenen Platz befinden. Bei Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen müssen alle Beteiligten einen aktuellen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. In Innenräumen, die maschinell belüftet werden, dürfen sich bis zu 2000 Personen zeitgleich aufhalten.
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen muss allen Teilnehmen ein fester Sitzplatz zugewiesen werden. Sofern ausschließlich negativ getestete, vollständig geimpfte oder genesene Personen anwesend sind, entfällt die Pflicht zur Sitzplatzzuweisung.
  • Tanzveranstaltungen sind nur im Freien erlaubt. Voraussetzung ist, dass nicht mehr als 1000 Personen teilnehmen, welche alle entweder negativ getestet oder immunisiert sind. Teilnehmer dürfen den Mindestabstand zueinander unterschreiten, müssen aber zu jeder Zeit eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • Großveranstaltungen mit mehr als 2000 und bis zu 25.000 Personen sind nur nach Zulassung durch die zuständige Senatsverwaltung erlaubt. Hierfür sind gesonderte Schutzmaßnahmen einzuhalten.
  • Jahrmärkte und Volksfeste dürfen unter Einhaltung der Hygienerichtlinien stattfinden.
  • Voraussetzung für die Erlaubnis aller genannten Veranstaltungen und Öffnungen bleibt, dass die Veranstalter die Vorgaben des Hygienerahmenkonzeptes des Senatsverwaltung für Kultur befolgen.

Freizeit: Zoo und Tierpark, Parks, Ausflugsfahrten

  • Die Außenanlagen von Tierpark und Zoo sowie der Gärten dürfen für den Publikumsverkehr öffnen. Geschlossene Räume wie die Tierhäuser und Gewächshäuser dürfen ebenfalls öffnen, sofern die Besucheranzahl reguliert wird. Zum Betreten der geschlossenen Räume ist eine medizinische Gesichtsmaske ohne Ventil erforderlich. Im Freien darf diese abgelegt werden, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes gesichert ist.
  • Die Parks der Hauptstadt können unter Einhaltung der Mindestabstands-Regelungen besucht werden. Bei Überfüllung können die Parkanlagen geräumt werden. Der Aufenthalt in öffentlichen Parks und Anlagen ist für Gruppen von bis zu 100 Personen möglich.
  • In Parks ist der Alkoholkonsum verboten.
  • Ausflugsfahrten im Freien wie Schiffstouren und Stadtrundfahrten dürfen angeboten werden. Gäste einen aktuellen negativen Corona-Test bzw. Impf- oder Genesenennachweis vorlegen, wenn geschlossene Räume betroffen sind.
  • Strand- und Freibäder können nach vorheriger Genehmigung des örtlich zuständigen Gesundheitsamtes geöffnet werden. Auch Hallenbädern ist die Öffnung gestattet. Allerdings beschränken sich einige Betriebe zunächst auf das Schul- und Vereinsschwimmen. Besucher von Hallenbädern müssen negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen sein.

Sport: Fitnessstudios, Tanzstudios, Wettkämpfe

  • Die Sportausübung im Freien ist erlaubt. Sportler können dabei den Mindestabstand von 1,5 Metern unterschreiten.
  • Fitnessstudios, Tanzstudios und ähnliche Einrichtungen dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften öffnen. Unter anderem müssen Besucher einen negativen Corona-Test bzw. Impf- oder Genesenennachweis vorlegen und vorab einen Termin vereinbaren.
  • Ausnahmen greifen für Kinder bis einschließlich 14 Jahre. Diese dürfen ohne Testvorlage in festen Gruppen von bis zu 20 Personen trainieren. Sofern eine Betreuungsperson anwesend ist, muss diese einen negativen Corona-Test vorweisen können. Auch für Profisportler gelten Ausnahmen von der Testpflicht.
  • In gedeckten Sportanlagen, Fitness- und Tanzstudios besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske. Diese kann während der Sportausübung abgenommen werden.

Hochschulen: Bibliotheken, Arbeitsräume, Mensen

  • Bibliotheken, PC-Pools und Arbeitsräume dürfen wieder öffnen.
  • Präsenzveranstaltungen in größeren Gruppen an Hochschulen mit Hygienekonzept sind wieder möglich.
  • Mensen dürfen analog zur Gastronomie wieder öffnen.

Quarantäne bei Einreise:

  • Die Berliner Regelungen zur Quarantäne bei einer Einreise aus dem Ausland werden aufgehoben. Seit dem 13. Mai gilt bundesweit die einheitliche Coronavirus-Einreiseverordnung.
  • Deutsche Reiserückkehrer müssen sich nach den Worten von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wegen der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus auf strenge Kontrollen ihrer Impfausweise und Negativtests einstellen.


( alu/bee )