Eishockey

Eisbären-Profi Boychuk: "Alle vier Reihen spielen großartig"

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Serge Aubin (2.v.r), Trainer der Eisbären Berlin, verfolgt das Spiel.

Serge Aubin (2.v.r), Trainer der Eisbären Berlin, verfolgt das Spiel.

Foto: dpa

Nach fünf Siegen in Folge führen die Eisbären die DEL-Nordgruppe klar an. Das liegt an der Leistungstiefe im Team, aber auch an der Treffsicherheit des kürzlich verpflichteten Angreifers Zach Boychuk.

Berlin. Neuzugang Zach Boychuk hat mittlerweile gehörigen Anteil an der aktuellen Erfolgsserie der Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Der 31 Jahre alte Kanadier, der erst Ende Januar zu den Hauptstädtern gekommen war, traf in jedem der jüngsten vier Spiele und bereitete zudem vier weitere Tore vor. Auch mit seinen Reihenpartnern Giovanni Fiore und Matt White harmoniert der Mittelstürmer inzwischen prächtig: Alle drei Profis zählten beim jüngsten 6:1 gegen die Kölner Haien zu den Torschützen.

Nach dem klaren Auswärtssieg zeigte sich Boychuk, der im Laufe seiner Karriere 127 Partien in der nordamerikanischen National Hockey League (NHL) bestritten hat, vor allem von der mannschaftlichen Geschlossenheit seines neuen Teams beeindruckt: "Wir sind so tief besetzt", lobte der Center, der bei den Eisbären die Lücke füllen soll, die Maxim Lapierre mit seinem abrupten Karriereende kurz vor dem Saisonbeginn gerissen hatte. "Wir haben vier wirklich gute Angriffsreihen, die großartig spielen. Man kann jeden aufs Eis schicken. Und er ist sowohl defensiv als auch offensiv stark."

Dass die Hauptstädter die vergangenen fünf Spiele mit dem beachtlichen Torverhältnis von 26:6 gewinnen konnten und damit die Nordgruppe der DEL derzeit souverän anführen, lag aber auch daran, dass sie zuletzt eine langjährige Schwäche abstellen konnten: Allein in den jüngsten drei Begegnungen erzielten sie acht Tore im Powerplay, darunter einige letztlich entscheidende.

So gab der Überzahltreffer von Lukas Reichel zum 1:1 gegen Köln dem Spiel die richtungsweisende Wende. Später waren die Berliner noch zwei Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis erfolgreich. "Unser Powerplay war sehr gut. Beide Formationen haben getroffen", sagte Boychuk, der selbst drei seiner vier Saisontore in Überzahl erzielt hat.

Für Trainer Serge Aubin ist aber vor allem der Einsatz des gesamten Teams für die jüngsten Erfolge verantwortlich: "Wir haben viele Qualitäten, aber die größte ist unsere Arbeitsmoral. Das macht uns aus", sagte der Kanadier. Daher funktioniere derzeit auch das Forechecking sehr gut: "Wenn wir den Puck nicht haben, jagen wir ihn und wollen ihn zurückbekommen. Die Jungs fürchten sich nicht, die Scheibe ins Angriffsdrittel zu spielen und an die Arbeit zu gehen."

So sieht Angreifer Boychuk vor dem Heimspiel gegen die zuletzt sogar sechs Mal siegreichen Grizzlys Wolfsburg am kommenden Dienstag (20.30 Uhr/Magentasport) keinen Veränderungsbedarf: "Wir müssen so weiterspielen, den Schwung beibehalten und weiter Tore schießen", sagte er.

© dpa-infocom, dpa:210220-99-519541/3