Handball

Füchse-Sportvorstand sieht Lücke zur Spitze

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Berlin. Die Füchse Berlin haben sich nach der dritten Niederlage in der Handball-Bundesliga in Folge von ihren Champions-League-Ambitionen vorerst verabschiedet. "Flensburg und Kiel sind der gesamten Liga um einiges voraus. Dann gibt es einige Mannschaften, die in etwa auf dem gleichen Niveau sind und sich um den dritten Platz duellieren. Zu den Mannschaften fehlt uns eine Menge", sagte ein frustrierter Füchse-Sportvorstand Stefan Kretzschmar nach dem deutlichen 23:29-Rückschlag im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen.

Die erschreckend schwache Vorstellung gegen den zweimaligen deutschen Meister hat für viel Ernüchterung gesorgt. "Wir waren zu keiner einzigen Minute in der Lage, dieses Spiel zu gewinnen. Unser Spiel hat keine Qualität gehabt", kritisierte Kretzschmar sein Team. Zu viele Fehlwürfe, zu viele technische Fehler, kaum ein Aufbäumen. "Bei uns wurde die Unsicherheit immer größer, was sich dann in vielen Situationen im Spiel gezeigt hat", fand der Sportvorstand, "diese Niederlage ist bitter, die Serie von drei umso mehr."

Zudem haben die Füchse in dieser Saison alle Duelle gegen die Topteams verloren. Gegen Flensburg, Magdeburg und jetzt die Löwen setzte es jeweils deutliche Heimniederlagen. Und das nächste Ligaspiel findet am kommenden Sonntag in Kiel statt. "Jetzt nicht gerade das dankbarste Spiel", sagte Kretzschmar.

Kretzschmar fehlt ein Anführer, der das Team mitreißen kann. "Denn gerade in einer Phase, in der es schlecht läuft, haben wir ein Problem", sagte der Sportvorstand. Nur scheint es einen solchen Anführer bei den Berlinern nicht zu geben. "Wir haben einen großen Kader, den ich für gleichwertig halte. Gleichwertig heißt aber auch, dass niemand der ganz große Leader und Superstar ist", meinte Kretzschmar auch im Hinblick auf die Partie in der European League am Mittwoch beim französischen Vertreter USAM Nimes (18.45 Uhr/DAZN).

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