Corona in Berlin

Öffentliche Bibliotheken in Berlin öffnen wieder

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Charlotte Bauer
Regale voller Bücher stehen in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB / Amerika-Gedenkbibliothek). Die öffentlichen Bibliotheken in Berlin wollen an diesem Montag nach der Corona-Pause den Leihbetrieb wieder aufnehmen.

Regale voller Bücher stehen in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB / Amerika-Gedenkbibliothek). Die öffentlichen Bibliotheken in Berlin wollen an diesem Montag nach der Corona-Pause den Leihbetrieb wieder aufnehmen.

Foto: Annette Riedl/dpa

Ab sofort können Lesehungrige wieder eingeschränkt Bücher ausleihen. Alle Informationen zu Regelungen und Öffnungszeiten.

Berlin. Die Türen der öffentlichen Bibliotheken sind ab heute für die Besucher wieder geöffnet. Viele lesefreudige Berliner haben sich diesen Moment lange ersehnt. Jedoch sind einige Regelungen anders als gewohnt und nicht alle Büchereien machen wieder auf oder haben nun andere Öffnungszeiten. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Welche Bibliotheken öffnen wieder?

Abhängig von den individuellen Ressourcen werden nicht gleich alle der 72 öffentlichen Bibliotheken wieder ab sofort öffnen, aber in jedem Bezirk soll es mindestens eine sein. In den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg, Spandau, Steglitz-Zehlendorf, Neukölln und Treptow-Köpenick werden nach eigenen Angaben alle Standorte wieder ihren Betrieb aufnehmen. Auch die beiden zentralen Landesbibliotheken (ZLB), die Amerika-Gedenkbibliothek und die Berliner Stadtbibliothek haben wieder geöffnet.

In Reinickendorf sollen erstmal nur die Humboldt-Bibliothek, die Stadtteilbibliothek Reinickendorf-West und die Bibliothek am Schäfersee wieder aufmachen, die anderen bleiben nach eigenen Angaben vorerst geschlossen. In Pankow öffnen vorerst nur die Janusz-Korczak-Bibliothek, Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek, Bibliotheken Buch und Karow. Und in Tempelhof-Schöneberg die Bezirkszentralbibliothek, Stadtteilbibliothek Marienfelde und die Thomas-Dehler-Bibliothek.

Moritz Mutter von den ZLB rät: „Die Nutzenden sollten sich immer aktuell informieren auf der zentralen Seite www.voebb.de oder den Internetseiten der Bibliotheken."

Was ändert sich an den Öffnungszeiten?

Viele der Bibliotheken bieten nicht die aus Vor-Corona-Zeiten gewohnten Öffnungszeiten, sondern nur verkürzte. Diese variieren zwischen den Bibliotheken und stehen auf den Internetseiten der Bibliotheken.

Muss ich mich vor meinem Besuch anmelden?

Nein. Nach Angaben aller Standorte kann jeder Besucher ohne Anmeldung einfach vorbeikommen. Jedoch gelten Zugangsbeschränkungen.

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Was gelten für Regelungen?

Der Zutritt zu den Bibliotheksräumen ist nur mit einem Mund-Nasen-Schutz möglich. Die Anzahl der Besucher, die sich zeitgleich in der Bibliothek aufhalten, bleibt eingeschränkt. Pro zehn Quadratmeter darf sich eine Person in dem Raum aufhalten.

Das bedeutet: In einer Bibliothek mit einer Gesamtfläche von 100 Quadratmetern dürfen sich maximal zehn Besucher gleichzeitig aufhalten. In den meisten Bibliotheken ist es so geregelt, dass die Besucher sich, wie im Supermarkt, am Eingang einen Einkaufskorb nehmen müssen, damit so die Besucherströme kontrolliert werden können. Sind alle Körbe in Gebrauch, muss gewartet werden.

Werden die Fristen meiner vor dem Lockdown ausgeliehen Bücher verlängert?

Die Fristen geliehener Medien wurden entsprechend der Schließzeit verlängert. Die aktuellen Rückgabefristen können die Bibliothekskunden auf ihrem Konto online einsehen.

Finden auch Vorlesungen wieder statt?

Nein, Vorlesetermine, Workshops, Lesungen und Führungen finden noch nicht statt. Auch als Arbeits- und Aufenthaltsort stehen die Bibliotheken bis auf Weiteres nicht zur Verfügung.

Möglich ist im Moment nur, Medien zu bestellen, auszuleihen und zurückzugeben. Gleiches gilt hier auch für die Leseausweise.