Krankheit

Schon 125 Borreliose-Fälle in Berlin und Brandenburg

Alicia Wetzel

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In diesem Jahr gab es bereits mehr als 100 Fälle von Borreliose-Infektionen in Berlin und Brandenburg. Das sind erste Anzeichen.

Berlin. Schon bei niedrigen Temperaturen über den Gefrierpunkt werden Zecken aktiv und begeben sich auf die Suche nach einem Wirt. Deshalb ruft die Krankenkasse zur Vorsicht auf, wenn sich am Wochenende auf die Ostersuche gemacht wird oder ein Osterspaziergang im Wald geplant ist. Danach sollte man sich in jedem Fall auf Zecken absuchen, sagt Gabriela Leyh, Landesgeschäftsführerin der Barmer Berlin/Brandenburg.

Erste Anzeichen der Krankheit können runde Hautrötungen sein, die sich meistens in den ersten Tagen und Wochen um den Zeckenstich herum bilden. Dann rät die Krankenkasse, einen Arzt aufzusuchen. Denn wenn Borreliose-Bakterien zu spät erkannt werden, können sich diese unbemerkt im Körper ausbreiten und zu „Schäden wie Hirnhautentzündung, Gelenkentzündungen oder Herzproblemen“ führen. Diese Indikatoren treten häufig erst Monate später auf und werden so nicht mehr in Verbindung mit dem Stich gebracht.

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„Borreliose kann mit Antibiotika behandelt werden, es gibt aber keinen Impfstoff gegen sie“, schreibt die Barmer Berlin/Brandenburg. Für die „Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)“ allerdings gibt es eine Impfung und die empfiehlt die Krankenkasse auch, wenn in Risikogebiete gereist wird wie Bayern und Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Denn die Zecken tragen die „FSME-Viren“ nur in bestimmten Regionen, in Berlin und Brandenburg ist dies nicht der Fall. Im letzten Jahr wurden vom RKI sieben „FSME-Fälle“ gemeldet und „2.500 Borreliose-Fälle“ wurden dokumentiert.