Berliner helfen

Warme Wäsche für Obdachlose im Hofbräuhaus

Petra Götze
Im Hofbräuhaus in Mitte werden Kleiderspenden ausgegeben.

Im Hofbräuhaus in Mitte werden Kleiderspenden ausgegeben.

Foto: GEBEWO – Soziale Dienste

Im Hofbräuhaus in Mitte hat die gebewo einen Tagestreff für Obdachlose eingerichtet und verteilt Sachen zum Warmhalten.

Berlin.  Es war eine große Lieferung, um Leid zu lindern: 16 Paletten voller Kartons mit Thermounterwäsche, Wintersocken, Handschuhen, Schals, Fleecejacken und Thermosflaschen für Getränke sind in der vergangenen Woche am Hofbräuhaus in Mitte angekommen. Dort wird seit dem Lockdown kein Bier mehr ausgeschenkt, die Gastwirtschaft ist unter der Trägerschaft der Gebewo in eine Tagesstätte für Obdachlose umfunktioniert worden. Dank zusätzlicher Spendengelder konnte der soziale Träger über 4000 Artikel zum warmhalten kaufen. „Die Sachen gehen weg wie nichts, in nur wenigen Tagen haben wir bereits die Hälfte hier vor Ort ausgegeben oder direkt auf der Straße verteilt“, berichtet Svenja Ketelsen, Leiterin des Tagestreffs Mitte im Hofbräu Berlin.

Warme Unterwäsche und Socken sind in Kleiderkammern in der Regel Mangelware, da diese aus Hygienegründen nur neuwertig angenommen werden. Mit der Hilfe von Spendengeldern wurden für 25.000 Euro nicht nur Thermounterwäsche und Socken, sondern auch Fleecejacken, Schals, Handschuhe, Mützen, Thermosohlen, Thermositzkissen und Thermotrinkflaschen bei Tchibo eingekauft. „Wir haben die Ware für weniger als den Einkaufspreis erhalten. Dafür sind wir dem Unternehmen und allen Spendern sehr dankbar“, sagte Robert Veltmann, Geschäftsführer der Gebewo.

Trotz aller Bemühungen ausreichend Notübernachtungen und Tagesaufenthalte zur Verfügung zu stellen, trotz aller Kälte- und Wärmebusse, verbringen Obdachlose immer noch Tage und Nächte im Freien. „Wir wollen mit der warmen Wäsche für obdachlose Menschen einen Beitrag leisten, um ihre Gesundheit zu schützen und das Überleben zu sichern“, sagte Robert Veltmann