Entsorgung

Mülltrennung: Das sollte man beachten

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Gelbe Säcke mit Verpackungsmüll (Archivbild).

Gelbe Säcke mit Verpackungsmüll (Archivbild).

Foto: Patrick Pleul / dpa

Zum Weltrecyclingtag veröffentlicht das Berliner Entsorgungsunternehmen Alba Tipps zum Mülltrennen und nennt die häufigsten Irrtümer.

Am Donnerstag ist zum dritten Mal Weltrecyclingtag. Das Entsorgungsunternehmen Alba informiert zum Thema Verpackungsrecycling, gibt Tipps für die Mülltrennung und nennt die häufigsten Irrtümer.

Mülltrennung: So trennen Sie richtig Ihren Müll

  • Nicht spülen, Deckel abnehmen - Verpackungsabfälle müssen nicht gespült werden, da sie ohnehin während des Recyclings maschinell gereinigt werden. Sie müssen nur "löffelrein" sein.
  • Bei Bechern sollte der Deckel immer abgetrennt werden, weil er sonst mit dem Becher im Kunststoff landet.
  • Papierbanderolen gehören ins Altpapier.
  • Deckfolien von Fleisch-, Wurst- und Käseverpackungen vollständig abziehen.
  • Verpackungen nicht stapeln - die Infrarotsensoren in der Sortieranlage können die unterschiedlichen Kunststoffe nur auseinander halten, wenn die Verpackungen lose in die Tonne geworfen werden.
  • Was nicht in die Gelbe Tonne gehört: Videkassetten und CDs. Der Grund: Die Magnetbänder von Videokassetten oder alten Audiokassetten können den Sortierprozess erheblich behindern. CDs sind aus einem speziellen Kunststoff gefertigt, der nicht in die Gelbe Tonne gehört. Im Handel gibt es spezielle Boxen, in denen CDs gesammelt und gesondert recycelt werden können.

Die häufigsten Irrtümer über Mülltrennung:

  • Abfall muss nicht getrennt werden, weil eh alles wieder zusammengeworfen wird. Tatsächlich sollte alles zu Hause vorsortiert werden, damit die Sortieranlage automatisch funktionieren kann. Verschmutzungen führen dazu, dass die Aggregate in der Anlage die einzelnen Stoffe nicht mehr so leicht erkennen können.
  • Es wird eh alles ins Ausland verschifft oder verbrannt. In Wirklichkeit müssen 58,5 Prozent der Kunststoffverpackungen, 80 Prozent der Glas, Eisen- und Aluminiumverpackungen und 85 Prozent von Pappe, Papier, Karton stofflich verwertet werden. Fast alles davon werde, so Alba, in Deutschland und Europa verarbeitet. Weniger als ein Prozent sei seit 2017 nach Asien exportiert worden.
  • Alle Kunststoffprodukte in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack. Richtig ist, dass zwar in manchen Städten wie Berlin, Leipzig oder Braunschweig erlaubt wäre, bundesweit ist es jedoch anders geregelt. In die Gelbe Tonne gehören: Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall oder Verbundstoffen. Verpackungen aus Papier und Pappe gehören ins Altpapier, Glasverpackungen in die Glascontainer.
  • Nur Verpackungen mit Grünem Punkt gehören in die Gelbe Tonne. Der Grüne Punkt bestätigte bis 2009 die Beteiligung des Herstellers an dem dualen System. Seitdem besteht diese Kennzeichnungspflicht nicht mehr. Der Grüne punkt ist laut Alba nur noch ein Markenzeichen eines der inzwischen elf in Deutschland aktiven dualen Systeme.

Wir hoffen, wir können mit unseren Tipps und Hinweisen dazu beitragen, dass noch mehr Menschen ihren Abfall richtig trennen“, so Bernd-Rüdiger Worm, Geschäftsführer der Alba Berlin GmbH und verantwortlich für die Logistik in der Region Berlin/Brandenburg. „Besonders wichtig ist hier die Trennung nach Materialart – nur so können wir im anschließenden Prozess möglichst viel ins Recycling geben – und so etwas für besseren Klima- und Ressourcenschutz beitragen.“

( BM )