Verkehr

VBB-Chefin will ÖPNV-Kunden mit neuen Angeboten halten

Eine U-Bahn der BVG fährt beim Landwehrkanal an einem großem Schild mit dem Logo der BVG vorbei.

Eine U-Bahn der BVG fährt beim Landwehrkanal an einem großem Schild mit dem Logo der BVG vorbei.

Foto: dpa

Berlin. Für die Kunden im Öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadtregion braucht es in und nach der Corona-Krise aus Sicht der Chefin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg neue Angebote. "Wir sind dabei zu prüfen, was passt und wann wir es umsetzen können", sagte Susanne Henckel der "Berliner Morgenpost" (Sonntag). Denkbar seien etwa reduzierte Tagesticket-Kontingente, aber auch Zehner-Karten sowie Rabattmodelle. Außerdem sei eine stärkere Kombination von öffentlichem Nahverkehr (ÖPNV) und Fahrrad möglich. "Das könnte so aussehen, dass diejenigen, die ein Abo haben, ihr Fahrrad für einen bestimmten Zeitraum kostenlos mitnehmen können", sagte Henckel. "Das könnte für den Sommer eine gute Lösung sein."

Aufgrund der Corona-Krise ist die Nachfrage im ÖPNV auch in der Hauptstadtregion massiv eingebrochen. Rund 30 000 Abos seien allein bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) bislang gekündigt worden, sagte Henckel. Derzeit verhandeln die Verkehrsunternehmen in Deutschland mit Bund und Ländern über weitere Zuschüsse.

Der ÖPNV finanziert sich je zur Hälfte aus den Fahrgasteinnahmen sowie aus staatlichen Mitteln. Henckel sprach sich angesichts der finanziellen Probleme für eine dritte Finanzierungssäule aus. "Wenn man die Parkgebühren dafür verwenden könnte, um die Verkehrsmittel des Umweltverbunds mitzufinanzieren, kämen wir einen guten Schritt weiter", sagte sie.

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