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Bundestagswahl: SPD-Verband wählt Müller zu Direktkandidaten

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht im Abgeordnetenhaus.

Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht im Abgeordnetenhaus.

Foto: dpa

Mehr als 88 Prozent der Delegierten gaben Müller bei einer digitalen Wahlkreiskonferenz der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf ihre Stimme.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist zum Kandidaten für den Bundestag im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf gewählt worden. Mehr als 88 Prozent der Delegierten gaben ihm bei einer digitalen Wahlkreiskonferenz der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf ihre Stimme. Das teilte der SPD-Kreisverband am Sonntagabend mit. Müller setzte sich damit gegen seine Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, Sawsan Chebli, durch.

Das Ergebnis der Wahlkreiskonferenz - die bereits am Samstag stattfand - muss laut Kreisverband in den kommenden Tagen in Form einer Abstimmung per Briefwahl bestätigt werden. So sehe es das Bundeswahlgesetz vor. Neben der Direktkandidatur wurde Müller von den Delegierten für Listenplatz 1 für die Berliner SPD-Landesliste zur Bundestagswahl nominiert. Über die Liste wird bei der Landesvertreterversammlung am 24. April abgestimmt.

Michael Müller setzte sich zuvor bei einer Mitgliederbefragung durch

Müller hatte bereits im Oktober eine wichtige Hürde zur Direktkandidatur genommen, als er sich bei einer Mitgliederbefragung im SPD-Kreisverband gegen Chebli durchsetzte. Auf Müller waren 58,4 Prozent der Stimmen entfallen, auf Chebli 40,2 Prozent. Müller hatte im August bekanntgegeben, dass er 2021 in den Bundestag wechseln und im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf kandidieren will. Dort hatte zuvor bereits Chebli Interesse signalisiert, die Müller 2016 als Staatssekretärin in seine Senatskanzlei geholt hatte.

Im bürgerlich geprägten Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf hatte zuletzt die CDU mit ihrem Kandidaten Klaus-Dieter Gröhler das Direktmandat für den Bundestag geholt. Gröhler tritt auch zur Bundestagswahl 2021 wieder an.