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Müller verteidigt Berliner Mietendeckel als "Atempause"

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.

Foto: dpa

Berlin. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Berliner Mietendeckels hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) die umstrittene Maßnahme verteidigt. Es sei wichtig gewesen, den Mietern eine "Atempause" zu verschaffen, bis der Wohnungsmarkt durch einen verstärkten Neubau entlastet werde, sagte er am Dienstag in Berlin. "Das ist natürlich ein umstrittener Weg", räumte Müller ein. Der SPD-Politiker begründete die Maßnahme jedoch damit, dass die Einkommen der Betroffenen und die Mietpreisentwicklung nicht miteinander im Einklang seien.

Mit dem Mietendeckel-Gesetz sind seit dem 23. Februar 2020 die Mieten für rund 1,5 Millionen Wohnungen in Berlin auf dem Stand von Juni 2019 eingefroren. Sie dürfen von 2022 bis 2025 höchstens um 1,3 Prozent jährlich steigen. Wird eine Wohnung wieder vermietet, muss sich der Vermieter an Obergrenzen und die zuletzt verlangte Miete halten. Seit 23. November sind überhöhte Mieten verboten und müssen gesenkt werden.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-558520/2