Krankheiten

Geflügelpest in Berlin: Hühner von privatem Halter betroffen

Die Senatsverwaltung bat alle Geflügelhalter dringend, ihre Tierbestände beim Veterinäramt ihres Bezirks anzumelden.

Die Senatsverwaltung bat alle Geflügelhalter dringend, ihre Tierbestände beim Veterinäramt ihres Bezirks anzumelden.

Foto: Stefan Sauer / dpa

In Treptow-Köpenick ist ein Verdachtsfall von Geflügelpest bestätigt worden. Nun wird ein Sperrbezirk eingerichtet.

Berlin. Im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick ist ein Verdachtsfall von Geflügelpest bestätigt worden. Betroffen sei ein kleiner Bestand von Hühnern eines privaten Halters, teilte die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz am Dienstagabend mit.

Um das Gebiet wird ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet. Beobachtet wird ein Areal mit einem Radius von zehn Kilometern.

Innerhalb dieser Zonen darf Geflügel nicht mehr unter freiem Himmel gehalten und auch nicht transportiert werden. Teile der Zonen reichen den Angaben zufolge südlich in das Land Brandenburg hinein.

Auch das Bezirksamt Neukölln reagierte am Donnerstag mit einer Allgemeinverfügung, die am Freitag, 5. März 2021 in Kraft tritt.

Geflügelpest in Berlin: Geflügel muss in geschlossenen Ställen gehalten werden

Innerhalb dieses Beobachtungsgebietes treten mit der Allgemeinverfügung zahlreiche Vorschriften in Kraft. Insbesondere müssen Geflügel und in Gefangenschaft gehaltene Vögel ab sofort in geschlossenen Ställen oder unter einer Schutzvorrichtung gehalten werden. Damit soll sichergestellt werden, dass das Eindringen von Wildvögeln ausgeschlossen ist.

Die Senatsverwaltung bat alle Geflügelhalter dringend, ihre Tierbestände beim Veterinäramt ihres Bezirks anzumelden. In der Corona-Pandemie hätten sich etliche Menschen Hühner angeschafft, hieß es.

Zeitgleich habe das Friedrich-Löffler-Institut bei drei weiteren Wildvögeln den Vogelgrippe-Erreger H5N8 bestätigt, hieß es in der Mitteilung. Im November wurde in Berlin der erste H5N8-Fall in dieser Saison nachgewiesen. Seitdem wurden in Berlin insgesamt fünf Ausbrüche bei Wildvögeln bestätigt.

Wer tote Wasser-, Raben- oder Greifvögel findet, sollte dies einem Veterinäramt melden, damit die Tiere untersucht werden können. Kranke oder verendete Tiere sollten auf keinen Fall angefasst werden, auch Federn sollten nicht gesammelt werden. Singvögel und Tauben gelten hingegen als nicht besonders anfällig für den Geflügelpest-Erreger.

( dpa )