Senat

Berlin will kleinen Unternehmen weiterhin helfen

Berlin. Der Senat will angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie Soloselbstständige und kleine Unternehmen mit weiteren Landesmitteln bis Mitte des Jahres unterstützen. Dies sieht eine Besprechungsunterlage zur "Neustarthilfe Berlin" von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) mit einem Volumen von 150 Millionen Euro vor, über die der Senat in seiner Sitzung am Dienstag beraten hat. Sie ist nach Angaben der Wirtschaftsverwaltung als Ergänzung zu den Hilfen des Bundes gedacht. Als nächstes muss der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses Mitte März darüber entscheiden. Zum einen ist vorgesehen, die Neustarthilfe des Bundes für Soloselbstständige von 50 Prozent des entsprechenden Umsatzes aus 2019 auf 75 Prozent zu erhöhen. Berlin will damit der Wirtschaftsverwaltung zufolge vor allem Soloselbstständige unterstützen, die 2019 niedrige Umsätze hatten. Der maximale Fördersatz bleibt bei 7500 Euro. Außerdem sollen kleinere Unternehmen und Selbstständige mit maximal fünf Mitarbeitern einen Zuschuss von bis zu 6000 Euro als Ergänzung der Überbrückungshilfe III erhalten.

Weil sich die Auszahlung der Bundeshilfen hinzieht, plant der Senat zusammen mit der Bürgschaftsbank zu Berlin Brandenburg (BBB) außerdem, Zwischenfinanzierungen für Unternehmen zu erleichtern. Dazu sind Bürgschaften des Landes Berlin von insgesamt bis zu 100 Millionen Euro geplant. Sie sollen die Zeit überbrücken, bis die Bundeshilfen ausgezahlt werden. Laut Wirtschaftsverwaltung soll die Bürgschaftsbank 90 Prozent der Bürgschaft bis zu einer Höhe von 250 000 Euro für Zwischenfinanzierungen übernehmen, damit die Hausbanken das Geld schneller auszahlen können.

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