Corona in Berlin

Verschärfter Lockdown in Berlin: Diese Regeln gelten

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Spahn plant mehr Normalität für vollständig Geimpfte

Spahn plant mehr Normalität für vollständig Geimpfte

Wer in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft ist, soll nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bald Freiheiten zurückbekommen. Hintergrund ist laut "Bild am Sonntag" eine neue Analyse des Robert-Koch-Instituts.

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Der Berliner Senat hat die Kontaktbeschränkungen verschärft, Kitas kehren zurück in den Notbetrieb. Diese Regeln gelten jetzt.

  • Die Corona-Inzidenz liegt in Berlin seit Tagen über dem kritischen Schwellenwert von 100.
  • Der Senat hat deshalb mehrere neue Corona-Regeln beschlossen.
  • Kontaktbeschränkungen, Kitas, Corona-Tests, Shopping, FFP2-Masken, Homeoffice-Pflicht, Friseurbesuche - alle neuen Corona-Regeln für Berlin im Überblick.

Berlin. Der Senat hat die Corona-Regeln für Berlin verschärft. Grund sind die hohen Infektionszahlen. So liegt die Inzidenz in Berlin seit mehreren Tagen über dem kritischen Schwellenwert von 100. Anbei finden Sie einen Überblick über die wesentlichen Neuerungen der Corona-Regeln für Berlin.

Corona-Regeln in Berlin: Diese Kontaktbeschränkungen gelten

  • Seit Karfreitag gelten in Berlin schärfere Kontaktbeschränkungen. Im Freien dürfen sich Menschen demnach nachts zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch alleine oder zu zweit aufhalten. Tagsüber bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach Zusammenkünfte im Freien und zu Hause nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. In beiden Fällen werden Kinder nicht mitgezählt.
  • Seit Dienstag, 6. April 2021, gelten für private Treffen drinnen nochmals schärfere Regeln. Tagsüber dürfen sich dann nur noch Angehörige eines Haushalts plus eine weitere Person zusammen aufhalten. Kinder bis 14 werden nicht mitgezählt. Im Freien bleiben Zusammenkünfte mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Kinder bis 14 Jahre können zusätzlich dabei sein. Nachts sind dann zwischen 21 Uhr und 5 Uhr keine Besuche mehr erlaubt. Die Angehörigen eines Haushalts müssen unter sich bleiben.

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Berlin: Kitas ab Donnerstag wieder mit Notbetreuung

  • Ab Donnerstag, 8. April werden die Kitas formal wieder geschlossen. Sie sollen aber eine Notbetreuung anbieten für Kinder aus Familien, die dringend darauf angewiesen sind und in denen mindestens ein Elternteil in einem besonders wichtigen, sogenannten systemrelevanten Beruf arbeitet. Auch Alleinerziehende, die keine andere Betreuungsmöglichkeit organisieren können, und Eltern, bei deren Kindern aus besonderen pädagogischen Gründen eine Betreuung erforderlich ist, sollen das Angebot in Anspruch nehmen können. Eine ähnliche Regelung gab es schon einmal, bis die Kinderbetreuung im März wieder hochgefahren wurde.

Corona-Schnelltests sind für Shopping, Friseure und Museen Pflicht

  • Shopping: Jeder Berliner kann sich einmal pro Woche kostenlos mit einem Corona-Schnelltest in einem der zahlreichen Testzentren in Berlin testen lassen. Der Senat möchte, dass die Bürger das auch wahrnehmen und führt sogar eine Testpflicht ein. Kunden des Einzelhandels müssen vor dem Einkaufen ein tagesaktuelles, negatives Testergebnis vorweisen. Die Betreiber von Kaufhäusern und Shopping-Centern sind angehalten, für die Besucher Testmöglichkeiten zu organisieren. Ausnahmen sind Supermärkte, Apotheken, Drogerien, Fleischereien, Buchhändler oder Bäcker.
  • Friseure, Kosmetikstudios, Massagesalons: Körpernahe Dienstleistungen wie Haareschneiden sind nur noch möglich, wenn vorher ein Termin vereinbart wurde und der Kunde ein tagesaktuell bescheinigtes, negatives Testergebnis vorweisen kann.
  • Museen, Galerien, Gedenkstätten: Auch der Besuch von Museen oder Ähnlichem ist nur mit Anmeldung und negativem Testergebnis möglich.
  • Testangebotspflicht für Arbeitnehmer: Arbeitgeber sind verpflichtet, ihren Arbeitnehmern zweimal pro Woche einen kostenlosen Corona-Schnelltest anzubieten und ihnen auf Wunsch eine Bescheinigung auszustellen. Arbeitnehmer müssen das Testangebot nicht annehmen. Bereits seit Sonntag gilt allerdings für Arbeitnehmer mit Kundenkontakt eine Verpflichtung, sich mindestens einmal pro Woche auf Corona testen zu lassen.
  • Private Treffen: Alle Bürger sind angehalten, sich auch vor privaten Treffen testen zu lassen oder sich selbst zu testen.
  • Veranstaltungen: An Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als fünf Personen darf man nur mit einem negativen Corona-Test teilnehmen. Das soll auch für Parteiversammlungen, Betriebsversammlungen oder Sitzungen von Personal oder Betriebsräten gelten. Religionsausübung sowie Demonstrationen und die Tätigkeit von Parlament, Regierung und Rechtspflege bleiben davon unberührt.

Berlin: FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen

  • Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske wird auf geschlossene Innenräume ausgeweitet, die bislang ebenfalls gültigen OP-Masken werden nicht mehr akzeptiert. Die Maskenpflicht gilt für:
  • Fahrgäste öffentlicher Verkehrsmittel inklusive Bahnhöfe, Flughäfen und Fährterminals und alle Fahrzeuge mit wechselnden Fahrgästen (Taxis)
  • Patienten beim Besuch von Arztpraxen, sofern das nicht der Behandlung entgegensteht (beispielsweise Zahnärzte)
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, und zwar für Besucher sowie Patienten, wenn sie sich außerhalb ihres Zimmers aufhalten oder Besuch empfangen
  • Kunden von Einzelhandelsgeschäften sowie in allen Betrieben mit Publikumsverkehr
  • Besucher von Bibliotheken und Archiven
  • in der beruflichen Bildung
  • Besucher kultureller Einrichtungen und Freizeiteinrichtungen
  • Auch bei privaten Treffen sollen möglichst medizinische oder FFP2-Masken getragen werden.

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