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Hunderte Beschäftigte an IG-Metall-Warnstreiks beteiligt

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Eine Fahne mit dem Logo der IG Metall.

Eine Fahne mit dem Logo der IG Metall.

Foto: dpa

Treffpunkt Olympiastadion: Mit mehreren Autokorsos aus Berlin und Brandenburg haben sich zahlreiche Beschäftige an erneuten Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt. Ein neuer Verhandlungstermin steht weiter aus.

Berlin. Hunderte Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie aus Berlin und Brandenburg sind bei Warnstreiks in der Hauptstadt zusammen gekommen. Per Autokorso aus verschiedenen Richtungen trafen sie am frühen Dienstagnachmittag zur Kundgebung vor dem Olympiastadion ein, wie die Industriegewerkschaft Metall mitteilte.

An den Aktionen beteiligten sich Mitarbeiter unter anderem des Stahlunternehmens ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, des Eisenbahnbauers Alstom in Hennigsdorf oder des Elektrostahlwerks BES in Brandenburg an der Havel. Insgesamt hätten Beschäftigte aus mehr als 34 Betrieben teilgenommen, hieß es.

"Es ist hohe Zeit für die Arbeitgeber, sich zu bewegen", teilte die Bezirksleiterin der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Birgit Dietze, mit. "Wir warten immer noch auf ein ernstzunehmendes Angebot und auf einen vierten Verhandlungstermin mit den beiden Arbeitgeberverbänden in unserem Bezirk."

Seit Dezember verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft bundesweit in den jeweiligen Tarifbezirken über höhere Löhne und Gehälter für insgesamt 3,8 Millionen Beschäftigte, davon 100 000 in Berlin und Brandenburg. Die Arbeitnehmerseite fordert vier Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr.

Außerdem hat sie eine Arbeitszeitverkürzung von drei Wochenstunden bei partiellem Lohnausgleich ins Spiel gebracht. Im Osten geht es der IG Metall außerdem um eine weitere Angleichung an die West-Gehälter. Die Arbeitgeber waren mit dem Ziel einer Nullrunde in die Verhandlungen gegangen.

In Nordrhein-Westfalen, das häufig zum Pilotbezirk wird, haben die Arbeitgeber inzwischen jedoch angekündigt, eine Einmalzahlung und für 2022 eine tabellenwirksame Tariferhöhung anzubieten. Dieses Angebot sei aus Sicht der Gewerkschaft aber "beim Thema Entgelt und der Laufzeit unzureichend", hieß es am Dienstag erneut. Weitere Warnstreiks sollen folgen.

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