Auf dem Mauerweg durch die Stadt

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Der Mauerweg

Der Berliner Mauerweg ist eine Fahrrad- und Wanderroute. Er kennzeichnet den Verlauf der ehemaligen DDR-Grenzanlagen zu West-Berlin und führt über rund 160 Kilometer durch Berlin und Brandenburg. Historisch interessante Abschnitte, in denen Mauerreste oder Mauerspuren zu finden sind, wechseln sich mit ländlicheren Strecken ab. Auf der Homepage der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (www.berlin.de/sen/uvk) gibt es drei verschiedene Flyer mit Mauerweg-Touren, die man kostenlos herunterladen oder bestellen kann.

Auf dem Mauerweg gibt es Übersichtspläne, entlang der Strecke stehen außerdem Infostelen mit mehrsprachigen Informationen über die Teilung Deutschlands, den Bau und den Fall der Berliner Mauer. Mit Fotos und Texten werden Ereignisse dargestellt, die sich am jeweiligen Standort zugetragen haben und an die politische Situation sowie den Alltag in der geteilten Stadt erinnern. An 29 Standorten entlang des Weges wird an die mindestens 136 Todesopfer an der Berliner Mauer erinnert. Diese Informationstafeln mit Kurzbiografien der Toten ergänzen die auf ehemals West-Berliner Gebiet noch vorhandenen historischen Gedenksteine.

Die Karte ist bei Google Maps auch interaktiv nutzbar.

Sehenswürdigkeiten

Der zentrale Gedenkort für die Toten an der Berliner Mauer befindet sich seit Ende 2014 auf dem Areal der Gedenkstätte in der Bernauer Straße 111, 13355 Berlin. Die Gedenkstätte liegt unter freiem Himmel auf dem früheren Todesstreifen. Die Berliner Mauer hatte 28 Jahre lang die Stadt geteilt, bis zum 9. November 1989. Mehr als 1,2 Millionen Menschen kamen im Jubiläumsjahr in die Mauer-Gedenkstätte. Weitere Informationen unter www.berliner-mauer-gedenkstaette.de

Am 13. August 1961 hatte die DDR-Führung damit begonnen, die Grenze zu West-Berlin abzuriegeln. Die Grenzmauern oder Sperrzäune dieser Sicherungsanlage waren bis zu 3,60 Meter hoch, der Todesstreifen mindestens fünf Meter breit, an manchen Stellen mehrere hundert Meter. Es gab mehr als 100.000 Fluchtversuche und viele Schwerverletzte. Die Außenanlagen in der Bernauer Straße sind auch während der Corona-Pandemie von 8 bis 22 Uhr geöffnet. Das Dokumentations- und das Besucherzentrum der Gedenkstätte bleibt dagegen bis auf Weiteres geschlossen (Stand Ende März 2021). Noch mehr Mauer ist in Friedrichshain an der „East Side Gallery“ zu sehen (Mühlenstraße 3-100, 10243 Berlin). Rund fünf Kilometer von der Bernauer Straße entfernt steht entlang der Spree das mit 1,3 Kilometern längste erhaltene Mauerstück. Die östliche Seite der Mauer wurde im Jahr 1990 von 118 Künstlern aus 21 Ländern bemalt.

Gastronomie

Überall an der Strecke im innerstädtischen Bereich