Corona-Newsblog Berlin

Kalayci: Impfungen für chronisch Kranke und Polizisten

| Lesedauer: 109 Minuten
Geringere Impfstoff-Wirksamkeit – na und?!

Derzeit ist das Thema Wirksamkeit der Impfstoffe vieldiskutiert: Die aktuell kursierenden Mutanten setzen die Wirksamkeit teilweise etwas herunter. Doch eine geringere Wirksamkeit ist gar nicht so dramatisch!

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In Berlin sind aktuell 5535 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die Inzidenz liegt bei 56,5. Nachrichten und Zahlen im Newsblog.

Berlin. Die Corona-Pandemie hat Berlin weiter im Griff. Impfungen, Inzidenz, Fallzahlen, Lockdown: In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg ständig auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

15 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog für Berlin

Alle aktuellen Nachrichten und Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Berlin und Brandenburg finden Sie hier in unserem neuen Newsblog.

14.56 Uhr: Schülervertreter begrüßen Öffnung der Grundschulen

Die Berliner Schülervertreter haben die Öffnung der Grundschulen für die ersten bis dritten Klassen in Berlin begrüßt. Den Schülern würden dadurch soziale Kontakte ermöglicht, teilte der Landesschülerausschuss am Montag mit. Viele Schüler seien durch die jetzige Lage stark psychisch belastet. Der Unterricht ermögliche es Lehrkräften zudem, den Lehrstand der Schüler zu evaluieren und angemesseneren Unterricht zu schaffen. Die Schülervertreter sagten aber auch, dass der Unterricht sicher sein müsse. Gerade die Mutation sei besorgniserregend und könne wieder strengere Maßnahmen fordern.

Für die Schulen in Berlin hat am Montagmorgen nach gut zwei Monaten coronabedingten Heimunterrichts die schrittweise Öffnung begonnen. Zunächst werden neben den Abschlussjahrgängen nur die Kinder der 1. bis 3. Klasse teilweise wieder in der Schule unterrichtet. Die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. Die Corona-Fallzahlen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sind zuletzt in Berlin wieder leicht gestiegen, laut Lagebericht vom Sonntag auf 56,5.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres geht davon aus, dass sich die Schulöffnung für untere Klassenstufen positiv auf die Kinder auswirkt: „Die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3. Klasse werden wieder einen direkteren Kontakt zu ihren Lehrkräften haben, und sie werden Freunde und Mitschüler endlich wiedersehen können“, sagte die SPD-Politikerin. „Das wird ihnen guttun.“

14.48 Uhr: GEW fordert klare Richtwerte für Schulöffnungen und -schließungen

Nach der Öffnung der Grundschulen für die Klassen eins bis drei hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) klare Richtwerte gefordert. Wenn die Corona-Fallzahlen weiter stabil blieben, sei eine behutsame Öffnung der Schulen durchaus gerechtfertigt, sagte der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann. „Die steigenden Infektionszahlen erfüllen uns alle jedoch mit Sorge. Was passiert, wenn wir Ende der Woche wieder bei 100 sind?“, fragte Erdmann.

Das Fehlen von klaren Richtwerten führe zur Verunsicherung bei den Lehrkräften. Erdmann forderte, auch über andere Faktoren als die Sieben-Tage-Inzidenz nachzudenken. Die GEW begrüßte die Überlegung, Personal an Schulen und Kitas bei den Impfungen vorzuziehen.

14.47 Uhr: Kultursenator Lederer - Initiative für Zuschauer „nicht hoch genug einzuschätzen“

Berlins Kultursenator Klaus Lederer hat die Initiative von Kultur, Sport und Wissenschaft zur Rückkehr von Zuschauern „als richtigen Weg“ bezeichnet. „Die Initiative ist nicht hoch genug einzuschätzen“, sagte der Linke-Politiker. Abgestufte Konzepte mit der Kombination aus wissenschaftlicher und praktischer Expertise, interdisziplinärer Zusammenarbeit und die Differenzierung mit großer Bandbreite seien ein „starkes Signal“.

Das von 20 Wissenschaftlern erarbeitete und von gut 40 Sport- und Kultureinrichtungen getragene Konzept sieht in mehreren Stufen die Rückkehr von Zuschauern bis hin zur Vollauslastung bei Kontaktmanagement und Antigen-Tests vor.

„Es braucht eine Perspektive, die uns Hoffnung und Ansporn gibt, damit wir wegkommen von den Durchhalteappellen ohne Aussichten auf Verbesserungen“, sagte Lederer, der derzeit auch die Kulturministerkonferenz der Länder leitet. Dies müsse allerdings im vollen Wissen um die Gefahren des Virus und entsprechend realistischer Einschätzung geschehen. Gleichzeitig warnte Lederer: „Das Senken der allgemeinen Inzidenz bleibt im Moment absolut vordringlich, sonst laufen wir in eine Situation, in der solche guten Konzepte noch länger im Schrank bleiben müssen.“ Dennoch müsse an Umsetzung und gegebenenfalls Investitionen in Infrastruktur gearbeitet werden.

„Sobald Öffnungen möglich sind, müssen Kultur, Sport und Veranstaltungen unter Einschätzung des spezifischen Risikos von Formaten dabei sein“, sagte Lederer. Die Konzepte ermöglichten sehr viel Risikobeherrschung und eine größere Sicherheit als in vielen Alltagssituationen. „Dem muss die Politik Rechnung tragen.“

14.03 Uhr: Testzentrum für Erzieher und Lehrer in Grunewald öffnet

Am Montag eröffnete in Charlottenburg-Wilmersdorf ein neues Corona-Testzentrum. Zum Schulstart können sich dort zunächst Erzieher und Lehrer testen lassen. In der Kurt-Weiß-Sporthalle in Grunewald gibt es nun vier Registrier- sowie vier Abstrichkabinen. Betrieben wird das neue Zentrum vom Unternehmen 21Dx GmbH im Auftrag der Senatsgesundheitsverwaltung. Getestet werden vorerst nur Lehrer und Erzieher, die entweder im Selbsttest ein positives Ergebnis erhalten haben oder direkten Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatten. Ab Mitte März sollen auch Schüler getestet werden.

13.58 Uhr: Brandenburg will Corona-Impfungen ausbauen

Die Corona-Impfungen in Brandenburg sollen nach den Plänen der Landesregierung angesichts von mehr Impfstoff des Herstellers Astrazeneca deutlich gesteigert werden. „Das Impfen muss in Brandenburg und auch in ganz Deutschland mehr Fahrt aufnehmen“, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Montag in Potsdam. Wer unter 65 Jahre alt ist und eine schwere Erkrankung der Lunge, Niere oder Psyche hat oder Diabetiker ist, soll über eine spezielle Telefonnummer einen vorzeitigen Impftermin bekommen können. Die Nummer soll künftig auf der Internetseite www.brandenburg-impft.de zu finden sein.

Nonnemacher warb vor einer Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern auch für ein Vorziehen der Impfungen von Kita-Erziehern und Grundschullehrern. Geplant ist in Brandenburg eine Online-Terminvergabe ab Ende dieser Woche. Die Kassenärztliche Vereinigung wollte mit der Antwort, für welchen Personenkreis das gilt, die Gesundheitsministerkonferenz abwarten.

Außerdem sollen alle über 80-Jährigen, die noch nicht geimpft sind, ab dieser Woche Post mit Infos erhalten, wie sie über eine Sonderrufnummer einen Impftermin ausmachen können. Ab dieser Woche sollen auch die Nachholtermine für rund 9000 über 80-Jährige feststehen, deren Termin zunächst abgesagt worden war. Ab März startet zudem ein Modellversuch für das Impfen in Arztpraxen.

13.38 Uhr: Kalayci kündigt Impfungen für chronisch Kranke und Polizisten an

In Berlin sollen sich auch chronisch Kranke über 65 Jahre und Polizeikräfte in größerem Umfang gegen Corona impfen lassen können. Das sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im RBB-Sender Radioeins. Sie wies darauf hin, dass bereits mehr als 15.000 Impfdosen von Astrazenca an die Krankenhäuser verteilt worden seien. „Ab heute wollen wir auch der Polizei 12.000 Impfcodes zur Verfügung stellen.“

Außerdem kündigte Kalayci an, auch für chronisch Kranke, die über 65 Jahre alt sind, solle es möglich sein, sich mit einem Attest einen Impftermin geben lassen. In diesem Fall sei allerdings nicht Astrazeneca als Impfstoff vorgesehen, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung. Die Entscheidung über Details zu den Impfungen für ältere chronisch Kranke solle nach Abstimmungen mit der Kassenärztlichen Vereinigung noch am Montag fallen.

13.28 Uhr: Berlin verlängert Hilfe für Kultur und Medien

Die Berliner Corona-Hilfen für Kulturbetriebe und Medienunternehmen werden bis Ende Juni 2021 verlängert. „Auch bei positiver Entwicklung der Pandemie ist für diese Unternehmen in den nächsten Monaten mit weiteren Einschränkungen zu rechnen“, teilte die Senatsverwaltung für Kultur am Montag mit. Theater, Museen und andere Kultureinrichtungen sind seit Monaten bundesweit auf nicht absehbare Zeit geschlossen.

Die Corona-Hilfe richtet sich demnach an kleine und mittlere Kulturbetriebe und Medienunternehmen, die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden. Sie müssen „auf professioneller Basis arbeiten und landesweite Ausstrahlung haben“, heißt es weiter. Die maximale Zuschusshöhe betrage 500.000 Euro. Neu in der vierten Programmrunde sei der Prozess des Beantragens. Nähere Informationen dazu gibt es hier.

12.43 Uhr: Weniger Verkehrsunfälle und Verletzte in Corona-Pandemie

Während der Corona-Pandemie hat es im vergangenen Jahr deutlich weniger Verkehrsunfälle und verletzte Menschen auf Berlins Straßen gegeben. Die Polizei registrierte 126.286 Unfälle, 21.020 weniger als 2019 (minus 14 Prozent). 2054 Menschen wurden schwer verletzt, das waren 250 weniger als im Vorjahr. Bei den Leichtverletzten sank die Zahl auf 13 273 (Vorjahr: 15.465). Bei der Zahl der Verkehrstoten musste dagegen ein Anstieg von 40 auf 50 festgestellt werden. Der Langzeitvergleich zeigt, dass die Zahl in den vergangenen zehn Jahren zwischen 36 und 56 schwankte. Davor starben noch deutlich mehr Menschen.

12.22 Uhr: Berliner Schülervertreter begrüßen Öffnung der Grundschulen

Die Berliner Schülervertreter haben die Öffnung der Grundschulen für die ersten und dritten Klassen in Berlin begrüßt. Den Schülern würden dadurch soziale Kontakte ermöglicht, teilte der Landesschülerausschuss am Montag mit. Viele Schüler seien durch die jetzige Lage stark psychisch belastet. Der Unterricht ermögliche es Lehrkräften zudem, den Lehrstand der Schüler zu evaluieren und angemesseneren Unterricht zu schaffen. Die Schülervertreter sagten aber auch, dass der Unterricht sicher sein müsse. Gerade die Mutation sei besorgniserregend und könne wieder strengere Maßnahmen fordern.

12.02 Uhr: Etwa 150 Polizeieinsätze wegen Corona-Verstößen am Wochenende in Brandenburg

Die Polizei in Brandenburg hat trotz vieler Ausflügler am frühlingshaften Wochenende keine übermäßig große Zahl von Corona-Verstößen festgestellt. Der Sprecher des Landes-Polizeipräsidiums, Mario Heinemann, berichtete am Montag von 154 Einsätzen zwischen Freitag und Sonntag. Das sei mit etwa 50 Einsätzen pro Tag im „normalen Rahmen“. Ihm zufolge wurden 4 Strafanzeigen erstattet, 137 Ordnungswidrigkeiten aufgenommen und 129 Platzverweise erteilt.

11.55 Uhr: Sportcenter am Hüttenweg könnte Testzentrum werden

Im Cole-Sports-Center am Hüttenweg in Zehlendorf könnte ein weiteres Corona-Testzentrum entstehen. Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat dem Land Berlin die Halle zur Verfügung gestellt. „Wir konnten kurzfristig innerhalb des Bezirksamts alle erforderlichen Genehmigungen einholen, um das Cole-Sports-Center dem Land Berlin als temporäres Testzentrum anzubieten“, sagt Cerstin Richter-Kotowski (CDU), Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. Sie hoffe, dass ihr Angebot angenommen werde, damit auch im Berliner Südwesten möglichst vielen Menschen die so wichtigen Corona-Tests zugänglich gemacht werden. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

11.22 Uhr: Senatorin dringt auf frühere Impfungen für Lehrkräfte und Erzieher

Vor der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) an diesem Montag hat Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci bekräftigt, sich für zeitnahe Impfungen für Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte einsetzen zu wollen. Außerdem dringe sie sehr darauf, dass über eine Änderung der Impfverordnung das Impfen durch die niedergelassenen Ärzte endlich möglich werde, erklärte die SPD-Politikerin. Die GMK sollte am Nachmittag beginnen. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, man wolle die Beschäftigten an Kitas und Grundschulen zügig in die nächsthöhere Impfgruppe nehmen und ihnen früher ein Impfangebot machen.

11.19 Uhr: 245.846 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 4,1 Prozent

In Berlin sind mittlerweile 245.846 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 4,1 Prozent. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 154.623 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt demnach bei 3,4 Prozent. Die bundesweit höchste Impfquote vermelden Thüringen und Hamburg mit 4,5 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland bis dato 5.068.829 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 4,0 Prozent entspricht.

11.10 Uhr: Neuinfektionswert sinkt in Brandenburg leicht - Daten fehlen

Die Zahl neuer Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche geht in Brandenburg weiter leicht zurück. Der Wert lag am Montag bei 63,6, nachdem es am Sonntag 64,2 waren, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Allerdings lagen keine Zahlen zu neuen Infektionen aus drei Kreisen und drei Städten vor. Die Gesundheitsämter übermitteln ihre Daten am Wochenende häufig verzögert.

Innerhalb eines Tages kamen 112 neue Ansteckungen hinzu, die meisten im Landkreis Spree-Neiße mit 33. Zwei Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. In Krankenhäusern werden derzeit 530 Corona-Patienten behandelt.

Vier Landkreise haben noch eine sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz von über 100. In der Prignitz ist der Wert neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche mit rund 118 am höchsten, gefolgt von Spree-Neiße mit rund 116, Oberspreewald-Lausitz mit 111,5 und Elbe-Elster mit 109.

In Brandenburg hat es seit dem 27. Dezember bisher 154.624 Corona-Schutzimpfungen gegeben, darunter sind 85.192 erste Impfungen und 69 432 zweite Impfungen.

8.45 Uhr: Berlins Kliniken verlieren im Januar 100 Millionen Euro

Die Krankenhäuser in Deutschland und auch in Berlin klagen schon länger, dass sie ausgerechnet in Zeiten der Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten. Viele Behandlungen wurden auf Anordnung staatlicher Stellen abgesagt, um Reserven für Corona-Patienten zu schaffen. Viele Betten sind deshalb leer, die Einnahmen fehlen.

Die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) hat jetzt die Lage in allen Berliner Kliniken abgefragt. Demnach haben die Krankenhäuser der Stadt allein im Monat Januar 2021 100 Millionen Euro weniger erlöst als im Vorjahr, als es in Deutschland noch keine Pandemie gab. Viele Träger fürchten nun um ihre Existenz. Denn noch ist völlig ungeklärt, wie die Krankenhäuser in der Pandemie weiter finanziert werden sollen. Der aktuelle Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums führt laut BKG dazu, dass am 10. März 2021 alle Hilfen für Berliner Krankenhäuser auslaufen. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

8.28 Uhr: Starfriseur Rahimkhan ließ sich von Sohn die Haare schneiden

Der Berliner Promifriseur Shan Rahimkhan (48) hat nach eigener Aussage in der Corona-Zwangspause „viele unmoralische Angebote“ bekommen, Kunden illegal die Haare zu schneiden. Er habe immer abgelehnt, sagte Rahimkhan der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei sich selbst war er demnach konsequent und verzichtete auf Profis. Sein 13 Jahre alter Sohn durfte ran. Das ging schief: „Ich hab' ihm falsche Aufsätze gegeben, und dann hatte ich ganz rasierte Haare.“ Die Friseure in Deutschland dürfen am 1. März wieder öffnen, nach Branchenangaben wird der Ansturm riesig sein. Bei Rahimkhan, der Salons am Berliner Gendarmenmarkt und am Kurfürstendamm hat, sind die Termine nach seinen Worten über Wochen ausgebucht.

7.02 Uhr: Elternvertreter sehen Schnelltests für Lehrer positiv

Der Einsatz von Corona-Schnelltests in den Schulen ist aus Sicht der Berliner Elternvertretung grundsätzlich eine gute Sache. Der Landeselternausschuss-Vorsitzende Norman Heise warnt allerdings vor zu hohen Erwartungen. „Es ist ein positiver Fakt, dass die Schnelltests kommen“, sagte Heise. Noch lasse sich aber nicht einschätzen, wie hoch der Anteil der Lehrkräfte tatsächlich sei, die die Schnelltests nutzten. Sie stehen nach Angaben der Senatsverwaltung für Bildung ab Montag für das Schulpersonal zur Verfügung.

Die Schnelltests sollen von Lehrkräften gemacht werden, die dafür etwa von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes oder des Malteser Hilfsdiensts geschult werden. Heise wies darauf hin, dass das eine Zeit dauern dürfte. „Die meisten Schulen werden die Schulungen erst im Lauf der Woche wahrnehmen und dann schrittweise Testungen durchführen“, so der Elternvertreter. „Da stellt sich die Frage, wie viele werden das in der ersten Woche schon machen?“

7 Uhr: BVG verzeichnet Einbruch bei Fahrgastzahlen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben im Corona-Jahr 2020 ein Drittel weniger Fahrgäste befördert als im Jahr zuvor. Insgesamt habe die BVG 729 Millionen Fahrgäste befördert, teilte die Verkehrsverwaltung auf eine Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Linke) mit. 2019 hätten noch 1,1 Milliarden Personen die Transportmittel der BVG genutzt.

5.02 Uhr: Senatorin Scheeres - Schulöffnung tut Kindern gut

Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres geht davon aus, dass sich die Schulöffnung für untere Klassenstufen am Montag positiv auf die Schüler auswirkt. „Die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 3. Klasse werden wieder einen direkteren Kontakt zu ihren Lehrkräfte haben, und sie werden Freunde und Mitschüler endlich wiedersehen können“, sagte die SPD-Politikerin. „Das wird ihnen guttun.“ Sie freue sich daher sehr, dass die jüngsten Grundschulkinder wieder in die Schule gehen können. „Wenn auch im Wechselunterricht und mit Mund-Nasen-Schutzmaske.“

Lesen Sie auch: Berlins Schulanfänger kehren zurück: Das sagen Schulleiter

Nach gut zwei Monaten Homeschooling wegen der Corona-Pandemie beginnt am Montag die schrittweise Öffnung der Berliner Schulen mit den Klassenstufen 1 bis 3. Sie sollen Wechselunterricht in halber Klassengröße bekommen. Sie werden also in kleineren Lerngruppen abwechselnd in der Schule und mit Hilfe digitaler Lösungen zu Hause unterrichtet. In welchen Schritten es dann mit Schülern höherer Klassen weitergeht, ist noch offen.

4.02 Uhr: Brandenburger Pädagogenverband sieht Öffnung der Grundschulen weiterhin skeptisch

Der Brandenburger Pädagogen-Verband hat sich vor der Öffnung der Grundschulen im Wechselunterricht weiterhin skeptisch gezeigt. „Wie sollen die Kollegen gleichzeitig den Präsenz- und den Fernunterricht sowie auch noch die Notbetreuung organisieren?“, sagte der Präsident des brandenburgischen Pädagogenverbands, Hartmut Stäker. Von Bildungsministerium habe es dazu keine Antworten gegeben, kritisierte Stäker. Die Festlegung, welche Aufgaben die Mitarbeiter übernehmen sollen, bleibe jeder Schulleitung überlassen.

Dabei helfe auch die Verpflichtung von studentischen Unterstützungskräften nur begrenzt, meinte Stäker. „Die arbeiten vielleicht an den Schulen in Potsdam mit, aber wer macht das in Finsterwalde, Doberlug-Kirchhain oder Kleinkleckersdorf bei Cottbus?“

Stäker verwies darauf, dass schon der Präsenzunterricht in den Abschlussklassen die Kollegen seit Wochen über die Maßen fordere. Denn die Lehrer müssten ja auch noch für ihre Klassen im Distanzunterricht die Aufgaben organisieren. „Für Distanzunterricht brauche ich mindestens drei Mal soviel Zeit wie für Präsenzunterricht“, meinte Stäker . „Ich muss den Stoff digital aufbereiten, auf der Lernplattform einstellen, Videokonferenzen organisieren und die Hausaufgaben ja auch noch irgendwann bewerten.“

3.32 Uhr: Studie für Zuschauer in Sport und Kultur wird präsentiert

Ein Bündnis aus Kultur, Sport und Wissenschaft will am Montag (11.00 Uhr) in Berlin ein Konzept für die Rückkehr von Zuschauern bei kulturellen und sportlichen Großveranstaltungen vorstellen. Die Studie wird getragen von 20 Wissenschaftlern und knapp 40 Institutionen. Berücksichtigt würden wissenschaftliche Erkenntnisse und strikte Hygiene-Auflagen. An dem Ansatz wirkten demnach Expertinnen und Experten etwa aus den Bereichen Infektiologie und Virologie, Raumlufttechnik, Gesundheitsökonomie, Sport- und Kulturwissenschaften sowie Rechtswissenschaften mit. „Die Initiative versteht das Konzept als Anregung und mögliche Grundlage für die Politik, intelligente Öffnungsperspektiven aus dem Lockdown zu erörtern“, hieß es.

1.04 Uhr: Bericht - Berlins Amtsärzte fordern neue Corona-Lockerungsstrategie

Berlins Amtsärzte fordern nach einem Medienbericht einhellig, Lockerungen nicht mehr an generelle Inzidenzwerte zu knüpfen. Es sei „nicht zielführend, Eindämmungsmaßnahmen an Inzidenzen von 20/35/50“ zu koppeln, heißt es dem „Tagesspiegel“ (Montag) zufolge in einer Stellungnahme aller zwölf Amtsärzte. Stattdessen schlagen die Mediziner demnach „intensive Maßnahmen der Infektionsprävention“ für Alte und Kranke und gleichzeitig eine Abmilderung der Maßnahmen für andere Gruppen wie Schulkinder vor. Das Papier sei am Wochenende als Stellungnahme an die Senatskanzlei geschickt worden.

„Diese Inzidenzen bilden nicht das wirkliche Infektionsgeschehen ab“, schreiben demnach die Amtsärzte. Die Inzidenzen seien von Testkapazitäten und dem Testwillen der Menschen abhängig. „Dadurch kommt es zu Schwankungen, die nicht die infektiologische Lage widerspiegeln“, zitiert das Blatt die Ärzte. Es sei ein Unterschied, ob Inzidenzen durch Cluster-Ausbrüche oder breite Durchseuchung zustande kämen und auch, welche Altersgruppen infiziert seien.

Notwendig sei eine nach Altersgruppen ausgerichtete Inzidenzanalyse als „Frühwarnsystem“. Aus dem Kreis der Amtsärzte hieß es laut „Tagesspiegel“, es sei ein „großer Unterschied“, ob eine Sieben-Tage-Inzidenz von 50 herrsche, alle Infizierten symptomfreie Kinder und Menschen über 80 schon durchgeimpft seien oder ob bei einer Inzidenz von 50 vor allem Risikogruppen betroffen seien. Danach müsse man die politischen Maßnahmen ausrichten.

+++ Sonntag, 21. Februar 2021 +++

18.02 Uhr: Müller: Nicht nur an Inzidenzwert orientieren

Der von Bund und Ländern versprochene Stufenplan für weitere Schritte in der Corona-Pandemie sollte sich nach Ansicht des Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Michael Müller (SPD), nicht nur an der Zahl der Neuinfektionen orientieren. „Der Inzidenzwert bleibt wichtig, aber auch ein R-Wert deutlich unter 1 und eine sinkende Auslastung der Intensivmedizin werden wichtige Kriterien für nächste Lockerungsschritte sein“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Montag).

Müller kündigte für die neue Woche „einen Vorschlag ohne die Werte 10 oder 25“ an, wie sie von einigen vorgeschlagen wurden. In seinem Entwurf werde es vielmehr um Zeiträume mit Ansteckungsraten unter 35 oder 50 gehen. „Wenn Bundesländer stabil über mehrere Wochen diese Inzidenzen erreichen, können weitere Schritte in der Kultur und der Gastronomie folgen.“

Angesichts der am Wochenende wieder gestiegenen Fallzahlen und der Gefahr durch Virusmutationen stellte er klar, der Stufenplan sei „keine Einbahnstraße in Richtung von Lockerungen“. Der SPD-Politiker sagte: „Wir werden notfalls auch wieder Einschränkungen beschließen müssen, wenn die Zahlen wie in anderen europäischen Ländern wieder stark steigen.“ Die Regierungschefs der Bundesländer und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten am 10. Februar bekräftigt, eine Öffnungsstrategie erarbeiten zu wollen.

17.33 Uhr: Schrittweise Schulöffnung beginnt in Berlin

Nach gut zwei Monaten Unterbrechung wegen der Corona-Pandemie beginnt am Montag die schrittweise Öffnung der Berliner Schulen. Den Anfang machen Grundschüler der Klassenstufen 1 bis 3. Sie sollen Wechselunterricht in halber Klassengröße erteilt bekommen. Sie werden also in kleineren Lerngruppen abwechselnd in der Schule und mit Hilfe digitaler Lösungen zu Hause unterrichtet.

Vorgesehen sind mehrere Modelle. Entweder kommen die Schüler jeden Tag in die Schule, wo sie mindestens drei Unterrichtsstunden täglich haben. Die eine Hälfte der Klasse würde beispielsweise am Vormittag da sein, die andere am Nachmittag. Die Schulen können aber auch andere Lösungen umsetzen: So könnten die Lerngruppen im tage- oder wochenweisen Wechsel komplett in der Schule oder zu Hause lernen.

Für mehr Sicherheit könnten als zusätzliches Element neben Hygienemaßnahmen, Lüften, Abstand und Maskenpflicht Corona-Schnelltests sorgen: Das Schulpersonal soll sich ab Montag zweimal in der Woche testen lassen können - unterstützt von Kolleginnen und Kollegen, die dafür geschult wurden. Später soll es zudem Selbsttests geben, die auch Schüler anwenden können. Diese sind allerdings in Deutschland noch nicht zugelassen, das wird im März erwartet.

17.32 Uhr: Grundschulen in Brandenburg starten mit Wechselunterricht

Die Grundschulen in Brandenburg öffnen an diesem Montag (22.2.) wieder für den Wechselunterricht zwischen Zuhause und Schule. Beim Unterricht in der Schule ist die Anwesenheit Pflicht. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hält die Öffnung für verantwortbar. „Die Kinder sitzen in großen Abständen voneinander, wir haben zum Schutz auch die Maske eingeführt“, hatte sie der „Märkischen Allgemeinen“ gesagt. Es sei eine „ganz harte Zeit“ über viele Wochen gewesen, die Schulen geschlossen zu halten.

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte dafür geworben, dass Lehrer und Erzieher schon vorzeitig eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Derzeit sind sie in der dritten Prioritätsgruppe einsortiert und erhalten voraussichtlich erst in einigen Monaten eine Impfung. Woidke bat in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um eine Prüfung, inwieweit die Impfreihenfolge vor allem mit Blick auf das Präparat von Astrazeneca angepasst werden könnte.

Der Hauptpersonalrat der Lehrkräfte in Brandenburg will rechtlich gegen den Start des Wechselunterrichts vorgehen. Er warnt vor Engpässen für die Notbetreuung, wenn der Wechselunterricht noch neben dem Präsenzunterricht für Abschlussklassen startet. Außerdem müssten täglich FFP2- oder OP-Masken für alle Lehrer und Schüler zur Verfügung gestellt werden. Die Personalvertretung dringt auch auf einen Corona-Schnelltest pro Arbeitstag für Lehrer und Schüler.

17.13 Uhr: Schwerpunktkontrollen mit mehr als 100 Polizisten in Berliner Parks - mehrere Verweise

Bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen sind Tausende Berlinerinnen und Berliner am Wochenende in die Parks und die Natur gezogen. In die Gärten der Welt kamen am Sonntagmittag geschätzt 1800 Menschen, wie ein Polizeisprecher sagte. Im Volkspark Friedrichshain waren es demnach sogar 2000. Am Nachmittag könnten es noch mehr gewesen sein, hieß es.

Die Menschen hätten die Corona-Mindestabstände bislang weitestgehend eingehalten, sagte der Polizeisprecher am Sonntagmittag. Mit mehr als 100 Einsatzkräften führte die Polizei demnach sogenannte „Schwerpunktkontrollen“ in Naherholungsgebieten und Parks durch: etwa im Mauerpark, Görlitzer Park, in der Hasenheide, auf dem Tempelhofer Feld und am Park am Gleisdreieck. In diesen Parks seien jeweils zwischen 250 und 550 Menschen gewesen.

Auf der Admiralbrücke in Kreuzberg sonnten sich am Nachmittag zahlreiche junge Leute. Polizisten sprachen sie daraufhin persönlich an, entweder den Platz zu verlassen oder eine Maske zu tragen, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Der Polizeisprecher sagte zudem, Einsatzkräfte hätten auf Fußball- und Basketballplätzen an anderen Orten zu Spielpausen aufgefordert.

16.18 Uhr: Nonnemacher: Gefahr einer dritten Corona-Welle ist real

Trotz eines deutlichen Rückgangs bei den Corona-Neuansteckungen in Brandenburg gibt es nach Ansicht von Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) keine Entwarnung beim Infektionsgeschehen. Sie verwies auf die „rasante“ Ausbreitung der ansteckenderen Virusvarianten. „Der Anteil der ansteckenderen Virusmutanten wurde letzte Woche schon auf 22 bis 23 Prozent beziffert, Tendenz rasch ansteigend“, sagte Nonnemacher der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. „Auch wenn wir jetzt größere Bevölkerungsanteile als bisher impfen können, so ist die Gefahr einer dritten Welle sehr real.“

Ihr liege jetzt zunächst am Herzen, dass die vorsichtige Öffnung der Schulen und der Übergang auf Wechselunterricht an den Grundschulen gut gelinge. Dies müsse durch gute Hygienekonzepte, Testungen und auch eine Neubewertung der Impfprioritäten bei Erzieherinnen und Erziehern und Grundschullehrer flankiert sein, so die Ministerin. „Über diesen Lockerungsschritt hinaus rate ich sehr zur Vorsicht.“

An diesem Montag öffnen in Brandenburg wieder die Grundschulen im Wechselunterricht zwischen Schule und zu Hause. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hatte dafür geworben, dass Lehrer und Erzieher schon vorzeitig eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Derzeit sind sie in der dritten Prioritätsgruppe einsortiert und würden voraussichtlich erst in einigen Monaten eine Imfpung erhalten. In einem Schreiben bat Woidke Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um eine Prüfung, inwieweit die Impfreihenfolge vor allem mit Blick auf das Präparat von Astrazeneca angepasst werden könnte.

16.14 Uhr: 73 neue Infektionen, R-Wert bei 1,2, sieben Bezirke melden nicht

In Berlin ist ein weiterer Mensch an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2728.

73 neue Infektionen wurden bestätigt, 252 waren es gestern. Sieben Beezirke haben keine Zahlen gemeldet. 5535 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 5665 waren es gestern. 118.635 Menschen gelten inzwischen als genesen.

249 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 16 Patienten weniger als gestern. 873 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 39 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 20,7 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 56,5 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,20 Grün.

Die Fallzahlen für die Berliner Bezirke:

15.17 Uhr: Corona-Verstöße bei Biker-Treffen

Das frühlingshafte Wetter hat am Sonntag auch zahlreiche Biker auf die Straßen der Hauptstadt gelockt. Hunderte von ihnen versammelten sich auf der Spinnerbrücke an der Avus. Die Polizei sprach von 300 bis 350 Motorradfahrern. Vereinzelt seien dort auch Verstöße gegen die Infektionsschutzverordnung festgestellt worden, sagte ein Sprecher. Im großen Umfang hätten die Beamten aber nicht eingreifen müssen.

15.03 Uhr: Polizei löst Hochzeitsfeier auf

Die Polizei hat am Samstag 83 coronabedingte Einsätze in Brandenburg verzeichnet. Darunter waren eine Strafanzeige und 73 festgestellte Ordnungswidrigkeiten, sagte Polizeisprecher Torsten Herbst am Sonntag. Zudem wurden 65 Platzverweise erteilt. So beendete die Polizei am Samstag in Rangsdorf (Teltow-Fläming) eine Hochzeitsfeier in einer Wohnung mit 36 Personen. Polizisten unterstützen eine Mitarbeiterin des Ordnungsamtes dabei, das Fest aufzulösen und nahm die Personalien der Gäste auf. Für den Sonntag zeichne sich ein ähnliches Bild an Einsätzen ab, schätzte Herbst ein. Natürlich seien viele Menschen im Freien, es gebe aber momentan keinen Schwerpunkt von Corona-Verstößen. Auch die Zahl der Unfälle bewegt sich ihmzufolge trotz vieler Ausflügler in einem „normalen Rahmen“.

13.41 Uhr: 245 neue Corona-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg haben die Gesundheitsämter 245 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages an das zuständige Landesamt gemeldet. Damit bleibt die Zahl der Neuansteckungen mit Blick auf die vergangenen Tage auf gleichem Niveau. Am Samstag waren es 241 neue Fälle binnen 24 Stunden, am Freitag 289 Corona-Neuinfektionen. Allerdings melden die Gesundheitsämter am Wochenende Daten verzögert. Die Sterbefälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stiegen um 5 auf 2910, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag weiter mitteilte. Die Zahl der Erkrankten nahm demnach gegenüber dem Vortag um 129 auf 4884 zu. Aus dem Landkreis Havelland wurden mit 35 die meisten neuen Ansteckungen gemeldet.

13.17 Uhr: Polizei löst illegale Party in Neukölln auf

Wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzverordnung hat die Polizei gestern Nacht in Neukölln eine illegale Discoveranstaltung mit 33 Personen aufgelöst. Die Beamtinnen und Beamten hatte einen anonymen Hinweis überprüft, wonach in einem leerstehenden ehemaligen Industriegebäude auf einem Gerbegelände in der Neuköllnischen Allee regelmäßig konspirative Tanz-Events unter Umgehung des Infektionsschutzgesetzes veranstaltet würden.

Nachdem ab 22.30 Uhr mehrere Kleingruppen vor dem Objekt beobachtet werden konnten, die nach kurzer Wartezeit durch einen innen postierten Türsteher eingelassen wurden, wurde ein Durchsuchungsbeschluss bei der Staatsanwaltschaft eingeholt. Gegen 23.40 Uhr verschafften sich die Polizisten Zutritt zum Gebäude. Bei der Aufnahme der Personalien und Durchsuchungen der Partygäste wurden unter anderem diverse Kleinstmengen an Drogen, eine Stahlrute, die Erlöse aus dem vermutlichen Eintrittsgeld sowie eine Gästeliste beschlagnahmt.

Ein 38-jähriger Tatverdächtiger, der als DJ fungierte, kam wegen Drogenbesitzes kurzzeitig in eine Gefangenensammelstelle, wo seine Personalien aufgenommen und eine DNA-Probe entnommen wurden. Das Gebäude wurde durch einen angeforderten Schlüsseldienst verschlossen und versiegelt. Der Polizeieinsatz war gegen 3.15 Uhr beendet. Es wurden mehrere Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Infektionsschutzgesetz eingeleitet.

11.12 Uhr: Polizei kontrolliert Einhaltung der Corona-Regeln

Wegen des schönen Wetters mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen hat die Berliner Polizei verstärkte Kontrollen der Corona-Regeln am Sonntag angekündigt. Fokus der Schwerpunktkontrollen sind innerstädtische Parkanlagen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Laut den derzeit geltenden Corona-Regeln sind die Bürger in Berlin dazu angehalten, die sozialen Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zum eigenen Haushalt gehören, auf das „absolut nötige Minimum“ zu reduzieren und die eigene Wohnung nur aus „triftigen Gründen“ zu verlassen. Darunter zählen etwa die individuelle stille Einkehr in Kirchen, Moscheen oder Synagogen und Bewegung und Sport im Freien.

10.44 Uhr: Leihbetrieb der Bibliotheken startet wieder

Die öffentlichen Bibliotheken in Berlin wollen an diesem Montag nach der Corona-Pause den Leihbetrieb wieder aufnehmen. Dabei gibt es geänderte Öffnungszeiten. Es werden keine Computer-, Arbeits- oder Sitzplätze angeboten. Der Besuch der Bibliothek sei nur für die „zügige Medienausleihe und –rückgabe“ erlaubt. Der Aufenthalt wird auf 30 Minuten begrenzt. Es greifen außerdem die üblichen Hygieneregeln. Die Bibliotheken empfehlen auf ihrer Website, Medien aus dem Magazin schon von zu Hause aus zu bestellen, um Wartezeiten zu vermeiden. Die Öffnung gilt für die großen Bibliotheken und die meisten Standorte in den Bezirken. Leihbetrieb der Bibliotheken startet wieder - lesen Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

10.02 Uhr: Wegen Corona - Generation von Nichtschwimmern droht

Der Schwimmunterricht in Brandenburg ist wegen der Corona-Krise nur sehr unregelmäßig möglich - seit Mitte Februar findet er gar nicht mehr statt. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, erhöht das die Befürchtung, dass die Zahl der Nichtschwimmer zunimmt. „Es gibt viele Kinder, die im Schuljahr 2019/20 noch nicht die Schwimmausbildung abgeschlossen hatten, als im März der erste Lockdown eingesetzt wurde“, sagte die Geschäftsführerin des Landesschwimmverbands (LSV), Maren Nagel.

8.50 Uhr: Mehr Menschen suchen Hilfe bei Gewaltschutzambulanz

Im Corona-Jahr 2020 haben genau 1661 Opfer Hilfe bei der Berliner Gewaltschutzambulanz gesucht. Das seien 119 Fälle mehr gewesen als 2019, teilte die Justizverwaltung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Im Lockdown seien nicht so viele Fälle bekannt geworden, sie seien aber mit den Lockerungen gestiegen.

Die Mediziner stellten demnach vor allem Verletzungen durch stumpfe Gewalt wie Hautunterblutungen und Abschürfungen fest. Teilweise seien Knochenbrüche dazu gekommen. Immer wieder dokumentierten die Ärztinnen und Ärzte auch Verletzungen durch Gewalt gegen den Hals.

Während des ersten Lockdowns sei im März 2020 die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt um fast ein Viertel gegenüber dem März 2019 zurückgegangen. Doch mit den Lockerungen kamen wieder mehr Betroffene in die Gewaltschutzambulanz.

16.30 Uhr: 252 Neuinfektionen in Berlin, 7 weitere Tote, Inzidenz bei 54,9

In Berlin sind sieben weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2727.

252 neue Infektionen wurden bestätigt, 372 waren es gestern. Marzahn-Hellersdorf und Pankow haben keine Fallzahlen gemeldet. 5665 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 5739 waren es gestern. 118.433 Menschen gelten inzwischen als genesen.

265 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, sieben Patienten mehr als gestern. 912 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 22 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 21,6 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 54,9 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 1,06 Grün.

In Berlin sind laut Robert Koch-Institut mittlerweile 235.543 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 4,0 Prozent bei den Erstimpfungen und 2,4 Prozent bei der zweiten Impfung.

15.40 Uhr: Hunderte protestieren bei „Schweigemarsch“ gegen Corona-Auflagen

Hunderte Menschen haben bei einem „Schweigemarsch“ gegen die Corona-Regeln demonstriert. Die Polizei sprach am Samstagnachmittag von rund 580 Teilnehmern. Etwa 80 Polizisten waren vor Ort, wie ein Sprecher mitteilte. Die Demonstration sollte vom Walther-Schreiber-Platz an der Grenze zwischen Friedenau und Steglitz zum Potsdamer Platz in Mitte führen. Angemeldet waren ursprünglich etwa 1000 Teilnehmer.

Teilweise traten Anwohner auf die Balkone und protestierten gegen den Aufzug mit Trillerpfeifen. Einige Gegendemonstranten standen am Straßenrand und riefen „Nazis raus“, andere schlugen mit Kochlöffeln auf Töpfe. Im „Großen und Ganzen“ verlaufe das Geschehen aber bislang störungsfrei, sagte der Polizeisprecher. Für den Nachmittag seien zudem zwei kleinere Gegenkundgebungen in der Nähe der Demonstrationsroute mit jeweils rund 50 angemeldeten Teilnehmern geplant.

14.32 Uhr: SPD-Landesvorsitzende Giffey - Lehrkräfte in den Schulen impfen

Bundesfamilienministerin und SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey hat sich für Corona-Schutzimpfungen für Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher an deren Arbeitsplatz ausgesprochen. „Ich halte es für absolut sinnvoll, wenn Impfteams in Kitas und Schulen kommen“, sagte Giffey der Deutschen Presse-Agentur. „Viele Menschen in Ostdeutschland kennen das noch von früher. Es gab ein Arztzimmer in jeder Schule. Es kam regelmäßig der Zahnarzt zum Nachschauen, und es wurde auch geimpft“, sagte die SPD-Spitzenkandidatin für die Abgeordnetenhauswahl im September.

Giffey sprach sich dafür aus, für die Impfungen in Schulen und Kitas die mobilen Impfteams einzusetzen, die in Berlin zunächst die Bewohnerinnen und Bewohner der Altersheime geimpft haben. „Die Impfteams haben die Erfahrung und sind auch schon aufgestellt“, sagte Giffey. „Aus meiner Sicht würde das die Geschwindigkeit und die Effizienz enorm erhöhen“, sagte die SPD-Politikerin. „Es ist natürlich wichtig, das Personal vorab gut zu informieren, damit sich auch viele impfen lassen, wenn das Impfteam in die Kita oder Schule kommt.“

13.40 Uhr: Drei-Stufen-Plan soll Großveranstaltungen wieder ermöglichen

Mit einem Drei-Stufen-Plan sollen nach einem Vorschlag aus Wissenschaft, Sport und Kultur trotz Corona-Pandemie wieder Zuschauer bei Großveranstaltungen möglich werden. Das Papier, das am Montag vorgestellt werden soll, liegt der Deutschen Presse-Agentur bereits vor. Der Ansatz ermögliche es, „Breitenveranstaltungen mit vertretbarem Aufwand und Spitzenveranstaltungen unter relevanten Zusatzinvestitionen wieder zu den Zuschauern und Gästen zu transportieren“, heißt es darin. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung berichtet.

Der Leitfaden sieht zunächst ein „Basiskonzept“ vor. Bei geschlossenen Räumen soll demnach für jeden Veranstaltungsort ein Hygiene-, Lüftungs- und Infektionsschutzkonzept erforderlich sein. Das Papier geht von einer Besetzung zwischen 25 und 30 Prozent aus. Zudem sollen personalisierte Tickets, die zusammen mit dem Ausweis kontrolliert werden, und medizinische Masken Pflicht sein. Auf den Verkauf von Speisen oder Getränken wird verzichtet, es gelten Mindestabstände mit entsprechend leeren Sitzreihen.

Im Außenbereich ist danach eine Auslastung von bis zu 40 Prozent möglich. Maskenpflicht soll bis zu den Plätzen gelten, bei mehr als 1000 Besuchern soll es keinen Alkohol geben. Das Basismodell für drinnen und draußen unterscheidet nicht, ob Besucher geimpft sind oder nicht.

13.14 Uhr: 241 Neuinfektionen in Brandenburg - 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg bleibt etwa auf gleichem Niveau. Das Gesundheitsministerium berichtete am Samstag von 241 neuen Fällen innerhalb eines Tages. Am Freitag hatten die Gesundheitsämter 289 neue Fälle gemeldet, am Donnerstag 390. Vor einer Woche waren 288 neue Ansteckungen gemeldet worden. 14 Todesfälle kamen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung hinzu. Damit starben im Land bislang 2905 Menschen.

Der Wert neuer Ansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sank für ganz Brandenburg auf 64,4 nach 66,5 am Freitag. Vor einer Woche hatte die 7-Tage-Inzidenz landesweit bei rund 73 gelegen. Außer in den 3 Landkreisen Prignitz (140,5), Elbe-Elster (116,9), Oberspreewald-Lausitz (108,8) und der kreisfreien Stadt Brandenburg an der Havel (102,5) lagen alle Kreise und kreisfreien Städte am Samstag unter der Marke von 100 Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen. Bund und Länder haben vereinbart, dass weitere Lockerungen erst bei einem stabilen Wert von höchstens 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche über mehrere Tage möglich sein sollen.

Die meisten neuen Corona-Infektionen kamen mit 33 im Landkreis Oberhavel hinzu, gefolgt vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit 31 neuen Fällen und dem Kreis Prignitz (26). Seit März vergangenen Jahres haben sich damit 74.599 Menschen im gesamten Land mit dem Coronavirus angesteckt. Erkrankt sind aktuell 4755 Menschen - 37 weniger als einen Tag zuvor. 66.939 Menschen gelten als genesen.

12.38 Uhr: Projekt soll Brandenburger Ärzte in Corona-Impfungen einbinden

Brandenburger Ärzten soll es ab März in einem Modellprojekt ermöglicht werden, in ihren Praxen oder bei Hausbesuchen Corona-Impfungen vornehmen zu können. Das Interesse der Praxen an dem Modellprojekt sei „sehr groß“, sagte Christian Wehry, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB) am Samstag in einer ersten Einschätzung. Rund 500 Praxen hätten sich bereits gemeldet, die bei dem Vorhaben der Landesregierung mitmachen wollten.

Ziel ist es laut KVBB, landesweit insgesamt rund 50 Praxen zu identifizieren, die sich kurzfristig an dem Projekt beteiligen wollen. Die Einbindung der Hausärzte bei den Corona-Schutzimpfungen war ein Ergebnis des Brandenburger „Impfgipfels“ vom Mittwoch. Bislang dürfen die Arztpraxen keine Corona-Impfungen anbieten.

10.40 Uhr: Kalayci - Impfeinladungen an über 70-Jährige

Kommende Woche bekommen Berlinerinnen und Berliner, die älter als 70 Jahre sind eine Impfeinladung. Das berichtete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci auf Twitter. "Wir werden auch für sie die Taxifahrten kostenfrei zur Verfügung stellen. Das Impfen muss zügig weitergehen. Das ist mir besonders wichtig!", schrieb die SPD-Politikerin.

Bislang lag die Altersgrenze für Impfungen bei 80 Jahren. Im Berliner Stufenplan zur Impfpriorisierung gehören die Menschen zwischen 70 und 80 Jahren zur Stufe 3. Einen Impftermin können Berechtigte nur nach erfolgter Einladung ausmachen.

7.53 Uhr: Hausärzte sollen zuerst Krebskranke und Diabetiker impfen

Wenn ab Ende März die Corona-Impfungen in Berlin über die Hausärzte in den Praxen beginnt, sollen in der Gruppe der chronisch Kranken als erste Menschen mit Niereninsuffizienz, Krebserkrankungen und schwerer Diabetes an die Reihe kommen. Man wolle mit Patienten aus drei medizinischen Fachgebieten beginnen, die „zweifelsfrei” zu den prioritären Gruppen nach dem Paragrafen drei der Impfverordnung des Bundes zählten, sagte Burkhard Ruppert, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung, der Berliner Morgenpost. Man müsse die Debatte um die Impfreihenfolge dringend aus den Praxen raushalten. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

5.22 Uhr: Giffey - Können Kinder nicht noch viel länger zuhause lassen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die am Montag in vielen Bundesländern geplanten Öffnungen von Kitas und Grundschulen verteidigt. „Man kann die Kinder nicht noch viel länger zuhause lassen, weil sonst der Kinderschutz und das Kindeswohl in Gefahr sind“, sagte die Politikerin, die auch Berliner SPD-Landesvorsitzende ist, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Sie wies auf Probleme wie Vereinsamung, Bewegungsmangel und entstehende „Bildungs- und Bindungslücken“ hin. Zudem seien viele Eltern am Ende. „Die Belastungsgrenze ist erreicht.“

Gleichzeitig betonte Giffey, dass die Öffnungen „verantwortungsvoll“ erfolgen müssten, mit Einhaltung von Hygieneregeln und Schutzmaßnahmen für das Personal. „Dass wir dabei das Infektionsgeschehen weiter im Blick haben müssen, ist selbstverständlich. Es geht jetzt um Öffnungsschritte mit Sicherheit.“

Die Familienministerin sprach sich in dem Zusammenhang erneut für zweimalige Corona-Schnelltests pro Woche bei Kita- und Grundschulbeschäftigten aus, solange diese noch keine Impfung erhalten können. „Wenn wir sagen, wir testen zweimal pro Woche, erhöht das enorm die Sicherheit, verbessert die Prävention und hilft bei der Unterbrechung von Infektionsketten“, sagte Giffey.

4.32 Uhr: Viele Kinder in Brandenburg haben keinen Schwimmunterricht

Der Schwimmunterricht in Brandenburg ist wegen der Corona-Krise nur sehr unregelmäßig möglich - seit Mitte Februar findet er gar nicht mehr statt. Wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab, erhöht das die Befürchtung, dass die Zahl der Nichtschwimmer zunimmt. „Es gibt viele Kinder, die im Schuljahr 2019/20 noch nicht die Schwimmausbildung abgeschlossen hatten, als im März der erste Lockdown eingesetzt wurde“, sagte die Geschäftsführerin des Landesschwimmverbands (LSV), Maren Nagel. Die Badbetreiber beklagen finanzielle Verluste. „Die Corona-Pandemie trifft die Badbetreiber in Brandenburg mit voller Wucht“, sagte eine Sprecherin des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU), der in Brandenburg 14 kommunale Badbetreiber mit 18 Bädern vertritt.

+++ Freitag, 19. Februar 2021 +++

21.54 Uhr: Nach Klage eines Berliner: Gericht - Keine Einreise zu Nebenwohnsitz in Vorpommern-Greifswald

Das Verwaltungsgericht Greifswald hat das coronabedingte Einreiseverbot in den Landkreis Vorpommern-Greifswald für Menschen mit dortigem Nebenwohnsitz aus nicht beruflichen Gründen bestätigt. Ein Rechtsschutzantrag gegen die entsprechende Regelung des Landkreises sei abgelehnt worden, teilte das Gericht am Freitag mit. Bei dem Antragssteller handelt es sich demnach um einen Berliner mit einer Wohnung in Ahlbeck auf Usedom, die er auch als Zweitwohnung nutzt.

Nach der Änderung der Corona-Landesverordnung Anfang Februar seien Landkreise und kreisfreie Städte befugt, entsprechende Regeln zu erlassen. Der Landrat sei wegen der hohen Corona-Inzidenzen verpflichtet gewesen, Maßnahmen zu ergreifen. In der Mitteilung heißt es, das Einreiseverbot sei verhältnismäßig und diene dem legitimen Ziel, die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu reduzieren. „Es führe zu Kontaktbeschränkungen und beuge damit der abstrakten Gefahr vor, noch nicht festgestellte Infektionen an einen anderen Ort zu tragen und das Virus dort zu verbreiten.“

20.56 Uhr: „Window Concerts“: Mit Musik Hoffnung wecken

Noch steht wegen der Pandemie vieles still in Berlin - aber zumindest hinter mancher Glasscheibe tut sich etwas. Die Violinistin Johanna Staemmler etwa tritt im Fenster einer Galerie auf. Sie will damit ein Hoffnungszeichen setzen. „Wir haben in unserem Umfeld gemerkt, dass der Hunger nach Kultur immer größer wird“, sagte Staemmler. Das Musikstück, das sie am Freitagnachmittag mit ihrem Mann spielte, wurde über eine Anlage nach draußen übertragen. Gespielt werde immer nur ein kurzes Werk und der Bürgersteig sei ausreichend breit, sagte Staemmler vorab. Ihnen sei es wichtig, dass die bestehenden Corona-Regeln eingehalten würden.

Geplant sind mehrere solcher Auftritte, am Sonnabend zum Beispiel im Bezirk Mitte. Die Geigerin vermisst den Kontakt zum Publikum. Livestreams seien auch toll, aber es fehle der Austausch, sagte Staemmler. Bei den sogenannten „Window Concerts“ bekommt man trotz Abstand die Reaktionen der Menschen mit.

17.28 Uhr: Auf dem Bau läuft es gut - aber Auftragsrückgang in Berlin

Die Baubranche hat in der Corona-Krise bislang keine größeren Einbußen erlitten. Im Gegenteil: Die Betriebe in Berlin und Brandenburg blicken auf ein Wachstumsjahr zurück. Ein Umsatz von 3,65 Milliarden Euro im Berliner Bauhauptgewerbe entsprach einem Plus von fünf Prozent, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag mitteilte.

Verglichen mit 2019 hat sich das Wachstum damit beschleunigt; auch die Zahl der Beschäftigten legte zu. In Brandenburg war der Trend noch stärker. 2020 gab es ein Umsatzplus von knapp 21 Prozent auf rund 3,9 Milliarden Euro.

Ein anderes Bild liefert der Blick in die Auftragsbücher: Während der Bestand bei den Brandenburger Betrieben stabil blieb, sank das Volumen in Berlin um gut ein Fünftel. Besonders zum Jahresende ließen die Aufträge nach. In die Statistik gehen Angaben von Betrieben mit 20 oder mehr Beschäftigten ein.

17.10 Uhr: Kalayci will frühere Impfungen für Lehrkräfte

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) unterstützt die Forderung, dass unter anderem Lehrerinnen und Lehrer früher als bisher vorgesehen eine Corona-Schutzimpfung bekommen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte dem „Tagesspiegel“ gesagt, es müsse geprüft werden, welche Gruppen als nächstes mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden könnten, um seine Nutzung sicherzustellen. Müller hatte dafür Lehrkräfte, Erzieher, Polizei und Feuerwehr vorgeschlagen. „Wir werden das, was der Regierende Bürgermeister angekündigt hat, auch in Berlin entsprechend umsetzen“, sagte Kalayci am Freitag.

Hintergrund ist die Diskussion um eine zurückhaltende Nutzung des Astrazeneca-Impfstoffs, der in Deutschland bisher nur bis zum Alter von 65 Jahren gespritzt wird. Die Vorbehalte gegen das Präparat sind aus Sicht von Wissenschaftlern unbegründet. Kalayci wies darauf hin, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Impfverordnung des Bundes entsprechend anpassen müsste, damit Mitarbeiter des Bildungsbereichs in der Impfreihenfolge vorgezogen werden könnten. Berlin bereite sich darauf vor.

Kalayci betonte, sie halte Astrazeneca für einen guten Impfstoff. Vonseiten der Krankenhäuser sei ihr signalisiert worden, dass die Nachfrage nach Impfungen damit durchaus da sei. „Bei den niedergelassenen Ärzten müssen wir tatsächlich noch ein paar Tage gucken, ob die Nachfrage kommt.“

16.09 Uhr: 372 Neuinfektionen in Berlin, 18 weitere Tote, Inzidenz bei 54,9

In Berlin sind 18 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2720.

372 neue Infektionen wurden bestätigt, 475 waren es gestern. 5739 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 5901 waren es gestern. 118.114 Menschen gelten inzwischen als genesen.

258 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, acht Patienten mehr als gestern. 934 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 12 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 21,1 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 54,9 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,78 Grün.

In Berlin sind laut Robert Koch-Institut mittlerweile 230.346 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,9 Prozent bei den Erstimpfungen und 2,4 Prozent bei der zweiten Impfung.

16.06 Uhr: Woidke dringt auf Corona-Impfung für Lehrer und Erzieher

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) wirbt dafür, dass Lehrer und Erzieher schon vorzeitig eine Corona-Schutzimpfung erhalten. In einem Schreiben bat er Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) um eine Prüfung, inwieweit diejenigen aus der dritten Gruppe der Impfreihenfolge bereits jetzt mit dem Präparat von Astrazeneca geimpft werden könnten. „Dies würde auch eine schnellere Impfung von Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern ermöglichen“, heißt es in Woidkes Schreiben vom Donnerstag, das am Freitag vorlag. Außerdem halte er eine zeitnahe Zulassung von Impfungen durch Hausärzte für erforderlich. Dafür müsse die Impfverordnung geändert werden.

15.54 Uhr: Gesundheitsverwaltung - 12 Prozent britische Corona-Variante in Berlin

Beim Wachstum des Anteils der in Großbritannien entdeckten Corona-Variante liegt Berlin derzeit offenbar noch hinter der bundesweiten Entwicklung. In zwölf Prozent der positiven Proben der vergangenen Woche (7. bis 14. Februar) handle es sich um die Mutante B.1.1.7, sagte ein Sprecher der Gesundheitsverwaltung am Freitag auf Anfrage. Es werde auch in Berlin eine Zunahme erwartet. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hatte den Anteil kürzlich unter Verweis auf Daten vom Freitag der Vorwoche auf zehn Prozent beziffert. Sie hatte gewarnt, die Variante könne bald dominieren.

Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) stieg bundesweit der Anteil dieser Variante binnen zwei Wochen von knapp 6 auf mehr als 22 Prozent. Diese Angabe bezieht sich auf Stichproben aus der vergangenen Woche. Bundesweit werden nicht alle positiven Corona-Tests auf Varianten untersucht.

Eine größere Rolle spielt die Variante aber bereits in Proben aus Berliner Krankenhäusern. Dabei ergaben sich in 28 Prozent der gut 70 Analysen von vergangener Woche Hinweise auf B.1.1.7, wie aus Daten von Labor Berlin hervorgeht. In der Woche zuvor waren es noch 19 Prozent gewesen. Hinweise auf die ebenfalls ansteckenderen Varianten aus Südafrika und Brasilien sind demnach in den Kliniken wesentlich seltener, mit einem Anteil von rund einem Prozent.

15.33 Uhr: Vermehrt Forderung für FFP2-Maskenpflicht an Berlins Schulen

Der Ruf nach einer medizinischen oder FFP2-Maskenpflicht an Berlins Schulen wird lauter. Bislang gibt es lediglich eine „Empfehlung“ der Senatsverwaltung für Bildung, keine Verpflichtung. „Erst werden zum Schutz des pädagogischen Personals FFP2-Masken geordert, die befinden sich nun auch an den Schulen zur Verteilung und jetzt kommt Frau Scheeres mit ihrer Empfehlung, eine FFP2-Maske zu tragen“, sagte Heidrun Quandt, Vorsitzende des VBE Berlin. Frau Scheeres sei „offensichtlich nicht mehr willens oder in der Lage, ihrer Fürsorgepflicht gegenüber der Schüler-, Lehrer- und Erzieherschaft nachzukommen“, so Quandt weiter. Sie nannte deren Verhalten „unverantwortlich und grob fahrlässig“.

Auch die Berliner CDU ist für einen pandemiesicheren Schulstart. „Ein erster Schritt muss eine FFP2-Maskenpflicht für Schüler und Lehrer sein“, sagte der Landesvorsitzende der Berliner CDU, Kai Wegner. Und sein Parteikollege Dirk Stettner, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion ergänzte: „Es ist unverantwortlicher Leichtsinn, wenn der Senat hier nur eine Mund-Nase-Bedeckung vorschreibt. Damit riskiert Bildungssenatorin Scheeres angesichts der zunehmenden Ausbreitung von Corona-Mutationen neue exponentielle Infektionen.“ Genau das gelte es aber zu verhindern.

15.02 Uhr: Gastwirt scheitert vor Gericht mit Eilantrag gegen Versiegelung

Der Eilantrag eines Gastwirtes aus Bad Saarow (Märkisch-Oderland) gegen die Schließung seiner Gaststätte wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnungen ist abgelehnt worden. Die vom Landkreis angeordnete Schließungsverfügung vom 3. Dezember 2020 sei formell und materiell rechtmäßig, begründete das Gericht seine Entscheidung (VG 4 L 619/20 vom 8. Februar 2021). Rechtsgrundlage sei das Infektionsschutzgesetz. Der Antragsteller habe die Gaststätte trotz des bestehenden Verbotes weiter geöffnet, Schließung und Versiegelung sei gerechtfertigt, hieß es.

Das Landkreis hatte zur Umsetzung die Versiegelung der Eingangstür angeordnet. Gegen den Beschluss ist die Beschwerde an das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg zulässig.

13.20 Uhr: Schnelltests an Schulen und Kitas ab Montag - Schulungen haben begonnen

Die Corona-Schnelltests an Berliner Schulen und Kitas sollen am Montag beginnen. Getestet werden zunächst Lehrkräfte und anderes Schulpersonal sowie Erzieherinnen und Erzieher zweimal in der Woche. Die Teilnahme sei freiwillig, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Freitag bei der Vorstellung des Konzepts in der Grundschule am Koppenplatz in Berlin-Mitte. Die Tests sollen jeweils Mitarbeiter der Schulen und Kitas durchführen, etwa Lehrer oder Erzieher, die dafür geschult wurden.

Die ersten Schulungen durch mehrere Hilfsorganisationen, die das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Berlin koordiniert, habe es bereits gegeben, sagte Scheeres. Geplant sei, dass 75 Schulungsteams in 10 Tagen mehr als 2000 Schulungen anbieten.

Die ersten Tests sind bereits für Montag geplant, wenn in Berlin zunächst die Schüler der ersten bis dritten Klassen zurück in die Schulen kommen. „Wir gehen in zwei Phasen vor“, sagte Scheeres. In Phase zwei seien dann Selbsttests vorgesehen, die auch von Schülerinnen und Schülern zweimal pro Woche zu Hause angewendet werden können und die sie in den Schulen abholen können. „Die Problematik ist, dass die Selbsttests noch nicht genehmigt sind“, sagte Scheeres. Schnelltests an Schulen und Kitas ab Montag - lesen Sie hier den kompletten Artikel.

13.16 Uhr: Kein „Tagesschau“-Livestream - Bezirksbürgermeister bedauert Vorfall

Nachdem sich das Bezirksamt Mitte wegen eines nicht ermöglichten Livestreams für die „Tagesschau“ Kritik aus der Medienbranche eingehandelt hat, hat sich auch Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) geäußert und bedauert den Vorfall. „Das ist blöd gelaufen. Wir haben daraus gelernt und in Zukunft wird man uns auf allen Kanälen weltweit sehen, sobald wir mit irgendjemand eine Pressekonferenz machen“, sagte er. Die „Tagesschau“ wollte am Mittwoch eine Pressekonferenz des Bezirksamts per Livestream übertragen, bei der auch der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, Informationen zur einer Corona-Studie für den Bezirk Mitte gab. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

12.59 Uhr: 230.346 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 3,9 Prozent

In Berlin sind mittlerweile 230.346 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,9 Prozent. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 151.129 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt demnach bei 3,3 Prozent. Die bundesweit höchste Impfquote vermeldet Thüringen mit 4,3 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland bis dato 4.719.900 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 3,7 Prozent entspricht.

12 Uhr: Staatsanwaltschaft - 31 Verfahren wegen Betrugs bei Corona-Hilfen in Brandenburg

In der ersten Phase der Corona-Pandemie hat es in Brandenburg vergleichsweise wenige Verfahren wegen Betrugs bei Anträgen auf finanzielle Soforthilfen gegeben. Bis Ende September seien 31 Verfahren eröffnet worden, berichtete der stellvertretende Leiter der Staatsanwaltschaft Potsdam, Thomas Meyer, am Freitag im Corona-Untersuchungsausschuss des Brandenburger Landtags. In den meisten Fällen sei es um Soloselbstständige gegangen. Verfahren wegen Banden- oder erwerbsmäßigem Subventionsbetrug habe es nicht gegeben, erklärte Meyer. In Potsdam ist die Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der schweren Wirtschaftskriminalität angesiedelt.

Bis Ende September seien zudem 97 Verfahren wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz bearbeitet worden, berichtete Meyer. 93 dieser Verfahren seien ohne strafrechtliche Konsequenzen erledigt worden, in den meisten Fällen habe es sich um Ordnungswidrigkeiten gehandelt. Vor allem zu Beginn des ersten Lockdowns sei es meist um verbotene Zusammenkünfte im privaten Raum gegangen.

11.52 Uhr: Bildungsministerin hält Öffnung der Grundschulen für verantwortbar

Die Öffnung der Grundschulen in Brandenburg für den Wechselunterricht zwischen Schule und Zuhause ab Montag ist nach Ansicht von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) verantwortbar. „In der Abwägung finde ich es richtig, mit der Schulöffnung nicht länger zu warten, sondern ab Montag ja sehr vorsichtig zu beginnen“, sagte Ernst am Donnerstagabend im MAZ-Talk der „Märkischen Allgemeinen“. „Die Kinder sitzen in großen Abständen voneinander, wir haben zum Schutz auch die Maske eingeführt.“ Es sei eine „ganz harte Zeit“ über viele Wochen gewesen, die Schulen geschlossen zu halten.

Die Ministerin, die derzeit Präsidentin der Kultusministerkonferenz ist, verwies auch auf die steigende Zahl der Infektionsfälle mit Virusvarianten. „In der Tat macht uns die Mutation Sorge“, sagte sie. Die Experten seien sich allerdings nicht einig, ob die Corona-Infektionen in die Höhe schießen oder ob es mit den strengen Regeln gelinge, auch die Varianten in den Griff zu bekommen. Im ersten Corona-Lockdown im vergangenen Jahr gab es bereits Wechselunterricht. Es gibt die Möglichkeit, an verschiedenen Tagen zu wechseln oder während des Tages mit mehreren Schichten.

11.42 Uhr: Großspende für Musiker in Corona-Krise

Mit einer Großspende von 300.000 Euro ist das Budget der bundesweiten Kampagne #MusikerNothilfe der Deutschen Orchester-Stiftung auf gut 4,5 Millionen Euro angewachsen. Die Zuwendung stamme von der Bonner Kunstmäzenin Barbara Lambrecht-Schadeberg, teilte die Stiftung am Freitag in Berlin mit. Sie hoffe damit einigen Musikern Mut und Zuversicht geben zu können, „um diese schwierige Phase zu meistern“. Gerald Mertens, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, nannte es „großartig, dass sich immer mehr Menschen in Deutschland für die notleidenden freischaffenden Musikerinnen und Musiker engagieren“. Viele seien seit fast einem Jahr ohne Auftritte und Einkommen. Durch die Spendenkampagne wurden bisher rund zwei Millionen Euro an mehr als 3500 besonders betroffene Freischaffende ausgezahlt.

11.18 Uhr: Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg geht wieder zurück

Nach einem Anstieg ist die Zahl neuer Corona-Infektionen in Brandenburg wieder gesunken. Die Gesundheitsämter hätten 289 neue Fälle gemeldet, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit. Am Donnerstag waren 390 neue Infektionen registriert worden, vor einer Woche waren es 374. Die meisten Fälle kamen mit 32 im Landkreis Oberhavel hinzu. 19 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Derzeit werden 584 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung in Krankenhäusern behandelt, vor einer Woche waren es noch 678.

Der Wert neuer Ansteckungen pro 100.00 Einwohner in einer Woche geht nur allmählich zurück. Das Ministerium gab die Zahl am Freitag mit 66,5 an, nach knapp 68 am Donnerstag. Vor einer Woche lag der Wert bei fast 77 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Bund und Länder haben vereinbart, dass weitere Lockerungen erst bei einem stabilen Wert über mehrere Tage von höchstens 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche möglich sein sollen.

Am höchsten ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz weiter in der Prignitz mit rund 156, vor dem Kreis Elbe-Elster mit fast 117. Im Kreis Spree-Neiße ist die Zahl wieder unter die 100er-Marke gefallen.

In Brandenburg gab es bisher rund 151.000 Schutzimpfungen gegen das Coronavirus, darunter waren knapp 67.000 zweite Impfungen. Mit der Impfquote - dem Anteil der Impfungen an der Bevölkerung - liegt Brandenburg beim ersten Schutz mit 3,3 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 3,7 Prozent. Bei den zweiten Impfungen rangiert Brandenburg mit einer Impfquote von 2,6 Prozent deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 2,0 Prozent.

10.11 Uhr: Berliner Chorverband lädt ins Wohnzimmer-Format

Es ist eine gute Nachricht für alle Berliner, die das gemeinsame Singen vermissen: Ab heute kommt jeden Freitagabend um 18.30 Uhr ein Berliner Künstler der Vokalmusik für eine Stunde lang live zu den Musik- und Singbegeisterten ins Wohnzimmer. Möglich macht das das wöchentliche YouTube-Format des Chorverbandes Berlin „Sing mit…“. Ob Gospel, Pop, Klassik oder Soul - musikalisch ist die Reihe je nach Gastgeber breit gefächert. Im Mittelpunkt steht dabei ganz klar das aktive Mitsingen. Außerdem plaudern die Künstler über ihre ausgewählte Musik, geben viel Überraschendes und Wissenswertes über sich Preis oder bieten Profitipps zu Stimmbildung und Bühnenpräsenz. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

6.50 Uhr: FDP fordert Öffnung der Fahrschulen

Die FDP fordert eine umgehende Öffnung der im Corona-Lockdown geschlossenen Fahrschulen sowie der Boots- und Flugschulen in Berlin. Da solche Einrichtungen in Brandenburg unter Auflagen weiterhin öffnen dürften, bestehe für die Berliner Anbieter ein Wettbewerbsnachteil, sagte FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja der Deutschen Presse-Agentur.

„Gerade angesichts einer höheren Inzidenzzahl in Brandenburg als in Berlin ist dieses Verbot nicht nachvollziehbar“, meinte er. „Zudem waren Fahrschulen während des ersten Lockdowns in Berlin geöffnet, und es gab keinen Nachweis, dass dies zum Infektionsgeschehen beigetragen hat.“ Deshalb sei es wichtig, zwischen Berlin und Brandenburg „gleiche Voraussetzungen“ zu schaffen.

In einem Antrag für die Sitzung des Abgeordnetenhauses am kommenden Donnerstag fordert die FDP eine entsprechende Änderung der Berliner Infektionsschutzverordnung. Fahr-, Boots- und Flugschulen müsse es ermöglicht werden, wieder für den Publikumsverkehr zu öffnen und unter der Einhaltung von Hygieneauflagen praktische sowie theoretische Unterrichtsstunden anzubieten. Die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, lag in Berlin am Mittwoch bei 53,7. Brandenburg meldete am Donnerstag einen Inzidenzwert von 67,8.

+++ Donnerstag, 18.02.2021 +++

20.55 Uhr: Müller - Wer Astrazeneca nicht will, hat Chance vertan

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will nach einem Bericht des „Tagesspiegel“ verhindern, dass Astrazeneca-Impfdosen in der Hauptstadt ungenutzt bleiben. „Ich werde nicht zulassen, dass Zehntausende Impfdosen in unseren Schränken lagern, wenn sich gleichzeitig Millionen Menschen bundesweit sofort damit immunisieren lassen würden“, sagte Müller. Wer den Impfstoff nicht wolle, habe damit erst einmal seine Chance vertan, so der SPD-Politiker. „Wir werden den Impfstoff dann anderen anbieten.“

Der Regierungschef will sich laut Bericht schnell mit den anderen Bundesländern auf das Vorgehen verständigen. Es müsse geprüft werden, welche Gruppen als nächstes mit Astrazeneca geimpft werden könnten. Müller schlägt demnach Angebote für Lehrkräfte, Erzieher, Polizei und Feuerwehr vor. Aber auch Impfungen für den Einzelhandel und für Mitarbeiter im Nahverkehr seien denkbar. „Diese Berufsgruppen haben täglich Hunderte Kontakte.“

18.55 Uhr: Gerichtsverfahren gegen Pop-up-Radwege eingestellt

Das Verfahren gegen die Pop-up-Radwege am Berliner Verwaltungsgericht ist eingestellt worden. Die Klage des AfD-Politikers Frank Scholtysek wurde zurückgenommen. Das teilte Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) am Donnerstagabend bei Twitter mit. Günther nannte die Nachricht in ihrem Tweet „sehr gute Neuigkeiten“. Der Schritt sei eine wichtige Etappe für mehr Verkehrssicherheit, die Mobilitätswende und die „Vision Zero“, das Ziel die Zahl der Verkehrstoten auf Null zu senken. Mit der Einführung der Pop-up-Radwege hatten die Senatsverkehrsverwaltung und mehrere Bezirke seit Beginn der Corona-Pandemie kurzfristig auf die wachsende Zahl der Fahrradfahrer in der Hauptstadt reagiert. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

18.27 Uhr: Keine FFP2-Maskenpflicht an Berliner Schulen

Lehrkräfte an Berliner Schulen sind ab der kommenden Woche, wenn die Erst- bis Drittklässler zum Wechselunterricht in die Grund- und Gemeinschaftsschulen zurückkehren, nicht verpflichtet, im Schulgebäude und Klassenraum FFP2-Masken oder medizinische Masken zu tragen. Anders als im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkauf im Supermarkt kann auch ein anderer Maskentyp getragen werden – diese Regelung gilt auch für die Schüler. Das bestätigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) im Bildungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

16.55 Uhr: 32 weitere Corona-Tote, 475 neue Infektionen, Inzidenz bei 54,6

In Berlin sind 32 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2702. 475 neue Infektionen wurden bestätigt, 445 waren es gestern. 5901 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 5906 waren es gestern. 117.598 Menschen gelten inzwischen als genesen.

250 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, acht Patienten weniger als gestern. 946 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 31 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 20,5 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 54,6 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,66 Grün.

In Berlin sind laut Robert Koch-Institut mittlerweile 225.470 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,9 Prozent bei den Erstimpfungen und 2,3 Prozent bei der zweiten Impfung.

Die Fallzahlen für die Bezirke:

16.26 Uhr: Brandenburg hat neue Vermittlungsstelle für Impfreihenfolge

Zur Klärung der Impfreihenfolge in Einzelfällen ist in Brandenburg eine Vermittlungsstelle an den Start gegangen. Damit gebe es die Möglichkeit, über die Einordnung für eine Impfung höchstens in die zweite Stufe der Priorität zu entscheiden, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit.

Mit der ersten Corona-Impfverordnung hätten Menschen, die mit schweren Vorerkrankungen oder schweren Behinderungen ebenso ein hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben wie diejenigen aus der höchsten Prioritätenstufe, nicht sofort geimpft werden können, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Weil mit dem Impfstoff von Astrazeneca deutlich mehr Menschen bis 65 Jahre geimpft werden könnten, könne man nun auch Menschen aus der zweiten Gruppe - also mit erhöhter Priorität für einen Schutz - ein Impfangebot machen. Dazu gehörten auch diese Einzelfälle, hieß es in der Mitteilung.

Bei den Einzelfällen für die Clearingstelle geht es dem Ministerium zufolge um Menschen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung wegen besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion besteht. Begründete Anträge auf eine Einzelfallentscheidung können per Post an das Gesundheitsministerium in Potsdam geschickt werden.

16.21 Uhr: Frau ohne Maske angetroffen - Anzeige

Bei einer Fußstreife durch das Einkaufszentrum Tempelhofer Hafen haben Polizisten eine Frau ohne Mund-Nase-Bedeckung angetroffen. "Ein vorgelegtes Attest birgt Unstimmigkeiten", teilte die Behörde auf Twitter mit. Gegen die Frau wurde Anzeige erstattet. Sie habe die Möglichkeit erhalten, Unklarheiten nachträglich zu klären, hieß es weiter.

Die Polizei twittert am Donnerstag Einsätze zweier Gruppenstreifen der Direktion 4. Sie sorgen hauptsächlich dafür, dass die Corona-Regeln in Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf eingehalten werden.

16.08 Uhr: Verstoß gegen Corona-Verordnung in Brandenburg - Zusammenkunft in Wohnung

Durch Lärm in der Nacht zu Donnerstag sind Polizisten auf eine Zusammenkunft von sieben Personen in einer Wohnung in Perleberg (Prignitz) aufmerksam geworden. Die Frauen und Männer im Alter von 16 bis 32 Jahre hatten sich in der Wohnung eines 25-Jährigen getroffen, teilte die Polizeidirektion Nord mit. Sie stammten alle aus verschiedenen Haushalten. Die Beamten nahmen zudem Cannabisgeruch wahr und entdeckten in der Wohnung mehrere Behältnisse mit Betäubungsmitteln. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Das Gesundheitsamt wurde wegen Verstoßes gegen die Eindämmungsverordnung informiert.

15.24 Uhr: Berlins Industrie 2020 im Plus - Brandenburg im Minus

Gute Geschäfte der Pharmabranche haben im Corona-Jahr 2020 zu einem leichten Plus der Berliner Industrie beigetragen. Das Verarbeitende Gewerbe erzielte einen Umsatz von 25,5 Milliarden Euro, 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Donnerstag mitteilte. Davon entfielen nach vorläufigen Daten gut 8,6 Milliarden Euro auf pharmazeutische Erzeugnisse, 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Ihre Hersteller bilden in der Hauptstadt den umsatzstärksten Industriezweig.

Anders ist das in Brandenburg, wo etwa Luftfahrtzulieferer ansässig sind. Dort büßte das Verarbeitende Gewerbe insgesamt 4,3 Prozent seines Umsatzes ein und erzielte noch 23,1 Milliarden Euro. Zweistellig im Minus lag in Brandenburg der Auftragseingang. In den vergangenen Monaten legten jedoch die Bestellungen aus dem Inland wieder kräftig zu. Gezählt werden in der Statistik die 767 Industriebetriebe beider Länder mit 50 und mehr Beschäftigten.

Die Wirtschaft sprach von einem schwierigen Jahr für die Industrie, auch in der Hauptstadt. „Für die Berliner Industrie ist die Krise längst nicht vorbei“, teilte die Vereinigung der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg mit. Sie verwies auf den binnen Jahresfrist um knapp 3 Prozent geschrumpften Auftragsbestand. In Brandenburg sei die Lage noch problematischer. Die Bekämpfung der Pandemie sei für die Unternehmen entscheidend, hieß es.

14.01 Uhr: FU-Forscher entwickeln Methode, um Coronaviren zu zerstören

Forschern der Freien Universität ist es gelungen, mit einer entwickelten 2D-Nanoplattform (viruszerreißende Materialien) Viruspartikel zu zerstören. Demnach wird mit dieser Technik die Membranhülle des Coronavirus rupturiert. "Die neuartige graphenbasierte Nanostruktur kann damit zur Bekämpfung verschiedener Varianten des Coronavirus eingesetzt werden", hieß es in einer FU-Mitteilung am Donnerstag. „Wir gehen davon aus, dass das Nanosystem auch gegen neuartige Virusmutationen wirksam ist“, berichtete Prof. Dr. Rainer Haag. Ein Patent auf diese Funktionalisierungsstrategie mit produzierten Materialien sei bereits angemeldet worden.

13.46 Uhr: Berliner Verfassungsgericht bilanziert Rekordzahl an Anträgen

Beim Berliner Verfassungsgerichtshof sind im vergangenen Jahr so viele Beschwerden und Anträge eingegangen wie noch nie. „Die Zahl der Neueingänge war mit 260 die mit Abstand höchste seit Bestehen des Gerichts“, hieß es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Zu einem Teil sei die Entwicklung vielfältigen Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie geschuldet. 62 Verfahren hatten demnach einen unmittelbaren Bezug dazu, darunter 36 Eilrechtsschutzverfahren. So wandten sich Antragsteller an das Gericht, um von der Politik beschlossene Beschränkungen oder Bußgeldregelungen zu kippen - teils mit Erfolg.

13.01 Uhr: Zahl der Corona-Ansteckungen steigt weiter

In Brandenburg nimmt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter zu. Das Gesundheitsministerium in Potsdam berichtete am Donnerstag von 390 Fällen innerhalb eines Tages. Am Mittwoch waren es 297 Ansteckungen, vor einer Woche lag die Zahl bei 538. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um 23 auf insgesamt 2872. Die Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner sank für ganz Brandenburg von 72 auf 67,8. Vor einer Woche betrug die Sieben-Tage-Inzidenz rund 79.

Außer in drei Landkreisen liegt der Inzidenzwert mittlerweile unter 100. Den höchsten verzeichnet nach wie vor der Kreis Prignitz mit 149,7, gefolgt von Elbe-Elster (118,8) und Spree-Neiße (104,6). Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz meldete die Landeshauptstadt Potsdam mit 27,2, dahinter liegt die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder) (32,2). In Brandenburg sind bislang 146.666 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Davon haben 82.975 eine erste Impfung erhalten, 63.691 wurden bereits zum zweiten Mal geimpft.

Die Zahl der aktuell Erkrankten im Land sank um 15 auf 4864; 597 Patienten werden wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt; 138 von ihnen müssen intensivmedizinisch betreut und 98 beatmet werden. 66.333 Menschen gelten inzwischen als genesen - 382 mehr als einen Tag zuvor.

12.36 Uhr: LSB Brandenburg - Nur geringer Mitgliederrückgang 2020

Der Landessportbund Brandenburg verzeichnet nach eigenen Angaben durch die Corona-Pandemie erstmals einen Mitgliederverlust. Zu Jahresbeginn seien nach dem Stand von Donnerstag 343.747 Menschen in Brandenburg in einem Sportverein gemeldet gewesen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wären es 11.443 weniger. Demzufolge läge der Rückgang allerdings bei nur 3,22 Prozent.

Der LSB macht sich für ein Vorgehen stark, das an den Brandenburger Stufenplan für die Schulen gekoppelt ist. „Wir haben der Landesregierung um Ministerpräsident Dietmar Woidke dazu bereits einen ausführlichen Vorschlag unterbreitet und hoffen sehr, dass das Knowhow und die Erfahrungen des organisierten Sports berücksichtigt werden“, sagte LSB-Präsident Wolfgang Neubert.

12.24 Uhr: 225.470 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 3,9 Prozent

In Berlin sind mittlerweile 225.470 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,9 Prozent. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 146.665 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt demnach bei 3,3 Prozent. Die bundesweit höchste Impfquote vermelden Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit 4,1 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland bis dato 4.572.420 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 3,6 Prozent entspricht.

11.20 Uhr: Brandenburg will Polizisten früher als geplant gegen Corona impfen

In Brandenburg sollen Polizisten eine Corona-Impfung bekommen, obwohl sie nicht in der ersten Gruppe der Impfreihenfolge stehen. Das Gesundheitsministerium habe das Innenministerium darüber informiert, dass mehr Impfstoff von Astrazeneca zur Verfügung stehe als erwartet und damit auch die zweite Prioritätengruppe einbezogen werden könne, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Martin Burmeister, am Donnerstag. Es gehe zunächst um gut 1000 Polizisten im Streifendienst oder in Bereitschaft, die zum Beispiel auf Anti-Corona-Demonstrationen im Einsatz seien. Das verstoße nicht gegen die Impfreihenfolge. Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) darüber berichtet.

9.07 Uhr: Geld für Corona-Hilfen in Berlin bleibt liegen

Während Sportvereine, Kulturprojekte, Unternehmer und Selbstständige unter dem Lockdown leiden und dringend auf Unterstützung warten, sitzt Berlins Senat auf Millionen Euro, die für Corona-Hilfen vorgesehen waren. Wie auch der Bundesregierung ist es dem Land nicht gelungen, einen Großteil des Geldes an die Bedürftigen zu bringen.

Die Kasse dafür hatte sich die Koalition im vergangenen Sommer gut gefüllt. Insgesamt 525 Millionen Euro legte sich der Senat aus dem üppigen Kreditrahmen von mehr als sieben Milliarden Euro zurecht, um Hilfsprogramme zu starten. Aber die Effekte sind bisher überschaubar. Noch 330 Millionen Euro der guten halben Milliarde sind weder ausgegeben noch für dieses Jahr konkret verplant. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

6.18 Uhr: Trotz Corona-Ruhe nicht mehr Schädlinge in Berliner Museen

Auch die vergleichsweise Stille der Corona-Pandemie hat den Berliner Museen keine zusätzlichen Probleme durch Schädlinge verschafft. „Coronazeit-bedingte Veränderungen im Vorkommen von Schadinsekten sind bei den Staatlichen Museen zu Berlin derzeit nicht zu verzeichnen“, sagte der Leiter des Rathgen-Forschungslabors, Stefan Simon, der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar sei es in den Ausstellungsbereichen ruhiger geworden und Schädlinge bevorzugten es, ungestört zu sein, „aber es gibt damit auch weniger Ein- und Ausgänge im Leihverkehr, die Schädlingsbefall verursachen könnten“. Es gebe auch weniger Besucher und weniger Türen, die geöffnet würden. Zudem verwies Simon darauf, dass der Depotbetrieb normal weiter laufe. Damit griffen auch weiterhin die Maßnahmen im „Intergrated Pest Management“ genannten Schutzprogramm der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, zu der die Museen gehören.

In Großbritannien nahm nach einer Analyse der Denkmalschutzorganisation National Trust die Zahl von Schädlingen 2020 um elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. „Es besteht kein Zweifel, dass der Lockdown den Insekten gut getan hat“, sagte Konservatorin Hilary Jarvis der Nachrichtenagentur PA zufolge. Auch Schimmelpilze seien vermehrt aufgetreten.

+++ Mittwoch, 17. Februar 2021 +++

21.30 Uhr: Corona-Impfungen in Arztpraxen in Brandenburg geplant

In Brandenburg sollen perspektivisch auch Ärzte in ihren Praxen oder bei Hausbesuchen Corona-Impfungen anbieten dürfen. Die Landesregierung will dazu Modellvorhaben mit Hausärzten starten. Das ist ein Ergebnis des Brandenburger „Impfgipfels“ am Mittwoch. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte einer Mitteilung der Staatskanzlei zufolge: „Bundesgesundheitsminister Jens Spahn muss die Verordnung - wie von ihm angekündigt - schnell aktualisieren, denn wir kommen nur breit in die Fläche, wenn die Hausärzte eingebunden werden.“ Bislang dürfen die Arztpraxen keine Corona-Impfungen anbieten.

Woidke sagte weiter: „Nach den bundesweiten Engpässen und Ärgernissen werden wir voraussichtlich ab Mitte März in eine deutlich bessere Situation kommen. Dafür brauchen wir erheblich mehr Impfkapazitäten.“ Ergänzend zu den bestehenden elf Impfzentren würden - wie angekündigt - weitere Zentren oder regionale Impfstellen in sieben Kreisen eingerichtet: Prignitz, Havelland, Märkisch-Oderland, Potsdam-Mittelmark, Oder-Spree, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.

17.24 Uhr: Corona-Impfkampagne in Berliner Pflegeheimen abgeschlossen

Die Ende Dezember gestartete Corona-Impfkampagne in den Berliner Pflegeheimen ist nach Angaben der Gesundheitsverwaltung weitgehend abgeschlossen. Etwa 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner seien einmal und weit über 70 Prozent zweimal gegen Corona geimpft worden, sagte ein Sprecher am Mittwoch auf dpa-Anfrage. Die Differenz zwischen Erst- und Zweitimpfung sei darauf zurückzuführen, dass manche Menschen zwischenzeitlich erkrankt oder in ein Krankenhaus gekommen seien und so zunächst keine zweite Spritze bekommen hätten. „Hier arbeiten wir jetzt nach“, so der Sprecher. Einige mobile Impfteams seien deshalb nun nochmals in Pflegeheimen unterwegs. Andere Teams impften nunmehr Menschen in Pflege-WGs.

Laut Robert Koch-Institut wurden in Berlin bis einschließlich Dienstag 38.422 Pflegeheimbewohner einmal gegen Corona geimpft. 30.246 von ihnen erhielten die für eine Immunisierung wichtige Zweitimpfung.

17.04 Uhr: Bezirksamt Mitte untersagt Live-Berichterstattung

Das Bezirksamt Mitte hat der "Tagesschau" am Mittwoch untersagt, eine gemeinsam mit dem RKI veranstaltete Pressekonferenz zu einer neuen Corona-Studie live im Internet zu streamen. Zur Begründung teilte das Bezirksamt laut "Tagesschau" mit: "Nach unserer Auffassung wäre eine Einverständniserklärung aller Teilnehmenden erforderlich, die den Mitschnitt und die anschließende Veröffentlichung einiger Passagen gutheißen müssten, würde man Ihnen hier die Erlaubnis zum Mitschneiden und Veröffentlichen erteilen wollen. Dies ist nicht mehr zu bewerkstelligen. Hinzu kämen offene Fragen des Datenschutzes sowie womöglich auch des Urheberrechts, die das RKI als Urheberin der präsentierten Studiendaten primär prüfen und beantworten müsste."

Juliane Leopold, Chefredakteurin Digitales von "ARD aktuell", kritisierte die Entscheidung des Bezirksamtes: "Die Corona-Pandemie betrifft alle Lebensbereiche. Wir wollen und müssen die Menschen darüber so gut wie möglich informieren und sie dabei unterstützen, sich selbst ein Bild zu machen. Wir finden einen Präzedenzfall gefährlich, Livestreaming einer Pressekonferenz zur Corona-Lage zu verhindern." Auch der Deutsche Journalistenverband (DJV) äußerte scharfe Kritik an der Entscheidung der Behörde, keine Live-Berichterstattung zuzulassen.

16.54 Uhr: Schulleiter-Verband - Die meisten Lehrer würden Impfungen begrüßen

Impfungen für Lehrkräfte wären aus Sicht des Interessenverbands Berliner Schulleitungen (IBS) ein richtiger Schritt. „Das wäre sehr gut. Es gibt doch eine Art von Sicherheit“, sagte die IBS-Vorsitzende Astrid-Sabine Busse am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Ich denke, die meisten Kollegen würden das sehr begrüßen.“ Derzeit ist das nicht möglich, weil Lehrerinnen und Lehrer in der vom Bund festgelegten Reihenfolge für Impfungen noch nicht dran sind. Busse plädierte dafür, die Lehrkräfte möglichst in den Schulen zu impfen. „Das wäre viel effizienter“, sagte die Leiterin einer Grundschule in Neukölln.

Wenn mobile Impfteams, wie sie bisher für Impfungen der Bewohner von Pflegeheimen berlinweit im Einsatz wären, eine Schule an einem Tag durchimpfen könnten, lasse sich viel Zeit und Aufwand sparen. Ansonsten müssten die fast 100 Mitarbeiter ihrer Schule einen Termin im Impfzentrum vereinbaren und das möglichst so, dass sie dann nicht gerade unterrichten müssten.

16.40 Uhr: Brandenburgs Wirtschaftsminister - Keine Alleingänge bei Öffnungen

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hat Alleingänge des Landes bei der Öffnung von Geschäften, Restaurants, Hotels und Kultureinrichtungen abgelehnt. Man müsse auch Absprachen mit den Nachbarländern Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt treffen, sagte Steinbach am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss. Es dürften keine falschen Signale erzeugt werden, beispielsweise für den Tourismus. „Beim Lockdown geht es nachweislich darum, Mobilität und damit Kontakte einzuschränken“, betonte er.

Das könne nur funktionieren, wenn das System für Lockerungen für alle Bundesländer identisch sei. „Wir müssen aber dabei sein, wenn das Konzept entwickelt wird“, stellte er klar. Der Zeitplan sei aber klar: wer zuletzt geschlossen habe, öffne als erster und so gehe es weiter.

16.21 Uhr: 25 weitere Tote in Berlin, 445 Neuinfektionen, Inzidenz bei 53,7

In Berlin sind 25 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2670. Das teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Mittwochnachmittag mit.

445 neue Infektionen wurden bestätigt, 296 waren es am Dienstag. 5906 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 6063 waren es am Dienstag. 117.150 Menschen gelten inzwischen als genesen.

258 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, neun Patienten weniger als am Dienstag. 977 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 43 mehr als am Dienstag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 21,2 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 53,7 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,68 Grün.

In Berlin sind laut Robert Koch-Institut mittlerweile 220.234 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,3 Prozent bei den Erstimpfungen und 2,2 Prozent bei der zweiten Impfung.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Die Inzidenzen in den Berliner Bezirken

15.34 Uhr: Nach Lieferverzögerungen - Brandenburg bei Impfziel ausgebremst

Das Land Brandenburg hat nach Auskunft des Gesundheitsministeriums sein Ziel verfehlt, bis Mitte Februar allen Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen ein Impfangebot zu machen. In 277 der 341 vollstationären Pflegeheime hätten bislang Erstimpfungen stattgefunden, wie Ministeriumssprecher Gabriel Hesse am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Aufgrund der Lieferverzögerungen und Reduzierung von Lieferungen des Hersteller Biontech/Pfizer Mitte Januar sei Brandenburg beim Impfen ausgebremst worden, stellte der Sprecher fest. Hinzu komme der hemmende Faktor, dass der Impfstoff von Astrazeneca von der Ständigen Impfkommission (STIKO) nur für Personen unter 65 Jahren empfohlen werde.

15.03 Uhr: Möglicherweise mehr Infizierte in Berlin als bekannt

In Berlin könnten deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert sein, als die offiziellen Meldezahlen angeben. In der Corona-Studie „Corona Monitoring lokal“ des Robert-Koch-Instituts (RKI) in dem Bezirk Berlin-Mitte konnten Forscher in dem Zeitraum von 17. November bis 5. Dezember 2,2 Mal mehr Infektionen nachweisen. Ein RKI-Sprecher erläutert hierzu, angenommen in dem Zeitraum wären 100 Neuinfektionen beim Gesundheitsamt gemeldet worden, dann liege der Wert inklusive Dunkelziffer bei 220 Neuinfektionen.

Zudem hatten 4,4 Prozent der 2.287 Studienteilnehmer Antikörper gegen das Coronavirus im Blut. Seltener konnten die Antikörper bei Frauen im Vergleich zu Männern nachgewiesen werden. Außerdem zeigt die Studie auch, wie hoch der Anteil der Infizierten ist, die Krankheitssymptome haben oder hatten. Ersten Ergebnissen der Studie zufolge hatten die meisten Teilnehmer mit Antikörpern auch typische Symptome einer Coronavirus-Erkrankung. 80 Prozent gaben an, hohes Fieber, Atemnot, Kurzatmigkeit oder Geruch- und Geschmacksstörungen gehabt zu haben. Lediglich ein Fünftel der Teilnehmer mit nachgewiesenen Antikörpern hatten keine Symptome.

Insgesamt sind im Verlauf der Studie 21 akute SARS-CoV-2-Infektionen identifiziert worden. Das entspricht etwa einem Prozent der Studienteilnehmenden.

14.48 Uhr: Großteil der Jugendlichen mit Corona-Beschränkungen einverstanden

Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen in Brandenburg sind mit den Corona-Regeln weitgehend einverstanden und lehnen frühe Lockerungen sowie Verschwörungstheorien ab. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Jugendstudie zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie, die das Bildungsministerium bei der Universität Potsdam in Auftrag gegeben hat. „Diese Akzeptanz reicht in Abstufungen vom Distanzunterricht über die Kontaktbeschränkungen bis hin zu den Freizeitmöglichkeiten“, betonte Studienleiter Dietmar Sturzbecher am Mittwoch bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Für die Online-Umfrage wurden knapp 177.000 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 12 und 18 Jahren angeschrieben, knapp 10 Prozent haben geantwortet. Bei den Antworten zur Lebenszufriedenheit zeigte sich, dass der Zukunftsoptimismus bezogen auf den Beruf trotz der Einschränkungen in der Bildung ungebrochen ist. Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen schätzten ihre Chancen auf eine gesicherte Zukunft als „eher hoch“ oder „hoch“ ein.

14.24 Uhr: Start der Astrazeneca-Impfungen - Noch keine Einschätzung der Bedenken

Nach dem Beginn der Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca in Brandenburg konnte das Gesundheitsministerium am Mittwoch noch keine Einschätzung der Bedenken gegen den Impfstoff geben. „Noch ist es zu früh, allein anhand erster vergebener Astrazeneca-Impftermine eine Aussage über mögliche Vorbehalte treffen zu können“, sagte Ministeriumssprecher Gabriel Hesse der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte das Ressort an Pflegedienste, stationäre Pflegeeinrichtungen sowie an alle Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken Informationen zu diesem Impfangebot und zur Terminvergabe verschickt. Die Arbeitgeber müssten die Informationen an ihre Beschäftigten weitergeben, sagte Hesse. Es könne sein, dass einzelne Beschäftigte sie noch nicht erhalten haben.

13.56 Uhr: Testpläne für Schüler in der kommenden Woche

Es wird deutlicher, wie in der nächsten Woche, wenn die Erst- bis Drittklässler im Wechselunterricht in Berlins Schulen zurückkehren, in den Schulen getestet werden soll. Problem war bislang: Die Selbsttests, die bald bei Lehrkräften und Schülern eingesetzt werden sollen, werden bis zum 22. Februar noch nicht gesetzlich für die eigene Handhabung zugelassen sein. Das wird für Anfang März erwartet. Wie also die Lücke mit Tests schließen, damit sich Lehrkräfte und Schüler trotz Pandemie einigermaßen sicher in den Schulräumen fühlen? Die Senatsverwaltung für Bildung plant in dieser ersten Phase, dass „beginnend ab 22. Februar“ die Lehrkräfte in der Schule „durch geschultes Personal“ getestet werden. „Die Testungen erfolgen auf freiwilliger Basis“, heißt es in einem Schreiben an die Schulleitungen. DRK, DLRG, Malteser, Johanniter und andere Hilfsorganisationen werden die Test dann durchführen, außerdem auch Medizinstudenten. Die Mitglieder der Hilfsorganisationen sollen gleichzeitig zwei bis drei Schulangehörige schulen, damit die danach in der Schulgemeinschaft selbst die Testungen durchführen können. Getestet wird in dieser ersten Zeit nur schulisches Personal, keine Schüler.

Sobald das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte die Selbsttests dann für den Eigengebrauch zulässt, können die auch an die Familien der Schülerinnen und Schüler verteilt werden, damit die ab dann zwei Mal in der Woche zu Hause selbst den Test durchführen können. Zur Zulassung heißt es: „Sie kann nach Aussage der Gesundheitsverwaltung voraussichtlich Anfang bis Mitte März erfolgen“.

Die Tests selbst werden aktuell durch eine Spedition direkt an die Schulen geliefert. Erste Schulleitungen berichten davon, heute die Tests in Empfang genommen zu haben, die nun „frostfrei“ gelagert werden müssen.

13.30 Uhr: Brandenburgs Lehrer-Personalrat sieht Risiken im Wechselunterricht

Der Hauptpersonalrat der Lehrkräfte in Brandenburg will mit rechtlichen Schritten gegen den Start des Wechselunterrichts in den Grundschulen ab nächster Woche vorgehen. Die Personalvertretung warnt vor Engpässen für die Notbetreuung, wenn der Wechselunterricht zwischen Schule und zuhause noch neben dem Präsenzunterricht für Abschlussklassen startet, wie aus einem Schreiben an Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) vom Mittwoch hervorgeht. Außerdem müssten täglich FFP2- oder OP-Masken für alle Lehrer und Schüler zur Verfügung gestellt werden. Mit einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Potsdam solle das Recht auf Beteiligung der Vertretung am Arbeits- und Gesundheitsschutz eingefordert werden.

Der Hauptpersonalrat dringt außerdem auf einen Corona-Schnelltest pro Arbeitstag für Lehrer und Schüler. Er hält die jetzige Regelung nicht für ausreichend, nach der sich jede Lehrkraft und jeder Beschäftigter zwischen Mitte Februar bis Ende April per Corona-Schnelltest bis zu fünfmal in Arztpraxen testen lassen kann. Zudem seien Lüftungsgeräte für alle Schulen notwendig. Die Personalvertretung fordert auch, dass ab 100 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Schulen wieder schließen müssen.

11.59 Uhr: Zahl der Corona-Fälle steigt wieder - Rund 61.000 Zweitimpfungen

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg hat wieder zugenommen. Das Gesundheitsministerium in Potsdam berichtete am Mittwoch von 297 Neuinfektionen innerhalb eines Tages; am Dienstag waren es 150 Fälle. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung stieg um 32 auf insgesamt 2849. Mit 72 blieb im gesamten Land die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gegenüber dem Vortag gleich.

Bis auf die Prignitz (218) lagen hier alle Brandenburger Landkreise nach Angaben des Ministeriums am Mittwoch unter der kritischen Marke von 200. Die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz meldete die Landeshauptstadt Potsdam mit einem Wert von 31,1, gefolgt von der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) (32,9). In Brandenburg haben bislang 142 953 Menschen Impfungen gegen das Coronavirus erhalten. Davon wurden 81 989 einmal geipft, 60 964 erhielten bereits die zweite Spritze.

Die Zahl der aktuell Erkrankten im Land sank um 206 auf 4879. Aktuell werden 615 Patienten wegen einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt; 134 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut; 102 Menschen müssen beatmet werden. 65 951 Menschen gelten inzwischen als genesen - 468 mehr als einen Tag zuvor.

11.22 Uhr: Nachfrage nach Impfstoff Astrazeneca läuft langsamer an

Die Senatsverwaltung für Gesundheit sieht in der Pandemie bisher keine spürbare Ablehnung des Impfstoffs vom Hersteller Astrazeneca in Berlin. Die Vergabe laufe aber etwas langsamer an, sagte Sprecher Moritz Quiske am Mittwoch. In den Krankenhäusern werde das Personal geimpft. Da die Nebenwirkungen bekanntermaßen etwas stärker seien, werde meist etappenweise gespritzt, um dem Personal einen Tag Erholung zu gönnen.

Im Impfzentrum Tegel, das Astrazeneca anbietet, blieb die Nachfrage laut Quiske mit rund 5000 Immunisierungen bisher etwas hinter den Erwartungen zurück. Allerdings seien die Einladungen an tausende niedergelassene Ärzte auch erst Ende vergangener Woche mit den entsprechenden Codes herausgegangen. Das Winterwetter könne ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Es gebe jedoch keinen Anlass, aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit Astrazeneca Priorisierungen in Berlin zu ändern. „Bei Astrazeneca gibt es keine Wahlfreiheit“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD).

Der Impfstoff wird in Deutschland bisher nur bis zu einem Alter von 65 Jahren empfohlen. Nur Menschen über 80 Jahre können sich in Berlin ein Impfzentrum aussuchen und damit zumindest indirekt über den Impfstoff mitentscheiden, da jedes Zentrum nur von einem Hersteller beliefert wird. Astrazeneca wird dieser Gruppe aufgrund der Impfempfehlungen für Deutschland gar nicht angeboten.

10.53 Uhr: Ernst kündigt Lernstandserhebungen nach den Sommerferien an

Wie im vergangenen Jahr soll das Wissen der Brandenburger Schüler nach dem monatelangen Lockdown mit Lernstands-Erhebungen überprüft werden. „Die Schülerinnen und Schüler waren ja herausgefordert, selber ihren Lernvorgang zu steuern, und davon hängt es ja ab, wie gut das gelungen ist“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Inforadio des RBB. Mit den Lernstandserhebungen solle geprüft werden, welche Unterstützung die Schüler womöglich brauchen.

„Und letztes Jahr hat sich bewährt, das nach den Sommerferien zu machen, weil wir dann mit dem Schuljahresstart einen genauen Überblick haben“, sagte die Ministerin. Geprüft werden solle das Wissen in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache. „Das ist ein Instrument, das wir seit vielen Jahren anwenden in bestimmten Jahrgängen - 1,3, 5 ergänzt um 7“, sagte Ernst.

9 Uhr: Fünftes Berliner Corona-Impfzentrum öffnet - Shuttle eingerichtet

In Berlin hat das fünfte von sechs geplanten Corona-Impfzentren seinen Betrieb aufgenommen. Es befindet sich im Velodrom in Prenzlauer Berg (Pankow) und wird von der Johanniter Unfallhilfe betrieben. In der umgewidmeten Veranstaltungshalle kommt der Impfstoff des US-Herstellers Moderna zum Einsatz. Das Impfzentrum ist täglich von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Das Impfzentrum liegt direkt am S-Bahnhof Landsberger Allee und ist an die Ringbahn angebunden. Es wird außerdem von drei Straßenbahnlinien (M5, M6 und M8, Haltestelle Landsberger Allee) angefahren.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bieten für alle, die mit dem Auto kommen, täglich von 8.30 bis 13.30 Uhr einen Shuttle-Service mit zwei Kleinbussen an. Sie fahren laut BVG vom Parkhaus im Forum Landsberger Allee zum Impfzentrum und zurück, weil direkt am Velodrom keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Fahrt dauert den Angaben zufolge jeweils rund sechs Minuten.

Wann das sechste und letzte Berliner Impfzentrum startet, steht noch nicht fest. Es soll im Hangar 4 auf dem früheren Flughafen Tempelhof seinen Platz finden. Als erstes Impfzentrum war kurz nach Weihnachten das Zentrum in der Arena-Halle in Treptow eröffnet worden. Die weiteren sind auf dem Messegelände, im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding und im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel untergebracht. Bislang fehlt es an ausreichend Impfstoff, um alle sechs Impfzentren zu nutzen. Bislang fehlt es an ausreichend Impfstoff, um alle sechs Impfzentren zu nutzen.

Der Präsident des Landesverbandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Berlin Mario Czaja, sagte: „Damit gibt es hier für die Berliner einen neuen Ort der Hoffnung, denn mit der zunehmenden Zahl der Impfungen wächst auch die Zuversicht der Menschen, die Pandemie zu überwinden.“

Auch Burkhard Ruppert, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin (KV), kommentierte die Eröffnung des Impfzentrums im Velodrom: „Noch erfüllen die Impfzentren ihren Zweck, aber schon heute zeichnet sich ab, dass, sobald viel mehr Impfstoff in Berlin ankommt, in den Arztpraxen geimpft werden muss. Auf diesen Übergang bereiten wir uns bereits vor.“

6 Uhr: Hoffnung auf Öffnung - Normalität erst bei Inzidenzwert 10

Das klassische Weg-Bier ist wieder erlaubt. Alkoholika dürfen bis 23 Uhr verkauft und außerhalb von Parks auch konsumiert werden. Aber weitere Öffnungsschritte folgen frühestens in zwei bis drei Wochen. Zum Artikel geht es HIER!

5 Uhr: Corona-Impfung - Astrazeneca-Wirkstoff nur schleppend nachgefragt

Klinik-Mitarbeiter klagen über starke Reaktionen durch den Wirkstoff von Astrazeneca. Das Impfzentrum Tegel meldet zahlreiche Terminabsagen. Den ganzen Artikel lesen Sie HIER!

4.30 Uhr: Brandenburg startet Impfungen mit Präparat von Astrazeneca

In Brandenburg beginnen die Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca. Da der Impfstoff für Personen im Alter unter 65 Jahren empfohlen wird, sollen zuerst Pflegekräfte und Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen ein Impfangebot bekommen. In jedem der elf Impfzentren im Land sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums mehrere Impfstraßen dafür eingerichtet. Für die Terminvergabe steht demnach eine Sonderrufnummer zur Verfügung. Mitarbeiter der Call-Center sollen nun gezielt Pflegeeinrichtungen anrufen und über das Impfangebot mit Astrazeneca informieren.

Brandenburg hat bislang 21.600 Impfdosen von Astrazeneca erhalten, am Donnerstag wird noch einmal dieselbe Menge erwartet. Nach einer Lieferübersicht des Bundesgesundheitsministeriums sollen bis zum 1. April insgesamt 170.400 Impfdosen des Herstellers geliefert werden.

+++ Dienstag, 16. Februar 2021 +++

16.38 Uhr: Müller zu Corona-Inzidenz - „Grenzwert von 35 nicht erfunden“

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich gegen vorschnelle Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie gewandt. Gleichzeitig verteidigte er den dabei wichtigen Grenzwert von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. „Zunächst einmal ist der Grenzwert von 35 nicht erfunden“, sagte Müller, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, der „Rheinischen Post“. Schon seit November sei er im Infektionsschutzgesetz festgeschrieben als ein Wert, an dem breit angelegte Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssten.

„Nun kommt eine verschärfte Situation hinzu, nämlich eine deutlich ansteckendere Mutante, die uns alle sehr besorgt“, so Müller. „Wir müssen hier also sehr besonnen und vorsichtig mit Öffnungsschritten sein, wenn wir in keine dritte Welle rutschen wollen.“ Dazu habe es ein breites Einvernehmen in der Ministerpräsidentenkonferenz gegeben. „Gleichwohl habe auch ich stets deutlich gemacht, dass wir Lockerungen und Verschärfungen nicht von einem einzigen Wert abhängig machen können“, sagte Müller. „Für mich ist auch die Auslastung der Intensivmedizin hier von großer Bedeutung.“

Müller bezog sich damit auf Äußerungen des NRW-Ministerpräsidenten und neuen CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet, der sich am Montag gegen zu viel Bevormundung der Bürger im Kampf gegen Corona ausgesprochen hatte. Laschet warnte überdies vor einem zu einseitigen Fokus auf die Infektionszahlen. „Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet“, sagte Laschet. „Wir können unser ganzes Leben nicht nur an Inzidenzwerten abmessen.“ Man müsse all die anderen Schäden, etwa für Gesellschaft und Wirtschaft, genauso im Blick haben wie die Inzidenzzahlen.

16.18 Uhr: 25 weitere Tote - 296 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 56,3

In Berlin sind 25 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2645.

296 neue Infektionen wurden bestätigt, 196 waren es am Montag. 6063 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 6506 waren es am Montag. 116.574 Menschen gelten inzwischen als genesen.

267 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, zehn Patienten mehr als am Montag. 934 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, acht mehr als am Montag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 21,9 Prozent weiter auf Gelb. Der Inzidenz-Wert für Neuinfektionen ist mit 56,3 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,81 Grün.

14.50 Uhr: Zwei Drittel der November- und Dezemberhilfe in Brandenburg ausgezahlt

In Brandenburg sind nach Angaben der Investitionsbank des Landes (ILB) bislang zwei Drittel der November-und Dezemberhilfe ausgezahlt worden. 17.757 Anträge seien bislang eingegangen, abschließend bearbeitet wurden demnach 13.071. Das Volumen der Auszahlung betrage rund 133 Millionen Euro, sagte Sprecherin Ingrid Mattern.

Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sprach im RBB-Inforadio davon, dass 75 Prozent der Anträge bearbeitet und ausgezahlt seien. Ihm zufolge sind das etwa 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Er bescheinigte der Landesinvestitionsbank in diesem Zusammenhang gute Arbeit.

Dass Brandenburg soweit vorne liege, sei gut, sagte ILB-Sprecherin Mattern. „Wir hatten voriges Jahr jede Menge Gelegenheit, aus der Bearbeitung der Soforthilfe zu lernen.“

12.56 Uhr: Ostdeutscher Sparkassenverband sieht keine drohende Insolvenzwelle

Der Ostdeutsche Sparkassenverband rechnet in der Region nicht mit einer großen Welle an Unternehmens-Insolvenzen. „Die Liquidität der Unternehmen bietet noch keine Anzeichen, um von flächendeckend drohenden Insolvenzen zu sprechen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Zender. „Es wird Insolvenzen geben, wir haben einen Bug aus dem letzten Jahr. Aber ich bin überzeugt, dass wir keine große Insolvenzwelle bekommen werden“, ergänzte Verbandspräsident Michael Ermrich. Über Kredite, Stundungen und staatliche Zuschüsse sei die mittelständische Wirtschaft zumindest aktuell mit ausreichend Eigenkapital ausgestattet.

Je länger die Krise dauere, umso unsicherer werde indes die Situation. Zudem seien die großen Sorgen etwa im Einzelhandel oder der Gastronomie berechtigt. „Wir sehen die Not insbesondere einzelner Branchen in Folge des fortgesetzten Lockdowns und dass ausbleibende Hilfen zu Schwierigkeiten führen“, betonte Zender.

12.54 Uhr: Brandenburger CDU-Fraktion für Öffnung von Einzelhandel und Kultureinrichtungen

Die CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag hat sich für eine baldige Öffnung des Einzelhandels und der Kultureinrichtungen ausgesprochen. Eine Studie der Technischen Universität Berlin belege, dass die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus in diesen Bereichen überschaubar sei, sagte Fraktionschef Jan Redmann zur Begründung. „Daher können Einzelhandel, Kultur, Theater und Museen in den Vordergrund rücken, was wir öffnen können.“

Redmann forderte zudem, die Bau- und Gartenmärkte in Brandenburg noch vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz Anfang März wieder zu öffnen. Diese Märkte mit großen Verkaufsflächen unter freiem Himmel seien in vielen Bundesländern rund um Brandenburg geöffnet.

12.35 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog

Alle bisherigen Nachrichten und Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie in Berlin finden Sie hier in unserem vorangegangenen Newsblog.

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