Prozesse

Prozess um Betrug bei Edelsteingeschäften ausgesetzt

Das Gebäude des Landgerichts Berlin in der Turmstraße.

Das Gebäude des Landgerichts Berlin in der Turmstraße.

Foto: dpa

Berlin. Der Beginn eines Prozesses wegen Betrugs bei Edelsteingeschäften ist im ersten Anlauf gescheitert. Weil die beiden Angeklagten nicht zur Verhandlung erschienen, hat das Amtsgericht Berlin-Tiergarten das Verfahren am Mittwoch ausgesetzt. Zugleich wurde gegen die mutmaßlichen Mitglieder einer Bande, die wertlose Glassteine als Edelsteine angeboten und mehrere Interessenten um Anzahlungen geprellt haben soll, Haftbefehl erlassen. Angeklagt sind ein 47-Jähriger und eine 38-jährige Frau, die sich nach Angabe ihrer Verteidiger derzeit in Großbritannien aufhalten sollen.

Laut Ermittlungen hätten Mittäter der Angeklagten Kontakte zu möglichen Käufern angebahnt. Der 47-Jährige sei als angeblicher Mitinteressent aufgetreten, um den Preis in die Höhe zu treiben. Die 38-Jährige soll als vermeintlich unabhängige Prüferin der Waren an dem Schwindel beteiligt gewesen sein. In drei Fällen in der Zeit zwischen November 2017 und März 2018 hätten Opfer jeweils mehrere Tausend Euro Anzahlung für wertlose Glassteine geleistet - nicht einmal diese seien den Geprellten übergeben worden.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-562162/3