Brandenburg

Polizeitaucher suchen nach fünf Leichen im Oberuckersee

Die Toten sollen vor 20 Jahren in dem See versenkt worden sein (Symbolbild).

Die Toten sollen vor 20 Jahren in dem See versenkt worden sein (Symbolbild).

Foto: dpa

Die Toten wurden vor langer Zeit im See versenkt. Der mutmaßliche Mörder soll aus dem Berliner Rotlichtmilieu kommen.

Polizeitaucher aus Brandenburg suchen nach fünf Leichen im Oberuckersee nordöstlich von Berlin. Die Taucher der Technischen Einheit der Polizei in Potsdam leisten Amtshilfe für eine Berliner Mordkommission. Die Toten sollen vor 20 Jahren in dem See versenkt worden sein. Zuerst berichtete die Berliner Zeitung von den Ermittlungen.

Demnach hatte ein Zeuge die Hinweise auf die Toten an die Berliner Mordkommission gegeben. Der mutmaßliche Mörder soll aus dem Berliner Rotlichtmilieu stammen und inzwischen verstorben sein. „Mord verjährt nicht, auch wenn der mutmaßliche Täter bereits verstorben ist, wird weiter ermittelt“, sagte Marion Heinemann, Polizeisprecher aus Potsdam der Berliner Morgenpost. „Es sind Bemühungen, damit die Hinterbliebenen Klarheit erfahren.“ Seinen Angaben zufolge war am Dienstag eine Tauchergruppe mit fünf bis sechs Taucher auf dem See im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin im Auftrag der Berliner Polizei im Einsatz. Nach Angaben Heinemanns waren die Taucher in einem Schlauchboot unterwegs und sind dann von dort aus in den See gestiegen. „Es war nicht die erste Suche nach den Toten“, sagte er. „Die Taucher waren im Januar dieses Jahres und im vergangenen Sommer auf der Suche.“ Wegen schlechten Witterungsverhältnissen wie Eis, früher Dunkelheit und starkem Bewuchs auf dem Grund des Sees mussten die Taucher mehrmals ins Wasser. Der See ist fast neun Kilometer lang und misst an seiner breitesten Stelle etwa 1800 Meter. Die tiefste Punkt liegt bei 28 Metern. Heinemann ist sich sicher, dass die Suche nach den fünf Leichen fortgesetzt wird. „Spätestens nach den Osterfeiertagen suchen wir weiter.“

( ag )