Corona-Newsblog Berlin

Elf weitere Tote, 196 Neuinfektionen, Inzidenz bei 57,4

| Lesedauer: 108 Minuten

Corona: Schnelltests bald für Zuhause

Corona: Schnelltests bald für zu Hause

Schnelltests sind an sich nichts Neues. Jedoch sind sie aktuell noch sehr unzuverlässig und auch nicht für den privaten Gebrauch gedacht. Das soll sich jetzt aber ändern.

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In Berlin sind aktuell 6506 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, die Inzidenz liegt bei 57,4. Nachrichten und Zahlen im Newsblog.

Berlin. Die Corona-Pandemie hat Berlin weiter im Griff. Impfungen, Inzidenz, Fallzahlen, Lockdown: In unserem Newsblog halten wir Sie über die aktuelle Corona-Lage in Berlin und Brandenburg ständig auf dem Laufenden. Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie in Deutschland, Europa und der Welt finden Sie in diesem Newsblog.

10.50 Uhr: Ernst kündigt Lernstandserhebungen nach den Sommerferien an

Wie im vergangenen Jahr soll das Wissen der Brandenburger Schüler nach dem monatelangen Lockdown mit Lernstands-Erhebungen überprüft werden. „Die Schülerinnen und Schüler waren ja herausgefordert, selber ihren Lernvorgang zu steuern, und davon hängt es ja ab, wie gut das gelungen ist“, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Inforadio des RBB. Mit den Lernstandserhebungen solle geprüft werden, welche Unterstützung die Schüler womöglich brauchen.

„Und letztes Jahr hat sich bewährt, das nach den Sommerferien zu machen, weil wir dann mit dem Schuljahresstart einen genauen Überblick haben“, sagte die Ministerin. Geprüft werden solle das Wissen in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und einer Fremdsprache. „Das ist ein Instrument, das wir seit vielen Jahren anwenden in bestimmten Jahrgängen - 1,3, 5 ergänzt um 7“, sagte Ernst.

+++ Dienstag, 16. Februar 2021 +++

13.10 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog

Alle neuen Informationen, Zahlen und News finden Sie HIER!

12.38 Uhr: Pankow lässt Parkplatz-McFit in Heinersdorf wieder schließen

Es sollte die Chance sein, Fitnessstudios im Lockdown mit Hilfe von Außenflächen wieder zu öffnen. Doch das neue McFit Outdoor-Angebot auf einem Parkplatz vor der Filiale in Heinersdorf hat jetzt auf Anordnung des Bezirksamts Pankow nur drei Tage nach der Eröffnung den Betrieb beendet. „Leider wurde aufgrund einer Anordnung des Ordnungsamtes unser Outdoor Gym vorerst wieder geschlossen. Wir bleiben dran für euch“, gibt das Unternehmen auf der Internetseite des neuen Projekts bekannt. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

12.37 Uhr: Studie - Corona-Pandemie verschärft Rechtsextremismus in Europa

Antisemitische Verschwörungstheorien wie die QAnon-Ideologie haben sich laut der Berliner Amadeu Antonio Stiftung während der Corona-Pandemie über ganz Europa verbreitet. Mutmaßungen über vermeintliche Eliten, Lockdown-Entscheidungen und Impfkampagnen seien mittlerweile in rechtsextremen Gruppen auf dem ganzen Kontinent zu finden, heißt es in der am Dienstag vorgestellten Untersuchung über Rechtsextremismus - und terrorismus in Europa.

Für die Untersuchung „State of Hate - Far Right Extremism in Europe“ wurden im Auftrag der Amadeu Antonio Stiftung, der britischen Nichtregierungsorganisation HOPE not Hate Charitable Trust und der schwedischen Expo-Stiftung 12.000 Bürger in acht europäischen Ländern zu politischen und gesellschaftlichen Themen befragt. Außerdem legt die Studie Länderberichte zu 32 Staaten vor.

11.28 Uhr: Brandenburg plant eigene Kampagne für Corona-Schutzimpfung

Nach ihrem im Dezember gestarteten Internet-Informationsportal für die Corona-Schutzimpfung plant die Brandenburger Landesregierung eine Aufklärungs- und Informationskampagne. Die landesspezifische Aktion soll im Laufe dieses Jahres starten und die bundesweite Kampagne für eine Impfung gegen Covid-19 unterstützen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Zugleich spricht sich die Landesregierung erneut gegen eine Impfpflicht aus. Impfungen gehörten jedoch unstrittig zu den bewährten Mitteln, um übertragbare Krankheiten zu bekämpfen. Dies setze aber eine sorgfältige Aufklärung voraus. Basis für eine hohe Impfbereitschaft seien daher umfangreiche und transparente Informationen.

Mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin-Brandenburg und dem Deutschen Roten Kreuz hatte das Gesundheitsministerium im Dezember das Onlineportal www.brandenburg-impft.de gestartet. Darauf würden alle wichtigen Informationen für die nationale Impfstrategie im Land Brandenburg veröffentlicht, heißt es weiter. Informationen des Bundes über die Corona-Pandemie können über das Onlineportal www.zusammengegencorona.de abgerufen werden.

11.15 Uhr: 210.345 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 3,6 Prozent

In Berlin sind mittlerweile 210.345 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,6 Prozent. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 140.118 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt demnach bei 3,2 Prozent. Die bundesweit höchste Impfquote vermeldet Thüringen mit 4,0 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland bis dato 4.284.554 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 3,4 Prozent entspricht.

11.08 Uhr: 150 neue Corona-Fälle in Brandenburg - Inzidenzwert bei 72

Innerhalb eines Tages haben sich nach Angaben des Gesundheitsministerium 150 Menschen in Brandenburg mit dem Coronavirus angesteckt. Das ist ein leichter Rückgang gegenüber dem Vortag, da waren es 153 Corona-Neuinfektionen. Allerdings hatten fünf der 14 Landkreise am Montag keine neuen Infektionen gemeldet. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung stieg um 26 auf insgesamt 2817 seit Beginn der Pandemie, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sank für ganz Brandenburg gegenüber dem Vortag leicht von 73,5 auf 72. Alle Brandenburger Landkreise lagen nach Daten des Ministeriums am Dienstag unter der kritischen Marke von 200. Ab diesem Wert sollen Kitas geschlossen werden. Die höchste Inzidenz verzeichnete der Landkreis Prignitz mit einem Wert von 193. Die wenigsten Ansteckungen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner meldete die kreisfreie Stadt Frankfurt (oder) mit einem Wert von 27,7, gefolgt von der Landeshauptstadt Potsdam (29,4).

613 Patienten werden wegen einer Covid-Erkrankung im Krankenhaus behandelt, 130 von ihnen werden intensivmedizinisch betreut, 100 müssen beatmet werden. 65.483 Menschen gelten als genesen - 478 mehr als einen Tag zuvor. Aktuell sind 5085 Menschen erkrankt, ein Rückgang um 354.

Bislang sind in Brandenburg insgesamt 140.117 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Davon erhielten 81.672 eine erste Impfung, 58.445 Menschen wurden bereits das zweite Mal geimpft.

10.52 Uhr: Bezirk Mitte liefert Luftfilter an Schulen aus

10.50 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung fordert bevorzugte Impfungen für Ärzte

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin fordert eine bevorzugte und rasche Impfung aller niedergelassenen Ärzte, Therapeuten und des medizinischen Personals in den Praxen gegen das Coronavirus. „Diejenigen, die andere jeden Tag behandeln, medizinisch versorgen und schützen, müssen selbst geschützt sein“, heißt es in einer Erklärung der KV-Vertreterversammlung. Die Haus- und Fachärzte bildeten „den ersten Schutzwall bei der Corona-Bekämpfung“, mehr als 90 Prozent der Covid-Patienten würden ambulant behandelt. Bei jedem unmittelbaren Patientenkontakt bestehe für sie und ihre Mitarbeiter die Gefahr einer Ansteckung.

Aktuell habe die KV von der Gesundheitsverwaltung 16.500 Codes erhalten, über die sich bestimmte niedergelassene Ärzte und medizinische Fachangestellte für eine Impfung in einem Impfzentrum anmelden können. Das betrifft etwa Haus-, HNO-, Lungen- oder Augenärzte.

„Damit wird gerade einmal ein Bruchteil der in der ambulanten Versorgung Tätigen geimpft“, kritisierte die Vorsitzende der KV-Vertreterversammlung, Christiane Wessel. „Das ist vor dem Hintergrund, dass die Vertragsarztpraxen die wichtigsten Anlaufstellen während der Pandemie sind und so gut wie alle Arztgruppen täglich unmittelbaren Patientenkontakt haben, nicht akzeptabel.“

Laut KV gibt es in Berlin rund 6800 Arztpraxen mit mindestens einem, oft mehreren Ärzten und zumeist mehreren Angestellten.

10.30 Uhr: Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg fordert Öffnungsstrategie für Schulen


Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert bundesweit einheitliche und klare Standards für Schulöffnungen in den Bundesländern. „Zum Wohle der Kinder und zur Entlastung der Eltern müssen die Schulen so schnell wie möglich und als erstes öffnen, die Bundesländer sollten sich dazu auf eine möglichst einheitliche Öffnungsstrategie verständigen“, sagt Nikolaus Breuel, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrats Berlin-Brandenburg. „Regelmäßiger Unterricht für Grundschüler wäre sehr wichtig, denn sie brauchen dringend soziale Kontakte. Für höhere Jahrgänge und Abschlussklassen wäre Wechselunterricht in festen Gruppen denkbar. In keinem Bundesland mit Inzidenzzahlen unter 50 dürfen Schulöffnungen weiter herausgezögert werden – Kinder brauchen Bildung, Eltern und Wirtschaft benötigen Planungssicherheit.“


Um das Risiko von Infektionen in den Schulen möglichst gering zu halten, empfiehlt der Wirtschaftsrat Berlin-Brandenburg regelmäßige Tests für Schüler und Lehrkräfte – idealerweise täglich, wenigstens aber einmal wöchentlich. „Eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler im Unterricht und auf dem Schulgelände schafft zusätzliche Sicherheit“, ist Dr. Breuel überzeugt. „Lehrer müssen zudem schneller geimpft werden als bisher geplant. Auch hier sollten alle Bundesländer an einem Strang ziehen.“


Gleichzeitig müssen sich die Schulen nach Ansicht des Wirtschaftsrates Berlin-Brandenburg besser auf digitalen Unterricht einstellen. „Das Thema muss auch nach der sukzessiven Schulöffnung weiterhin oberste Priorität haben".

9.03 Uhr: Corona - Mehr Berliner Teenager in der Psychiatrie

Laut der Krankenkasse DAK haben sich seit der Pandemie die Einweisungen in die Psychiatrie in Berlin fast verdoppelt. Lesen Sie HIER den ganzen Artikel!

8.08 Uhr: Zahl der Kinobesucher im Corona-Jahr extrem gesunken

Die Besucherzahlen deutscher Kinos sind in der Pandemie drastisch eingebrochen. Im vergangenen Jahr wurden rund 38,1 Millionen Tickets verkauft - etwa 80,5 Millionen weniger als noch ein Jahr zuvor. Das entspricht einem Rückgang von rund 68 Prozent, wie aus Zahlen der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin hervorgeht. Dass 2020 für die Kinos dramatisch sein würde, hat sich schon beim ersten Corona-Lockdown Mitte März angekündigt“, heißt es in der Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Kinos waren bereits im Frühjahr 2020 mehrere Wochen geschlossen, wegen der Abstandsregeln durften auch im Sommer und Herbst nur deutlich weniger Besucher in die Kinosäle. Seit November sind Filmtheater und andere Einrichtungen bundesweit wieder dicht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Im vergangenen Jahr machten die Kinos entsprechend weniger Umsatz. Sie nahmen laut Erhebung rund 318 Millionen Euro ein - etwa 69 Prozent weniger als noch im Jahr 2019. Damals hatten die Kinos mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt. Dank Blockbustern waren die Besucherzahlen damals wieder gestiegen.

Auch diesmal hätten große Produktionen auf die Leinwand kommen sollen. Wegen der Pandemie wurde aber zum Beispiel der Start des neuen „James Bond“-Films mehrfach verschoben. „Keine Zeit zu sterben“ soll nach jetziger Planung im Herbst 2021 anlaufen. Noch ist unklar, wie lange die deutschen Kinos geschlossen bleiben.

7.48 Uhr: Lehrerverbände gegen Schulöffnung am 22. Februar

Berlins organisierte Lehrerschaft macht Front gegen die vom Senat geplanten ersten Schritte für eine Wiederöffnung der Schulen ab dem 22. Februar. Nachdem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Rückkehr in den Präsenzunterricht schon vergangene Woche als „zu früh“ kritisiert hatte, legte nun der Verband Bildung und Erziehung (VBE) nach.

Die Organisation, die die verbeamteten Lehrkräfte vertritt, teilt die Position der GEW. Im Vergleich zum Zeitpunkt der Schulschließung vor zwei Monaten habe sich die Situation kaum geändert, sagte die VBE-Landesvorsitzende Heidrun Quandt am Montag. „Weder gibt es regelmäßige Tests für die Schülerschaft und das pädagogische Personal, noch Impfungen oder ausreichende Luftfilter an allen Schulen und in allen Klassenräumen.“

Lediglich das Tragen von Masken für alle Altersgruppen der Schülerschaft sei jetzt vorgesehen. Diese Vorgabe werde jedoch auf Druck von Elternvertretungen an etlichen Schulen unterlaufen, befürchtet Quandt. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

6.02 Uhr: Impfungen beim Hausarzt in Berlin sollen im März beginnen

Die Corona-Impfungen sollen in Berlin so schnell wie möglich auch von den niedergelassenen Ärzten angeboten werden. „Die Impfungen in Arztpraxen werden im März oder spätestens im April anfangen“, sagte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin, Burkhard Ruppert, am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Deshalb müssten die Praxen nun „möglichst früh“ in die Planungen einbezogen werden, forderte er. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

5.33 Uhr: „Spuckschutz“-Umbau der Busse ruht wegen Zusatzbussen

Die Umrüstung der Berliner Busflotte mit fest installierten Schutzscheiben für die Fahrer ruht bis auf Weiteres. Eigentlich wollte die BVG bis Ende Februar alle Busse entsprechend umgebaut haben. Derzeit seien die zuständigen Monteure aber vor allem damit beschäftigt, bis zu 100 alte Busse wieder für den Einsatz fit zu machen, sagte ein Sprecher der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Sie sollen demnach als Zusatzfahrzeuge in diesen Tagen nach und nach auf die Straße kommen, um im anlaufenden Schulverkehr das Angebot zu erhöhen. Für den Umbau der regulären Flotte mit den „Spuckschutz“-Scheiben gebe es deshalb derzeit keine Kapazitäten. Es fehlten noch rund 180 der 1384 Busse, sagte der Sprecher. Wann die übrigen Fahrzeuge dran kommen, sei derzeit offen.

5.32 Uhr: Pandemie-Studie - Mehr Berliner Kinder und Teenager in der Psychiatrie

In Berlin kommen seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich mehr Kinder und Jugendliche zur Behandlung in psychiatrische Kliniken. Das geht aus einer Sonderauswertung der Krankenkasse DAK hervor, die am Dienstagvormittag veröffentlicht werden soll. Danach haben sich in der Hauptstadt im ersten Halbjahr 2020 Psychiatrie-Einweisungen junger Menschen fast verdoppelt.

Die Zahlen beruhen nach DAK-Angaben auf anonymisierten Daten von rund 38.000 Berliner Kindern und Jugendlichen. Im ersten Halbjahr 2019 wurden danach 22 junge Leute bis 17 Jahre wegen depressiver Episoden in Klinik-Psychiatrien behandelt. In den ersten sechs Monaten 2020 waren es 39. Das scheint nicht viel. Allerdings kamen 2020 in diesem Zeitraum nur 928 über die DAK versicherte Berliner Kinder und Teenager überhaupt stationär in eine Klinik. Die Steigerungsrate von 84 Prozent in der Psychiatrie wertet DAK-Landeschef Volker Röttsches deshalb als „besorgniserregende Entwicklung“.

5.02 Uhr: Bei den Einschulungsuntersuchungen drohen Verzögerungen

Die Untersuchungen für Kinder, die im Sommer eingeschult werden sollen, drohen sich auch in diesem Jahr zu verzögern oder zum Teil ganz auszufallen. Mehr als 34.000 Kinder könnten nach Angaben der Bildungsverwaltung in Berlin nach den nächsten Sommerferien in die Schule kommen. Bevor es so weit ist, soll eigentlich ihr Entwicklungsstand untersucht werden. Doch wie im Vorjahr droht die Corona-Pandemie bei der Einschulungsuntersuchung (ESU) manches durcheinander zu bringen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Berliner Bezirken zeigt.

So steht in Reinickendorf für die Untersuchung weniger Personal als in den Vorjahren zur Verfügung. Das Ziel ist nach Angaben aus dem Bezirksamt aber, jedes infrage kommende Kind zu untersuchen. In Tempelhof-Schöneberg heißt es ebenfalls, die Untersuchungen gebe es nur in reduziertem Umfang, „da das Fachpersonal dringend im Pandemiestab benötigt wird“. Ob alle infrage kommenden Kinder untersucht werden können, sei noch nicht abzuschätzen.

In Friedrichshain-Kreuzberg werden die Untersuchungen nach Angaben des Bezirksamts vorrangig bei Kindern durchgeführt, bei denen Anhaltspunkte bestehen, dass die Einschulung nicht erfolgen kann oder zusätzliche Unterstützung benötigt wird. „Die bestehenden Hygieneregeln erfordern einen bis zu doppelt so hohen Zeitaufwand für eine Untersuchung“, so das Bezirksamt. „Es ist davon auszugehen, dass nicht alle Einschulungsuntersuchungen erfolgen werden können.“

+++ Montag, 15. Februar 2021 +++

19.20 Uhr: Aktuell 37 Berliner Polizisten mit Corona infiziert

Bei der Berliner Polizei sind aktuell 37 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Das meldet der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Berlin, Benjamin Jendro, am Montag bei Twitter. 66 weitere Personen befänden sich in Quarantäne. "Die Zahl Corona-Betroffenen in der @polizeiberlin sinkt weiter - Maßnahmen greifen, zurücklehnen sollten wir uns nicht! Immerhin weiß man jetzt, wer zuerst geimpft werden soll, wenn man Impfstoff hat", so Jendro.

16.48 Uhr: Gesundheitssenatorin würde Impfungen für Lehrer in Schulen begrüßen

Aus Sicht der Berliner Gesundheitsverwaltung wäre es vernünftig, Lehrerinnen und Lehrer direkt in den Schulen impfen zu lassen. „Wir würden das begrüßen“, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag dazu auf Anfrage mit. „Allerdings müsste der Bund dazu die Impfverordnung entsprechend anpassen, und der Bund müsste dafür auch genügend Impfstoff bereitstellen.“ Wie der „Tagesspiegel“ am Montag berichtete, erwägt der Senat, die Lehrkräfte durch Ärzte in den Schulen impfen zu lassen. Dem Bericht zufolge könnten das die mobilen Impfteams übernehmen, die bisher zu den Impfungen in die Berliner Pflegeheime gefahren sind.

Bislang ist das noch nicht möglich, weil Lehrerinnen und Lehrer derzeit nicht vorrangig geimpft werden sollen - also in der Reihenfolge der zu impfenden Gruppen noch nicht dran sind. Die Senatsverwaltung für Bildung hielt sich zu dem Thema weitgehend bedeckt. „Wir unterstützen alles, was dem Infektionsschutz des Dienstpersonals und der Schülerinnen und Schüler dient“, teilte deren Sprecher, Martin Kleßmann, am Montag mit.

16.45 Uhr: Elf weitere Tote, 196 Neuinfektionen, Inzidenz bei 57,4

In Berlin sind elf weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2620. Das meldete die Senatsgesundheitsverwaltung am Montagnachmittag.

196 neue Infektionen wurden bestätigt, 71 waren es am Sonntag. 6506 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 6862 waren es am Sonntag. 115.860 Menschen gelten inzwischen als genesen. Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf haben keine Zahlen gemeldet.

257 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, elf Patienten weniger als am Sonntag. 926 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, zwölf weniger als am Sonntag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 21,2 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 57,4 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,94 Grün.

In Berlin sind mittlerweile 204.039 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,42 Prozent bei den Erstimpfungen und 2,0 Prozent bei der zweiten Impfung.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Die Inzidenzen in den Berliner Bezirken


15.46 Uhr: Für 9000 Brandenburger werden neue Impftermine vereinbart

Für mindestens 9000 Brandenburger, deren Corona-Impftermine wegen Impfstoffmangels im Januar abgesagt werden mussten, werden ab sofort neue Termine vereinbart. Die Betroffenen würden seit Montag vom Call-Center angerufen, teilte die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg (KVBB) mit. Betroffen waren Erstimpfungen in den Impfzentren Potsdam, Cottbus und Schönefeld (Dahme-Spreewald).

An mindestens drei verschiedenen Tagen wird es laut KVBB insgesamt fünf Anrufversuche geben. Falls die Impfberechtigten dann immer noch nicht erreicht wurden, werde ein Impftermin per Post zugesandt. „Sollte dieser Termin durch den betroffenen Bürger nicht eingehalten werden können, kann er den Termin absagen und nach Verfügbarkeit neu buchen“, hieß es in der Mitteilung.

15.44 Uhr: Zoos und Tierparks wieder geöffnet: Noch kein Andrang

Nach der überraschenden Entscheidung zur Öffnung ist der Betrieb in den brandenburgischen Tierparks und Zoos langsam angelaufen. „Wir hatten heute nur wenige Gäste, aber das muss sich ja auch erstmal wieder 'rumsprechen“, sagte die Sprecherin des Wildparks Schorfheide, Imke Heyter, am Montag. Am Wochenende habe der Tierpark zunächst einmal alle Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen müssen, sagte sie. „Am kommenden Wochenende soll es ja wärmer werden, dann wird der Betrieb schon wieder laufen.“ Alle Besucher, die selbst in Kurzarbeit seien, müssten nur den reduzierten Eintritt für Kinder zahlen, so Heyter. Das Kabinett hatte am Freitag entschieden, dass Zoos und Tierparks am Montag wieder öffnen dürfen.

Auch im Wildpark in Johannismühle hofft Sprecher Jan Tayeb auf milde Temperaturen am Wochenende. „Bislang waren nur etwa zehn Familien da - aber es ist ja auch keine Urlaubszeit“, meinte er. Der Betrieb habe schnell wieder hochgefahren werden können, sagte Tayeb. „Wir waren aber auch gar nicht so richtig im Winterschlaf.“

Im Tierpark Cottbus haben einige Besucher die Öffnung der Außenanlagen genutzt und sind mit ihren Kindern spazieren gegangen. Noch seien bei den eisigen Temperaturen nicht all zu viele Tiere draußen, sagte Tierinspektor Lutz Robel. Aber das werde sich im Laufe der Woche ändern, wenn es wärmer werde. Dann seien unter anderem Zebras, Rentiere, Tiger und Kamele zu besichtigen.

Der Tierpark hat bis zu 40 Außenanlagen und beherbergt 150 Tierarten. Auch der Kiosk des Tierparks ist bereits offen und verkauft warme Getränke zum Mitnehmen. Ende Januar hatte der Tierpark zum ersten Mal den Nachwuchs seines China-Leoparden-Paares öffentlich gezeigt. Momentan leben fünf China-Leoparden im Tierpark Cottbus.

15.28 Uhr: Weitere Nachweise von Corona-Mutante in Klinikum Spandau

Nach dem Ausbruch einer ansteckenderen Corona-Variante am Vivantes-Klinikum in Berlin-Spandau ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 60 gestiegen. Unter den Infizierten seien 21 Mitarbeiter, teilte der landeseigene Klinikkonzern am Montag mit. In der Vorwoche waren 55 Fälle der Variante B.1.1.7 bekannt gewesen.

Bei Tests von 1200 Mitarbeitern wurden nach Vivantes-Angaben neun weitere Corona-Infektionen bei Menschen ohne Symptome gefunden. Die positiven Tests würden nun auch auf Virusvarianten untersucht. Bis 25. Februar gilt ein Aufnahmestopp an dem 600-Betten-Haus. „Die Rettungsstelle ist gesperrt und wird von der Notfallrettung nicht mehr angefahren“, erklärte Vivantes.

Laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) sind in Berlin bislang 361 Nachweise der in Großbritannien entdeckten Variante B.1.1.7 bekannt. Diese Variante ist auch international auf dem Vormarsch. Experten erwarten einen Anstieg des Anteils von besonders ansteckenden Mutanten an den Corona-Infektionen.

Wie verbreitet Varianten bundesweit schon sind, wird vom Robert Koch-Institut (RKI) untersucht. Ergebnisse einer zweiten Erhebung werden in dieser Woche erwartet. In einer ersten Stichprobe von Ende Januar lag der Anteil von B.1.1.7 bei knapp sechs Prozent.

15.23 Uhr: Berliner Rotes Kreuz eröffnet Corona-Testzentrum

Der Berliner Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat ein Testzentrum für Corona-Schnelltests eröffnet. Wie das DRK Berlin am Montag mitteilte, können sich dort alle Berliner auf das Coronavirus testen lassen. Für Menschen, die Sozialleistungen beziehen, einen BerlinPass besitzen oder obdach- bzw. wohnungslos sind, ist der Test kostenlos. Nachweise sind vor Ort vorzulegen. Für alle anderen wird der Test für nur 26,95 Euro pro Person angeboten. Die Bezahlung ist ausschließlich bargeldlos möglich. Landesgeschäftsführerin Gudrun Sturm erklärt: „Wir wollen mit der Eröffnung unseres Testzentrums die Eindämmung des Coronavirus weiter aktiv unterstützen. Wichtig ist uns, dass gerade auch sozial benachteiligte Menschen den Weg zu uns finden und nach 20 Minuten Sicherheit haben, ob sie mit dem Virus infiziert sind oder nicht. Ich freue mich besonders, diesen Menschen die Tests kostenlos anbieten zu können.“

Das Testzentrum befindet sich in der DRK-Landesgeschäftsstelle, Bachestraße 11, 12161 Berlin. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 14 - 19 Uhr. Anfahrt: Fußläufig vom S+U-Bhf Bundesallee oder vom U-Bhf Friedrich-Wilhelm-Platz. Parkmöglichkeiten sind begrenzt.

15.18 Uhr: Fünftes Impfzentrum in Berlin geht am Mittwoch an den Start

Das fünfte Impfzentrum in Berlin soll am Mittwoch im Velodrom in Prenzlauer Berg den Betrieb aufnehmen. In der Veranstaltungshalle mit Radrennbahn im Bezirk Pankow kommt der Impfstoff des US-Herstellers Moderna zum Einsatz, wie die Sprecherin der Impfzentren, Regina Kneiding, am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Betrieben werde die Einrichtung von der Johanniter Unfallhilfe. Sie soll täglich zunächst von 9 bis 14 Uhr geöffnet sein.

Wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Montag mitteilten, ist das neue Impfzentrum mit den Straßenbahnen der Linien M5, M6 und M8, der Buslinie 156 und mit den Ringbahnlinien der S-Bahn erreichbar. Die Haltestelle ist Landsberger Allee.

Die BVG bietet für diejenigen, die mit dem Auto kommen, zunächst täglich von 8.30 bis 13.30 Uhr einen Shuttle-Service mit zwei Kleinbussen an. Sie fahren laut BVG vom Parkhaus im Forum Landsberger Allee zum Impfzentrum und zurück, weil direkt am Velodrom keine Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Fahrt dauert den Angaben zufolge jeweils rund sechs Minuten.

Insgesamt sind sechs Impfenzentren in Berlin geplant. Wann das letzte startet, steht Kneiding zufolge noch nicht fest. Es hat im Hangar 4 auf dem früheren Flughafen Tempelhof seinen Platz. Als erstes Berliner Impfzentrum war kurz nach Weihnachten das in der Arena-Halle in Treptow eröffnet worden. Die weiteren sind auf dem Messegelände, im Erika-Heß-Eisstadion in Wedding und im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel im Nordwesten der Stadt untergebracht. Bislang fehlte es an ausreichend Impfstoff, um alle sechs Impfzentren zu nutzen.

14.35 Uhr: Woidke - Vorhersage für Ostern lässt sich noch nicht machen

Angesichts der Diskussion um die Aussichten für einen Osterurlaub in diesem Jahr hat sich Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke(SPD) zurückhaltend gezeigt. „Eine so weitgehende Vorhersage - Ostern ist in sechs Wochen - lässt sich jetzt noch nicht machen“, sagte er am Montag auf Anfrage. Woidke hatte bislang die Bürger aufgerufen, auf touristische Reisen, Tagesausflüge und nicht notwendige Reisen zu verzichten.

Auch der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, hatte zu der Frage des Osterurlaubs am Montag in Berlin erklärt, zunächst sei die Entwicklung der nächsten Wochen abzuwarten. Dann sei zu bewerten, welche Lockerungen zu welchem Zeitpunkt möglich seien.

Auslöser der Diskussion waren Äußerungen des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) am Wochenende. Er hatte der „Bild am Sonntag“ gesagt: „Ich bin dafür, Wahrheiten auszusprechen: Osterurlaub in Deutschland kann es dieses Jahr leider nicht geben.“ Zu große Mobilität bereits im April sei Gift. „Wir würden alles zerstören, was wir seit Mitte Dezember erreicht haben.“ Hotels und Gaststätten müssten über Ostern geschlossen sein, in den Theatern könne der Spielbetrieb erst danach wieder aufgenommen werden.

13.05 Uhr: Hausärzte fürs Impfen bereit - Weniger Bürokratie gefordert

Die Hausärzte in Brandenburg stehen nach eigener Darstellung für Corona-Schutzimpfungen in ihren Praxen bereit, fordern aber einen Abbau von Bürokratie. Die bisher erforderlichen fünf Din A4-Seiten pro Patient und ein spezielles Computerprogramm müssten auf ein in den Praxen umsetzbares Maß reduziert werden, sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbandes Brandenburg, Karin Harre, am Montag. Zudem müsse der Impfstoffnachschub für die Praxen zweifelsfrei gesichert sein. „Die Zeit drängt. Gerade für die jetzige erste Gruppe der Senioren über 80 Jahren wäre es wichtig, wohnortnah von ihren Hausärzten geimpft zu werden.“

Die Hausärzte unterstützen deshalb laut Harre ein veröffentlichtes Papier der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB). Darin fordern die Kassenärzte, dass die Corona-Impfung auch beim Hausarzt und in anderen Arztpraxen zügig in Angriff genommen wird. „Die Ärzte kennen ihre Patienten am besten und wissen aus ärztlicher Sicht, wer zu den medizinisch priorisierten Gruppen zählt (...).“, heißt es unter anderem in dem Papier. Die Impfungen in Praxen entlasteten die Terminvereinbarung für Impfzentren. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) solle dies ermöglichen.

Auch bei der Landesärztekammer stoßen die Forderungen der KVBB auf Zustimmung. Um - wie politisch gewollt - bis zum Sommer die notwendige Herdenimmunität von mehr als 70 Prozent zu erreichen, müssten die Impfzahlen deutlich erhöht werden, sagte Kammerpräsident Frank-Ullrich Schulz am Montag. Nachdem zunächst die Impfstoffknappheit ein wesentlicher Grund für den schleppenden Anlauf der Impfungen war, könnte sich das bald mit der Zulassung weiterer Vakzine ändern. „Dann ist es wichtig, dass der Zugang zur Impfung für die Menschen in Brandenburg möglichst unkompliziert ist.“

12.48 Uhr: Giffey setzt auf Schnelltests zur Öffnung von Kitas und Schulen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht in der Anwendung von Schnelltests eine gute Möglichkeit zur sicheren Öffnung von Kitas und Schulen. „Hier wird etwas versucht, (...), das eine Lösung sein kann, um die Zeit bis zum Impfen zu überbrücken“, sagte Giffey am Montag nach einem Besuch in der Potsdamer Kita „Abenteuerland“. In der brandenburgischen Landhauptstadt sind die Kitas seit Anfang Februar geöffnet. Die Beschäftigten nutzen zwei Mal die Woche einen Corona-Spucktest.

„Das könnte dazu führen, dass man in Kitas und Schulen auch mehr Kinder wieder in den Regelbetrieb bringen und gleichzeitig das Personal schützen kann - und etwas tun für den Kinderschutz“, meinte die Ministerin zu dem Potsdamer Test-Modell. Denn die lange Schließung von Kitas und Schulen habe für viele Kinder gravierende Auswirkungen. „Wir sehen Einsamkeit, wir sehen depressive Verstimmungen, Bewegungsmangel und Bildungslücken“, beklagte Giffey. „Wir wollen daher einen Dreischritt gehen aus stufenweiser Öffnung, dem Testen und dem perspektivisch schnelleren Impfen. Dies könne Kindern, Eltern und Erziehern eine echte Perspektive bieten.

12.24 Uhr: Amtsärztin - Situation in Gesundheitsämtern geht an die Substanz

Durch die Dauerbelastung während der Corona-Krise können Berlins Gesundheitsämter zahlreiche Aufgaben nur noch eingeschränkt wahrnehmen. Darauf hat Gudrun Widders aus dem Vorstand des Landesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes am Montag hingewiesen. Die Nachverfolgung von Kontakten bei nachgewiesenen Corona-Fällen sei mit großem Aufwand verbunden. „Wir kommen letztendlich nicht mehr zu unseren eigenen Aufgaben“, sagte die Spandauer Amtsärztin im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. „Das ist die Problematik, die sich immer mehr herauskristallisiert für die Gesundheitsämter.“

Einschränkungen gebe es in verschiedenen Bereichen von der Beratung behinderter und chronisch kranker Menschen bis zur Überwachung der Trinkwasserqualität. Manches gehe gar nicht mehr, etwa das umfassende Aufsuchen von Familien in schwierigen Lebenslagen, sagte Widders. „Zahnärztliche Untersuchungen finden gar nicht mehr statt.“

Viele Mitarbeiter arbeiteten regelmäßig an Wochenenden oder hätten Urlaub verschieben müssen, so die Amtsärztin. Die Situation gehe an die Substanz. „Wir haben eine gigantische Zahl an Überstunden erreicht, die kaum abzubummeln ist.“ Die Kontaktverfolgung sei komplexer als von vielen angenommen und beschränke sich nicht darauf, Infektionsmeldungen entgegenzunehmen und Kontaktpersonen zu ermitteln.

12.15 Uhr: Gesundheitsämter melden 153 Neuinfektionen für Brandenburg

Die Brandenburger Gesundheitsämter haben am Montag insgesamt 153 Corona-Neuinfektionen an das zuständige Landesamt gemeldet. Allerdings hatten 5 der 14 Landkreise keine neuen Infektionen gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mitteilte. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 5 auf insgesamt 2791 seit Beginn der Pandemie.

Die Zahl der aktuell Erkrankten sank um 94 auf 5439. 623 von ihnen werden stationär in Krankenhäusern behandelt, davon knapp 142 Patienten auf Intensivstationen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche stieg für ganz Brandenburg gegenüber dem Vortag leicht auf 73,5. Ganz leicht über der kritischen Schwelle von 200 bei der Sieben-Tage-Inzidenz lag aber nur der Landkreis Prignitz. Ab diesem Wert sollen Kitas geschlossen werden. Seit Ende Dezember wurden 136 657 Menschen gegen Covid-19 geimpft. Darunter sind gut 55 000 Bürger, die bereits die notwendige Zweitimpfung erhalten haben.

12.13 Uhr: Robert Koch-Institut baut neues Zentrum in Wildau

Das Robert Koch-Institut (RKI) bekommt einen Standort in Brandenburg. Seit Januar werde in Wildau ein Zentrum für Künstliche Intelligenz in der Forschung über öffentliche Gesundheit gebaut, teilte das RKI am Montag mit. Bereits „in den nächsten Monaten“ soll es demnach bezugsfertig sein. Rund 100 Stellen seien geplant, hieß es, ein Leiter werde derzeit gesucht.

Das Projekt trägt den Namen Zentrum Künstliche Intelligenz in der Public Health Forschung, abgekürzt ZKI-PH. Mit den Technologien können laut RKI Angaben zukünftig große und komplexe Datenquellen nutzbar gemacht werden, „um zum Beispiel Epidemien umfassender zu analysieren und Frühwarnsysteme weiterzuentwickeln“. Der Aufbau werde mit Fördergeldern aus dem Strukturstärkungsgesetz Kohleregion finanziert, hieß es. Kooperationsgespräche mit der TH Wildau liefen.

Das RKI ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Gesundheitsministeriums und beschäftigt sich im Kern mit Krankheitsüberwachung und -prävention. Neben Standorten in Berlin hat es eine Außenstelle in Wernigerode im Harz.

12.04 Uhr: Beamtenbund der Lehrer gegen Öffnung 1.-3. Klasse ab Montag

Der VBE, Beamtenbund der Lehrer, spricht sich gegen eine Öffnung der Schulen für 1.-3. Klasse ab kommenden Montag aus. Die Situation zum jetzigen Zeitpunkt hätte sich gegenüber der Schließung der Berliner Schulen kaum geändert, teilte der Verband mit. Weder gebe es regelmäßige Tests für die Schülerschaft und das Pädagogische Personal, noch Impfungen oder ausreichende Luftfilter an allen Schulen und in allen Klassenräumen. "Lediglich das Tragen von Masken für alle Altersgruppen der Schülerschaft ist vorgesehen“, erklärte die Vorsitzende des VBE Berlin, Heidrun Quandt.

Und weiter: „Das Tragen von Masken für alle im Schulbetrieb wird von Elternvertretungen unterlaufen, mit der Argumentation, es seien ja Kinder, die die Maske tragen müssen. Lehrer*innen unterrichten beim Alternativszenario sechs Stunden am Stück mit Maske und dürfen sie auch nicht im Lehrerzimmer abnehmen. Gerade an Grundschulen sind Hofpausen ohne Maske für die Ansteckung ein besonderes Problem, weil ein Abstand von 1,50 m nicht gewährleistet werden kann. Mittlerweile wollen Elternvertreter bestimmen, wie die Öffnung der Berliner Grundschule zu organisieren ist, ohne dass sich Schulleitungen dazu äußern."

11.47 Uhr: Debatte um Osterurlaub frustriert Hoteliers

Das absehbare Ausbleiben vieler Urlauber auch an Ostern verstärkt die Nöte von Hoteliers und Gastwirten in Berlin. „Klar hatte man die Hoffnung auf April. Das fällt jetzt weg“, sagte Thomas Lengfelder, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, am Montag. Üblicherweise beginne nach mehreren Messen von Januar bis März für die Hoteliers in der Osterzeit das Geschäft mit Urlaubern. Die Betriebe seien auf die Einnahmen dringend angewiesen, weil sie großteils noch immer auf zugesagte staatliche Hilfen warteten.

Führende Politiker hatten am Wochenende mitgeteilt, dass sie angesichts der Coronapandemie keine Chance für Urlaubsreisen zu Ostern sähen. Berlins Tourismus- und Kongressgesellschaft hatte schon zum Jahreswechsel deutlich gemacht, sie rechne erst im Sommer mit Besuchern in nennenswerter Zahl. Lengfelder verwies auf die sinkende Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infizieren. Bundesweit waren es laut Robert-Koch-Institut am Montag binnen sieben Tagen rund 59 je 100 000 Einwohner. „Jeder hat gehofft: Wenn die 50 erreicht wird, wird gelockert“, sagte Lengfelder. Angesichts von Mutationen des Virus haben sich Bund und Länder in der vergangenen Woche jedoch verständigt, einen „stabilen“ Wert von 35 als Richtschnur für Lockerungen zu nehmen.

Lengfelder forderte Öffnungsschritte mit klar festgelegten Bedingungen. „Es geht von einer Hängepartie in die andere, es gibt einen riesengroßen Frust“, beschrieb er die Lage. „Viele sind kurz vor der Pleite.“ Von den staatlichen Hilfsgeldern seien meist erst Abschläge geflossen, Pacht und Gehälter liefen jedoch weiter. Bankkredite seien schwer zu bekommen, weil nicht klar sei, wann die Betriebe wieder Einnahmen haben. Etwa jedes dritte Hotel in Berlin hat nach Dehoga-Angaben vorübergehend geschlossen. Die übrigen beherbergen noch wenige Geschäftsreisende. Von den knapp 100 000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Branche seien knapp 15 000 gekündigt worden. 50 000 seien in Kurzarbeit.

11.02 Uhr: Experte wirbt für Mund- und Rachendesinfektion

Der Berliner Hygieneexperte Klaus-Dieter Zastrow hat im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses erneut für das Gurgeln mit desinfizierenden Lösungen als wichtiges Instrument gegen die Corona-Pandemie geworben. Die Viren sammelten sich zunächst im Mundraum, beschrieb der langjährige Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin (IHU) der Vivantes Kliniken Berlin die Vorgänge während einer Infektion.

Diese Viren gingen dann in einem Schwung in die Lunge ab und könnten dort die Krankheit plötzlich auslösen und für schwere Verläufe sorgen. Er habe der Politik schon vor Monaten vorgeschlagen, Mund-Spülungen ergänzend zu Corona-Tests als Maßnahme gegen die Pandemie aufzunehmen, sagte Zastrow. Desinfektionsmittel wirkten auch gegen alle Virusmutationen. "Wenn 50 Millionen Deutsche dreimal die Woche mit desinifizierenden Mitteln gurgeln würden, wäre die Pandemie nach drei Wochen erledigt", sagte Zastrow. Das sei mit einem Lockdown nicht erreichbar, weil jede Lockerung wieder zu neuen Ansteckungen führten.

10.57 Uhr: Krankenhausgesellschaft: Noch keine Entspannung auf Intensivstationen

Die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) sieht trotz positiver Entwicklungen in der Pandemie-Lage noch keinen Grund zur Entwarnung. Zwar sei die Zahl der Menschen, die sich innerhalb einer Woche mit dem Coronavirus infiziert haben, in Berlin auf weniger als 57 pro 100 000 Einwohner gesunken, sagte BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. „Das sind insgesamt ermutigende Tendenzen. Aber diese rückläufigen Zahlen sehen wir in den Krankenhäusern nur bedingt.“

Auch für das Personal hat sich die Lage laut Schreiner noch nicht verbessert. „Unsere Beschäftigten arbeiten seit Beginn der Krise unter hohen Belastungen. Jetzt haben wir noch zusätzliche Entwicklungen durch Virusmutationen, was die Lage in den Krankenhäusern noch einmal mehr anspannt.“ Der Geschäftsführer wies auf die ersten Corona-Fälle im Zusammenhang mit Virus-Mutanten in zwei Berliner Krankenhäusern hin.

Die Hygienekonzepte für die Krankenhäuser würden fortlaufend aktualisiert. Nun werde überprüft, welche zusätzlichen Maßnahmen mit Blick auf die Virus-Mutationen erforderlich seien. „Aus unserer Sicht kann nur Impfen die Beschäftigen in den Krankenhäusern wirksam gegen Virus-Mutationen und die Gefahren der Übertragbarkeit schützen“, erklärte Schreiner. Die Krankenhausgesellschaft begrüße deshalb die Ankündigung der Gesundheitsverwaltung, dass in den kommenden Wochen deutlich mehr Impfdosen für das Krankenhauspersonal zur Verfügung stünden.

9.05 Uhr: 409 positive Corona-Fälle mit Mutationen in Berlin

In Berlin sind bisher 409 positive Corona-Fälle mit Mutationen des Virus von den bezirklichen Gesundheitsämtern gemeldet geworden. Das sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montagmorgen im Gesundheitsausschuss. In 361 Fällen ging es um die britische Variante B.1.1.7. Die ansteckenderen Mutationen könnten im März oder April “die Vorherrschaft übernehmen”, sagte Kalayci. Man müsse dann mit einer höheren Dynamik des Infektionsgeschehens und eventuell auch schwereren Krankheitsverläufen rechnen. Bei den Nachtestungen der positiv gemeldeten Fälle in den Laboren liege der Anteil der Mutationen nach Angaben Kalaycis nach Gesprächen mit den Laboren bei etwa zehn Prozent. ​

8.55 Uhr: Rückgang bei Notrufen zu häuslicher Gewalt

Im seit November 2020 geltenden Lockdown haben weniger von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Männer Hilfe bei Polizei und Notrufen gesucht als in der Zeit zuvor. Laut Polizei gebe es einen Rückgang der gemeldeten Straftaten von 10,9 Prozent, sagte die Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Dilek Kalayci (SPD) am Montagmorgen im zuständigen Ausschuss des Abgeordnetenhauses.

Bei der BIG-Hotline gegen häusliche Gewalt (Telefon 030 611 03 00) habe es vier Prozent weniger Meldungen gegeben. Ein ähnliches BIld zeigt sich laut Kalayci auch in Frauenhäusern und Notaufnahmen. Die Situation ähnele der während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020, sagte Kalayci. In der Lockerungsphase steige die Inanspruchnahme der Hilfsangebote. Offenbar sei das "enge Beieinandersein" im Lockdown hinderlich für die Frauen, sich Schutz zu suchen. "Wir rechnen mit mehr Meldungen nach dem Lockdown", so die Senatorin: "Ich wünsche mir, dass mehr Frauen Hilfe suchen, die Hilfe brauchen."

8.52 Uhr: Bund der Anästhesisten warnt vor zu schnellen Lockerungen

Die Lage auf den Intensivstationen der Berliner Krankenhäuser hat sich in der Corona-Krise nach Einschätzung eines Fachverbandes etwas entspannt. Zu Spitzenzeiten seien ungefähr 450 Corona-Patienten auf den Intensivstationen behandelt worden, jetzt seien es „unter 300“, sagte der Landesvorsitzende des Bundes der Anästhesisten, Jörg Weimann, am Montag im rbb-Inforadio.

Die Corona-Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt und seien auch weiter sinnvoll, sagte der Chefarzt für interdisziplinäre Intensivmedizin am Sankt Gertrauden-Krankenhaus in Berlin-Wilmersdorf weiter. „Es kommen ganz deutlich weniger Patienten bei uns auf den Intensivstationen an.“ Eindringlich warnte er vor zu schnellen Lockerungen. Er erinnerte daran, dass auf den Intensivstationen immer noch fast doppelt so viele Patienten behandelt würden als auf dem Höhepunkt der ersten Welle im Frühjahr 2020.

Die Verbreitung der Corona-Mutationen hierzulande bereite ihm Sorgen, so Weimann. „Wenn sich das doch erheblich ausbreitet - Stichwort England, Stichwort Portugal, Irland -, dann geht das alles wieder von vorne los. Und dann kann das eine ganz neue Dimension annehmen, mit der dann erneut das Gesundheitswesen erheblich in Bedrängnis kommen könnte.“

8.30 Uhr: Arbeitsagentur - Auch Schulabgänger mit Corona-Defiziten ausbilden

Die Unternehmen in Berlin und Brandenburg müssen sich nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit auf zusätzliche Defizite bei Schulabgängern wegen der Corona-Krise einstellen. „Die Gefahr ist da“, sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Ramona Schröder, der Berliner Morgenpost. „Ich denke, da hilft nur, dass wir uns dessen bewusst sind und diesen Jugendlichen trotzdem die Chance einräumen.“

Dass der aktuelle Jahrgang wegen Schulschließungen und Digital-Unterrichts noch „ein stückweit mehr Defizite“ mitbringe als vorherige, sei nicht die Schuld der Schülerinnen und Schüler. „Insofern ist unsere gesellschaftliche Verantwortung in der Hinsicht nochmal größer, diese Jugendlichen auszubilden“, so Schröder. „Die Unternehmerinnen und Unternehmer sollten auch schwächeren Schülern eine Chance bieten.“

Es gebe ausbildungsbegleitende Hilfen, erläuterte Schröder. „Aber auch die Unternehmen werden sich gerade am Anfang mehr um ihre Auszubildenden kümmern müssen. Viele Dinge werden sich im Laufe der Ausbildung aber auch wieder relativieren, wenn Wissensdefizite aufgeholt werden.“

6.20 Uhr: Kammern gegen Ungleichbehandlung von Friseuren

Die unterschiedliche Herangehensweise Brandenburgs bei der Öffnung von Friseursalons und Kosmetikläden in der Corona-Pandemie sorgt für Unverständnis bei Handwerkskammern und Betrieben. Sie kritisieren, dass für Kosmetikläden immer noch Unsicherheit herrsche und sie nicht wie Friseurläden am geplanten Termin 1. März öffnen dürfen. „Eine Öffnung auch für unsere Kosmetikbetriebe zumindest zu diesem Zeitpunkt wäre genauso gerechtfertigt“, sagte Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam der Deutschen Presse-Agentur.

Ähnlich äußerte sich der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für die Region Ostbrandenburg, Frank Ecker. „Diese Differenzierung macht aus unserer Sicht keinen Sinn, weil auch in diesem Gewerk hohe Hygienestandards gelten.“ Die Handwerkskammer Cottbus, zuständig für Südbrandenburg, kritisierte, dass Kosmetiker keine Chance erhielten, wenigstens Teile ihrer Dienstleistungen anbieten zu können. Die Betriebe hätten Hygienekonzepte ausgearbeitet.

Auch die Öffnung der Friseursalons am 1. März kommt für die Kammern zu spät. „Wir sind sehr enttäuscht, dass die Frisöre nicht schon diesen Montag aufmachen können“, betonte Ecker. „Es grassieren reine Existenzängste.“ Manja Bonin hält die Öffnung für Friseurbetriebe ab 1. März für „längst überfällig“. Die Betriebe hätten ihre Hygienestandards auf ein Höchstmaß erweitert, insofern sei die Schließung im Dezember ungerechtfertigt gewesen, betonte die Geschäftsführerin der Handwerkskammer Cottbus. Ähnlich äußerte sich der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam, Ralph Bührig. „Wir hätten uns eine Öffnung auch eher vorstellen können.“

+++ Sonntag, 14. Februar 2021 +++

19.48 Uhr: Müller verspricht Stufenplan für Öffnungen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz Anfang März die Vorlage eine Stufenplans für Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie versprochen. „Es muss ausgehend von dem, was wir jetzt als Basis haben, auch von den Erfolgen, die wir in den letzten sieben Wochen erreicht haben, muss es ein weiteres stufenweises Vorgehen geben, an dem man sich auch langfristig orientieren kann“, sagte der SPD-Politiker am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. Auf die Frage, ob er versprechen könne, dass bis zum Bund-Länder-Treffen am 3. März ein solcher Plan vorliege, antwortete er: „Da bin ich mir ganz sicher.“

Angesprochen auf die Aussage von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), dass in diesem kein Osterurlaub möglich sein werde, antwortet er: „Das teile ich so pauschal nicht. Und ich glaube, es ist auch verfrüht, das so festzulegen.“ Man habe es in den letzten sechs, sieben Wochen geschafft, doch um 100 Punkte runterzukommen. „Warum soll es uns nicht jetzt gelingen, in den nächsten sechs, sieben Wochen bis Ostern noch einmal 30 Punkte runterzukommen. Und damit ja doch viel mehr Freiheit und Normalität zurückzugewinnen.“

17.34 Uhr: Zoos und Tierparks öffnen in Brandenburg - Neue Corona-Regeln gelten

Nach mehreren Wochen gibt es in Brandenburg erste Lockerungen des harten Lockdowns. Zoos, Tier- und Wildparks, die seit 2. November zu waren, können wieder öffnen - allerdings nur ihre Außenanlagen, Tierhäuser bleiben vorerst zu. Mehrere Parks haben ihre Öffnung bereits angekündigt.

Mit der neuen Corona-Verordnung, die ab Montag gilt, können Landkreise und kreisfreie Städte auch eigene Schutzmaßnahmen wie das Schließen von Kitas treffen, wenn die Zahl neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche über einen Wert von 200 steigt. Bisher galt eine Grenze von 300. Neu ist auch, dass die Kreise ein Alkoholverbot auf öffentlichen Straßen und Plätzen anordnen können. Am 22. Februar sollen Grundschulen für den Wechselunterricht zwischen Schule und zuhause öffnen.

Der Gesundheitsausschuss des Landtags berät am Montag (10 Uhr) darüber, ob er der neuen Corona-Verordnung widerspricht oder nicht. Seit Dezember kann der Landtag einer Verordnung widersprechen. Das hat der Gesundheitsausschuss seitdem allerdings nicht getan.

16.45 Uhr: Vier weitere Tote in Berlin, 71 Neuinfektionen, Inzidenz bei 56,8

In Berlin sind vier weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2609. Das meldet die Berliner Gesundheitsverwaltung am Sonntag.

71 neue Infektionen wurden bestätigt, 204 waren es am Sonnabend. 6862 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 6990 waren es am Sonnabend. 115.319 Menschen gelten inzwischen als genesen. Für die Bezirke Lichtenberg, Neukölln, Spandau und Treptow-Köpenick wurden am Sonntag keine neuen Zahlen übermittelt.

268 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, zwölf Patienten weniger als am Sonnabend. 938 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 38 weniger als am Sonnabend.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 21,9 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 56,8 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,94 Grün.

Die Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Die Inzidenzen in den Berliner Bezirken

15.34 Uhr: CDU-Abgeordnete Ludwig will Debatte über Corona-Lockerungsplan

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig aus Werder (Havel) dringt auf eine baldige Debatte im Parlament über eine Perspektive für Lockerungen in der Corona-Krise. „Die derzeitige nach intransparenten Maßstäben beliebig gesetzte Inzidenzrate von nachgewiesenen Covid-Fällen pro 100.000 Einwohnern ist nach Abschluss der Impfungen der über 70-Jährigen in wenigen Wochen kein tauglicher Maßstab mehr, das Land in einem Lockdown zu halten“, schrieb Ludwig nach Angaben von Sonntag in einem Brief an den CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus. Die Pandemie-Lage müsse in der Sitzungswoche ab dem 22. Februar - also noch vor den nächsten Bund-Länder-Gesprächen - kurzfristig auf die Tagesordnung des Bundestags gesetzt werden.

14.26 Uhr: Polizei löst illegale Party mit Drogen in Potsdam auf

Ein 20-Jähriger hat mit elf Leuten in einer Wohnung in Potsdam mitten in der Corona-Krise eine illegale Geburtstagsparty gefeiert. Der Geruch von Drogen aus der Wohnung sei so stark gewesen, dass eine Nachbarin in dem Mehrfamilienhaus am späten Sonnabendabend die Polizei verständigt habe, teilten die Beamten am Sonntag mit. Die Polizei fand unter anderem Amphetamine und Cannabis und leitete gegen den 20-Jährigen und einen 19 Jahre alten Verdächtigen Ermittlungen ein. Weil der 20-Jährige und die Gäste mit der Party gegen die Corona-Regeln verstießen, erwartet jeden ein Ordungswidrigkeiten-Verfahren.

14.22 Uhr: Brandenburg will Praxisärzte in die Corona-Impfung einbeziehen

Die Brandenburger Landesregierung will bei mehr zur Verfügung stehendem Impfstoff auch Corona-Impfungen in Arztpraxen ermöglichen. „Selbstverständlich werden die Arztpraxen in die Impfkampagne einbezogen, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht“, sagte Regierungssprecher Florian Engels am Sonntag in Potsdam. „Wir begrüßen, dass viele Ärzte bereitstehen, um damit möglichst bald zu beginnen. Dazu brauchen wir Verlässlichkeit und Transparenz bei den Impfstofflieferungen.“ Die Kassenärzte in Brandenburg fordern Corona-Impfungen auch in Arztpraxen, um mögliche Engpässe in Impfzentren zu verhindern. Derzeit fehlt ausreichend Impfstoff in Brandenburg.

13.50 Uhr: Polizei löst illegale Party mit 24 Personen auf

Eine Party mit 24 Menschen und einer großen Auswahl an Drogen in einem Hochhaus in Friedrichshain ist von der Polizei wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln beendet worden. Schon vor der Wohnungstür in dem 18-stöckigen Haus hätten die Sicherheitskräfte laute Musik und viele Stimmen gehört, teilte die Polizei am Sonntag mit.

In einem rund 20 Quadratmeter großen Raum drängten sich demnach 24 Menschen im Alter von 17 bis 37 Jahren. Niemand trug den Angaben zufolge einen Mund-Nase-Schutz, Abstände wurden nicht eingehalten. Der 24-jährige Wohnungsmieter habe eine bestandene Klausur feiern wollen. Die Gäste und Räume wurden durchsucht.

Dabei entdeckten die Beamten Tütchen mit vermeintlichem Kokain, Marihuana, Amphetamin, Haschischbrocken, Heroin, Ecstasy sowie Tabletten und unbekannte Substanzen, vermutlich ebenfalls Drogen. Ein 22-Jähriger wurde festgenommen, weil er per Untersuchungshaftbefehl gesucht wurde. Die Party wurde aufgelöst. Alle Beteiligten erhielten Anzeigen wegen Verstößen gegen den Infektionsschutz, einige auch wegen Drogenvergehen.

13.14 Uhr: Prignitz zwischenzeitlich mit Corona-Inzidenz über 200

In Brandenburg hat zwischenzeitlich ein Landkreis wieder die Marke von 200 neuen Corona-Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten. In der Prignitz lag der Wert am Sonntag bei knapp 201, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Der Landkreis meldete am Sonntagmittag jedoch einen Wert von knapp 196 und damit wieder unter 200. Zuletzt hatte der Landkreis Spree-Neiße am 5. Februar mit einem Niveau von 259 die Marke übertroffen.

An diesem Montag treten neue Corona-Regeln in Kraft. Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz über einen Wert von 200 steigt, können Landkreise und kreisfreie Städte eigene Schutzmaßnahmen treffen und zum Beispiel Kitas schließen.

Die Zahl neuer Corona-Infektionen ist in Brandenburg weiter rückläufig. Die Gesundheitsämter meldeten 236 neue Ansteckungen, wie das Ministerium am Sonntag mitteilte. Allerdings lagen von den Kreisen Elbe-Elster und Potsdam-Mittelmark sowie der Stadt Frankfurt (Oder) keine neuen Fälle vor. Vor einer Woche kamen landesweit 276 neue Ansteckungen hinzu.

Rund sieben Wochen nach dem Start der Corona-Impfungen hat es bisher fast 137.000 Impfungen gegen das Virus gegeben. Darunter seien rund 81.600 Erstimpfungen und rund 55.000 zweite Impfungen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

12.25 Uhr: FDP forderte erste schnelle Öffnungsschritte

FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja hat den Senat kritisiert. Motto des Senats in der Corona-Krise sei offenbar „Augen zu und Lockdown“. „Keine Öffnungsperspektive, kein klarer Fahrplan, kein Hoffnungsschimmer – der Senat erfüllt nicht einmal das Mindestmaß dessen, was ein Krisenmanagement leisten muss.“ Die FDP forderte erste schnelle Öffnungsschritte, die aus ihrer Sicht schon heute verantwortbar sind. Dazu gehörten eine umgehende Öffnung der Museen, eine Aufhebung des Verbots des Blumenverkaufs auf Wochenmärkten und eine Öffnung der Kitas wieder für alle Kinder unabhängig von der Systemrelevanz der Berufe ihrer Eltern.

12.24 Uhr: AfD - „Der Lockdown war von Anfang an falsch"

AfD-Fraktionschef Georg Pazderski sagte in der Sondersitzung des Abgeordnetenhauses, dass das Schließen von Kinos, Theatern und Konzertsälen unsinnig gewesen sei. Nötig sei eine konsequente Impfstrategie statt Impfchaos. „Wagen Sie endlich den großen Schritt: Erlauben Sie nicht nur Friseuren, sondern allen Dienstleistern, ihre seit dem 2. November letzten Jahres verbotene Arbeit wieder aufzunehmen“, forderte der AfD-Politiker. „Der Lockdown war von Anfang an falsch. Und deshalb kann er auch sofort beendet werden ohne Teilschritte oder Stufenpläne“, sagte Pazderski.

11.48 Uhr: Knapp die Hälfte der Brandenburger Impfzentren geschlossen

Wegen der Lieferverzögerung bei Corona-Impfpräparaten bleiben fünf von elf Impfzentren in Brandenburg für kurze Zeit geschlossen. Aufgrund des Mangels bei den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna könnten derzeit keine Erstimpfungen vorgenommen werden, und in den Impfzentren in Brandenburg/Havel, Eberswalde, Prenzlau, Luckenwalde und Kyritz könne am Montag und Dienstag nicht geimpft werden, teilte am Sonntag der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, Christian Wehry, mit.

Ab Mittwoch soll der Impfstoff von Astrazeneca in Brandenburg zum Zuge kommen. Die „Märkische Oderzeitung“ hatte zuvor berichtet, dass das Impfzentrum Prenzlau ab Montag vorübergehend schließen müsse.

11.30 Uhr: Carsten Schatz verteidigt Rückkehrpläne für Schüler

Der Fraktionschef der Linkspartei, Carsten Schatz, hat die Rückkehrpläne für die Klassen 1 bis 3 in die Berliner Schulen verteidigt. „Wir beginnen mit den Kindern, für die Präsenzunterricht besonders wichtig ist“, sagte Schatz. Ab übernächstem Montag, dem 22. Februar, soll in Berlin für die 1. bis 3. Klassen der Grundschulen-Wechselunterricht in halber Klassengröße stattfinden. Schatz sagte, er habe auch große Hoffnungen in die Selbsttest für Schüler und Lehrer. „Jede gefundene Infektion ist besser als eine nicht detektierte und bricht damit die Infektionskette“, erklärte er. Der Senat begleite den Öffnungsschritt, in dem er mehr FFP2-Masken und mehr Testungen zu Verfügung stelle, so Schatz.

10.47 Uhr: Dregger - Verfrühtes Öffnen führt in den nächsten Lockdown

Burkard Dregger, Fraktionschef der CDU im Berliner Abgeordnetenhaus, hat den verlängerten Lockdown begrüßt. Immer dort, wo Schutzmaßnahmen zu schnell gelockert worden seien, sei die Pandemie schneller zurückgekommen. „Ein verfrühtes Öffnen führt in den nächsten Lockdown“, erklärte Dregger bei der Sondersitzung am Sonntag.

„Die 7-Tage-Inzidenz beträgt jetzt 60 und muss weiter runter, deutlich unter die 50“, sagte der CDU-Politiker. Die 50 sei ein falscher Hoffnungswert, der für die Überforderung der Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und für Kontrollverlust stehe, sagte Dregger. Ziel müsse es jetzt sein, zu einem niedrigen Infektionsgeschehen zu kommen, damit Öffnungen auch dauerhaft Bestand haben können.

Dregger formulierte in dem Zusammenhang auch Erwartungen an den Senat: Er forderte unter anderem Fortschritte bei der Digitalisierung der Gesundheitsämter und bei den Schulen, die endlich pandemiesicher gemacht werden müssten, bevor sie öffnen könnten. Dazu müsse zum Beispiel sichergestellt sein, dass für alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrkräfte in den Klassenstufen mit Wechselunterricht mindestens zwei Schnelltests pro Woche möglich seien. Er forderte den Senat auf, dafür zu sorgen, dass Lehrern und Schülern altersgerechte medizinische Masken zur Verfügung stünden und Luftreinigungs- und CO2-Messgeräte für alle genutzten Klassenräume.

10.35 Uhr: Kalayci - Risiken durch Corona-Mutanten sehr hoch

Der Senat sieht angesichts der weiteren Ausbreitung sogenannter Coronavirus-Mutationen ein erhöhtes Risiko. Der Anteil der Mutanten an allen Infektionen steige, sagte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Sonntag bei der Sondersitzung des Abgeordnetenhauses. In Berlin liege der Anteil dieser Varianten an den PCR-Tests inzwischen bei über zehn Prozent. „Das können wir nicht ignorieren“, sagte Kalayci. Sollten die Virus-Varianten die Überhand gewinnen, könne das Infektionsgeschehen eine andere Dynamik bekommen. Zudem sei der Anteil der Gestorbenen an den Infizierten mit 2,3 Prozent (Bund 2,8) weiter hoch. Auch die Lage an den Krankenhäusern und Intensivstationen sei sehr angespannt. „Es gibt hier nach wie vor keine Entwarnung.“

„Öffnungsschritte müssen vor dem Hintergrund der Virus-Varianten vorsichtig erfolgen“, mahnte Kalyaci. Niemandem wäre aus ihrer Sicht geholfen, wenn sich durch zu schnelle Öffnung das Infektionsgeschehen wieder beschleunige. Richtwert für mögliche weitere Lockerungen sei ein Inzidenzwert von 35. „Hier bereitet der Senat einen Stufenplan vor nach Clustern“, sagte Kalayci.

Der Senat schätze das Risiko als hoch ein und sei deswegen zu dem Schluss gekommen, die Schutz-Maßnahmen für weitere drei Wochen zu verlängern. Der Lockdown und die seit Monaten geltenden strengen Kontaktbeschränkungen seien eine Zumutung für viele Menschen, sagte Kalayci. Es handele sich um tiefe Einschnitte mit sehr vielen Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten. Auf der anderen Seite sei die Infektionszahl nicht nur eine Statistik. Für viele Menschen sei die Corona-Pandemie mit tragischen Krankheitsfällen und -verläufen, Schmerzen, Leid und Tod verbunden.

Kalayci sagte weiter, die in der Hauptstadt festgestellten Mutations-Varianten seien vor allem durch Auslandsaufenthalte eingetragen worden. „Ich habe wirklich kein Verständnis für Menschen, die in dieser epidemiologischen Lage derzeit reisen und sich und andere in Gefahr bringen“, sagte Kalayci.

10.28 Uhr: Kalayci sieht sehr gute Impfquoten in Berlin

Trotz des schleppenden Fortschritts bei Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland sieht Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) für die deutsche Hauptstadt selbst eine gute Entwicklung. „Da kann ich Erfolge vermelden“, sagte Kalayci. In Berlin habe man bei den Älteren und bei den Pflegekräften sehr gute Impfquoten. „Das ist zentral für den Senat, im Impfmanagement erfolgreich zu sein“, erklärte sie während der Sondersitzung des Berliner Abgeordnetenhauses am Sonntag zur neuen Corona-Infektionsschutzverordnung des Landes.

7.14 Uhr: Sondersitzung des Abgeordnetenhauses zur Corona-Krise

Das Berliner Abgeordnetenhaus kommt am Sonntag (10.00 Uhr) zu einer Sondersitzung zur Corona-Pandemie zusammen. Konkret wollen die Abgeordneten über die Verlängerung des Lockdowns bis 7. März und die entsprechend aktualisierte Infektionsschutzverordnung des Landes debattieren.

Ein im Januar beschlossenes Gesetz gibt dem Abgeordnetenhaus bei der Politik des Senats zur Eindämmung der Corona-Pandemie mehr Mitspracherechte. Das Parlament kann Änderungen an Verordnungen verlangen.

Am Donnerstag hatte der Senat die Verlängerung des Corona-Lockdowns um drei Wochen bis 7. März beschlossen. Viele Geschäfte, Gaststätten sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bleiben damit zur Eindämmung der Pandemie zu. Eine Ausnahme gibt es für Friseure: Sie dürfen bereits ab 1. März wieder loslegen.

Mit einer schrittweisen Öffnung der Schulen geht es bereits am
22. Februar los. Für Schüler der Klassenstufen 1 bis 3 ist dann Wechselunterricht in halber Klassengröße geplant. Sie werden also in geteilten Lerngruppen abwechselnd in der Schule und mit Hilfe digitaler Lösungen zu Hause unterrichtet. Auch der Kita-Betrieb wird ab 22. Februar wieder schrittweise hochgefahren.

5.29 Uhr: BVG lässt mehr Busse und Straßenbahnen fahren

Für mehr Abstand zwischen den Fahrgästen sind in Berlin von diesem Montag an zusätzliche Busse und Straßenbahnen unterwegs. Bis zu 100 Busse kommen auf etwa 50 besonders stark genutzten Linien zusätzlich zum Einsatz, außerdem acht Züge auf den Straßenbahnlinien M5 und M8/18. Weil fast alle Schüler noch zu Hause lernen, wird aber der geplante Einsatz von Sicherheitsleuten nach Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) verschoben.

Die etwa 100 Mitarbeiter sollen voraussichtlich ab 22. Februar an Haltestellen und in den Fahrzeugen für Abstand sorgen. Falls notwendig, sollen sie die Fahrgäste auch auf nachfolgende Fahrzeuge verweisen. Für die Zusatzmaßnahmen hat der Senat am Dienstag fünf Millionen Euro bereitgestellt. Sie gelten zunächst bis zu den Osterferien und sollen Anfang März überprüft werden.

4.32 Uhr: Direktvermarkter - Größere Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln seit Beginn der Pandemie

Eine gestiegene Nachfrage nach regional produzierten Lebensmitteln seit dem Beginn der Corona-Pandemie hat der Brandenburger Verband Pro Agro registriert. Das Bewusstsein für regionale Produkte wachse, wovon regionale Erzeuger profitierten, sagte Verbandssprecherin Stephanie Guhl der dpa. Rund 470 Direktvermarkter mit Hof- und Regionalläden gibt es nach Angaben von Pro Agro in der Mark. Nur die wenigsten belieferten bisher die Gastronomie, die aufgrund der Pandemie-Beschränkungen geschlossen hat. Vermarktungslücken seien vielen kleinen Betrieben allerdings durch den Wegfall von Veranstaltungen und Familienfeiern entstanden.

+++ Sonnabend, 13. Februar 2021 +++

18.16 Uhr: 204 weitere Corona-Infektionen in Berlin registriert - 8 neue Todesfälle

In Berlin sind acht weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2605. 204 neue Infektionen wurden bestätigt, 384 waren es gestern. 6990 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 7095 waren es gestern. 115.124 Menschen gelten inzwischen als genesen. Am Wochenende melden die Gesundheitsämter allerdings nicht ihre kompletten Daten.

280 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, 18 Patienten weniger als gestern. 976 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 22 weniger als gestern.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 22,7 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 59,3 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,88 Grün. In Berlin sind mittlerweile 196.314 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,5 Prozent.

16.55 Uhr: Demonstration gegen den Corona-Lockdown zieht zum Kanzleramt

Gegner der Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sind am Samstag vom Roten Rathaus quer durch Berlin gezogen. Dabei passierten die Demonstranten auch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Zur Abschlusskundgebung versammelten sie sich in der Nähe des Reichstagsgebäudes. Zwischenfälle oder besondere Vorkommnisse seien ihr nicht gemeldet worden, sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Nachmittag. Die Demonstranten hatten ihre Kundgebung am Kanzleramt noch nicht beendet.

Angemeldet waren rund 300 Teilnehmer. „Corona-Wahnsinn stoppen“ stand auf einem breiten Banner, das mehrere Demonstranten hielten, „Die Wirtschaft stirbt“ mit weißer Schrift auf einem schwarzen Plakat. Ein Teilnehmer trug eine Maske mit der Aufschrift „Maulkorb“. „Panikmache jetzt beenden“, war auf einem Plakat der AfD zu lesen.

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf eine Verlängerung des Lockdowns wegen der Corona-Pandemie bis zum 7. März verständigt. Schulen können schrittweise ab dem 22. Februar wieder öffnen, Friseursalons ab dem 1. März. Restaurants, Bars, Museen, Kinos oder Konzerthäuser bleiben vorerst weiter geschlossen.

16.18 Uhr: Kassenärzte dringen auf Corona-Impfungen beim Hausarzt

Die Kassenärzte in Brandenburg fordern, dass die Corona-Impfung beim Hausarzt möglich wird. „Eine Impfung direkt in der Arztpraxis bedeutet für jeden Einzelnen eine deutliche Erleichterung“, heißt es in einem Papier der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), über das die „Ärzte Zeitung“ am Samstag berichtete und das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Gerade alten und kranken Menschen bleibt durch eine Impfung in der Arztpraxis der Weg in ein Impfzentrum erspart.“ Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) solle dies politisch ermöglichen.

Nach einer Modellrechnung der Kassenärzte könnten dem Bericht zufolge schon im März so viele Impfstoffdosen vorhanden sein, dass die Impfzentren überlastet wären. „Spätestens im April muss man auf das Impfen in den Praxen umswitchen, wenn man allen Impfberechtigten ein Impfangebot machen will“, sagte KVBB-Chef Peter Noack der „Ärzte Zeitung“.

Doch wer zum Beispiel über 80 Jahre alt ist und nicht in der Medizin oder Pflege arbeitet, braucht nach der Corona-Impfverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein ärztliches Zeugnis für eine Impfung. Das bekommt man nach Angaben der KVBB bei den Arztpraxen. Deshalb schlagen die Kassenärzte in ihrem Papier ein Modellprojekt mit beispielsweise 50 Praxen zum Impfen vor. In Mecklenburg-Vorpommern impfen seit Januar auch Hausärzte testweise.

14.56 Uhr: „Querdenker“ rufen zum Protest auf

Die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ hat erneut zu Großdemonstrationen in Berlin aufgerufen. Der Initiator der Bewegung, Michael Ballweg, kündigte den Protest gegen die Corona-Maßnahmen per Internet-Video für den 1. und den 29. August an. Die Polizei bestätigte, dass auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Charlottenburger Tor zwischen 15.30 Uhr und 20.20 Uhr Kundgebungen mit jeweils 22.500 Teilnehmern angemeldet seien. „Querdenken“ hatte bereits im August und November vergangenen Jahres Großdemonstrationen in Berlin durchgeführt. Unter den Teilnehmern waren auch Rechtsextreme und Anhänger der Reichsbürger-Szene. Die Abstandsregeln und das Maskengebot hatten die meisten Demonstranten missachtet.

13.42 Uhr: Deutlich mehr Impfstoff für Berliner Krankenhäuser

Den Berliner Krankenhäusern steht für ihre Mitarbeiter deutlich mehr Impfstoff zur Verfügung. „In den nächsten drei Wochen werden die Krankenhäuser weitere 35.000 Impfdosen erhalten“, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Sonnabend. Während die Kliniken in der vorletzten Woche wie zuvor mit 2394 Impfdosen für Erstimpfungen beliefert wurden, waren es nach einer Übersicht der Senatsverwaltung für Gesundheit in der vergangenen bereits 5000. In der kommenden Woche sollen es 10.000 sein, anschließend noch einmal
15.000 und eine Woche darauf weitere 10.000 Impfdosen.

Bis Sonnabend hat es der Gesundheitsverwaltung zufolge 20.764 Erstimpfungen beim Klinikpersonal gegeben. Die Quote liegt damit bei 84,9 Prozent bezogen auf die 24.446 von der Berliner Krankenhausgesellschaft gemeldeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Rettungsstelle, Covid-19-Stationen, Intensivstationen, Hämato-Onkologie, Geriatrie und Gerontopsychiatrie. In der Charité kommt den Angaben zufolge so viel Impfstoff an, dass damit sämtliche der betreffenden Mitarbeiter geimpft werden können.

Gesundheitssenatorin Kalayci sagte, das Risiko von Infektionen in Krankenhäusern lasse sich durch die Impfungen spürbar verringern. „Auch wenn es keinen vollumfänglichen Schutz gibt. Es gibt aber deutlich mehr Sicherheit für alle Beteiligten.“ Kalayci schloss aus, dass die Impfungen in den Krankenhäusern zu Lasten anderer Gruppen wie der über 80-Jährigen geht. Das medizinische Personal erhalte den Impfstoff von Astrazeneca, der nur für Menschen unter 65 Jahren zum Einsatz kommt.

13.01 Uhr: FDP - Notbetreuung für alle Kinder und offene Museen

Vor der am Sonntag stattfindenden Sondersitzung des Abgeordnetenhauses fordert die FDP-Fraktion Änderungen an der sogenannten SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Landes. Laut den Änderungsanträgen, die der Berliner Morgenpost vorab vorlagen, plädiert die Partei unter anderem für die Öffnung von Museen bei Anwendung entsprechender Hygienekonzepte, schlägt Lockerungen bei den Sortimenten für Händler auf Wochenmärkten vor und will eine dauerhafte Notbetreuung in Kindergärten und Präsenzunterricht in Schulen für alle Kinder ermöglichen. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

12.54 Uhr: Tierparks in Brandenburg freuen sich über anstehende Öffnung

Mehrere Tier- und Wildparks in Brandenburg fiebern der Wiedereröffnung am Montag entgegen. „Freudige Überraschung! Es geht wieder los!“ schrieb der Wildpark Schorfheide auf seiner Internetseite. „Für uns bedeutet das jetzt übers Wochenende noch eine ganze Menge an Vorberatung, damit am Montag alles für Euch perfekt ist.“ Der Tierpark Cottbus schrieb: „Liebe Besucher, wir freuen uns, dass der Tierpark ab Montag, den 15. Februar wieder für Sie geöffnet ist!“ Auch der Tierpark Senftenberg begrüßte die Besucher schon auf seiner Internetseite. Zoos, Tier- und Wildparks dürfen in der Corona-Pandemie ab 15. Februar wieder aufmachen - aber nur in Außenanlagen. FFP2- oder OP-Masken sind beim Besuch Pflicht.

12.18 Uhr: Mehr als 50.000 Brandenburger haben zwei Impfungen erhalten

Rund sieben Wochen nach dem Start der Corona-Impfungen in Brandenburg haben mehr als 50.000 Bürger den notwendigen zweiten Schutz erhalten. Die erste Impfung hätten bisher rund 82.000 Menschen bekommen, die zweite Impfung knapp 55.000 Menschen, teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Potsdam mit. Bei der Impfquote - dem Anteil geimpfter Bürger an der Bevölkerung - liegt Brandenburg bei der Erstimpfung mit 3,2 Prozent genau im Bundesdurchschnitt. Bei der Zweitimpfung platziert sich das Land mit 2,2 Prozent deutlich über dem Schnitt von 1,6 Prozent - nur Rheinland-Pfalz hat noch einen etwas höheren Anteil.

Die Zahl neuer Corona-Infektionen ist merklich zurückgegangen. Die Gesundheitsämter meldeten am Samstag 288 neue Ansteckungen, wie das Ministerium mitteilte. Am Freitag waren es 374 neue Fälle, vor einer Woche 424. Der Wert neuer Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche nimmt allmählich ab: Diese 7-Tage-Inzidenz lag am Samstag bei rund 73, am Freitag bei etwa 77 und vor einer Woche bei rund 92.

11.34 Uhr: Katarina Witt bekommt nach Corona-Kritik Unterstützung aus Brandenburger SPD

Eiskunstläuferin Katarina Witt ist mit ihrer Kritik am Corona-Lockdown und den Folgen auf das Verständnis von Brandenburgs SPD-Vizechefin Katrin Lange gestoßen. „Ihre Beobachtung, dass sich zunehmend Ratlosigkeit, Empörung und teilweise Wut breitmachen, ist zutreffend“, schrieb Lange den „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ und veröffentlichte dies auf Facebook. „Wenn Frau Witt schreibt, dass sie sich "ernsthaft Gedanken und Sorgen" macht, dann spricht sie damit für viele, denen es ebenso geht.“ Der „kleine märkische Mittelstand hatte nun im letzten Jahrzehnt erstmals wirklich festen Boden unter den Füßen gespürt und die Pandemie droht jetzt, vieles davon existenziell in Frage zu stellen“.

Witt, die in Potsdam ein Sportstudio betreibt, hat nach eigenen Aussagen mit dem Corona-Lockdown zu kämpfen. „Kleine mittelständische Unternehmen, Einzelhandel, Solo-Selbstständige, Künstler, so viele Branchen sind seit März 2020 in extreme Schieflage geraten und die finanziellen, staatlichen Hilfen kommen entweder gar nicht oder nur tröpfchenweise an“, schrieb sie vor wenigen Tagen bei Facebook. Damit kritisierte sie auch indirekt Bundesfinanzminister Olaf Scholz, der auch Direktkandidat der SPD für den Wahlkreis Potsdam ist.

11.16 Uhr: Polizei löst Feier mit 15 Personen in Hotelzimmer auf

Eine Party mit 15 jungen Menschen ist von der Polizei in Wilmersdorf wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln aufgelöst worden. Die Beamten wurden am frühen Sonnabendmorgen in ein Hotel in der Emser Straße gerufen, wie die Polizei mitteilte. Zeugen hätten sich zuvor von dem Lärm gestört gefühlt. Als die Beamten an die Zimmertür klopften, wurde es jedoch plötzlich still. Nachdem ein 17-Jähriger die Tür geöffnet hatte, versuchten die Partyteilnehmer erfolglos, sich in Schränken, im Badezimmer und auf dem Balkon zu verstecken. 15 Menschen im Alter zwischen 16 und 22 Jahren hätten sich auf 15 Quadratmetern aufgehalten, hieß es. Es sei offenbar Alkohol getrunken worden, niemand habe einen Mund-Nase-Schutz getragen. Die Beamten beendeten die Party, notierten alle Personalien und stellten Anzeigen aus.

10.52 Uhr: Erneute Verschiebung - Regionalliga Nordost startet wohl Mitte März

Die Fußball-Regionalliga Nordost wird ihren Spielbetrieb offenbar nicht wie geplant am 1. März aufnehmen können. „Wenn wir die Halbserie im März/April beginnen und spätestens im Juni beenden können, dann sind wir gut und können uns glücklich schätzen“, sagte Spielleiter Wilfried Riemer auf einer Videokonferenz mit den Vereinen. Bereits zuvor hatte Riemer der Deutschen Presse-Agentur gesagt, dass es einen Puffer bis Ende März gebe, um die Spielzeit mit einer einfachen Runde abzuschließen. Die 20 Vereine haben bis zur Unterbrechung im November zwischen zehn und 13 Spiele absolviert.

10.10 Uhr: Cottbuser SPD-Bundestagskandidatin im Autokino gewählt

An einem ungewöhnlichen Ort in der Corona-Pandemie ist die frühere Europa-Spitzenkandidatin der Brandenburger SPD, Maja Wallstein, in Cottbus zur Bundestagskandidatin gewählt worden. In einem Autokino habe die 34-Jährige am Freitagabend ein einstimmiges Votum für den Wahlkreis Cottbus-Spree-Neiße erhalten, teilte die SPD in Cottbus mit. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese, der bei der Bundestagswahl 2017 über die Landesliste ins Parlament kam, kandidierte nicht mehr. Das Direktmandat in dem Wahlkreis in der Lausitz errang 2017 der CDU-Politiker Klaus-Peter Schulze. Die AfD-Kandidatin Marianne Spring-Räumschüssel kam damals auf den zweiten Platz, sie ist seit 2019 Landtagsabgeordnete.

10.01 Uhr: McFit öffnet Outdoor-Fitnessstudio in Berlin

Die Fitnessstudio-Kette McFit bietet ab Sonnabend wieder Trainingsmöglichkeiten an. Das sagte Rainer Schaller, Chef der RSG Group, zu der McFit gehört, in der Online-Talkshow „19 – die DUB Chefvisite“. Dazu werden Geräte auf die eigens angemieteten Parkplätze vor ausgewählten Studios gebracht und auf einer Fläche von jeweils 200 bis 300 Quadratmetern aufgestellt. Aktuell gibt es zehn solcher Outdoorstudios in Deutschland – auch in Berlin an der Romain-Rolland-Straße 32 (Pankow). Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

9.29 Uhr: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr nach Tschechien und Tirol ein

Aufgrund der neuen Verordnung zu den Virus-Variantengebieten stellt die Deutsche Bahn ab Sonntag den Fernverkehr nach Tirol sowie nach Tschechien ein. Betroffen sei in Richtung Tirol die EC-Linie München-Innsbruck-Verona. Eingestellt werde außerdem die EC-Linie Hamburg-Berlin-Prag. „Für die entfallenden Halte in Büchen, Ludwigslust und Wittenberge werden durch ICE-Zusatzhalte weitere Reisemöglichkeiten geschaffen“, teilte die Bahn am Freitag mit.

5.02 Uhr: Unfallchirurg erwartet mehr Unfälle nach Lockdown-Ende

Winterwetter, Homeoffice und Lockdown - da lädt das Sofa geradezu zum Verweilen ein. Sobald sich an dieser Situation etwas ändert, könnte es laut dem Unfallchirurgen Felix Walcher von der Uniklinik Magdeburg zu mehr Unfällen kommen. „Die Menschen werden ihrem Bewegungsdrang nach Monaten des Stillstandes nachkommen, viele sind aber in den letzten Monaten etwas "eingerostet"“, sagte das Präsidiumsmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) in Berlin auf dpa-Anfrage. Damit steige auch die Unfallgefahr. Eine Überlastung der Notfallambulanzen und der unfallchirurgischen Kliniken befürchte er aber nicht.

Bereits jetzt seien die Notaufnahmen ausgelastet. „Durch das Winterwetter stürzen Menschen jeden Alters und werden mit Verletzungen aller Art in Krankenhäuser eingeliefert“, sagte Walcher, der die Klinik für Unfallchirurgie der Universitätsklinik Magdeburg leitet. Bei Schnee und Eis komme es jedes Jahr gehäuft zu Unfällen, mit denen die Kliniken jedoch rechnen würden.

4.32 Uhr: Mehr Studenten in Brandenburg suchen wegen Corona pychologische Hilfe

Die Folgen des Corona-Lockdowns belasten zunehmend die Studenten an Brandenburgs Hochschulen. Psychologische Hilfsangebote werden verstärkt in Anspruch genommen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. „In der Corona-Pandemie zeigt sich bei den Studierenden zunehmend das Fehlen sozialer Kontakte als Problem“, sagte die Sprecherin des Studentenwerks Potsdam, Josephine Kujau. Hinzu kämen veränderte Arbeits- und Lernbedingungen. Das Werk bietet psychosoziale Beratung für Studenten mehrerer Universitäten und Hochschulen an.

+++ Freitag, 12. Februar 2021 +++

20.50 Uhr: Scheeres - Erste Selbsttests für Schulen und Kitas sind da

Die ersten Corona-Selbsttests für Schulen und Kitas in Berlin sind bereits angekommen. Das sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres am Freitag in der RBB-„Abendschau“. „Wir reden ja darüber, dass wir zehn Millionen Tests anschaffen. Und die Anschaffung ist schon sozusagen in vollem Gange.“ Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci habe die Bestellung bereits „ausgelöst“, so die SPD-Politikerin. „Die ersten Selbsttests sind auch schon da.“

Für die Selbsttests, die für Schüler, Lehrer, andere Beschäftigte an den Schulen sowie die Kita-Erzieher gedacht sind, fehlt bisher allerdings noch die Zulassung, deshalb können sie vorerst nicht eingesetzt werden.

Die Schnelltests sollen Scheeres zufolge möglichst zu Hause benutzt werden: „Wir haben uns ausgetauscht mit den Expertinnen und Experten und haben darüber diskutiert, wo ist der beste Ort, macht man das in der Schule oder zu Hause?“ sagte die Senatorin. Und die Empfehlung laute: Zu Hause ist wirklich am besten. „Wenn man das vor Ort in der Klasse machen würde, und man geht sich selber mit dem Stäbchen durch die Nase und man niest rum, dann sprühen die Aeorosole durch die Gegend“, sagte Scheeres. „Und das kann's nicht sein.“

Scheeres verteidigte die Entscheidung, dass Berlins Schulen unabhängig vom Einsatz der Schnelltests am 22. Februar schrittweise wieder geöffnet werden. In ganz Deutschland seien die Schulen schon sukzessive geöffnet worden, sagte sie. „Es gibt Bundesländer, die haben die Grundschulklassen schon vor Ort. Es gibt Bundesländer, die holen jetzt die erste bis sechste Klasse rein. Und wir wollen wirklich vorsichtig lockern, erste bis dritte Klasse.“

17.52 Uhr: Brandenburg führt neue Grenze für Schließung der Kitas ein

Die Kitas in Brandenburg sollen nur öffnen können, wenn die Corona-Infektionszahlen in der Region unter einer neuen Obergrenze liegen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte am Freitag, dies sei an die Zahl von 200 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gekoppelt. Wenn die Zahl in einem Landkreis an drei Tagen hintereinander überschritten werde, müsse der Landkreis schließen, „um möglichst die Infektionsdynamik schnell in den Griff zu kriegen“. Für die generell offenen Kitas gilt derzeit, dass sie bei über 300 neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner in einer Woche schließen müssen. Die neuen Corona-Regeln treten ab Montag in Kraft, Grundschulen öffnen für den Wechselunterricht ab 22. Februar.

16.30 Uhr: Brandenburg öffnet Grundschulen für den Wechselunterricht

Die Grundschulen in Brandenburg können am 22. Februar unter strikten Hygienekonzepten wieder für den Wechselunterricht in der Schule und zuhause öffnen. Das kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach einem Kabinettsbeschluss an. Friseurläden dürfen zum 1. März öffnen.

16.22 Uhr: Unternehmensverbände fordern vehement Öffnungs-Perspektiven

Unternehmens- und Branchenverbände in Brandenburg haben von der Landesregierung vehement eine Perspektive für die Öffnung von Unternehmen in der Corona-Pandemie gefordert. „Die Stimmung kippt, eine reine Basta-Politik funktioniert nicht mehr“, sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Brandenburg, Olaf Schöpe, am Freitag beim Online-Branchendialog Tourismus mit Landeswirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Die Regierung sei offensichtlich nicht in der Lage, eine branchenübergreifende Lösung hinzubekommen, kritisierte Schöpe. Er forderte zudem, Vertreter der Wirtschaft bei der Entwicklung von Öffnungsstrategien einzubeziehen.

Auch die Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern, Barbara Nitsche, bot eine Beteiligung der Verbände an einem Stufenplan zur Öffnung der Betriebe an. „Seit fast 12 Monaten befindet sich die Wirtschaft in einer existenziellen Notlage“, sagte Nitsche. „Es muss eine Perspektive her - unabhängig davon, wie sich die Corona-Situation bewegt“, forderte sie. Dafür habe die Wirtschaft gut funktionierende Hygiene-Konzepte erarbeitet.

Dagegen erklärte Steinbach, Hygiene-Konzepte hätten bei den Überlegungen bislang keine Rolle gespielt. Das Ziel der Regierung sei derzeit nicht die Öffnung von Betrieben. „Was wir vermeiden wollen ist, dass wir Menschen auf der Straße sehen - auf dem Weg zu irgendeinem Angebot“, erläuterte Steinbach. „Kontaktverhinderung durch Mobilitätsverminderung.“ Bis zu einem möglichen Neustart gebe es die Überbrückungshilfen für die Betriebe, betonte Steinbach.

16.10 Uhr: 24 Tote in Berlin, 384 Neuinfektionen, Inzidenz bei 61,3

In Berlin sind 24 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2597. Das meldet die Senatsgesundheitsverwaltung am Freitag.

384 neue Infektionen wurden bestätigt, 396 waren es am Donnerstag. 7095 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 7407 waren es am Donnerstag. 114.823 Menschen gelten inzwischen als genesen.

298 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, sechs Patienten weniger als am Donnerstag. 998 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 33 weniger als am Donnerstag.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 24,1 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 61,3 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,77 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Die Inzidenzen in den Berliner Bezirken

15.30 Uhr: Gericht lehnt Eilantrag von Friseurin gegen Schließung ab

Die Betreiberin eines Friseursalons in Brandenburg ist mit dem Versuch gescheitert, die Schließung ihres Ladens wegen der Corona-Krise vorläufig auszusetzen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg teilte am Freitag mit, dass ihr Eilantrag am Donnerstag abgelehnt worden sei (OVG 11 S 14/21). Die Betreiberin des Salons begründete ihren Eilantrag nach Angaben des Gerichts mit potenziell existenzbedrohenden Einnahmeverlusten und der Verletzung ihrer verfassungsrechtlich geschützten Freiheit der Berufsausübung. Zudem verstoße das Land mit der Verordnung zur Schließung gegen den allgemeinen Gleichheitssatz, denn Verkaufsstellen von Optikern und Hörgeräteakustikern seien offen.

Das Gericht erklärte, das Land überschreite mit der Schließung gegenwärtig nicht den ihm zustehenden Einschätzungs- und Gestaltungsspielraum. Die Salonbetreiberin habe nicht durchgreifend infrage gestellt, dass die finanziellen Einbußen durch staatliche Mittel zumindest abgemildert würden. Bei Optik- und Hörgeräteakustik-Läden komme es auch - anders als bei Friseursalons - nicht typischerweise über eine längere Zeitspanne zum körpernahen Kontakt mit Kunden. Die Bedeutung dieser Läden sei außerdem höher zu bewerten wegen der Bedeutung von Brillen und Hörgeräten für den Alltag. Brandenburg plant, dass Friseurläden ab 1. März wieder öffnen.

15.15 Uhr: Berliner Bibliotheken wieder zurück im Leihbetrieb

Die Berliner Bibliotheken kehren ab dem 22. Februar zurück zum regulären Leihbetrieb. Die Häuser öffnen dann wieder zur Ausleihe und zur Rückgabe. Plätze zum Verweilen werden allerdings weiterhin nicht angeboten. Das teilte der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) am Freitagnachmittag mit. Demnach werden in allen Berliner Bezirken Bibliotheken geöffnet. Ob jeder Standort in den Leihbetrieb zurückkehrt, sei abhängig von den jeweiligen Ressourcen. Zudem komme es abhängig von der Arbeitsschutzverordnung zu reduzierten Öffnungszeiten.

13.23 Uhr: 189.170 Impfdosen in Berlin verabreicht, Impfquote bei 3,4 Prozent

In Berlin sind mittlerweile 189.170 Impfdosen verabreicht worden. Damit hat Berlin eine Impfquote von 3,4 Prozent. Das meldet das Robert Koch-Institut (RKI). In Brandenburg wurden 128.648 Dosen verabreicht, die Impfquote liegt demnach bei 3,2 Prozent. Insgesamt wurden in Deutschland bis dato 3.810.003 Impfdosen verabreicht, was einer Impfquote von 3,1 Prozent entspricht. Die höchste Impfquote vermeldet nach wie vor Mecklenburg-Vorpommern mit nunmehr 3,8 Prozent. Die Daten für Mecklenburg-Vorpommern wurden nachträglich korrigiert. Am Donnerstag hatte es geheißen, die Impfquote betrüge 4,0 Prozent.

14.53 Uhr: Einschränkungen im Hochschulbetrieb werden bis 31. März fortgesetzt

Die Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung und die Berliner Hochschulen haben sich darauf verständigt, die Coronamaßnahmen bis zum 31. März fortzuführen. Das bedeutet: Bis zum 31. März finden an den Hochschulen keine Präsenzveranstaltungen statt. Ausnahmen können nur erlaubt werden für bereits geplante Präsenzprüfungen, inklusive Aufnahmeprüfungen, sowie für Praxisformate, die zwingend erforderlich sind und nicht in digitaler Form durchgeführt werden können. Die Personenzahl ist in diesen Ausnahmefällen auf maximal 25 Personen in einem Raum zu Prüfungszwecken zu begrenzen. Für Studierende ist die Teilnahme freiwillig, bei Nichtteilnahme entstehen ihnen keine Nachteile. Wissenschaftliche Bibliotheken dürfen bis zum 31. März nur Online-Dienste und Leihbetrieb anbieten.

13.19 Uhr: Senatsbildungsverwaltung: "Vorsichtige Lockerung" ab 22. Februar - Schulpflicht ausgesetzt

Ab 22. Februar beginnt eine „vorsichtige Lockerung“ an Schulen, meldet die Senatsverwaltung für Bildung (SenBJF). Ab dann sollen die Klassen 1 bis 3 in den Grundschulen und Gemeinschaftsschulen zurückkehren – allerdings nur im Wechselunterricht. Die Kinder werden dann auch dauerhaft im Schulgebäude und Klassenraum Maske tragen müssen. Allerdings sei die Schulpflicht ausgesetzt, betont Martin Klesmann, Sprecher der SenBJF. Das heißt, Familien, denen das Risiko für ihre Kinder zu groß erscheint, müssen die Kinder nicht an den entsprechenden Tagen in die Schulen schicken, es kann auch schulisch angeleitet weiter nur zu Hause gelernt werden. Für den Wechselunterricht ist vorgesehen, dass die Kinder mindestens drei Stunden täglich Präsenzunterricht in der Schule haben „oder nach schulischer Entscheidung und in Abstimmung mit der Schulkonferenz im tage- oder wochenweisen Wechsel“. Notbetreuung bis zur Klassenstufe 6 werde weiterhin angeboten.

Wann die anderen Klassenstufen zurückkehren, ist noch offen. Das wird sich wohl erst nach dem 7. März entscheiden, da trifft sich wieder die Kultusministerkonferenz. Entscheidend ist natürlich auch das Infektionsgeschehen. Bislang dürfen nur die Abiturklassen im Wechselmodell zurück in die Schule, um dort Präsenzunterricht zu haben. Aber auch das kann jede Schulgemeinschaft für sich entscheiden. Grundsätzlich machte Senatorin Sandra Scheeres (SPD) erneut deutlich, dass Kitas und Schulen bei der Wiedereröffnung nach dem Lockdown Vorrang haben.

13.06 Uhr: Brandenburg startet Impfung mit Präparat von Astrazeneca

Die Corona-Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca beginnen in Brandenburg am Mittwoch nächster Woche. Weil er nur für unter 65-Jährige empfohlen wird, können über 80-Jährige nach wie vor keine Impftermine bekommen. Der Grund seien die weiter geringen Mengen der Impfstoffe von Biontech und Moderna, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Potsdam mit.

Sobald davon genug Impfdosen verfügbar seien, werde es wieder Termine für über 80-Jährige geben. Dabei sollten die Bürger bevorzugt behandelt werden, deren Impftermine im Januar wegen unerwarteter Lieferverzögerungen verschoben werden mussten. Sie würden telefonisch kontaktiert. Rund 9000 Termine waren zunächst abgesagt worden.

Der Schutz mit dem Impfstoff von Astrazeneca starte am kommenden Mittwoch (17. Februar) in den bisher elf Impfzentren, kündigte das Ministerium an. Damit sollten Pflegekräfte in der ambulanten und stationären Altenpflege sowie Personal in medizinischen Einrichtungen geimpft werden, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Sie habe großes Verständnis für die Forderungen nach einer schnellen Impfung von anderen gefährdeten Berufsgruppen wie Polizei, Lehrern, Erziehern und Feuerwehrkräften. Aber: „Leider stehen in dieser Anfangsphase noch nicht die dafür erforderlichen Impfstoffmengen zur Verfügung.“

12.52 Uhr: Vier von fünf Soloselbständigen und Kleinstunternehmern in Berlin haben Existenzsorgen

Die Corona-Pandemie sorgt für gravierende Existenzsorgen in der Berliner Wirtschaft. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter Soloselbständigen und Kleinstunternehmern (weniger als zehn Beschäftigte), die die Industrie- und Handelskammer Berlin (IHK Berlin) durchgeführt hat. Demnach geben vier von fünf Soloselbständigen/Kleinstunternehmern an, dass sie sich existenzielle Sorgen machen, ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten nicht mehr decken zu können. Bei neun von zehn Befragten sind die Umsätze gesunken, bei zwei Dritteln liegen die Umsatzeinbußen sogar bei mehr als 50 Prozent. 72 Prozent versuchen, die finanziellen Einbußen mit privaten Ersparnissen zu kompensieren. Jeder Fünfte muss aktuell auf die private Altersvorsorge zurückgreifen. 37 Prozent waren auf die finanzielle Hilfe von Familie und Freunden angewiesen.

Vor diesem Hintergrund begrüßt die IHK Berlin die von Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) angekündigten Zuschüsse für Soloselbständige und Kleinstunternehmer. “Sie sind überlebenswichtig”, sagte Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK Berlin. Entscheidend sei nun, dass die Hilfen auch schnell beantragt und ausgezahlt werden können.

11.58 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in Brandenburg geht nur langsam zurück

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche nimmt in Brandenburg nur allmählich ab. Am Freitag gab das Gesundheitsministerium den Inzidenzwert mit knapp 77 an. Das ist mehr als doppelt so viel wie der Wert von 35, ab dem nach bisheriger Planung der nächste Schritt für die Öffnung von Einzelhandelsgeschäften, Museen und Galerien möglich sein soll. Am Donnerstag lag die Inzidenz bei rund 79, vor einer Woche allerdings noch bei etwas mehr als 97.

Drei Landkreise haben weiter eine sogenannte 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100: Die Prignitz ist der Hotspot des Landes mit fast 163, gefolgt von Oberspreewald-Lausitz mit knapp 134 und Elbe-Elster mit rund 105. Für ganz Brandenburg meldeten die Gesundheitsämter nach Angaben vom Freitag 374 neue Corona-Ansteckungen; am Donnerstag waren es deutlich mehr mit 538, vor einer Woche 423. Die meisten neuen Fälle kamen am Freitag im Kreis Oberhavel mit 38 hinzu. Derzeit werden 678 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt, etwas weniger als am Donnerstag.

9.45 Uhr: Gericht kippt Verbot nicht dringlicher Behandlungen

Das Berliner Verwaltungsgericht hat eine wichtige Vorgabe des Senats in der Corona-Pandemie gekippt. Die Anordnung an die Notfallkrankenhäuser, nicht dringliche Behandlungen und Operationen wegen der erwarteten Belastung mit Covid-19-Patienten zu verschieben, ist nichtig. Die Richter folgten mit ihrem Urteil dem Eilantrag mehrerer Krankenhausbetreiber.

Berlins Krankenhäuser dürfen aktuell nur noch medizinisch dringliche planbare Aufnahmen, Operationen und Eingriffe bei Patientinnen und Patienten durchführen. Dagegen wenden sich die Kläger. Sie wollen nicht länger verpflichtet werden, das Verbot aller anderer Behandlungen in ihren Häusern zu beachten.

Die 14. Kammer hat den Eilanträgen auf Erlass einstweiliger Anordnungen stattgegeben, teilte das Verwaltungsgericht am Freitag mit. Auch im Hauptsacheverfahren werden sich die Krankenhaus-Covid-19-Verordnung "voraussichtlich als rechtswidrig und daher als nichtig erweisen", so das Gericht. Es fehle eine "ausreichende Ermächtigungsgrundlage". Die mit der Krankenhaus-Covid-19-Verordnung angestrebte Sicherstellung einer stationären Aufnahme und der bedarfsgerechten Versorgung von Covid-19-Erkrankten sei von dem "Ermächtigungszweck" nicht mehr gedeckt. Angesichts der geltend gemachten Einnahmeausfälle der Antragstellerinnen und des bei der Abweisung von Patienten drohenden Reputationsverlustes ihrer Krankenhäuser hätten die Kläger auch deutlich gemacht, warum sie eine einstweilige Anordnung bräuchten.

8.44 Uhr: Müller - Keine Öffnungen von einem Tag auf den anderen

Die nächsten Schritte für eine weitere Öffnung der Berliner Schulen sind nach Worten des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) noch offen. Die Entwicklung in der Corona-Pandemie müsse beobachtet werden, „deshalb kann niemand eine Zusage machen“, sagte Müller am Freitag im rbb-Inforadio zum Unterricht für ältere Schüler. Für ältere Jahrgänge würden aber Unterrichtsangebote vorbereitet.

Der SPD-Politiker verwies darauf, dass Stufenpläne in beide Richtungen wirkten. „Wenn die Zahlen runter gehen, muss man vieles ermöglichen wieder, wenn die Zahlen nach oben gehen, muss man genauso wieder einschränken ...“ Man müsse sensibel in beide Richtungen reagieren können.

Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen in einer Woche pro 100. 000 Einwohner (Inzidenz) die 35 erreiche, werde es nur stufen- und schrittweise Lockerungen geben, betonte Müller. Hier hätten die Bundesländer nach dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz aber etwas Handlungsspielraum etwa für Kultureinrichtungen.

„Mit der 35 ist nicht von einem Tag auf den anderen alles wieder offen“, so Müller. Es sei bei einer solchen Inzidenz aber „viel Luft gewonnen“, um etwas schneller Normalität zu ermöglichen

6.44 Uhr: Berliner Handel denkt an Klage gegen Corona-Beschlüsse

Einen Tag nach der in der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) beschlossenen Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März wächst in weiten Teilen der Berliner Wirtschaft der Unmut. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg (HBB), Nils Busch-Petersen, sagte am Donnerstag der Berliner Morgenpost in einer ersten Reaktion, er schließe eine Klage gegen die gefassten Beschlüsse nicht aus. Darüber werde bereit in verschiedenen Landesverbänden, aber auch mit dem Bundesverband diskutiert.

„Wir prüfen im Moment jede weitere Facette, weil wir merken, dass bei unseren Mitgliedern das schiere Entsetzen herrscht. Da ist kein Spielraum mehr“, erklärte Busch-Petersen. Für viele Händler sei vor allem unverständlich, warum in dem MPK-Beschluss ein vorzeitiger Öffnungstermin für Friseure verankert sei, andere Branche aber weiter warten müssten. Den ausführlichen Artikel lesen Sie HIER.

6.35 Uhr: Rolle rückwärts bei der Testpflicht in Berliner Kliniken

Von ihrer Forderung, auch das medizinische Personal in den Krankenhäusern wie schon die Pflegekräfte in Pflegeheimen zu einem täglichen Schnelltest vor Dienstbeginn zu verpflichten, ist die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci inzwischen abgerückt. Ihr Haus korrigierte eine entsprechende Pressemitteilung nach kurzer Zeit. Stattdessen sind die Kliniken nur verpflichtet, ihren Beschäftigten einen täglichen Schnelltest anzubieten.

„Sie sind eingeknickt“, warf der CDU-gesundheitsexperte Tim-Christopher Zeelen Kalayci am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus vor. Die Senatorin hielt dem entgegen, man habe eine einvernehmliche Lösung gefunden, das sei üblich in ihrem Umgang mit den Krankenhäusern.

Kalayci berief sich auf den Wunsch der Koalitionsfraktionen, neben den Altenpflegern auch Pflegekräfte und Ärzte in Krankenhäusern täglich zu testen. Es habe aber in der Krankenhauslandschaft einen „Aufschrei“ gegeben, berichtete Kalayci. Tatsächlich hatten die Krankenhäuser gegen die Koalitionspläne interveniert. Der Beschluss berücksichtige nicht die Abläufe in der Krankenversorgung, schrieb die Berliner Krankenhausgesellschaft als Lobby der Kliniken an die Senatorin. Pro Schicht gehe eine halbe Stunde Arbeitszeit für das Testen und das Warten auf Ergebnisse verloren. Eine Übergang der vorigen Schicht sei so nicht möglich. Weil diese Tests eine recht hohe Rate „falsch-positiver“ Ergebnisse lieferten, müsse eine „weitere nicht unerhebliche Gruppe vom Dienst ausgeschlossen werden“.

5.02 Uhr: Lernvideos auf YouTube - Gewerkschaft und Verband skeptisch

Lernvideos sind in der Corona-Krise bei Lehrern und Schülern gefragt, eignen sich aber nach Einschätzung von Experten nicht immer für den Unterricht. Laut Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ist der Hauptkritikpunkt die mangelnde Prüfung der Inhalte. Die Videos könnten deshalb nicht pauschal empfohlen werden und müssten vor der Verwendung immer erst überprüft werden - und das koste Zeit, sagte Lydia Puschnerus, Leiterin des Vorstandsbereichs Schule der GEW Berlin. Ein großes Thema unter Lehrern seien die Clips aber trotzdem, auch weil sie eine Abwechslung zu Arbeitsblättern böten.

Auch der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sieht in den Videos eine gute Auflockerung für den Unterricht. Er gab aber zu bedenken, dass kostenlose Angebote keiner Qualitätsprüfung unterliegen.

3.32 Uhr: Kabinett entscheidet über Öffnung der Grundschulen

Die Brandenburger Landesregierung will am Freitag die neue Corona-Eindämmungsverordnung beschließen. Dabei geht es insbesondere um den Plan, die Grundschulen im Land vom 22. Februar an im Wechselunterricht wieder zu öffnen. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hatte dies mit dem Recht auf Bildung und der Sorge um das Wohlergehen der Kinder begründet. Allerdings hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag im Landtag noch einen Vorbehalt formuliert. „Wir wollen am 22. Februar die Grundschulen wieder öffnen - aber nur, wenn die Zahlen es dann noch gestatten“, sagte er.

Abgesehen davon soll der harte Lockdown nach dem Beschluss der Bund-Länder-Konferenz aber weitgehend bis zum 7. März fortgeführt werden. Friseurläden sollen aber schon am 1. März öffnen dürfen.

+++ Donnerstag, 11. Februar 2021 +++

22.54 Uhr: Schulen und Kitas öffnen ab 22. Februar schrittweise

Die seit 16. Dezember wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Schulen in Berlin öffnen ab dem 22. Februar schrittweise. Den Anfang machen Schüler der Klassenstufen 1 bis 3. Darauf verständigte sich der Senat. Für die Schüler soll es dann Wechselunterricht geben. Sie werden also in geteilten Lerngruppen abwechselnd in der Schule und mit Hilfe digitaler Lösungen zu Hause unterrichtet. Auch der Kita-Betrieb soll ab 22. Februar wieder schrittweise hochgefahren werden, wie es hieß.

22.26 Uhr: Berliner Senat verlängert Lockdown

Der Senat hat am späten Donnerstagabend die Übernahme der Corona-Beschlüsse der Ministerpräsidenten im Wesentlichen übernommen. Der Lockdown wird bis zum 7. März verlängert, Friseure dürfen ab dem 1. März wieder öffnen. Für die Grundschüler der Klassen 1 bis 3 soll ab dem 22. Februar der Wechselunterricht beginnen. Für alle anderen Schüler ändert sich nichts. Auch der Kita-Betrieb soll ab 22. Februar wieder schrittweise hochgefahren werden, wie es hieß.

22.19 Uhr: Berliner Senat berät auf Sondersitzung über Lockdown-Verlängerung

Der Senat hat am Abend über die Corona-Beschlüsse verhandelt. Weil die Sitzung des Abgeordnetenhauses sich zuvor verzögert hatte, fand das Treffen erst am späteren Abend statt. Einig war sich die Landesregierung, dass Friseure wie von den Ministerpräsidenten beschlossen, schon ab dem 1. März öffnen dürfen. Länger zogen sich die Verhandlungen darüber hin, in welcher Form die Schulen schrittweise in den Präsenzunterricht zurückkehren. Wahrscheinlich ist, dass die ersten drei Grundschulklassen ab dem 22. Februar im Wechselunterricht beginnen.

20.58 Uhr: Abgeordnetenhaus ändert Wahlrecht wegen Corona-Pandemie

Wegen der Corona-Pandemie dürfen Parteien ihre Kandidaten für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 26. September ausnahmsweise digital bestimmen - zumindest teilweise. Das Abgeordnetenhaus beschloss am Donnerstag mit breiter Mehrheit eine entsprechende Änderung des Wahlgesetzes.

Dadurch ist es möglich, Kandidatenlisten für das Landesparlament wie auch die Bezirksverordnetenversammlungen auf sogenannten hybriden Parteitagen zu bestimmen. Ein Parteitag nicht zuletzt mit der Vorstellung der Kandidaten würde dann online stattfinden, die Kür der Kandidaten zwischendurch oder danach über eine Urnen- oder Briefwahl erfolgen. Bisher war das rechtlich nicht möglich.

19.15 Uhr: Coronavirus-Variante breitet sich aus - Vivantes Klinikum Spandau nimmt keine Patienten mehr auf

Wegen der Ausbreitung der britischen Coronavirus-Variante B 1.1.7 nimmt das Vivantes Klinikum Spandau derzeit keine stationären Patienten mehr auf. Das teilte der Klinikkonzern am Donnerstagabend mit. Bislang seien 55 Infektionen mit der Virusvariante bestätigt worden, davon 17 bei Mitarbeitern (Stand 11.02.21). Das Virus sei in verschiedenen Fachbereichen des Hauses nachgewiesen worden. Die Rettungsstelle bleibe nur für die Erstversorgung von Schlaganfallpatienten geöffnet. Für eine stationäre Versorgung werden diese Patienten bei Bedarf anschließend verlegt. Der Konzern teilte mit, das Klinikum sei nicht unter Quarantäne gestellt worden. Auch eine sogenannte Pendelquarantäne wie zuletzt im Humboldt-Klinikum sei nicht verhängt worden. "Nach derzeitigen Erkenntnissen spricht alles dafür, dass das Virus durch einen Patienten mit Reiseanamnese in das Klinikum eingetragen wurde", heißt es in der Mitteilung weiter. Um das Infektionsgeschehen am Klinikum Spandau zu beobachten, gebe es tägliche Schnelltests für Mitarbeiter. Zudem erhalten Mitarbeiter und Patienten zweimal wöchentlich einen PCR-Test.

16.16 Uhr: 17 weitere Tote in Berlin, 396 Neuinfektionen, Inzidenz bei 62,9

In Berlin sind 17 weitere Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt auf 2573.

396 neue Infektionen wurden bestätigt, 546 waren es am Mittwoch. 7407 aktuelle Corona-Fälle haben wir insgesamt in Berlin, 7703 waren es am Mittwoch. 114.151 Menschen gelten inzwischen als genesen.

304 Menschen werden auf Intensivstationen behandelt, zwei Patienten weniger als am Mittwoch. 1031 Menschen liegen insgesamt in Krankenhäusern, 29 weniger als am Mittwoch.

Die Berliner Corona-Ampel für den Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten steht mit 24,7 Prozent weiter auf Gelb. Der Wert für Neuinfektionen ist mit 62,9 weiter rot. Die Ampel für den Bereich der Reproduktionszahl zeigt mit 0,7 Grün.

Die Corona-Fallzahlen in den Berliner Bezirken

Die 7-Tage-Inzidenzen in den Berliner Bezirken

16 Uhr: Wir starten unser neues Corona-Newsblog

Wir eröffnen unser neues Newsblog zum Coronavirus in Berlin und Brandenburg. Alle bisherigen Nachrichten und Zahlen zur Entwicklung der Corona-Pandemie in Berlin und Brandenburg finden Sie hier.

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