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Weitere Schulöffnungen? Druck auf Bildungsverwaltung wächst

| Lesedauer: 102 Minuten
Corona: Männer sind stärker gefährdet als Frauen

Corona: Männer sind stärker gefährdet als Frauen

Schon zu Beginn der Pandemie wurde deutlich, dass Männer schwerer an Covid-19 erkranken. Diese Beobachtungen wurden jetzt bestätigt. Woran das liegt, sehen Sie im Video.

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In Berlin sind aktuell 5034 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die Inzidenz liegt bei 57,9. Nachrichten und Zahlen im Newsblog.

Berlin. Die Corona-Pandemie hat Berlin weiter im Griff. Impfungen, Inzidenz, Fallzahlen, Lockdown: In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

8.45 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin

Alle aktuellen Nachrichten und Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Berlin und Brandenburg lesen Sie in unserem neuen Newsblog.

7.48 Uhr: Weitere Schulöffnung in Berlin? Druck auf Bildungsverwaltung wächst

Nachdem das Berliner Verwaltungsgericht den Ausschluss einzelner Klassenstufen vom Wechselunterricht für rechtswidrig erklärt hat, wächst der Druck auf die Bildungsverwaltung. Grünen-Fraktionsvorsitzende Silke Gebel forderte am Mittwochabend auf Twitter, Berlin müsse das Urteil schnell umsetzen, „also zu kommender Woche. Präsenz ist wichtig für soziales Miteinander & Bildung“. Ein Sprecher der Bildungsverwaltung teilte am Donnerstag mit: „Wir werden nun umgehend die am Mittwochabend eingegangenen Beschlussbegründungen zu diesen Einzelfällen prüfen und dann zeitnah die entsprechenden Schlüsse ziehen.“

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur führt die Bildungsverwaltung ohnehin bereits Gespräche unter anderem mit Schulleitungsverbänden über eine mögliche Rückkehr der 7. bis 9. Klassen noch vor Ostern.

Das Verwaltungsgericht gab am Mittwoch mehreren Eilanträgen von Schülern teilweise statt. Sie hatten erreichen wollen, dass die Klassen wieder voll besetzt werden. Sechs von sieben wollten auch durchsetzen, dass ein Mund-Nasen-Schutz nicht mehr Pflicht ist. In diesen Punkten stimmte das Gericht nicht zu. Soweit einzelne Jahrgangsstufen jenseits der Primarstufe und der Abschlussklassen aber von der Präsenzbeschulung im Wechselmodell vollständig ausgeschlossen seien, erweise sich dies „als gleichheits- und deshalb rechtswidrig“, argumentierte das Verwaltungsgericht.

Bislang sind nur die ersten bis sechsten Klassen zurück in der Schule, jeweils in verkleinerten Gruppen und im Wechsel mit digitalem Unterricht zu Hause. Auch für Abschlussjahrgänge könne ein solcher Wechselunterricht bereits angeboten werden, erklärte das Gericht, allerdings nach Einzelfallentscheidung der jeweiligen Schule im Einvernehmen mit der Schulaufsichtsbehörde.

Mit der Gerichtsentscheidung muss auch für die mittleren Stufen von der 7. bis 9. Klasse die Möglichkeit bestehen, mit Einzelfallentscheidungen den Wechselunterricht zu ermöglichen. Die Entscheidung gilt vorerst nur für die Schüler, die sich an das Gericht gewandt hatten. Gegen die Beschlüsse kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

Die Berliner FDP-Fraktion hat schon vor dem Urteil in einem Dringlichen Antrag an das Abgeordnetenhaus gefordert, die Schulen auch für die 7. bis 9. Klassen zu öffnen. In dem Antrag, der am Donnerstag bei der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses behandelt wird, setzen sich die Liberalen dafür ein, dass ab dem 17. März auch die übrigen Schüler der Mittelstufe zurück in die Schulen dürfen.

6.40 Uhr: Abgeordnetenhaus debattiert über Emanzipation in der Corona-Krise

Das Berliner Abgeordnetenhaus diskutiert bei seiner Plenarsitzung am Donnerstag (10.00 Uhr) über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gleichstellung von Frauen. Das Thema steht auf Antrag der Linke-Fraktion im Mittelpunkt der Aktuellen Stunde. Für den Senat spricht Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD). Nicht nur die Berliner Soziologin Jutta Allmendinger hat bereits mehrfach vor einer „Rolle rückwärts“ bei der Gleichstellung und einem Rückfall in traditionelle Rollenbilder gewarnt. Anlässlich des Internationalen Frauentags am Montag wurden Befürchtungen laut, die Corona-Pandemie verstärke Geschlechterstereotype und zum Beispiel die klassische Aufgabenteilung zwischen Männern und Frauen mit Blick auf Erwerbsarbeit und Kinderbetreuung.

6.30 Uhr: Grünen-Spitzenkandidatin Jarasch macht sich für Schüler stark

In Berlin müssen auch die Jahrgänge 7 bis 9 beim Präsenz-Unterricht berücksichtigt werden. Das hat das Verwaltungsgericht entschieden. "Nicht nur die Schulbehörde sollte das Urteil sofort umsetzen, auch der Innensenator ist im Sinne der Entscheidung gefordert, sichere Sportmöglichkeiten auch für Kinder von 12 bis 14 Jahren zu erlauben", forderte die Berliner Spitzenkandidatin der Grünen, Bettina Jarasch, über den Nachrichtendienst Twitter. Die Länderchefs hatten in ihrer letzten Konferenz zu den Corona-Lockerungen vom 3. März Kindern bis 14 Jahren Teamsport draußen wieder erlaubt. Der Berliner Senat hingegen genehmigte lediglich Kindern bis 12 Jahren Sport in Gruppen.

+++ Mittwoch, 10. März 2021 +++

19.33 Uhr: Gericht - Ausschluss ganzer Klassenstufen von Wechselunterricht nicht rechtens

Mehrere Schüler der Mittelstufe in Berlin haben mit einer Klage gegen ihren Ausschluss vom Präsenzunterricht teilweise Erfolg gehabt. Das Verwaltungsgericht Berlin entschied in einem am Mittwoch vorgelegten Urteil, dass der grundsätzliche Ausschluss einzelner Jahrgangsstufen der Mittelstufe vom Wechselunterricht in der Schule „gleichheits- und damit rechtswidrig“ sei. Das Land Berlin müsse deshalb seine Schul-Hygiene-Verordnung entsprechend anpassen. Gegen das Urteil kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht eingelegt werden.

Gegen die bisherige Regelung hatten sieben Schülerinnen und Schüler der Primarstufe sowie der Jahrgangsstufen 7 und 9 mit Eilanträgen geklagt. Sie wollten die Teilnahme an einem vollständigen Präsenzunterricht an den Schulen erstreiten - sechs von ihnen zudem mit Befreiung von der Maskenpflicht.

16.27 Uhr: Veranstaltungen mit Publikum schon in diesem Monat

Veranstaltungen mit Publikum sollen schon im März wieder in Berlin möglich sein. Demnach soll es einen Testbetrieb für Theater, Oper und Konzerte geben. Die Zuschauer müssen neben ihren personalisierten Tickets auch einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Hygienekonzepte wie lüften gelten weiter. Das Pilotprojekt soll in der Philharmionie, der Deutschen Oper, der Volksbühne, einem Club und an vier weiteren Kulturstätten starten. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

16 Uhr: Inzidenz bei 57,9 - 489 neue Infektionen - 207 Patienten auf Intensivstationen

In Berlin sind 16 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2918.

489 neue Infektionen wurden bestätigt, 287 waren es gestern. 5034 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 50 mehr als am Dienstag. 124.886 Menschen gelten inzwischen als genesen.

207 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, fünf Personen weniger als am Dienstag. 660 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 14 Patienten mehr als am Dienstag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 15,5 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 57,9 weiter rot. Die höchsten Fallzahlen binnen sieben Tagen im Verhältnis zur Einwohnerzahl hat derzeit Tempelhof-Schöneberg, vor Neukölln und Reinickendorf. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,72 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

7-Tage-Inzidenz in den Berliner Bezirken

15.45 Uhr: 377.427 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile insgesamt 377.427 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 6,7 Prozent bei den Erstimpfungen und 3,6 Prozent bei den Zweitimpfungen. In Brandenburg liegt die Impquote bei 5,6. Sie ist derzeit die niedrigste in ganz Deutschland. Dort wurden 221.198 Impfdosen gegeben. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). Die bundesweit höchste Impfquote vermeldet das Saarland mit 7,7 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland 8.161.238 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 6,7 Prozent entspricht.

15.29 Uhr: Berlin denkt über Pilotprojekt zur Wiedereröffnung der Theater nach

Berlin könnte mit einem Pilotprojekt testen, wie Bühnen wieder öffnen könnten - auch mit Hilfe von Corona-Tests fürs Publikum. Details sollen voraussichtlich an diesem Donnerstag bekanntgegeben werden, wie ein Sprecher der Senatskulturverwaltung am Mittwoch sagte. Demnach könnte es etwa in der Philharmonie noch im März ein Testkonzert geben. Die Bühnen sind wie viele andere Einrichtungen wegen der Pandemie seit Monaten geschlossen.

15.13 Uhr: Weniger Betriebe und Beschäftigte in Brandenburg

Die Corona-Pandemie hat in Brandenburg die Zahl der Unternehmen und Beschäftigten spürbar verringert. Mitte des vergangenen Jahres gab es 66.172 Betriebe, 573 weniger als ein Jahr zuvor, wie aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums in Potsdam auf eine Anfrage aus der Linke-Landtagsfraktion hervorgeht. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank im Jahresvergleich um knapp 10.800 auf rund 843.400.

Schon vor der Coronakrise hatte sich die Zahl der Betriebe in Brandenburg leicht verringert - von 66.851 Mitte 2017 auf 66.745 Mitte 2019. Im Gegensatz dazu stieg jedoch die Beschäftigung. Ende Juni 2019 gab es den Angaben zufolge gut 854.000 sozialversicherungspflichtige, Vollzeit-, Teilzeit und geringfügig beschäftigte Arbeitnehmer, etwa 19.500 mehr als zwei Jahre zuvor.

15.04 Uhr: Corona-Nachverfolgung - Wirtschaftssenatorin plädiert für Luca-App

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop hat sich dafür ausgesprochen, die Luca-App zur Kontaktverfolgung in der Corona-Pandemie auch in Berlin einzusetzen. „Zusätzlich zu Schnelltests und mehr Tempo beim Impfen brauchen wir die digitale Kontakt-Nachverfolgung bei den Gesundheitsämtern“, sagte Pop am Mittwoch. „Hierbei kann die Luca-App helfen. Es wird Zeit, dass wir sie auch in Berlin nutzen.“

Mecklenburg-Vorpommern hat bereits entschieden, die App flächendeckend zu nutzen. Es hat als erstes Bundesland eine Lizenz für das Luca-System gekauft, um es mit der Kontaktnachverfolgung der Gesundheitsämter zu koppeln. Die Kundendaten würden beim Einchecken per QR-Code am Eingang etwa eines Ladens einem zentralen Server bei der Bundesdruckerei übermittelt, hieß es am Mittwoch bei einem Termin in Schwerin, bei dem die App vorgestellt wurde. Das Gesundheitsamt melde sich dann per SMS, sollte ein mit dem Coronavirus infizierter Mensch im Laden sein.

13.55 Uhr: Impfungen für freiwillige Feuerwehrleute in Brandenburg sollen nach Ostern beginnen

Nach den Polizeibeamten sollen auch die ehrenamtlichen Rettungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren nach Ostern gegen das Coronavirus geimpft werden. Das kündigte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch im Innenausschuss des Landtages an. Die Rettungskräfte könnten bei ihren Einsätzen nicht immer die Hygieneregeln einhalten und seien daher besonders gefährdet.

Seit Mitte Februar seien inzwischen mehr als 3300 der rund 4000 Polizeibeamten im operativen Dienst mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca geimpft worden, berichtete der Minister. Dazu gehören Streifenpolizisten und Kriminalbeamte. Die Impfbereitschaft der Polizisten sei mit rund 90 Prozent sehr hoch.

13.50 Uhr: Berliner FDP will Wechselunterricht für alle Klassen ab Mitte März

Die Berliner FDP-Fraktion hat in einem Dringlichen Antrag an das Abgeordnetenhaus gefordert, die Schulen auch für die 7. bis 9. Klassen zu öffnen. Bislang sind nur die 1. bis 6. Klassen zurück in der Schule, jeweils in verkleinerten Gruppen und im Wechsel mit digitalem Unterricht zu Hause. Voraussichtlich ab 17. März sollen die 10. bis 13. Klassen folgen. In dem Antrag, der am Donnerstag bei der Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses behandelt wird, setzen sich die Liberalen dafür ein, dass ab diesem Datum auch die übrigen Schüler der Mittelstufe zurück in die Schulen dürfen.

Die FPD-Fraktion argumentiert, andernfalls werde das Recht auf Gleichbehandlung verletzt, das auch für das Bürgerrecht auf Bildung aller Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter gelte. „Der Senat hat es in der Hand, auch die Klassen 7-9 ab 17. März mindestens in den Status für die Klassen 10-13 zu versetzen und die Benachteiligung der Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufen zu verringern“, heißt es in dem Antrag.

13.23 Uhr: Sozialgericht - Knapp 22.000 neue Verfahren im Corona-Jahr 2020

An Deutschlands größtem Sozialgericht in Berlin sind im Corona-Jahr 2020 genau 21.916 neue Verfahren registriert worden. Das waren rund 5000 weniger als im Jahr zuvor (2019: 26.969), sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch.

Rund 42 Prozent der neu eingereichten Verfahren betrafen demnach Streitigkeiten zu Hartz IV (9197 Verfahren); ihre Zahl nahm weiter ab. Höhepunkt war das Jahr 2010: Damals gingen 30.369 neue Verfahren zu diesem Komplex ein. Das Sozialgericht bekam mehr Richter und arbeitete mit Hochdruck. Zudem wurden gesetzliche Regelungen klarer.

Auch 2020 wandten sich Menschen mit Fragen zur Rentenversicherung an das Gericht - dies machte rund 11,5 Prozent aller neuen Verfahren aus. Der Anteil der Streitigkeiten zur Krankenversicherung lag bei knapp 12,5 Prozent. Die Zahl der noch offenen Klagen oder Rechtsschutz-Anträge wurde mit genau 31 385 (Stand 31. Dezember 2020) beziffert.

Wegen der Pandemie mussten etliche mündliche Verhandlungen abgesagt werden und vieles konnte nur auf Sparflamme erledigt worden, wie der Sprecher sagte. Eilige Sachen seien aber weiter mit Vorrang bearbeitet worden.

13.07 Uhr: Woidke - Brandenburg beschleunigt Impfaktion im ganzen Land

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat eine deutliche Beschleunigung der Corona-Impfkampagne zugesichert. Darauf habe er sich mit Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bei der zweiten Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts verständigt, teilte die Staatskanzlei am Mittwoch auf Anfrage in Potsdam mit. „Wir bauen jetzt ein Management auf, mit dem wir nicht nur schneller vorankommen, sondern auch die Menschen in der Fläche besser erreichen“, sagte Woidke. „Statt Impf-Lagerhaltung muss der Stoff in die märkischen Oberarme. Unsere bisherigen Ziele wurden nicht erreicht. Das muss und wird sich ändern.“

Bis Dienstag lag Brandenburg beim Anteil der Erstimpfungen an der Bevölkerung im Ländervergleich auf dem letzten Rang. Die Zahl der Impfdosen soll nach Angaben der Landesregierung von 65.412 in dieser Woche auf 81.000 in der nächsten Woche und 82.000 in den beiden darauffolgenden Wochen bis Anfang April steigen.

Zu den Impfungen in den elf Impfzentren, in denen pro Woche rund 50.000 Dosen gespritzt werden sollen, kommen demnach ab nächster Woche jeweils 10.000 Dosen in verschiedenen Krankenhäusern hinzu. In Arztpraxen sollen ab nächster Woche ebenfalls 10.000 Impfdosen pro Woche verabreicht werden. Hinzu kommen Impfungen über mobile Teams. Geplant sind auch zwei neue Impfzentren in der Prignitz und im Kreis Havelland.

12.56 Uhr: Impfbus startet in Rheinsberg

Das mobile Corona-Impfteam des Landkreises Ostprignitz-Ruppin ist am Mittwoch in Rheinsberg mit seinem Impfbus gestartet. So können über 80-Jährige wohnortnah geimpft werden. Die Termine seien von den Einwohnermeldeämtern vereinbart worden, sagte Ronny Sattelmair, Vorstandsvorsitzender des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes, in dessen Verantwortung der Bus unterwegs ist. Es werde damit gerechnet, dass knapp 300 Dosen pro Tag verabreicht werden. Am Freitag macht der Bus Station in Freyenstein, am Samstag in Fehrbellin. Pro Patient werde etwa eine Stunde Zeit eingerechnet.

Im Gegensatz zu den 33 mobilen Impfteams, die Pflegeeinrichtungen ansteuern, macht der Bus in Kommunen an einem vereinbarten Punkt Station. Dort sollen dann über 80-Jährge geimpft werden, für die der Weg ins nächste Impfzentrum in Kyritz zu beschwerlich ist. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist sehr weitläufig, große Entfernungen sind zurückzulegen. Noch vor Ostern sollen nach Angaben von Sattelmair alle in Frage kommenden Patienten auch die erforderliche Zweitimpfung erhalten.

12.51 Uhr: Auch jüngere chronisch Kranke bekommen eine Einladung zur Impfung

Auch chronisch Kranke zwischen 18 und 64 Jahren bekommen in Berlin eine Einladung zur Corona-Impfung von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Das teilte die KV Berlin am Mittwoch mit. Bisher war das bereits für die 65- bis 70-Jährigen vorgesehen. Damit entfalle auch für die jüngeren chronisch Kranken die in der Impfverordnung vorgesehene Ausstellung eines ärztlichen Attests. Darauf haben sich den Angaben zufolge die KV und die Senatsverwaltung für Gesundheit verständigt.

Die KV hat angekündigt, auf der Grundlage von Abrechnungsdaten alle chronisch Erkrankten anzuschreiben, die in Paragraf 3 der Impfverordnung aufgeführt sind. Dazu zählen etwa Patienten mit chronischer Nierenerkrankung oder mit schweren chronischen Lungenerkrankungen. Bei der gesamten Gruppe handle es sich in Berlin um mehr als 400.000 Menschen.

KV und Gesundheitsverwaltung zufolge sind die Abrechnungsdaten das alleinige Kriterium für die Impfeinladungen der chronisch Kranken. Patienten werden gebeten, sich nicht mit Anfragen an die Praxen zu wenden. Der Versand der Impfeinladungen habe bereits begonnen.

12.39 Uhr: Selfie-Museum in Prenzlauer Berg öffnet mit Teil-Maskenpflicht

Das Selfie-Museum „The Wow Gallery“ in Prenzlauer Berg will am Freitag, 12. März, zum ersten Mal seit November unter strengen Auflagen seine Räume wieder öffnen. Es gilt die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken. Nur direkt an der Fotokulisse dürfen Besucher den Mund-Nase-Schutz zeitweise ablegen. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

12.27 Uhr: Brandenburger Ministerium verteidigt Berater-Einsatz zur Steuerung der Impfungen

Der Einsatz der Beratungsfirma Kienbaum im Brandenburger Gesundheitsministerium zur Steuerung der Corona-Impfungen hat bisher Kosten von rund 468.000 Euro verursacht. Das teilte das Ministerium der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Potsdam mit. Das Ressort verteidigte den Auftrag ohne herkömmliche Ausschreibung: „Die Beauftragung von Kienbaum war vergaberechtskonform“, sagte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse. Die Voraussetzung für eine coronabedingte Dringlichkeitsvergabe habe vorgelegen. Die oppositionelle Linksfraktion im Landtag fordert von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) Aufklärung.

Das Ministerium begründete die Notwendigkeit der Beratung von außen unter anderem damit, dass die ursprüngliche Leitung des Projektbüros für die Impfungen Ende 2020 unvorhergesehen ausgeschieden sei. Diese Position habe unverzüglich und hoch qualifiziert neu besetzt werden müssen. Dazu seien neue und unerwartete Herausforderungen gekommen, so dass „ein erheblicher Zusatzaufwand durch erforderlich werdende neue Koordinierungen und tagesscharfe Planung entstand“. Zeitweise hätten über zehn Mitarbeiter von Kienbaum das Ministerium beraten.

12.25 Uhr: Zalando will seine Mitarbeiter selbst impfen

Der Berliner Online-Modehändler Zalando will jedem Mitarbeiter ein Impfangebot machen – sobald Impfstoff flächendeckend verfügbar ist. Fragen zur Impfreihenfolge müssen noch geklärt werden. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

12 Uhr: 2600 Beschäftigte im Berliner Justizvollzug sollen in dieser Woche Impfangebot erhalten

Die 2600 Beschäftigten im Berliner Justizvollzug sollen noch in dieser Woche ein Impfangebot erhalten. Auch die 600 Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister an den Gerichten sollen ein Angebot bekommen, wie Berlins Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) nun mitgeteilt hat. "Mir liegt die Gesundheit der Justiz-Beschäftigten am Herzen, auch deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn viele das Impfangebot wahrnehmen", so Behrendt in einer Mitteilung. Im nächsten Schritt sollen auch Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte ein Impfangebot erhalten. Für die Insassen des Berliner Justizvollzugs gilt laut Mitteilung die gleiche Reihenfolge wie für Menschen außerhalb der Haft.

11.46 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung - Bis Sommer 70 Prozent Corona-Impfquote

Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg will bis Ende des Sommers im Land eine Corona-Impfquote von 70 Prozent bei den Erstimpfungen erreichen. Vorausgesetzt, genug Impfstoff sei da, sagte Peter Noack, Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung. Für den laufenden Monat seien 192.000 Impfdosen avisiert, die Impftermine für diese Dosen seien bereits gebucht. Er rechne damit, dass bis Ostern alle diese Dosen verabreicht werden. „Wir hoffen, dass es keine Lieferengpässe gibt“, sagte er.

1100 von 2100 angeschriebenen Arztpraxen haben sich nach seinen Angaben auf die Anfrage zurückgemeldet, ob sie die Corona-Schutzimpfung verabreichen würden. Zwei Drittel davon würden dafür auch fremde Patienten aufnehmen, sagte er. „Wir wollen den Impfstoff in die Fläche bringen“, betonte Noack.

Unterdessen starten die mobilen Impfteams in die nächste Phase und fahren Einrichtung der Alten-, Wohn- oder Eingliederungshilfe an, wie Hubertus C. Diemer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes in Brandenburg, mitteilte. Im Land gebe es knapp 1100 derartige Einrichtungen mit etwa 15.000 Bewohnern. „Herausforderung ist die Kommunikation und das Impfen entsprechend der Priorisierung“, sagte Diemer.

11.37 Uhr: Brandenburger Impf-Zentren haben länger geöffnet

Brandenburg will die Zahl der Corona-Impfungen drastisch erhöhen - seit Mittwoch haben die elf Impfzentren länger geöffnet. Sie sind nicht nur von 8 Uhr bis 16 Uhr, sondern bis 20 Uhr geöffnet, auch samstags. Zumindest bis Dienstag lag Brandenburg mit dem Anteil der Erstimpfungen an der Bevölkerung im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Seit Dezember haben in Brandenburg rund 142.000 Menschen eine erste Impfung erhalten, das entspricht einem Anteil von 5,6 Prozent. Bei den Zweitimpfungen liegt das Land mit einer Quote von 3,1 Prozent weiter im Bundesdurchschnitt.

11.31 Uhr: Apotheken wollen schrittweise Schnelltests anbieten

Viele Berliner Apotheken wollen in den kommenden Tagen und Wochen schrittweise kostenlose Corona-Schnelltests anbieten. Allerdings werden wohl bei weitem nicht alle der 750 bis 800 Apotheken in der Stadt mitmachen. Das machte die Geschäftsführerin des Berliner Apotheker-Vereins, Susanne Damer, deutlich.

„Wir nehmen aktuell vermehrt Anfragen zur Einrichtung von Teststellen in Apotheken wahr“, sagte sie. Die rechtlichen Rahmenbedingungen seien nun geklärt. Auch dürften Apotheken für die Testangebote andere, etwa benachbarte Räumlichkeiten nutzen. „Viele Kollegen sagen uns aber, für sie sei eine Impfung des mit den Tests betrauten Personals Voraussetzung“, so Damer. „Wir warten daher auf eine Möglichkeit, ob das beschleunigt werden kann.“ Auch für einige Fragen der Organisation und Abrechnung gebe es noch keine idealen Lösungen.

Vor diesem Hintergrund ist Damer zufolge noch unklar, wann wie viele Apotheken Teil des vom Senat geplanten Testnetzwerkes sein werden. Etwa zehn Prozent bieten nach ihren Angaben schon jetzt kostenpflichtige Tests an. Bei einer Umfrage vor drei Wochen hätten etwa 30 Prozent ihre Bereitschaft signalisiert, bei den für die Bürger kostenlosen Testungen mitzumachen.

Gerade Apotheken seien für die Bürger niederschwellig zu erreichen. Die Organisation der Tests vor Ort obliege den Apothekern. Das zusätzliche Angebot dürfe nicht zu Lasten der Arzneimittelversorgung - also der Kernaufgabe von Apotheken - gehen.

11.29 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in einer Woche sinkt in Brandenburg

Die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg pro 100.000 Einwohner in einer Woche geht weiter leicht zurück. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 60,6, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Der Wert betrug am Dienstag 61,5 und vor einer Woche 65,2.

Hotspot in Brandenburg ist nach wie vor der Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 139 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Nur der Kreis Elbe-Elster liegt mit einem Wert von 101,2 außerdem noch über der Marke von 100. Dagegen hat Frankfurt (Oder) nur einen Wert von 26.

Landesweit kamen 305 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus hinzu, wie das Ministerium am Mittwoch mitteilte. Am Dienstag waren es 136 neue Fälle - auch angesichts fehlender Daten - und vor einer Woche noch 301. Im Krankenhaus werden 328 Corona-Patienten behandelt. Im Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung starben zuletzt 20 Menschen.

9.21 Uhr: In Berlin gibt es nun 22 Testzentren für kostenlose Corona-Tests

Das Angebot kostenloser Corona-Schnelltests in Berlin ist erweitert worden. Derzeit stehen 22 Testzentren in allen Berliner Bezirken zur Verfügung. Neu hinzugekommen sind Standorte privater Anbieter, darunter Medicorum am Breitscheidplatz, an der Friedrichstraße und an der Revaler Straße. Auf der Website test-to-go.berlin sind alle Standorte, ihre Öffnungszeiten und sonstige Hinweise aufgelistet. Einen Überblick aller Berliner Testzentren finden Sie auch hier.

6.30 Uhr: Schüler-Selbsttests sollen nächste Woche starten

In den Schulen sollen die ersten Selbsttests ab Mitte der kommenden Woche starten. „Wir könnten sofort beginnen, starten aber wahrscheinlich Mitte nächster Woche“, sagt der Sprecher der Senatsschulverwaltung, Martin Klesmann. Zwar sind bereits Millionen Tests ausgeliefert, für die vorhandenen Produkte fehlt allerdings noch die Zulassung. Sie könnte nach Angaben des Herstellers Mitte März, also in wenigen Tagen erfolgen. Gleichzeitig erwartet die Schulverwaltung erste Lieferungen eines bereits zugelassenen Tests, sodass bald mit den Kontrollen begonnen werden kann. Zunächst sollen vor allem ältere Schüler die Möglichkeit der Selbsttestung erhalten. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

5.50 Uhr: Berlins Hausärzte kritisieren Test-Planung in Praxen

Berlins Hausärzte sehen für den Start von Corona-Tests in ihren Praxen massive Probleme in der Planung und Umsetzung. „Es ist noch überhaupt nicht geklärt, wie das laufen soll“, sagt der Vorsitzende der Berliner Hausärzte, Wolfgang Kreischer. So sei noch völlig offen, ob die Tests an die Praxen geliefert oder von den Patienten mitgebracht und wie die Ärzte vergütet werden. „Testen ist sinnvoll, aber es kommt ein bürokratischer Gau auf uns zu“, sagt Kreischer. Auch beim Impfen, das ab April flächendeckend in Praxen erfolgen soll, fehlten vielerorts die Voraussetzungen dafür. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

+++ Dienstag, 9. März 2021 +++

18.54 Uhr: Mehr Schnelltestangebote für Brandenburger Schulen

Mit Beginn der Schulöffnungen für den Wechselunterricht am kommenden Montag will das Land Brandenburg mehr Corona-Schnelltests für Lehrkräfte und Schüler anbieten. Der Haushaltsausschuss des Landtags beschloss mehrheitlich die Ausweitung der Testmöglichkeiten an den Schulen. Sowohl Lehrkräfte als auch Schüler sollen sich einmal pro Woche an Schulen selbst testen können.

Mit der Beschaffung der Selbsttests für Schulen wurde der Zentraldienst der Polizei bereits beauftragt. Ein erster Auftrag für 300.000 Selbsttests in Höhe von 1,6 Millionen Euro sei bereits an die Firma Roche erteilt worden, die ein schnelles Angebot gemacht habe, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD). Damit könne die erste Woche abgedeckt werden. Die Tests sollen noch diese Woche an einen zentralen Ort in Brandenburg geliefert und dann an die Schulen verteilt werden. Weitere Aufträge an andere Firmen zur Lieferung von mehr Schnelltests sollen zeitnah vergeben werden. Die Kosten werden aus dem Rettungsschirm 2021 des Landes getragen.

18.18 Uhr: Probleme bei den Teststellen - Sozialsenatorin Breitenbach empfiehlt Alternativen

Beim Start der Corona-Teststellen ist aus Sicht des Senats nicht alles rund gelaufen - es soll aber vieles besser werden. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) räumte am Dienstag ein, dass es beim Auftakt der kostenlosen Schnelltestaktion am Montag geholpert habe. Gleichzeitig appellierte sie an die Berliner, sich nicht auf die Teststellen zu beschränken, sondern auch andere Möglichkeiten wie Apotheken für die Untersuchungen zu nutzen. „Das würde noch einmal zu einer Entzerrung führen“, sagte Breitenbach nach einer Sitzung des Senats, bei der ein neues Berliner Testkonzept zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen wurde.

Die Schnelltestangebote sollen außerdem unkomplizierter werden. „Es gab einige Holprigkeiten, beispielsweise mit den QR-Codes. Das geht natürlich nicht, weil es auch Menschen gibt, die nicht die entsprechende technische Ausstattung haben“, sagte Breitenbach. Das werde sich ändern. Die Nutzung der Teststellen werde künftig auch ohne QR-Code möglich sein.

Zum neuen Testkonzept gehört, dass die Berliner einen Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest pro Woche haben. Erste Anlaufstelle dafür sollen 16 Teststellen in den zwölf Bezirken sein, die am Montag ihre Arbeit aufnahmen. In der Praxis stellt sich das für die Bürger aber als schwierig dar.

Denn am Dienstagnachmittag (Stand 16.15 Uhr) war in fünf von zwölf Teststellen, für die Termine online gebucht werden müssen, kein Termin verfügbar: In Steglitz-Zehlendorf, Reinickendorf, Spandau, Wedding, Tempelhof-Schöneberg. Zwei Testzentren boten Termine für frühestens 17. März an. In drei Zentren war eine Terminbuchung ab 21. März möglich, an einer Teststelle ab 27. März und in einem Zentrum ab Anfang April. Vier weitere Teststellen können ohne Termin aufgesucht werden.

Ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung verwies auf die große Nachfrage. „Deswegen erweitern wir das Angebot und verweisen auf die fünf Testzentren in den Krankenhäusern, die zusätzlich zu ihrer vorherigen Funktion als PCR-Teststellen nun auch Kapazitäten für kostenlose Schnelltests anbieten.“ Es handele sich um das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge sowie die Vivantes Kliniken Prenzlauer Berg, Spandau und in der Wenckebachstraße. Zudem seien bereits knapp 20 private Anbieter zertifiziert.

Am Montag, dem ersten Tag, haben das kostenlose Testangebot nach Senatsangaben rund 3000 Berliner wahrgenommen. Breitenbach sagte unter Berufung auf Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD), die Zahl der Tests insgesamt solle „sehr schnell“ auf 25.000 pro Tag steigen.

Vor diesem Hintergrund irritierte am Dienstag die Nachricht, dass das Testzentrum in Tempelhof-Schöneberg am Mariendorfer Damm bereits am Mittwoch wieder schließt. Die Räume stünden wegen eines ablaufenden Mietvertrages nicht mehr zur Verfügung, sagte ein Sprecher der Senatsgesundheitsverwaltung dem Berliner „Kurier“. „Wir bemühen uns um schnellen Ersatz in der Umgebung“, zitierte ihn die Zeitung.

Berlinweit gibt es Breitenbach zufolge bisher 21 Teststellen, neben den 16 in den Bezirken noch fünf in Krankenhäusern. Hinzu kämen die Möglichkeiten für „Tests to go“. Dafür melden sich nach Angaben der Sozialsenatorin aktuell viele weitere zum Beispiel private Anbieter oder Apotheken. Die neuen „Test-to-go“-Stationen werden den Angaben zufolge durch die Gesundheitsverwaltung zertifiziert und dürfen Test-Bescheinigungen ausstellen.

Wann Selbsttests für Schüler angeboten werden, die voraussichtlich in den Schulen verteilt, aber zu Hause genutzt werden, ist offen. Ein Datum für den Start stehe noch nicht fest, sagte Senatssprecherin Melanie Reinsch.

17.59 Uhr: Amtsarzt von Mitte - Dritte Welle hat begonnen

Mittes Amtsarzt Lukas Murajda zufolge ist es nur eine Frage der Zeit bis die 7-Tage-Inzidenz im Bezirk-Mitte wieder auf über 100 ansteigt. „Die dritte Welle hat bereits begonnen“, sagt er im Gesundheitsausschuss in Mitte. Der Anteil der ansteckenderen britischen Mutante sei im Bezirk sehr hoch. Murajda spricht von 80 Prozent. „Es wird wieder mehr“, sagt er. Stand 9. März 17 Uhr liegt die 7-Tage-Inzidenz in Mitte bei 46,4. Erst heute durften berlinweit Geschäfte wieder eingeschränkt öffnen.

17.09 Uhr: Linksfraktion in Brandenburg fordert Aufklärung

Die Linksfraktion im Brandenburger Landtag hat von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) Aufklärung über den Einsatz der Beratungsfirma Kienbaum für die Steuerung der Corona-Impfungen gefordert. „Frau Nonnemacher hat eine persönliche Verantwortung hier für Aufklärung zu sorgen, für volle Transparenz zu sorgen, um zu verhindern, dass aus dieser Tatsache ein Beraterskandal wird“, sagte Fraktionschef Sebastian Walter am Dienstag in Potsdam. Der Linke-Abgeordnete Ronny Kretschmer habe Akteneinsicht beantragt.

Das Gesundheitsministerium gab der Kassenärztlichen Vereinigung Anfang Januar nach eigenen Angaben den Auftrag, die Beratungsgesellschaft Kienbaum für die Umsetzung der Nationalen Impfstrategie einzusetzen. Der Kostenaufwand für Januar liege bei rund 280.000 Euro netto, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage von Kretschmer. Die Berater wurden aber auch im Februar eingesetzt. Die KV Brandenburg hatte eine Dringlichkeitsvergabe beziehungsweise Interimsvergabe aufgrund des kurzfristigen Aussteigens des Projektleiters durchgeführt.

Brandenburg liegt trotz der Beratung beim Anteil der Menschen mit einer ersten Corona-Impfung an der Bevölkerung im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte in der vergangenen Woche mehr Tempo bei Impfungen verlangt. Nonnemacher räumte am Montag Mängel bei der bisherigen Impforganisation ein. Sie verteidigte zugleich den Einsatz von Kienbaum. „Es ist nicht unüblich, dass sich die öffentliche Verwaltung in solchen schwierigen Fragen dann auch beraten lässt.“ Damals sei der Projektleiter ausgeschieden.

16.22 Uhr: 287 Corona-Neuinfektionen und sieben weitere Tote

In Berlin sind sieben weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2902. 287 neue Infektionen wurden bestätigt, 88 waren es am Montag. Friedrichshain-Kreuzberg hat keine Zahlen gemeldet. 4984 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 156 weniger als am Montag. 124.463 Menschen gelten inzwischen als genesen.

212 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, vier Personen mehr als am Montag. 646 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 34 Patienten weniger als am Montag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 18,0 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 59,6 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,92 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

16.03 Uhr: Gewerkschaft fordert vor Schulöffnung Impfung aller Lehrkräfte

Vor der Wiederöffnung der Schulen in Brandenburg am kommenden Montag fordern die Lehrergewerkschaft GEW und der Hauptpersonalrat eine Ausweitung der Impfangebote für Lehrkräfte. „Weder erhalten alle Lehrkräfte ein Impfangebot, noch sind die Regelungen zur regelmäßigen freiwilligen Testung in den Schulen vorhanden“, sagte GEW-Chef Günther Fuchs am Dienstag - und kritisierte die Landesregierung scharf. Es sei ein politischer Skandal, dass es noch immer kein verlässliches Testkonzept für die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gebe. Sollte die Impf- und Teststrategie vor der Ausweitung der Unterrichtsangebote nicht entsprechend angepasst werden, handele das Brandenburger Bildungsministerium „grob fahrlässig“.

Das Impfangebot für die Lehrkräfte sei eine „unverzichtbare Voraussetzung für die weitere Öffnung der Schulen durch Wechselmodelle“, sagte Fuchs weiter. Ohne die Möglichkeit, sich durch eine Impfung vor einer Infektion schützen zu können, bestehe für die Lehrer ein deutlich erhöhtes Gesundheitsrisiko. „Jedem muss klar sein, dass dies ein Spiel mit dem Feuer ist und somit leichtfertig mit der Gesundheit der betroffenen Lehrkräfte umgegangen wird.“

15.59 Uhr: Wohnungen in Berlin werden in Corona-Krise teurer

Eine günstige Wohnung in Berlin zu finden, bleibt auch in der Corona-Krise schwierig. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen sind im vergangenen Jahr kontinuierlich gestiegen, teilte der Gutachterausschuss des Landes nach Auswertung sämtlicher Kaufverträge mit. Im Mittel war eine Wohnung sechs Prozent teurer als 2019, hieß es am Dienstag.

Aus Mietersicht zeigen die vorläufigen Daten aber teilweise eine Beruhigung. Denn die Kaufpreise für Wohn- und Geschäftshäuser sanken verglichen mit 2019 um neun Prozent, wie der Berliner Mieterverein hervorhob. „Damit sinkt der Druck auf die Mietpreise zumindest etwas.“

14.24 Uhr: Umweltbehörde - Gaststätten sollen Außenbereiche vergrößern dürfen



Die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz empfiehlt den Bezirken, in der Pandemie-Situation die Ausweitung von Gastronomie-Stellflächen im Freien wie bereits im vergangenen Jahr großzügig zu genehmigen und auf Sondernutzungsgebühren zu verzichten.


In Anbetracht der andauernden Corona bedingten Einschränkungen ist die Situation der Gastronomie noch immer erheblich eingeschränkt und vergleichbar mit der Lage im Frühjahr 2020. Bei Öffnung der Gaststätten für den Publikumsverkehr - unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen - sollen Stellflächen für Tische und Stühle im Außenbereich erweitert werden können.

12.56 Uhr: Schulleiterverband - Viele Kinder haben große Lücken nach Lockdown

Die Rückkehr der 4. bis 6. Klassen an die Grundschulen ist aus Sicht des Interessenverbands Berliner Schulleitungen (IBS) kein organisatorisches Problem. Allerdings zeige sich, dass es bei vielen Kindern nach wochenlangem Homeschooling große Lücken gebe, sagte die IBS-Vorsitzende Astrid-Sabine Busse. Die meisten Kinder seien aber zum Unterricht erschienen. „Es sind einzelne, die nicht kommen. Ich bin selbst eben in einer 5. Klasse im Unterricht gewesen, da waren alle da“, so die Leiterin einer Grundschule in Neukölln.

Auch mit den Schnelltests für Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher gehe es voran: „Wir testen seit zwei Wochen. Die Kollegen müssen sich bis zu einem Tag vorher online anmelden, und wir haben bisher gut 200 Tests durchgeführt“, sagte Busse. Für die gut 90 Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher an der Neuköllner Grundschule gibt es zweimal in der Woche die Möglichkeit, sich testen zu lassen. Vorbereitungen auf den Einsatz von Selbsttests für Schülerinnen und Schüler gebe es an ihrer Schule dagegen noch nicht. „Wer weiß, wann es die gibt“, sagte Busse.

12.36 Uhr: Sexuelle Belästigung durch Bundeswehr-Mitarbeiter im Impfzentrum? Verteidigungsministerium prüft Hinweise

Das Bundesverteidigungsministerium prüft Hinweise, wonach es im Impftzentrum in der Messe Berlin zu sexuellen Belästigungen durch Mitarbeiter der Bundeswehr gekommen sein soll. "Wir nehmen die Hinweise ernst und prüfen derzeit den Vorgang. Bisher liegen uns keine Erkenntnisse vor, dass die Vorwürfe stimmen", schrieb die Behörde am Montag bei Twitter. Am Montag war der Vorwurf laut geworden, es sei in dem Impfzentrum zu Belästigungen und Übergriffen gekommen. In Chatgruppen würde ein entsprechendes Video kursieren. Ein Team der Bundeswehr sei aus diesem Grund ausgetauscht worden. Dem widersprach allerdings das Ministerium: "Fest steht aber schon jetzt: Es wurde zu keiner Zeit das Team ausgetauscht. Sobald die Prüfung abgeschlossen ist, melden wir uns mit neuem Sachstand."

12.21 Uhr: 368.150 Impfdosen in Berlin verabreicht

In Berlin sind mittlerweile insgesamt 368.150 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 6,5 Prozent bei den Erstimpfungen und 3,6 Prozent bei den Zweitimpfungen. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). Die bundesweit höchste Impfquote vermeldet das Saarland mit 7,4 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland 7.897.100 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 6,4 Prozent entspricht.

12.07 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg sinkt weiter - Wert bei 61,5

Der Wert der Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner ist in Brandenburg weiter gesunken. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums lag er am Dienstag bei 61,5 nach 63,4 am Montag und einem Wert von 63,7 am Sonntag. Die Landkreise Oberspreewald-Lausitz (126,2), Elbe-Elster (105,1) und Teltow Fläming (101,2) lagen demnach noch über der Marke von 100. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte verzeichneten einen Wert unter 100. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz hat derzeit Frankfurt (Oder) mit einem Wert von 19,0.

Innerhalb eines Tages haben sich 136 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, am Montag waren es 76. Allerdings hatten da vier Kreise und drei kreisfreie Städte keine Daten übermittelt. Erkrankt sind landesweit 3484 Menschen. Neun Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung kamen innerhalb eines Tages hinzu. 324 Patienten werden derzeit im Krankenhaus behandelt, 90 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut, 75 müssen beatmet werden. 71.717 Menschen gelten als genesen - 306 mehr als am Vortag.

12.05 Uhr: Brandenburg bei Erstimpfungen bundesweit Schlusslicht

Die Zahl der bisher im Land Brandenburg verabreichten Corona-Schutzimpfungen liegt bei insgesamt 213.360. Davon erhielten 135.313 Menschen eine erste Impfung, 78.047 wurden bereits das zweite Mal geimpft. Mit dem Anteil von 3,1 Prozent Zweitimpfungen an der Bevölkerung liegt das Land etwa im Bundesschnitt. Bei den Erstimpfungen hingegen ist Brandenburg nach Daten des Robert Koch-Instituts mit 5,4 Prozent bundesweit Schlusslicht.

11.38 Uhr: Elternvertreter fürchten Probleme beim digitalen Lernen zu Hause

Berliner Elternvertreter sehen weiter Schwierigkeiten beim Digitalunterricht von Schulkindern zu Hause. „Was Schulen können, ist Präsenzunterricht. Da wird es wenig Probleme geben“, sagte der Landeselternausschuss-Vorsitzende Norman Heise am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ab Dienstag sind die Berliner Schulen wieder für die 1. bis 6. Klassen geöffnet.

Allerdings gibt es Unterricht in geteilten Lerngruppen und im Wechsel in der Schule und etwa mit Hilfe des Laptops zu Hause. Außerdem gilt keine Präsenzpflicht. Eltern können entscheiden, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken. „Lehrer können nur eins: Sie können entweder in Präsenz unterrichten oder den Distanzunterricht begleiten, beides geht nicht“, sagte Heise. „Das hat dann natürlich Nachteile für die Kinder, die zu Hause bleiben.“

10.57 Uhr: Kunden stehen Schlange vor dem C&A am Kudamm

Wer am Dienstag im C&A am Kudamm einkaufen wollte, musste schnell sein. Kurz nachdem das Bekleidungsgeschäft öffnete, standen bereits zehn Kunden davor Schlange. Sie alle hatten einen Online-Termin gebucht und hielten ihre Handys vor dem Eingang in der Hand. So auch Marietta Hiller. „Ich habe schon am Samstag einen Termin gebucht. Gott sei Dank, denn jetzt kann man keinen mehr bekommen“, sagte Hiller. Ein kurzer Blick auf die Website der C&A-Filiale bestätigt das: In dieser Woche ist kein Termin im Laden mehr verfügbar. Gerne hätte sie mit ihren Freundinnen eingekauft, fügte Hiller hinzu. Das sei jedoch wegen der Corona-Verordnung leider nicht möglich. Wie das Einkaufen mit Termin in Berlin angelaufen ist, lesen Sie HIER!

10.52 Uhr: Reiseverband DRV sieht erste Anzeichen für wachsende Nachfrage

Die von der Corona-Krise hart getroffene Reisebranche sieht einen ersten Hoffnungsschimmer. Die Neubuchungen von organisierten Reisen für die Sommersaison ziehen langsam an, wie der Präsident des Reiseverbandes DRV, Norbert Fiebig, am Dienstag anlässlich der Eröffnung der Internationalen Tourismusbörse (ITB) sagte. Sie erreichten bislang allerdings nur 26 Prozent des von der Pandemie noch unbeeinflussten Vorjahreszeitraumes. Die Reisemesse findet wegen der Pandemie in diesem Jahr online und ausschließlich für Fachbesucher statt.

Mit Buchungen für Ostern zögern die meisten Menschen Fiebig zufolge in Deutschland bislang. Die meisten Reisebüros und Veranstalter rechneten daher mit einem Neustart in den Wochen nach Ostern, spätestens im Sommer. Fiebig gibt das Osterreisegeschäft allerdings noch nicht ganz verloren. „Ich glaube Osterreiseurlaub ist möglich, national und international.“ Notwendig sei eine kohärente Teststrategie statt Quarantäne.

9.27 Uhr: Brandenburg weist Vorwurf zu später Corona-Notbremse zurück

Die Brandenburger Landesregierung wehrt sich gegen scharfe Kritik und den Vorwurf, sie weiche im Alleingang die von Bund und Ländern vereinbarte „Corona-Notbremse“ auf. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach kritisierte am Montagabend bei Twitter, in der neuen Brandenburger Corona-Verordnung sei geregelt, dass Kreise und kreisfreie Städte erst ab einem Inzidenz-Wert von 200 für mindestens drei Tage wieder schärfere Maßnahmen anordnen. Dort steht - anders als von Bund und Ländern beschlossen - nicht explizit, dass ab einem Wert von über 100 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche quasi automatisch Lockerungen wieder ausgesetzt werden.

8.22 Uhr: Corona-Impfungen beginnen in ersten Berliner Arztpraxen

In ersten Berliner Arztpraxen sollen ab sofort Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden. Von Dienstag an beteiligen sich zunächst etwa 100 Praxen in einem Modellprojekt mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). Ab dem zweiten Quartal, also ab April, soll flächendeckend in Arztpraxen geimpft werden, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Dienstag im RBB-Inforadio. Die Zahl der Corona-Testzentren steige ab dieser Woche auf 21, sagte Kalayci. Dazu kämen Test-to-go-Stationen von Apotheken und privaten Anbietern, die nun einsteigen würden. Auf diesem Weg seien derzeit 22.000 kostenlose Tests pro Tag möglich. Die Zahl soll aber noch deutlich steigen.

8.12 Uhr: Studie - Deutlich weniger Stau in Berlin und Potsdam wegen Corona-Beschränkungen

Die Berliner haben im vergangenen Jahr weniger Zeit im Stau verbracht als zuvor. Arbeiten zu Hause, geschlossene Schulen, Restaurants und Geschäfte - das führte dazu, dass diejenigen, die dennoch fahren mussten, besser durchkamen. Nach Berechnungen des Verkehrsdatenanbieters Inrix verbrachte der durchschnittliche Autofahrer in Berlin rechnerisch zwar mit 46 Stunden fast zwei volle Tage im Stau. Das waren aber 30 Prozent weniger als im Vorjahr.

6 Uhr: Berlins Geschäfte öffnen wieder

Die meisten Geschäfte in Berlin und Brandenburg wollen nach der wochenlangen Corona-Pause wieder für Kundschaft öffnen. „Egal wie stabil der Strohhalm ist - wir greifen nach jedem Strohhalm“, hieß es am Montag beim Handelsverband Berlin-Brandenburg. In Brandenburg durften bislang geschlossene Geschäfte am Montag unter Auflagen wieder öffnen, Berlin zieht wegen des Feiertags am Montag am Dienstag einen Tag später nach. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

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3.31 Uhr: Viert- bis Sechstklässler kommen zurück in die Schulen

Die Viert- bis Sechstklässler sind in Berlin ab Dienstag wieder zurück in der Schule. Die Regelung gilt nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung auch für die 5. und 6. Klassen an Gymnasien. Schon seit dem 22. Februar sind die ersten bis dritten Klassen wieder zurück. Allerdings gelten Pandemiebedingungen. Dazu gehören verkleinerte Lerngruppen und der Wechsel zwischen Unterricht in der Schule mit Maskenpflicht und online zu Hause.

Die schrittweise Öffnung der Schulen geht damit aber weiter. Andere Länder wie Brandenburg hatten die Grundschulen gleich im Februar für alle Klassen geöffnet. In Berlin ist geplant, dass auch die Jahrgänge 10 bis 13 vom 17. März an Wechselunterricht bekommen sollen. Wie es für die 7. bis 9. Klassen weitergeht, ist noch offen. Präsenzpflicht gilt weiterhin nicht. Das heißt, Eltern, die ihre Kinder zum Beispiel aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus nicht in die Schule schicken möchten, müssen das nicht.

Lehrkräfte und anderes Schulpersonal in Berlin sollen zweimal in der Woche Corona-Schnelltests nutzen können, die kostenlos zur Verfügung gestellt werden. „Es gibt ausreichend Schnelltests an Schulen“, teilte ein Sprecher der Bildungsverwaltung mit. Und es habe inzwischen entsprechende Schulungen für einen Teil der Lehrkräfte gegeben, damit diese Kollegen testen könnten.

Die Berliner Kitas sollen von Dienstag nächster Woche an wieder für alle Kinder offenstehen. Dabei soll es für alle Kinder ein „Betreuungsangebot“ von mindestens sieben Stunden pro Tag geben.

+++ Montag, 8. März 2021 +++

22 Uhr: Testzentrum am BER - Corona-Mutation B.1.525 erstmals in Deutschland nachgewiesen

Im Testzentrum am Schönefelder Flughafen BER ist erstmals die Corona-Mutation B.1.525 in Deutschland nachgewiesen worden. Die Virusvariante sei bei einer Person aus Sachsen festgestellt worden, habe das Unternehmen Centogene mitgeteilt. Das berichtete der RBB-Sender Inforadio am Abend.

B.1.525 ähnelt der englischen Virus-Variante, weist aber eine weitere Mutation eines Proteins auf und soll noch ansteckender sein. B.1.525 wurde bereits in Ländern wie Dänemark und Italien nachgewiesen.

19 Uhr: Corona-Fehlalarm an Grundschule in Erkner

An der Löcknitz-Grundschule in Erkner hat sich eine Corona-Meldung als Fehlalarm herausgestellt. Am Freitag waren elf Lehrerinnen und Lehrer zunächst positiv auf das Virus getestet worden und hatten sich umgehend in Quarantäne begeben. Alle PCR-Tests am Montag fielen jedoch negativ aus, teilte die Schule mit. Zuvor hatte der Landkreis Oder-Spree die positiven Schnelltests bestätigt. In der vergangenen Woche hatte es bereits einen Corona-Ausbruch in Schöneiche gegeben. Durch die Quarantäne von elf Lehrkräften war der Schulbetrieb am Freitag und am Montag erheblich gestört. Den meisten Eltern war freigestellt, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Insgesamt stagniert die Zahl der Coronainfektionen je 100.000 Einwohner in Brandenburg. Der Wert lag am Montag landesweit bei 63,4.

18.40 Uhr: Diese Corona-Regeln gelten seit Montag in Brandenburg

In Brandenburg gelten ab Montag neue Corona-Regelungen. Hier die von der Landesregierung beschlossenen Maßnahmen:

KONTAKTE: Private Feiern, Treffen und sonstige Zusammenkünfte im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis sind mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und mit Personen eines weiteren erlaubt. Insgesamt dürfen es maximal fünf Personen sein. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

EINZEL- UND GROßHANDEL: Alle Verkaufsstellen können unter Auflagen öffnen. Es muss jedoch ein individuelles Hygienekonzept vorliegen: Vorherige Terminvergabe an die Kunden, Erfassen von Personendaten, Einhaltung des Abstandsgebots und Tragen einer medizinischen Maske. In Supermärkten, Tankstellen, Drogerien, Banken, Apotheken, Getränkemärkten und Zeitungskiosken müssen Kunden sich weiter nicht vorher anmelden, persönliche Daten müssen nicht erfasst werden.

KÖRPERNAHE DIENSTLEISTUNGEN: Unter Auflagen ist die Arbeit von Kosmetik- und Nagelstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und auch Sonnenstudios möglich. Auch hier müssen die Personendaten erfasst werden sowie Kunden und Beschäftigte eine medizinische Maske tragen. Bei Kosmetikbehandlungen müssen Kunden einen tagesaktuellen bestätigten negativen Covid-19-Test vorweisen.

SPORT: Auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel ist kontaktfreier Sport mit bis zu zehn Personen in erfassten Gruppen erlaubt. Umkleiden dürfen nicht benutzt werden. Für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren ist gemeinsamer Sport unter freiem Himmel in Gruppen bis zu 20 Kindern gestattet.

SCHULE: Ab 15. März ist Unterricht auch unter anderem an weiterführenden allgemeinbildenden Schulen, Oberstufenzentren oder Förderschulen im Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht möglich.

KULTUR- UND FREIZEIT: Gedenkstätten, Museen, Galerien, öffentliche Bibliotheken, Tierparks, Zoologische und Botanische Gärten können öffnen. Grundlage ist ein individuelles Hygienekonzept.

WEITER GESCHLOSSEN: Theater, Konzert- und Opernhäuser bleiben weiter zu. Das gilt auch für Diskotheken, Kinos Schwimmbäder, Thermen und Bordelle.

GASTSTÄTTEN UND BEHERBERGUNG: Gaststätten, Kneipen, Bars und Cafés dürfen weiter nicht für Gäste öffnen. Gestattet ist nur der Verkauf Außerhaus. Auch Hotels und Pensionen dürfen nach wie vor keine Touristen beherbergen.

SIEBEN-TAGE-INZIDENZ: Übersteigt die Sieben-Tage-Inzidenz für mindestens drei Tage ununterbrochen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt den Wert von 200, drohen schärfere Beschränkungen. Dort würden automatisch zumindest die jüngsten Lockerungen zurückgenommen, erläuterte Regierungssprecher Florian Engels. Sollte sich der landesweite Wert einer Inzidenz von 100 beharrlich nähern, werde die Landesregierung entscheiden, welche konkreten Schritte ab Überschreiten der 100er Linie über 3 Tage ergriffen werden.

17.05 Uhr: Ohne Maske auf Tribüne - Herthaner Sami Khedira vom DFB ermahnt

Sami Khedira ist vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen eines Verstoßes gegen die Corona-Hygieneregeln ermahnt worden. Der derzeit verletzte Ex-Weltmeister hatte beim Bundesliga-Spiel von Hertha BSC gegen den FC Augsburg (2:1) am Samstag längere Zeit ohne den obligatorischen Mund-Nasen-Schutz auf der Tribüne gesessen. Dies sei durch TV-Aufnahmen belegt. Im Wiederholungsfall müsse der 33-Jährige mit einer Anklageerhebung vor dem DFB-Sportgericht rechnen, teilte der DFB mit.

16.05 Uhr: 88 Neuinfektionen - Inzidenz steigt über 70

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2895. 88 neue Infektionen wurden bestätigt, 110 waren es gestern. 5140 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 279 weniger als gestern. 124.027 Menschen gelten inzwischen als genesen. Acht Bezirke meldeten allerdings keine aktuellen Zahlen.

208 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, fünf Personen mehr als gestern. 640 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, ein Patient mehr als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 17,7 Prozent weiter auf Gelb. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,01 Grün. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 70,4 weiter rot. Vor zwei Wochen hatte er noch bei etwa 58 gelegen.

Während es in Pankow in den sieben Tagen bis Montag nur 37,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gab, hat als erster Bezirk Neukölln mit 107,3 wieder die 100er-Marke überschritten. Wird dieser Wert stadtweit erreicht, will der Senat das öffentliche Leben wieder stärker zurückfahren.

Die Fallzahlen in den Bezirken

Die 7-Tage-Inzidenz in den Bezirken

15.08 Uhr: Kosmetiker-Innung - Wegen geforderter Schnelltests weniger Kunden

Körpernahe Dienstleister wie Kosmetikstudios dürfen seit Montag in Brandenburg wieder unter Auflagen öffnen. Wenn keine Maske getragen werden kann, müssen die Kunden einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen. Nach Ansicht der Kosmetikbranche entstehen damit neue Probleme.

„Sehr, sehr viele Kunden haben Lust zu kommen, verzichten aber auf Termine, weil sie das Prozedere bei den Schnelltests nicht nachvollziehen können“, sagte Mandy Rechenberger, Kosmetikmeisterin und Obermeisterin der Kosmetiker-Innung der Kammerbezirke Frankfurt (Oder) und Cottbus. Aus ihrer Sicht reichen die Hygienekonzepte der Kosmetiksalons aus. „Nun brechen Kunden weg“, schätzte sie ein.

Über die Öffnung freuten sich die Betriebe „riesig“, betonte die Kosmetikerin. Allerdings sei die Unsicherheit groß, denn es gebe noch „tausend offene Fragen“. So sei ungeklärt, wie die Dokumentationspflicht bei den auf Corona getesteten Kunden laufen solle. Deshalb blieben viele Betriebe noch vorsichtig. „Wir führen erst einmal alle Behandlungen durch, bei denen die Maske aufbleiben kann und warten noch zwei Wochen ab.“ Dazu zählten etwa Fußpflege und Augenbehandlung. Gesichtsbehandlungen fielen dadurch erst einmal weg.

14.35 Uhr: Handelsverband Berlin-Brandenburg - Die meisten Händler öffnen

Die meisten Geschäfte in Berlin und Brandenburg nutzen nach Branchenangaben die Möglichkeit, nach der Corona-Pause wieder für Kundschaft zu öffnen. „Egal wie stabil der Strohhalm ist - wir greifen nach jedem Strohhalm“, hieß es am Montag beim Handelsverband Berlin-Brandenburg. In Brandenburg durften bislang geschlossene Geschäfte am Montag unter Auflagen wieder öffnen, Berlin zieht wegen des Feiertags am Montag einen Tag später nach.

Zu den Auflagen für eine Öffnung zählt, dass Kundinnen und Kunden sich für feste Zeitfenster zum Einkaufen anmelden müssen. Bei einem Teil der Händler lassen sich Termine online buchen, vielfach müssen die Kunden aber im Laden anrufen.

Je 40 Quadratmeter Ladenfläche darf nur eine Kundin oder ein Kunde zum Einkaufen kommen. Bund und Länder hatten die Öffnung am Mittwoch beschlossen. Der Handel hatte die strengen Auflagen kritisiert, weil sie nur wenig Umsatz versprechen. Deshalb dürfte ein Teil der Läden vorerst geschlossen bleiben. „Ich glaube schon, dass nicht alle wieder aufmachen“, sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Nils Busch-Petersen. „Man wird rechnen, ob es sich lohnt.“

13.52 Uhr: Brandenburgs Gesundheitsministerin räumt Defizite bei Impfungen ein

Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hat Mängel bei der bisherigen Planung für die Corona-Impfungen eingeräumt. „Wir steigern uns und in dieser Woche ganz besonders, aber die andern schlafen halt auch nicht. Wir stehen immer noch im Länder-Ranking ausgesprochen schlecht da - und das muss sich ändern“, sagte Nonnemacher am Montag in Potsdam. „Wir müssen deutlich mehr Fahrt aufnehmen.“ Sie verteidigte, dass die Beraterfirma Kienbaum zur Beratung für die Impfstrategie beauftragt worden sei.

Brandenburg liegt beim Anteil der Menschen mit einer ersten Corona-Impfung an der Bevölkerung seit mehreren Tagen im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte in der vergangenen Woche mehr Tempo bei Impfungen verlangt und die Impfstrategie von Nonnemacher indirekt kritisiert.

Die Ministerin verwies darauf, dass seit dem Wochenende auch über 70-Jährige einen Impftermin mit dem Impfstoff von Astrazeneca online buchen können. Sie kündigte an, dass die Impfungen in den bisher elf Impfzentren ausgeweitet werden. Freie Kapazitäten gibt es nach Angaben der Kassenärzte für diese Woche noch in Elsterwerda, Prenzlau, wenige Plätze auch in Luckenwalde und Kyritz.

13.21 Uhr: Impfzentrum im ehemaligen Flughafen Tempelhof in Betrieb

Am Montag ist auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof das sechste Berliner Corona-Impfzentrum in Betrieb genommen worden. Es ist im Hangar 4 untergebracht. Damit sind nun alle Impfzentren in der Hauptstadt geöffnet.

In dem Impfzentrum kommt der Astrazeneca-Impfstoff zum Einsatz, der auch im Impfzentrum in Tegel genutzt wird. Der Impfbetrieb starte vorerst mit 200 Impfungen pro Tag und werde schrittweise gesteigert, wenn weitere Impfstofflieferungen erfolgen. Bis zu 3300 Impfungen pro Tag sind in Tempelhof laut Gesundheitsverwaltung möglich. Mit dem Astrazeneca-Impfstoff sind bisher vor allem medizinisches Personal und Pflegepersonal geimpft worden. Das Vakzin ist aber auch für Polizisten sowie Erzieherinnen und Erzieher vorgesehen.

Nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist eine Zubringerlinie mit zwei Kleinbussen zum neuen Impfzentrum geplant. Sie starten am U-Bahnhof Paradestraße und sollen täglich zwischen 12 und 19.30 Uhr im Einsatz sein. Die kostenlose Fahrt dauert etwa drei Minuten. Wenn der Impfbetrieb ab dem 22. März auf zwei Schichten ausgeweitet wird, soll es den Pendelverkehr laut BVG von 8.30 bis 19.30 Uhr geben.

12.30 Uhr: Gratis-Schnelltests in Berliner Testzentren - Schon mehr als 10.000 Einbuchungen

Die ersten Berlinerinnen und Berliner haben sich am Montag in neuen Testzentren kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Stadtweit stehen dafür 16 Zentren bereit. „Es wird gut angenommen“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nach Angaben eines Sprechers. „Natürlich kann es hier und da immer kleinere Anfangsschwierigkeiten geben, aber wir haben heute Vormittag schon mehr als 10.000 Einbuchungen bis Ende der Woche.“ Bei den ersten Tests habe es auch schon positive Befunde gegeben. „Das zeigt, dass Testen wirkt. Wir unterbrechen damit Infektionsketten.“

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Laut Buchungsplattform sind die Testzentren in der Charlottenburger Zillestraße und der Kreuzberger Prinzenstraße bereits für diese Woche ausgebucht. Auch anderswo waren Termine begehrt. So waren in Neukölln, Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf bis Mittwochmittag alle Testgelegenheiten belegt, in Pankow und Steglitz-Zehlendorf bis Donnerstagvormittag. Mehr freie Kapazitäten gab es im Wedding.

12.27 Uhr: 358.989 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 6,2 Prozent

In Berlin sind mittlerweile insgesamt 358.989 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 6,2 Prozent bei den Erstimpfungen und 3,5 Prozent bei den Zweitimpfungen. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 206.864 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt bei 5,1 Prozent bei den Erstimpfungen und 3,1 Prozent bei den Zweitimpfungen. Die bundesweit höchste Impfquote vermeldet Bremen mit 7,1 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland 7.654.623 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 6,2 Prozent entspricht.

11.45 Uhr: Starker Anstieg von häuslicher Gewalt in Brandenburg - Stübgen: „beängstigend“

In Brandenburg hat die Zahl der Fälle von häuslicher Gewalt im vergangenen Jahr während der Corona-Pandmie stark zugenommen. Das geht aus der Kriminalstatistik (PKS) hervor, die Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Montag gemeinsam mit Polizeipräsident Oliver Stepien vorgestellt hat. Demnach stieg die Zahl der Straftaten in diesem Bereich um 19,8 Prozent auf 5235 Fälle, im Jahr 2019 waren es 4371 Fälle. Das sei ein „beängstigender“ Anstieg und eine nicht hinnehmbare Entwicklung, sagte Stübgen.

„Das Menschen häufiger zu Hause blieben, sich Existenzängste breitmachten und der Zugang zu Hilfsangeboten erschwert war, sind erste Erklärungsansätze.“ Stübgen kündigte mit Blick auf die hohe Dunkelziffer in diesem Bereich an, dass sein Ministerium die Möglichkeit einer „phänomenbezogenen Dunkelfeldstudie“ prüfe.

Unter häusliche Gewalt fallen laut Definition der Polizei alle Formen physischer, psychischer und sexueller Gewalt, die gegenüber Personen stattfindet, die in enger Beziehung zum Täter stehen.

11.22 Uhr: Weniger neue Corona-Infektionen in Brandenburg - Daten fehlen

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg ist vor dem Hintergrund fehlender Daten deutlich zurückgegangen. Die Gesundheitsämter meldeten 76 neue Fälle innerhalb eines Tages, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Von vier Kreisen und drei kreisfreien Städte lagen demnach keine neuen Werte vor. Drei Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung kamen hinzu. Am Sonntag wurden 215 neue Infektionen gemeldet, vor einer Woche 91.

Der Wert der Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner stagniert. Er lag am Montag landesweit bei 63,4 - nach 63,7 am Sonntag und 64,4 vor einer Woche. Nur der Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt derzeit mit einem Wort von 117,9 über der kritischen 100er-Marke. Den geringsten Wert erreicht Frankfurt (Oder) mit 22,5. Seit Montag können alle Einzelhandelsgeschäfte unter Auflagen wieder öffnen - man kann sie aber nur mit vereinbartem Termin besuchen. Für Supermärkte und andere Läden, die schon offen waren, ist kein Termin nötig.

11.07 Uhr: Corona-Schnelltests gibt es in Brandenburg noch längst nicht überall

Der vom Bund finanzierte kostenlose wöchentliche Corona-Schnelltest pro Bürger ist in Brandenburg noch nicht überall erhältlich. „Das war natürlich extrem kurzfristig“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag in einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses im Landtag. Das Angebot sei „noch in keinster Weise flächendeckend vorhanden“. Einige kreisfreie Städte böten die Tests bereits an, einige Landkreise bräuchten noch einige Zeit. Die Landeshauptstadt Potsdam bietet seit 1. März kostenlose Schnelltests in Apotheken und Testzentren.

Bisher hat sich rund ein Achtel der Apotheken in Brandenburg grundsätzlich bereiterklärt, die Schnelltests anzubieten. Die Landesapothekerkammer Brandenburg listet 68 Apotheken auf, 565 gibt es nach Angaben des Apothekerverbands landesweit. Weil die Testverordnung des Bundes noch nicht vorliege, habe der örtliche Gesundheitsdienst die Apotheken noch nicht mit den Tests beauftragt, sagte der Sprecher des Apothekerverbands.

Nonnemacher wies darauf hin, dass für Terminvereinbarungen etwa für den Einzelhandel oder Museen das Zeugnis des Schnelltests vorgelegt werden müsse. Ein Selbsttest müsse mitgebracht und vor Ort gemacht werden. Der Bund zahlt für jeden Bürger mindestens einen Schnelltest pro Woche, die Bundesländer sind für die Bereitstellung verantwortlich.

10.32 Uhr: Brandenburgs Gesundheitsministerin sieht Corona-Öffnungen kritisch

Seit Montag können bisher geschlossene Einzelhandelsgeschäfte in Brandenburg mit vorheriger Terminvereinbarung wieder öffnen - Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sieht das nicht ohne Bedenken. „Das ist schon eine schwierige Situation, dort weitere Öffnungen zu haben“, sagte sie am Montag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Es gebe Erfolge bei der Eindämmung der ursprünglichen Variante des Coronavirus. „Aber wir haben praktisch ein zweites Infektionsgeschehen mit den Mutationen - da gehen die Zahlen nach oben."

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Wann Cafés und Gaststätten wieder öffnen können, ließ die Ministerin offen. „Bei uns sind in dieser Richtung jetzt noch keine Öffnungsschritte vorgesehen worden“, sagte Nonnemacher mit Blick auf die Kabinettssitzung in der vergangenen Woche.

Bund und Länder hatten vereinbart, dass nach einem Stufenplan frühestens ab 22. März Gaststätten, Theater und Kinos bei bis zu 100 neuen Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche wieder aufmachen dürfen. Bei einem Wert zwischen 50 und 100 muss ein tagesaktueller negativer Selbst- oder Schnelltest vorgelegt werden.

10.04 Uhr: Technische Schwierigkeiten stören Start von Testzentren

Ab sofort können sich Berliner in Corona-Schnelltestzentren auf eine Covid-19-Infektion hin untersuchen lassen. Der Start der Zentren hielt für die ersten Berliner, die schon am Montagmorgen gekommen waren, Überraschungen bereit. So konnten in einem der größten Zentren im Poststadion in Moabit viele Besucher nicht zum Abstrich zugelassen werden – wegen technischer Schwierigkeiten im Computersystem. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

5.59 Uhr: Berliner Läden bereiten sich auf Öffnung vor

Einkaufen mit Termin: Viele Berliner Läden dürfen an diesem Dienstag nach langer Zeit wieder öffnen. Das hatte der Senat in der vergangenen Woche beschlossen. Wer dort einkaufen will, muss sich jedoch online oder telefonisch anmelden und das vereinbarte Zeitfenster einhalten. So sollen Corona-Infektionen beim Einkaufen vermieden werden. Pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche darf nur eine Kundin oder ein Kunde in den Laden.

Vieles dürfte am Dienstag zunächst über Anrufe laufen. Denn bei zahlreichen Läden gab es am Wochenende noch keine Möglichkeit, online einen Termin zu buchen.

Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen unter strengen Auflagen ebenso wieder öffnen wie die Tierhäuser von Zoo und Tierpark sowie das Aquarium. Kosmetik- und Nagelstudios und weitere Anbieter körpernaher Dienstleistungen dürfen unter Auflagen wieder Kunden empfangen.

Restaurants, Kinos und viele andere Freizeiteinrichtungen bleiben in Berlin aber dicht. Baumärkte bleiben für private Kunden geschlossen. Auch in Hotels ändert sich nichts. Die Beschränkungen sind zunächst bis zum 28. März befristet.

Auch bei privaten Treffen sind seit Sonntag die Auflagen etwas gelockert. Es dürfen fünf Personen aus zwei Haushalten zusammen kommen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt.

Wenn die Pandemielage das erlaubt, sollen eine Reihe weiterer Lockerungen möglich sein. Die neuen Regelungen dafür gelten seit Sonntag. Sollten sich binnen sieben Tagen weniger als 50 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus anstecken, sollen das Einkaufen und Sport im Freien weiter erleichtert werden. Steigt der Wert aber über 100, kommen neue Einschränkungen. In den vergangenen Tagen lag der Wert in Berlin knapp unter 70.

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+++ Sonntag, 7. März 2021 +++

22.47 Uhr: So können Arztpraxen und Apotheken „Teststelle to-go“ werden

Arztpraxen, Apotheken und alle weiteren Drittanbieter, die zertifizierte „Teststelle to-go“ der Senatsverwaltung für Gesundheit werden wollen, können am Registrierungs- und Zertifizierungsprozess ab Montag, den 8. März 2021 (9 Uhr) unter www.testen-lernen.berlin teilnehmen. Zertifizierungsvoraussetzungen und Teilnahmebedingungen finden sich dort auf der Homepage. Die Senatsverwaltung prüft dann die Bewerbungen. Für Fragen ist die Zertifizierungs-Hotline unter 0800 3848688 erreichbar.

17.31 Uhr: Impfzentrum Tempelhof geht an den Start

Das neue Impfzentrum in Tempelhof nimmt am Montag (14 Uhr) den Betrieb auf. Es ist im Hangar 4 des ehemaligen Flughafens untergebracht und soll zunächst nur nachmittags geöffnet sein. Für die Startphase seien 200 Corona-Impfungen pro Tag vorgesehen, sagte die Sprecherin der Impfzentren, Regina Kneiding. In dem letzten der sechs geplanten Berliner Impfzentren kommt der Astrazeneca-Impfstoff zum Einsatz, der auch im Impfzentrum in Tegel genutzt wird.

Damit sind bisher vor allem medizinisches Personal und Pflegepersonal geimpft worden. Er ist aber auch für Polizisten sowie Erzieherinnen und Erzieher vorgesehen. Im Impfzentrum Tegel, wo bis zu 3800 Impfungen täglich möglich sind, wurden die Kapazitäten bislang bei weitem nicht ausgeschöpft.

Lesen Sie auch: Kostenlose Coronatests in Berlin: Das sind die Testzentren

Nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ist eine Zubringerlinie mit zwei Kleinbussen zum neuen Impfzentrum geplant. Sie starten am U-Bahnhof Paradestraße und sollen täglich zwischen 12 und 19.30 Uhr im Einsatz sein. Die kostenlose Fahrt dauert etwa drei Minuten. Wenn der Impfbetrieb ab dem 22. März auf zwei Schichten ausgeweitet wird, soll es den Pendelverkehr laut BVG von 8.30 bis 19.30 Uhr geben.

16.20 Uhr: 110 Neuinfektionen, Inzidenz in zwei Bezirken deutlich über 90

In Berlin sind zwei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2894. 110 neue Infektionen wurden bestätigt, 313 waren es gestern. 5419 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 50 weniger als gestern. 123.661 Menschen gelten inzwischen als genesen. Fünf Bezirke meldeten am Sonntag keine Zahlen.

203 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, neun Personen weniger als gestern. 639 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 42 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 17,1 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 69,0 weiter rot. Neukölln (94,9) und Tempelhof-Schöneberg (92,0) nähern sich indessen einer Inzidenz von 100. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,94 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

15.15 Uhr: Frauen in Corona-Krise besonders belastet

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März haben Politikerinnen und Politiker in Berlin auf die besondere Belastung von Frauen in der Corona-Krise hingewiesen. „Dass die Pandemie die Rollenverteilung zwischen Mann und Frau nachteilig beeinflusst, ist offensichtlich“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Befürchtungen einer Wiederkehr veralteter Rollenbilder „auf breiter gesellschaftlicher Front“ müsse man ernst nehmen.

Gleichstellungssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sagte, die vergangenen zwölf Monate in der Corona-Pandemie hätten auch gezeigt: Es drohe immer die Gefahr von Rückschritten, einer „Retraditionalisierung“ und einer „Schieflage in Bezug auf die Übernahme von Care-Arbeit“. Gerade jetzt müsse man nachhaltige Veränderungen angehen.

14.59 Uhr: Ab Montag weitere Lockerungen in Brandenburg

In Brandenburg gibt es mit Wochenbeginn weiter Lockerungen in den Coronaverordnungen. Auflagen müssen aber weiter beachtet werden. So dürfen Museen und der Einzelhandel öffnen und körpernahe Dienstleistungen angeboten werden. Offen für das normale Publikum sind in Brandenburg nun auch wieder Baufachmärkte. Da sie in Berlin weiter geschlossen sind, wird mit einem Andrang aus der Hautptstadt gerechnet, auch bereits am Montag, denn in Berlin ist der Internationale Frauentag ein Feiertag. Grundsätzlich ist der Lockdown in Brandenburg bis 28. März verlängert.

Laut der neuen Verordnung dürfen auch körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik angeboten werden. Wenn keine Maske getragen werden kann, müssen die Kunden einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen.

Babyfachmärkte, weitere Kultur- und Freizeiteinrichtungen, öffentliche Bibliotheken oder Tierparks stehen ebenfalls offen. In Supermärkten, Tankstellen, Drogerien, Banken, Apotheken, Getränkemärkten oder Zeitungskiosken müssen sich Kunden wie bisher nicht vorher anmelden oder die Betreiber die Kontaktdaten erfassen. Geschlossen bleiben weiter Theater, Clubs, Kinos oder Schwimmbäder. Gaststätten ist nur der Außerhausverkauf gestattet.

12.01 Uhr: Weiter leichter Anstieg des Inzidenzwerts in Brandenburg

Über das Wochenende ist in Brandenburg der Sieben-Tage-Inzidenzwert - der Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche bei 100 000 Einwohnern - weiter leicht gestiegen. Am Sonntag wurde ein Wert von 63,7 ermittelt, am Samstag lag er bei 63,1, wie das Gesundheitsministerium mitteilte (Stand: 0 Uhr). Am Sonntag vor einer Woche wurden 63,3 Infektionen innerhalb von sieben Tagen bei 100.000 Einwohnern registriert. An den Wochenenden kann es aber zu verspäteten Meldungen aus den Landkreisen kommen. Innerhalb eines Tages von Samstag auf Sonntag kamen 215 neue Infektionen hinzu, am Samstag wurden 252 weitere Fälle gemeldet. Am Sonntag vor einer Woche waren es 251.

Die Entwicklung in Brandenburg ist weiter sehr unterschiedlich: Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt mit einem Wert von 115,2 weiter an der Spitze, dann folgt das Havelland mit 98,2. Den niedrigsten Wert bei den kreisfreien Städten hat Frankfurt (Oder) mit 24,2, gefolgt von Brandenburg an der Havel mit 34,6 und Potsdam mit 36,6. Cottbus liegt mit 62,2 auf dem letzten vierten Platz.

11.20 Uhr: Berlin bietet ab Montag kostenlose Corona-Schnelltests an

Die Berlinerinnen und Berliner können sich von diesem Montag an unentgeltlich auf das Corona-Virus testen lassen. Für die Schnelltests steht in jedem Bezirk ein Testzentrum bereit, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntag mitteilte. Zum eigenen Schutz und zum Schutz des persönlichen Umfelds seien die Menschen aufgerufen, sich einmal pro Woche testen zu lassen. Sie erhalten dafür eine Bescheinigung. Die Testzentren sind geöffnet von 9 bis 17 Uhr.

Corona-Tests in Berlin - hier finden Sie alle Informationen

„Grundsätzlich gilt, wer einen positiven Schnelltest hat, muss sich sofort absondern und sich zwingend mit einem PCR-Test nachtesten lassen“, sagte Senatorin Dilek Kalayci (SPD). Wo dies möglich sei, erführen die Betroffenen in den Testzentren.

"Wir erweitern damit unsere Teststrategie, in die wir bereits die Krankenhäuser, Pflegeinrichtungen und Bildungseinrichtungen einbezogen haben, um ein Testen für alle", sagte Kalayci weiter. Ergänzend zu den Berliner Testzentren soll ein breites Netzwerk von “Test-To-Go-Stationen” eingerichtet werden. Dafür beauftragt die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dritte, dies können z.B. Apotheken sein.

5.01 Uhr: Geänderte Corona-Auflagen gelten - Private Treffen leichter möglich

Bei privaten Treffen sind von diesem Sonntag an in Berlin die Auflagen in der Corona-Krise etwas gelockert. Es dürfen fünf Personen aus zwei Haushalten zusammen kommen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt, wie aus der seit Sonntag gültigen und geänderten Verordnung zum Infektionsschutz hervorgeht. Vorher durfte sich ein Hausstand nur mit einer Person eines anderen Hausstandes treffen. Auch Sport im Freien zum Beispiel ist mit bis zu fünf Menschen kontaktfrei aus bis zu zwei Haushalten erlaubt. Fitnessstudios oder Schwimmbäder aber bleiben geschlossen. Diese Corona-Lockerungen hat der Senat beschlossen - die neuen Regelungen finden Sie hier im Überblick.

Erst nach dem Feiertag in Berlin am 8. März werden dann Geschäfte von Dienstag an unter Einschränkungen wieder öffnen können. Kunden brauchen zum Einkaufen einen gebuchten Termin und sollen ein festgelegtes Zeitfenster zur Verfügung haben. Die Kundenzahl im Laden wird begrenzt. Der Handelsverband Berlin-Brandenburg rechnete damit, dass viele Einzelhändler mitmachen werden und die Online-Terminvergabe vorbereiteten.

+++ Sonnabend, 6. März +++

18.16 Uhr: Impftermine mit Astrazeneca auch für über 65-Jährige

In Berlin können sich jetzt auch ältere Menschen mit dem Impfstoff Astrazeneca impfen lassen. Wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Sonnabend mitteilte, werden die Buchungen von Terminen für Covid-19-Impfungen ab dem 7. März umgestellt. So falle die bisherige Unterscheidung bei den Terminen in unter oder über 65-Jährige weg, heißt es aus der Senatsverwaltung. Der Grund: Der Astrazeneca-Impfstoff ist jetzt auch für über 65-Jährige in Berlin zugelassen.

Viele über 70-Jährige, die die in diesen Tagen nach Geburtsjahrgängen gestaffelt ihre Impfeinladungen bekommen, haben dadurch die Möglichkeit, zeitnah einen Astrazeneca-Termin buchen zu können. Das Gleiche gilt für 65- bis 70-Jährige mit bestimmten chronischen Erkrankungen, die in der kommenden Woche ihre Einladung über die Kassenärztliche Vereinigung erhalten werden. Etwas anders läuft es für Privatversicherte mit den gleichen Diagnosen: Sie müssen sich sich zunächst ein Attest ihrer behandelnden Ärztin oder ihres behandelnden Arztes verschaffen, um sich dann in der Impfhotline zu melden. „Wir haben in Berlin für das Impfen ein Einladungswesen. Es ist gut, dass wir nun ein früheres Impfangebot machen können“, sagt Gesundheits- und Pflegesenatorin Dilek Kalayci. Sie bitte alle, die eine Einladung zum Impfen erhalten, eindringlich, diese anzunehmen und sich impfen zu lassen.

Die Abfrage des Geburtsdatums im Buchungsprozess für die Impftermine bleibt trotz der Änderungen bestehen, denn nur der Biontech-Impfstoff hat eine Zulassung für 16- bis 18-Jährige Impfberechtigte. Moderna und Astrazeneca sind erst ab 18 Jahren zugelassen. Da es aufgrund der Einladungen an Menschen mit chronischen Erkrankungen und bestimmten Behinderungen sowie der Einladungen an bestimmte Berufsgruppen jetzt auch einige Impfungen von 16- bis 18-Jährigen Berliner geben kann, ist dies erforderlich.

17.33 Uhr: Brandenburg beschließt Corona-Eindämmungsverordnung

Die Brandenburger Landesregierung hat am Samstag die ab Montag geltenden Lockerungen in der Corona-Pandemie beschlossen. Damit werde die Rahmenvereinbarung der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin vom vergangenen Mittwoch umgesetzt, teilte das Gesundheitsministerium mit. Am Freitagabend waren die Brandenburger Maßnahmen nach der Kabinettssitzung bekannt gegeben worden. Grundsätzlich ist der Lockdown bis 28. März verlängert.

16.33 Uhr: 313 Neuinfektionen in Berlin, 212 Menschen auf Intensiv-Stationen

In Berlin sind drei weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2892. 313 neue Infektionen wurden bestätigt, 415 waren es gestern. 5469 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, einen mehr als gestern. 123.503 Menschen gelten inzwischen als genesen.


212 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, elf Personen weniger als gestern. 681 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 16 weniger als gestern.
Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 17,8 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 68,2 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,97 Grün.


In Berlin wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts bisher 342.146 Impfdosen verabreicht. Die Impfquote liegt damit bei 5,9 Prozent für die Erstimpfung und bei 3,5 Prozent für Menschen, die beide Impfungen erhalten haben.

14.48 Uhr: Aldi überrascht von Ansturm auf Corona-Selbsttests

Der Discounter Aldi zeigte sich vom Ansturm auf die ersten Corona-Selbsttests im Einzelhandel am Sonnabend überrascht. Das Interesse an den Tests habe den Discounter „in dieser Intensität doch überrascht“, teilte das Unternehmen mit. Neben Aldi verkauft auch der Discounter Lidl seit Sonnabend Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch. Allerdings können Kundinnen und Kunden die Testkits bislang nur online erwerben. Wegen der hohen Nachfrage ist die Internetseite aber seit dem frühen Vormittag nicht mehr erreichbar. „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und hoffen, Sie bald wieder hier begrüßen zu dürfen“, heißt es auf der Internetseite. Wann Kunden wieder auf die Webseite zugreifen können, ist bislang unklar. Welche Einzelhändler in Kürze ebenfalls Selbsttests im Angebot haben und wie der Schnelltest funktioniert, lesen Sie hier: Reporter Julian Würzer hat ihn ausprobiert.

12.38 Uhr: Museen können in Brandenburg öffnen - mit Hygienekonzepten

In Brandenburg öffnen die Museen: Durch die von der Landesregierung beschlossenen kleinen Schritte zur Lockerung der Corona-Beschränkungen ist das ab Montag wieder möglich. Voraussetzung ist, dass sich die Infektionslage nicht verschlechtert.

Die Museen freuen sich und haben schon lange Vorkehrungen getroffen, sagte Susanne Köstering, Geschäftsführerin des Museumsverbandes Brandenburg auf Anfrage. Abstands- und Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Einige Häuser werden demnach sofort, andere später öffnen. Das werde sich vermutlich bis Ostern hinziehen. Interessierte sollten sich auf den Internetseiten informieren.

Im Barberini Museum in Potsdam laufen diese Woche noch die Vorbereitungen für die am 13. März öffnende Ausstellung „Rembrandts Orient“. In 120 Werken wird gezeigt, wie niederländische Maler auf Einflüsse aus dem Nahen, Mittleren und Fernen Osten reagierten.

12.11 Uhr: Illegale Glückspielrunde in Kreuzberg aufgelöst

Einsatzkräfte der Polizei beendeten am Freitagabend eine illegale Glückspielrunde in Kreuzberg. An mehreren Tischen und Automaten in einer Wohnung in der Kochstraße spielten insgesamt 20 Personen Poker und andere Glücksspiele. Niemand von ihnen hielt sich an Abstands- und sonstige Hygieneregeln. Es wurden Strafanzeigen wegen Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel, Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz sowie Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen die Eindämmungsverordnung gefertigt.

11.40 Uhr: 342.146 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 5,9 Prozent

In Berlin sind mittlerweile insgesamt 342.146 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 5,9 Prozent bei den Erstimpfungen und 3,5 Prozent bei den Zweitimpfungen. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 206.480 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt bei 5,1 Prozent bei den Erstimpfungen und 3,1 Prozent bei den Zweitimpfungen. Die bundesweit höchste Impfquote vermelden Bremen und das Saarland mit jeweils 6,7 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland 7.326.098 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 5,9 Prozent entspricht.

11.39 Uhr: Leichter Anstieg beim Inzidenzwert in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche leicht gestiegen. Nach einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 62,8 am Freitag wurde am Sonnabend 63,1 ermittelt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Am Sonnabend vor einer Woche lag er bei 63. Innerhalb eines Tages von Freitag auf Sonnabend kamen 252 neue Fälle hinzu, am Freitag waren es 298. Am Sonnabend vor einer Woche wurden 241 neue Infektionen registriert.

Die Entwicklung in Brandenburg ist sehr unterschiedlich: Der Landkreis Oberspreewald-Lausitz liegt mit 117,9 weiter an der Spitze bei den Sieben-Tage-Inzidenzwerten, gefolgt von Elbe-Elster mit 110. Landkreise mit den niedrigsten Werten sind die Prignitz (31,5), Märkisch-Oderland (42,4) und die Uckermark (48,8).

8.14 Uhr: Discounter-Schnelltests nach wenigen Minuten ausverkauft

Vor den Aldi-Filialen herrscht am Sonnabendmorgen bereits großer Andrang. In der Revaler Straße in Friedrichshain warten vor der Ladeneröffnung zahlreiche Kundinnen und Kunden, um eine Packung der Schnelltests zu kaufen. Um 8 Uhr stürmen sie mit Einkaufswagen an die Kasse. Und nur nach wenigen Minuten teilt ein Mitarbeiter mit, dass die Schnelltests im Geschäft bereits vergriffen seien. Es seien lediglich sieben Stück geliefert worden. Mit Nachschub können Kunden erst im Laufe der kommenden Woche rechnen.

Auch in der Aldi-Filiale in der Eastside Mall an der Warschauer Brücke in Friedrichshain sind die Corona-Schnelltests nach wenigen Minuten vergriffen. Rund 20 Kunden warteten teils mehr als 30 Minuten auf die Öffnung des Ladens. Auch hier rechnet das Personal erst Ende der kommenden Woche mit einer neuen Lieferung der Schnelltests.

Mehr zum Thema: Selbsttests bei Aldi: Ab wann es Nachschub geben soll

7.55 Uhr: Viele Lastwagen dürfen weiter sonntags fahren

Auf Autobahnen in Berlin und Brandenburg dürften viele Lastwagen noch einige Wochen länger sonntags und an Feiertagen fahren als bislang geplant. Die Ausnahme vom Fahrverbot ist in dieser Woche verlängert worden. Vorerst bis 5. April dürfen nach Angaben des Bundesamts für Güterverkehr Lastwagen sonntags fahren, die den Einzelhandel für dessen täglichen Bedarf beliefern. Noch bis Ende Juni gilt auch eine Ausnahmegenehmigung für Fahrzeuge, die die Corona-Impfzentren beliefern. Groß- und Schwertransporter sind aber weiterhin an Sonn- und Feiertagen nicht erlaubt.

Bundesweit hatten die Länder vor knapp einem Jahr das Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen gelockert. Angesichts von Hamsterkäufen sollte damit sichergestellt werden, dass die Lebensmittel und Bedarfsgüter nicht knapp werden. Supermärkte konnten nach dem Haupteinkaufstag Samstag gleich wieder mit neuer Ware beliefert werden können. Im Sommer bis zum Herbst galt das Verbot dann wieder. Nach der Straßenverkehrsordnung dürfen an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 0 bis 22 Uhr eigentlich Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 7,5 Tonnen nicht fahren. Das Verbot gilt nicht für den Transport frischer Lebensmittel wie Milch, Fleisch, Fisch und leicht verderblichem Obst und Gemüse.

7.14 Uhr: FDP kritisiert Öffnungsverbot für Baumärkte als realitätsfremd

Die Berliner FDP-Fraktion hat die neuen Öffnungsregeln für Gartencenter und Baumärkte in der Hauptstadt als realitätsfremd kritisiert. „Während andere Bundesländer den Baumärkten pünktlich zum Saisonstart eine reguläre Öffnung mit strengen Hygieneregeln ermöglichen, hält Berlin an der unnötigen Schließung fest“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Sebastian Czaja der Deutschen Presse-Agentur. Anders als noch im ersten Lockdown sei dort nur Einkaufen mit gebuchtem Termin möglich. „Das ist nicht nur aus Sicht des Infektionsschutzes überflüssig, sondern mal wieder ein Beispiel einer völlig realitätsfremden Regelung“, kritisierte Czaja.

„Gartencenter dürfen ganz regulär öffnen – die sind aber in der Regel in den Baumärkten integriert. Es macht keinen Sinn, dass ich im gleichen Geschäft meine Blumen jederzeit kaufen darf, um die Schippe zum Einpflanzen zu holen, aber umständlich einen Termin brauche“, argumentierte der FDP-Fraktionschef. „Diese Willkür bei den Regeln sorgt für weiteren Vertrauensverlust und zuletzt auch für Verlust der Akzeptanz für sinnvollere Maßnahmen.“ Der Berliner Senat hatte bei einer Sondersitzung am Donnerstag eine entsprechende Regelung beschlossen.

7.04 Uhr: Berliner Zoo bereitet Öffnung von Tierhäusern und Aquarium vor

Der Berliner Zoo plant die Öffnung der Tierhäuser und des Aquariums. Der Zugang solle jedoch angesichts der Corona-Pandemie nur unter Einhaltung strenger Auflagen möglich sein, teilte die Einrichtung mit. „Auf dem gesamten Gelände von Zoo und Tierpark gilt derzeit ohnehin schon eine Maskenpflicht“, sagte ein Zoosprecher auf Nachfrage. „Welche Bedingungen darüber hinaus in den Häusern gelten werden, besprechen wir derzeit.“ Weitere Details sowie der konkrete Öffnungstermin sollen in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Bis dahin lasse der Zoo sowohl die Tierhäuser als auch das Aquarium geschlossen. Zu sehen sind weiterhin die Tiere in den Außenanlagen.

Der Berliner Senat beschloss am Donnerstag Änderungen beim Infektionsschutz und erlaubt damit auch eine Öffnung von Tierhäusern und des Aquariums.

6.57 Uhr: Brandenburgs Bestattungswesen wegen Corona nicht überfordert

Die Sterblichkeit ist zum Jahresbeginn in einigen märkischen Kommunen gestiegen. Das Bestattungswesen im Brandenburg stößt dadurch allerdings nicht an seine Grenzen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. „Zwar wurde von vielen Seiten ein erhöhtes Arbeitsaufkommen um den Jahreswechsel wahrgenommen, es wurde aber ebenso stets versichert, dass es keine Probleme mit der Erbringung der geforderten Leistungen gab“, sagt Fabian Lenzen, Sprecher der Bestatterinnung Berlin-Brandenburg. Mittlerweile habe sich die Lage weitestgehend wieder auf das übliche Maß an Aufträgen eingependelt.

Im Krematorium Potsdam werden 180 Kühlstellplätze für Särge zur Einäscherung vorgehalten, wie Stadtsprecherin Christine Homann informiert. Außerdem gebe es noch ausreichend Nebengelass, wo Särge fachgerecht und pietätvoll aufbewahrt werden könnten. Die Wartezeiten bis zur Beisetzung hätten sich allerdings verlängert, auch weil Angehörige Trauerfeiern wegen begrenzter Teilnehmerzahlen teilweise verschieben würden.

6.04 Uhr: 18 Menschen zwangsweise in Quarantänestationen eingewiesen

In Brandenburg sind in der Corona-Pandemie bis Mitte Februar 18 Quarantäne-Verweigerer zwangsweise in Landeseinrichtungen eingewiesen worden. Die Dauer des Aufenthalts habe 3 bis 19 Tage betragen, teilte das Gesundheitsministerium in Potsdam auf eine Anfrage aus der Linke-Landtagsfraktion mit. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gehörten die Quarantäneverweigerer unterschiedlichen Nationalitäten an. Darunter seien auch Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft. Die Zentrale Ausländerbehörde stellte im Rahmen der Amtshilfe Gebäude und Personal zur Verfügung.

Die Zwangseinweisung ist im Bundesinfektionsschutzgesetz als letztes Mittel vorgesehen, wenn sich Infizierte der Quarantänepflicht widersetzen. Verweigern sie sich, in Quarantäne zu begeben, können die Behörden Ordnungsstrafen gegen sie verhängen. Möglich sei es dann, die vorgeschriebene Zeit der Isolation in der häuslichen Umgebung zu verbringen.

3.58 Uhr: Mittelstands-Verband: Ab 1. April alle Branchen in Berlin öffnen

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Berlin hat gefordert, den Lockdown für den gesamten Einzelhandel sowie die Gastronomie und Hotellerie im kommenden Monat zu beenden. Der Senat solle die Öffnung ab dem 1. April „unter Einhaltung klarer, berlinweiter gültiger Vorschriften“ ermöglichen, teilte die Mittelstands-Vertretung am Freitagabend mit.

Die Unternehmen in diesen Branchen kämpften nicht nur um finanzielle Entschädigungen beim Bund und den Ländern, sondern seien mehrheitlich inzwischen in ihrer Existenz bedroht. „Die Kreisverbände und Mitglieder des Landesvorstands erreichen täglich erschütternde Nachrichten verzweifelter Unternehmerinnen und Unternehmer, die eine weitere monatelange Schließung nicht mehr verkraften können und Klarheit über den Zeitpunkt und Voraussetzung haben müssen“, hieß es.

+++ Freitag, 5. März +++

19.35 Uhr: Brandenburg lockert Corona-Beschränkungen je nach Infektionslage

Fast drei Monate nach dem Beginn des harten Corona-Lockdowns können in Brandenburg Geschäfte und Museen unter Auflagen wieder öffnen. Das Kabinett beschloss am Freitag kleine Schritte zur Lockerung der Beschränkungen, die davon abhängig sind, wie sich die Zahl neuer Infektionen innerhalb einer Woche im Land entwickelt. Ab Montag (8. März) können Geschäfte und Museen öffnen, wenn man einen Termin gebucht hat und falls sich die Infektionslage nicht mehr deutlich verschlechtert. Auch Kosmetikstudios öffnen dann unter Auflagen. Drei Wochen nach den Grundschulen können auch die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen ab 15. März in den Wechselunterricht zwischen der Schule und zu Hause gehen.

Der Lockdown wird grundsätzlich bis zum 28. März verlängert. Wenn der Wert neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche zwischen 50 und 100 liegt, wird ab Montag der Einkauf im Einzelhandel und der Besuch von Museen und Gedenkstätten mit Termin möglich. Auch individueller Sport im Freien mit bis zu 10 Erwachsenen oder bis zu 20 Kindern ist wieder erlaubt. Am Freitag lag diese 7-Tage-Inzidenz landesweit bei knapp 63. Bei einem Wert unter 50 gilt nur die Begrenzung der Kundenzahl pro Fläche ohne Termin.

Selbsttests zur Pandemie-Bekämpfung - das sagen Bürgerinnen und Bürger

Corona-Selbsttests: “Alles was schnell geht, ist nicht mein Ding”
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18.13 Uhr: Geldstrafe nach Beleidigungs-Mail an Virologen Drosten

Eine beleidigende E-Mail an den Virologen Christian Drosten hat für einen 58-Jährigen eine Geldstrafe nach sich gezogen. „Der Verurteilte hatte im Mai 2020 in einer E-Mail an das Virologische Institut der #Charité unter dem Betreff "Coronagoebbels" dessen Leiter, Prof. Dr. Christian Drosten, beleidigt“, twitterte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin am Freitag. Eine Geldstrafe in Höhe eines Monatsgehalts gegen den „mutmaßlichen Verschwörungstheoretiker“ sei mittlerweile rechtskräftig, hieß es. Wann der Strafbefehl erwirkt wurde und um welche Summe es geht, blieb auf Anfrage offen.

Drosten selbst hatte in der Vergangenheit wiederholt von massiven Anfeindungen und Morddrohungen gegen sich gesprochen. Der Wissenschaftler gilt auch über Deutschland hinaus als Experte für Coronaviren. Er ist seit Beginn der Pandemie mit seinen Einschätzungen zu Sars-CoV-2 und Empfehlungen an die Politik auch in der breiten Öffentlichkeit bekannt geworden.

16.07 Uhr: 15 weitere Corona-Tote, 415 neue Infektionen, Inzidenz bei 69,7

In Berlin sind 15 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2889.

415 neue Infektionen wurden bestätigt, 608 waren es gestern. 5468 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 32 weniger als gestern. 123.194 Menschen gelten inzwischen als genesen.

223 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, drei Personen mehr als gestern. 697 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 25 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 18,6 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 69,7 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,83 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

15.59 Uhr: Zahl der Impfungen mit Astrazeneca steigt deutlich

Die Zahl der Corona-Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff in Berlin ist deutlich gestiegen. Gab es in der Startphase im Impfzentrum Tegel, wo er bisher zum Einsatz kommt, nach dem 10. Februar rund 200 Impfungen täglich und Anfang vergangener Woche gut 400, lag die Zahl am Mittwoch bei 1021 und am Donnerstag bei 1009. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit auf Anfrage am Freitag mit. Im Vollbetrieb wären allerdings bis zu 3800 Impfungen pro Tag möglich - davon ist das Zentrum noch weit entfernt.

„Wir haben laut RKI heute insgesamt 28 182 gemeldete Impfungen mit Astrazeneca, das entspricht etwa Berlins Bevölkerungsanteil an den bundesweiten Zahlen“, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Berlin hat den Angaben zufolge inzwischen 93 600 Impfdosen des britisch-schwedischen Herstellers bekommen, davon 28.800 in dieser Woche. Eine weitere Lieferung sei vom Hersteller verschoben worden.

15.45 Uhr: Erste Impfeinladungen für Lehrer und Erzieher sind verschickt

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie hat die ersten Impf-Einladungen an die 63 Förderzentren in öffentlicher und freier Trägerschaft versandt. Gut 6.000 Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie weitere Beschäftigte an den Förderzentren können sich damit gegen das Corona-Virus impfen lassen. Die Beschäftigten erhalten mit dem Schreiben einen personalisierten Code, mit dem sie sich einen Impftermin buchen können. Die Impfungen mit dem Impfstoff Astrazeneca können sofort im Impfzentrum in Tegel realisiert werden. Wenn Anfang der Woche auch das Impfzentrum in Tempelhof eröffnet, werden noch weitere Impfkapazitäten zur Verfügung stehen.

Ebenfalls im Laufe des heutigen Tages werden die Impfeinladungen für die Personen in der Kindertagespflege an die bezirklichen Jugendämter verschickt. Diese leiten sie dann in der nächsten Woche an die einzelnen Kindertagespflegestellen weiter. Die Einladungen für die mehr als 40.000 Kita-Beschäftigten sollen in der nächsten Woche an die Kita-Träger versandt werden.

14.50 Uhr: Verdi zu Kita-Regelbetrieb in Berlin - "Senat handelt verantwortungslos"

Die Gewerkschaft Verdi hat die Wiederaufnahme des Regelbetrieb in den Kitas ab Dienstag scharf kritisiert. "Der Senat handelt absolut verantwortungslos und setzt die Gesundheit der Erzieherinnen und Erzieher wissentlich aufs Spiel“, sagt Andrea Kühnemann, stellvertretende Landesbezirksleiterin von Verdi Berlin-Brandenburg. „Ich habe von keiner einzigen Erzieherin gehört, die bisher geimpft worden ist. Auch Schnelltests gibt es in den Kitas bisher kaum. Wie kann der Senat dann die Türen der Kitas wieder nahezu vollständig öffnen?“ Erzieherinnen und Erzieher sind laut einer AOK-Studie die am stärksten von der Pandemie betroffene Berufsgruppe, noch vor dem Pflege- und Krankenhauspersonal.

13.30 Uhr: Impfdosen können in Berlin nicht schnell genug verabreicht werden

In Berlin gibt es zurzeit mehr Vakzin, als verimpft werden kann. Das liegt auch an der Organisation der Impfungen. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

13.29 Uhr: Fünf Millionen Euro für Brandenburger Kultur

Rund fünf Millionen Euro stellt das Land Brandenburg bis Ende Juni für Kultureinrichtungen bereit. Coronabedingte Einnahmeausfälle sollen damit zu 100 Prozent ausgeglichen werden, wie Kulturministerin Manja Schüle (SPD) am Freitag sagte. Im vergangenen Jahr betrug die Kulturhilfe des Landes vier Millionen Euro. Etwa die Hälfte der insgesamt 500 Einrichtungen im Land bekamen finanzielle Hilfe. Öffentliche, private und gemeinnützige Einrichtungen und Träger können sich bewerben. Investitionen sind über das Programm nicht förderfähig.

13.11 Uhr: 333.422 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 5,7 Prozent

In Berlin sind mittlerweile insgesamt 333.422 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 5,7 Prozent bei den Erstimpfungen und 3,4 Prozent bei den Zweitimpfungen. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 199.522 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt bei 4,9 Prozent bei den Erstimpfungen und 3,0 Prozent bei den Zweitimpfungen. Die bundesweit höchste Impfquote vermelden Bremen und das Saarland mit jeweils 6,4. Insgesamt wurden in Deutschland 7.082.562 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 5,7 Prozent entspricht.

13 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin

Alle bisherigen Nachrichten und Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Berlin und Brandenburg finden Sie hier in unserem vorangegangenen Newsblog.

( BM )