Polizei und Feuerwehr

Blaulicht-Blog: Männer in der Spree festgefroren

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 Auf der Spree in Berlin liegen bei Sonne viele Eisschollen.

Auf der Spree in Berlin liegen bei Sonne viele Eisschollen.

Foto: dpa

In unserem Blog finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr in Berlin und Brandenburg von Freitag, 12. Februar.

+++ Männer in der Spree festgefroren +++

Weil ihnen kalt war und sie über Hunger klagten, haben zwei Männer in Plänterwald im Osten Berlins einen Notruf abgesetzt. Da ihre Boote in der Spree festgefroren waren, konnten die beiden sich nicht mehr selbst um einen Essens- und Feuerholznachschub bemühen, wie ein Polizeisprecher am Freitag sagte. Die 44 und 35 Jahre alten Männer hatten nach eigenen Angaben bereits vier Tage gemeinsam mit einem Hund auf zwei Booten verbracht. „Da der Weg über das Eis zu gefährlich war, haben sie einen Notruf abgesetzt“, sagte der Sprecher. Die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr retteten die beiden Männer demnach per Schlauchboot aus dem Eis. Warum die beiden Männer trotz eisiger Temperaturen ihr Lager rund 50 Meter vom Ufer entfernt auf dem Gewässer aufgeschlagen hatten, war zunächst nicht bekannt.

+++ Polizei-Hubschrauber vertreibt Menschen vom zugefrorenen Müggelsee +++

+++ Mann stirbt bei Wohnungsbrand +++

Einsatzkräfte der Feuerwehr entdeckten am Donnerstagnachmittag bei einem Wohnungsbrand in Oberschöneweide eine tote Person. Ein Mieter des Wohnhauses in der Straße An der Wuhlheide nahm gegen 15.35 Uhr Brandgeruch wahr und alarmierte Polizei und Feuerwehr. Während der Bekämpfung des Feuers in der Hochparterrewohnung wurde eine tote Person gefunden, bei welcher es sich um den 68 Jahre alten Mieter handeln könnte.

Während des Einsatzes mussten die übrigen Bewohner des Hauses das Gebäude verlassen, konnten anschließend aber wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Weitere Personen wurde nicht verletzt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brand- und Todesursache übernommen.

+++ Kinder in Obhut genommen +++

In Neu-Hohenschönhausen sind drei Kinder im Alter von zwei, vier und sechs Jahren in Obhut genommen worden, zudem ermittelt die Polizei gegen den Vater. Wie die Polizei Berlin am Freitag mitteilte, hatten Beamte am 8. Februar gegen 17.30 Uhr in Neu-Hohenschönhausen bei einem Einsatz Vollzugshilfe für das zuständige Jugendamt Lichtenberg geleistet. Dem Jugendamt lag wegen des Verdachts der Kindeswohlgefährdung ein richterlicher Beschluss zur Begehung der Wohnung vor. Während des Einsatzes leisteten die 39 Jahre alte Mutter und der 42 Jahre alte Vater durch Tritte, Schläge, Geschrei und Spucken Widerstand, sodass die Polizistinnen und Polizisten körperliche Gewalt anwenden und beide Personen fesseln mussten. Aus diesem Grund wurden Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen eingeleitet. Eine Behandlung der leichten Verletzungen durch den angeforderten Rettungsdienst lehnten die Eltern ab.

Von Amtswegen wurden aufgrund öffentlicher Behauptungen des Vaters in den Medien, er sei grundlos geschlagen worden, eine Strafanzeige wegen Körperverletzung im Amt und wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat durch den Polizeilichen Staatsschutz beim Landeskriminalamt erstattet und Ermittlungen dazu eingeleitet.

+++ Polizei nimmt Bande von Trickdieben fest +++

Intensive Ermittlungen des Fachkommissariats beim Landeskriminalamt führten am Donnerstagmittag zu Festnahmen von zwei Frauen und einem Mann. Zivilfahnder beobachteten gegen 13.20 Uhr zwei ältere Damen, die ein Wohnhaus in der Rosenheimer Straße betraten und wie eine junge Frau an den beiden älteren Frauen vorbei auch in den Hausflur gelangte. Nach späteren Angaben der 84-jährigen Frau habe sie den Aufzug benutzt und ihre 80 Jahre alte Begleiterin und die junge Frau die Treppe. In ihrer Wohnetage angekommen, traf die 84-Jährige im Hausflur erneut auf die junge Frau, die sie nun bat, eine Nachricht für einen nicht angetroffenen Bekannten zu schreiben.

In der Wohnung der Seniorin soll die Unbekannte diese dann abgelenkt haben, während mutmaßliche Mittäter von ihr durch die nicht geschlossene Wohnungstür ebenfalls in die Räume gelangten und diese nach Wertsachen durchsuchten. Einige Zeit nachdem die junge Frau die Wohnung und das Haus verlassen hatte, habe die 84-Jährige das Fehlen von Schmuckstücken bemerkt.

Die Fahnder folgten der jungen Frau, die zwischenzeitlich in ein Auto zu einer Frau und einem Mann gestiegen war. In der Nähe der Wohnanschrift der 19-Jährigen in Pankow nahmen die Zivilfahnder alle Insassen des Fahrzeugs fest. Neben der 19-Jährigen wurde ein Ehepaar dem Fachkommissariat für Trickdiebstähle überstellt. Die 42-Jährige und ihr 44 Jahre alter Mann sowie die 19-Jährige stehen im Verdacht, mindestens vier versuchte und zwei vollendete Trickdiebstähle in den letzten Tagen begangen zu haben. Die Festgenommenen sind mit ähnlichen Taten bereits polizeilich bekannt geworden. Sie sollen am Freitag wegen des Verdachts des schweren bandenmäßigen Trickdiebstahls einem Richter vorgeführt werden. Die Ermittlungen dauern an.

+++ Hehlertrio hatte 30 gestohlene Laptops im Gepäck+++

Gegen 13 Uhr entdeckten Bundespolizisten am BER am Donnerstag während der Reisegepäckkontrolle eines Fluges nach Istanbul einen Koffer voller Notebooks. Eine Überprüfung ergab, dass diese zum Teil zur Fahndung ausgeschrieben waren. Daraufhin ermittelten die
Beamten den Besitzer des Koffers sowie weitere zwei Begleiter des Mannes. Diese beiden Männer hatten ebenfalls je ein weiteres Gepäckstück eingecheckt. Diese befanden sich schon im Flugzeug und wurden daraufhin zur Prüfung ausgeladen. In diesen Gepäckstücken befanden sich 14 weitere, zum Teil bereits gesuchte, Laptops verschiedener Hersteller.

Die Beamten nahmen die Besitzer der Koffer, zwei deutsche Staatsangehörige im Alter von 27 und 35 Jahren, am Abfluggate vorläufig fest. Der dritte Tatverdächtige war bereits während der grenzpolizeilichen Ausreisekontrolle verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft Berlin suchte seit September 2020 nach dem 27-Jährigen mit Haftbefehl, weil er gegen das Gesetz zur Beschränkung der Einfuhr gefährlicher Hunde verstoßen hatte. Der türkische Staatsangehörige bezahlte die offene Geldstrafe in Höhe von 2.670 Euro.

Die Bundespolizei beschlagnahmte insgesamt 30 Laptops, die sich in den Gepäckstücken des Trios befanden. Nach ersten Erkenntnissen stammen die 19 zur Fahndung ausgeschriebenen Notebooks aus einer Reihe unterschiedlicher Diebstähle. Die Ermittlungen zur Herkunft der weiteren Laptops dauern an. Die Beamten leiteten gegen die drei polizeibekannten Männer Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Hehlerei ein und setzten sie nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.

+++ Drei Festnahmen nach Einbruch in Transporter +++

In der vergangenen Nacht haben Polizisten in Heinersdorf drei Männer festgenommen, die in ein Auto eingebrochen sind. Zuvor hatten zivile Einsatzkräfte gegen Mitternacht in der Indrastraße drei Männer beobachtet, die sich an einem Transporter zu schaffen machten. Sie trugen Werkzeugkisten aus dem Renault zu ihrem Fahrzeug. Die Beamten nahmen die Männer im Alter von 24 bis 32 Jahren fest, als sie mit ihrem Auto flüchten wollten. Das Diebesgut hatten sie dabei. Es wurde dem Eigentümer wieder ausgehändigt. Die Festgenommenen wurden in ein Polizeigewahrsam gebracht, erkennungsdienstlich behandelt und für das Fachkommissariat der Direktion 1 eingeliefert. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an.

+++ Feuer in Fabrikhalle in Marienfelde gelöscht +++

Der Großbrand in einer metallverarbeitenden Fabrik im Süden Berlins ist nach mehr als 15 Stunden von der Feuerwehr gelöscht worden. „Das Feuer ist seit 11:30 Uhr aus. Die Warnmeldungen über KatWarn und NINA wurden soeben zurückgenommen“, twitterte die Feuerwehr am Freitag. Die weiteren Arbeiten, die Analyse ausgetretener Chemikalien und das Ableiten des zum Teil giftigen Löschwassers könnten aber noch lange dauern. „Es ist durchaus denkbar, dass wir noch bis morgens vor Ort sein werden“, hatte ein Feuerwehrsprecher am Freitagvormittag gesagt.

Der Brand war am Donnerstagabend gegen 20.00 Uhr in dem Industriegebiet in Marienfelde ausgebrochen. In der Nacht brannte die gesamte 5000 Quadratmeter große Fabrikhalle voll Behältern mit Säuren und Laugen. Eine Schadstoffwolke entwich aus der Halle. Gesundheitsgefährdende Grenzwerte wurden laut Feuerwehr aber nicht überschritten. Die Anwohner sollten aber Fenster und Türen geschlossen halten. 62 Anwohner wurden in ein Hotel gebracht. Bis zu 170 Feuerwehrleute waren in der Nacht gleichzeitig im Einsatz in der Motzener Straße.

+++ Tote in Werder/H. gefunden - Zwei Verdächtige festgenommen +++

Eine Frau ist in Werder/Havel (Potsdam/Mittelmark) in einer Wohnung getötet worden. Ein Zeuge habe am späten Donnerstagabend die Polizei alarmiert, berichteten die Polizeidirektion West und die Staatsanwaltschaft am Freitag. Die eingesetzten Beamten fanden die leblose Frau, bei der nur noch der Tod festgestellt werden konnte. Aufgrund der Auffindesituation müsse von einem Tötungsdelikt ausgegangen werden, erklärte die Polizei. Das Opfer habe deutliche Hinweise auf Gewalteinwirkung aufgewiesen.

Wenig später seien zwei tatverdächtige Männer vorläufig festgenommen worden, die vermutlich Bekannte der Frau seien, so die Polizei. Beide seien stark betrunken gewesen. Einer der Männer sei inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt worden, weil sich der Tatverdacht gegen ihn nicht erhärtet habe. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat und zu der Identität der Frau dauerten an.

+++ SEK-Einsatz in Treptow-Köpenick +++

An der Köpenicker Landstraße in Treptow-Köpenick hat ein Fußgänger am Freitag gegen 10.30 Uhr in einer Wohnung eine Person mit einer Waffe gesehen und die Polizei alarmiert. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) stürmte daraufhin die Wohnung. Die Beamten trafen niemanden an, fanden aber eine geladene Schreckschusswaffe. Die Ermittlungen laufen.

+++ Personen retten sich aus brennendem Wohnhaus +++

In der Straße Am Jartz in Lübars brannte am Freitagvormittag ein Wohnhaus. Zwei Personen konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr war mit 32 Einsatzkräften vor Ort.

+++ Fußgänger von Auto angefahren und schwer verletzt +++

Ein Fußgänger wurde am Donnerstagabend bei einem Unfall in Hellersdorf schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 76-Jährige gegen 18.10 Uhr die Janusz-Korczak-Straße in Richtung Lyonel-Feininger-Straße überquert haben, als er von einem Mazda einer 19-Jährigen erfasst wurde, die mit dem Fahrzeug in Richtung Stendaler Straße fuhr. Der Senior stürzte zu Boden und erlitt Kopf-und Beinverletzungen. Rettungskräfte brachten den Verletzten in ein Krankenhaus, wo er stationär behandelt wird.

+++ Farbbeutel auf Lichtenberger Rathaus geworfen +++

In der Nacht zu Freitag wurde eine Farbbeutelattacke am Rathaus Lichtenberg verübt. Gegen 4 Uhr morgens warfen Unbekannte mehrere Farbbeutel auf die Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes. Dabei ging auch ein Fenster zu Bruch. Der Vorfall wurde durch die Polizei aufgenommen und wird untersucht. Hinweise zu den Tätern nimmt jede Polizeidienststelle auf.

+++ Polizei nimmt drei Männer nach Taschendiebstahl fest +++

Einsatzkräfte des Landeskriminalamts haben am Donnerstagnachmittag drei Männer nach einem Taschendiebstahl festgenommen. Die Zivilfahnder hätten die Verdächtigen auf den Bahnhöfen der U5 in Friedrichshain und Mitte beobachtet, wie sie mehreren Fahrgästen mit Rucksäcken auf die Rolltreppen folgten, sie bedrängten und dabei mutmaßlich versucht hätten, sie zu bestehlen, so die Polizei. Im U-Bahnhof Weberwiese habe einer der drei unbemerkt den Rucksack einer 56-Jährigen geöffnet und daraus ein Portemonnaie gestohlen, in dem sich neben Geld auch Ausweise und eine EC-Karte befanden. Danach hätten die drei am U-Bahnhof Jannowitzbrücke versucht, an einem Automaten auf dem Bahnsteig mit der EC-Karte Geld abzuheben. Dabei nahmen die Beamten die drei Verdächtigen fest. Die Männer im Alter von 22, 25 und 26 Jahren wurden in ein Polizeigewahrsam gebrachtr und sollten am Freitag einem Haftrichter zum Erlass von Haftbefehlen vorgeführt werden.

( BM )