Tipps vom Mieterverein

Kaltes Frühjahr - was Mieter zum Heizen jetzt wissen müssen

Philipp Blanke
Nicht nur das richtige Heizverhalten kann zum Klimaschutz beitragen. Auch die Heizungsanlage spielt eine große Rolle. Die Mülheimer Verbraucherzentrale lädt zu einer offenen Beratung rund um das Thema Strom und Heizungswärme ein.   [ Rechtehinweis: picture alliance ]

Nicht nur das richtige Heizverhalten kann zum Klimaschutz beitragen. Auch die Heizungsanlage spielt eine große Rolle. Die Mülheimer Verbraucherzentrale lädt zu einer offenen Beratung rund um das Thema Strom und Heizungswärme ein. [ Rechtehinweis: picture alliance ]

Foto: dpa Picture-Alliance / Robert Schlesinger

Die Heizperiode ist eigentlich zu Ende. Die Vermieter-Heizpflicht besteht wegen niedriger Temperaturen weiter.

Wir haben Mai. Der Winter ist offiziell vorbei. Es wird wärmer im Wonnemonat Mai. Eigentlich. Denn wer momentan rausgeht, zieht sich besser noch Jacke und Schal an. Der Wind ist kühl, Temperaturen und Wetter eher herbstlich und nachts kann es sogar noch sehr kalt werden. Mieter, die jetzt schon aufhören zu heizen, sollten es sich nochmal überlegen. Denn es besteht eine sogenannte Heizpflicht.

„In den meisten Mietverträgen ist bei Beheizung mit einer zentralen Anlage eine Heizperiode vom 1.Oktober bis 30. April des Folgejahres vereinbart. Wegen der anhaltend niedrigen Temperaturen sind die Vermieter jedoch verpflichtet, die Heizanlage weiter in Betrieb zu halten“, erklärt der Geschäftsführer des Berliner Mietervereins, Reiner Wild.

In der Rechtsprechung wird bei der Heizpflicht auf die Außen- bzw. Innentemperatur abgestellt. Beträgt die Außentemperatur 3 Tage lang weniger als 12 Grad Celsius, muss die Heizung eingeschaltet werden (LG Berlin), ebenso wenn die Innentemperatur unter 18 Grad Celsius sinkt und die niedrige Temperatur voraussichtlich noch anhält. In Wohnräumen muss grundsätzlich von 7 – 23 Uhr täglich eine Temperatur von 20 – 22 Grad erreichbar sein.

Wird die Heizung nicht weiter betrieben oder wird nur unzureichend geheizt, kann unter Umständen die Miete gemindert werden. Denn bei unzureichender Beheizung ist die Wohnung nicht im vertragsgemäßen Zustand. „Über die Höhe der Minderung und die Vermeidung von negativen Folgen durch eine unangemessene Minderung sollten sich Mieter und Mieterinnen beraten lassen“, so Wild.