Kriminalität

Prozess um Mord an Ehefrau: lebenslange Haft für Mann

dpa
Die Statue Justitia.

Die Statue Justitia.

Foto: dpa

Finsterwalde. Wegen Mordes an seiner Ehefrau ist ein Mann aus Finsterwalde (Elbe-Elster) zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Die Richter sahen es nach Angaben des Landgerichts Cottbus am Mittwoch als erwiesen an, dass der zum Tatzeitpunkt 66-jährige Deutsche die 61-Jährige im vergangenen September aus Heimtücke ermordet hat. Mit dem Urteil folgte das Gericht der Forderung von Staatsanwaltschaft und Nebenklage, die eine Verurteilung wegen Mordes und eine lebenslange Haftstrafe für den Angeklagten gefordert hatten. Die Verteidigung hatte auf Totschlag plädiert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Innerhalb einer Woche kann Revision eingelegt werden.

Der Mann hat nach dem Urteil des Landgerichts die Arg - und Wehrlosigkeit seiner Frau ausgenutzt, die im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung schlief. Der Angeklagte habe sich ihr mit Tötungsabsicht genähert. Unter Ausnutzung des Überraschungsmoments habe er mit einem Küchenmesser auf die Frau eingestochen und der 61-Jährigen zudem mit einem Fleischklopfer gegen den Kopf geschlagen, wie es weiter hieß. Das Gericht habe deshalb als Mordmerkmal Heimtücke festgestellt, wie der stellvertretende Sprecher des Landgerichts, Johannes Elliesen, erläuterte. Die Frau wurde tot in der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gefunden.

Nach Angaben des Landgerichts hatte sich der Angeklagte während es Prozesses zur Tat nicht geäußert. An den vier Prozesstagen hatte das Gericht eine Reihe von Zeugen vernommen, darunter mehrere Polizisten und Angehörige der Getöteten. Zudem wurden Rechtsmediziner zur Todesursache und zur Frage der Schuldfähigkeit gehört.

© dpa-infocom, dpa:210428-99-386913/3

( dpa )