Wenn es mal schnell gehen soll: Mit dem Rennrad auf der Havelchaussee

| Lesedauer: 2 Minuten

Anfahrt

Mit der Bahn: Am S-Bahnhof Grunewald verkehrt die S7 (Ahrensfelde-Potsdam). Vom Alexanderplatz aus wird er in 22 Minuten erreicht.

Mit dem Auto: Bei der Anfahrt mit dem Auto empfiehlt sich, die Tour an der Hüttenstraße zu beginnen. Hier befindet sich direkt an der Strecke ein Parkplatz, der Parkplatz am S-Bahnhof ist meist voll.

Die Karte ist bei Google Maps auch interaktiv nutzbar.

Sehenswürdigkeiten

Nur wenige Meter vom heutigen Eingang des S-Bahnhofs Grunewald entfernt befindet sich die Gedenkstätte Gleis 17. Das Mahnmal erinnert an die Deportation von Juden während des Nazi-Terrors. Vor hier aus wurden in den Jahren von 1941 bis zum Kriegsende über 50.000 deutsche Juden in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert und größtenteils ermordet.

Der Grunewaldturm auf dem Karlsberg an der Havelchaussee ist seit seiner Eröffnung ein beliebtes Ausflugsziel. Unter Radfahrern wird er auch in Anlehnung an die berühmten Bergankünfte der Tour de France „Mont Willy“ genannt. Die Namensgebung geht auf den ursprünglichen Originalnamen des Turms zurück: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisturm. Er wurde anlässlich des Todes Wilhelm I. (1797-1888) errichtet und ist 55 Meter hoch. Von der Aussichtsplattform hat man einen schönen Ausblick über den Wannsee. 1948 wurde der Turm offiziell in Grunewaldturm umbenannt.

Die Gestaltung der 67 Hektar großen Pfaueninsel zu einem Landschaftsgarten geht auf Friedrich-Wilhelm II. zurück. Der König ließ den Garten samt Lustschlösschen für seine Mätresse Wilhelmine Encke bauen. Später gestaltete Peter Joseph Lenné den Park um. Die Pfaueninsel gehört heute zum Unesco-Weltkulturerbe.

Die Glienicker Brücke wurde Ende unter dem Namen Kaiser-Wilhelm-Brücke eröffnet, der sich jedoch nicht durchsetzte. Das Bauwerk, das Berlin mit Potsdam verbindet, wurde während des Kalten Krieges weltbekannt. Wegen ihrer Abgeschiedenheit zu Mauerzeiten wurde sie für Austausch zahlreicher Spione zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion genutzt. Im englischsprachigen Raum ist sie daher als „Bridge of Spies“ bekannt.

Gastronomie

Direkt am S-Bahnhof Grunewald befinden sich mehrere Restaurants mit Biergarten, zum Beispiel die „Scheune“ gleich hinterm Fußgängertunnel, oder etwas weiter das Restaurant „Waldmeister“ mit großer Sonnenterrasse. (www.scheune-restaurant.de und www.waldmeister.berlin).

Garage du Pont: Das Café liegt wenige Meter hinter der Glienicker Brücke an der Berliner Straße in Potsdam. Es befindet sich in einer ehemaligen Tankstelle und bietet Kaffee-Spezialitäten, Süßes und auch kleine warme Mahlzeiten an (www.garagedupont.de).

Loretta am Wannsee ist seit Jahrzehnten eine Institution im Südwesten Berlins. Der riesige Biergarten bietet das klassische Biergarten-Angebot an Getränken und Grillfleisch in Selbstbedienung (www.loretta-berlin.de).